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Donnerstag, 17. November 2016

Youtubisch Vol. 28

43°48′N 131°58′E, gibt man diese Koordinaten in eine favorisierte Suchmaschine ein, wird man an einen Ort geführt, der ziemlich weit im Osten Russlands liegt. Der Weg nach Japan ist nicht weit, Wladiwostok um die Ecke. Von genau diesem Ort kommt die Künstlerin Ekat Bork.

Durch viele mehr oder minder gute Umstände landete sie in der Schweiz, wo sie begann Gesang, zeitgenössisches Schreiben und Musikproduktion zu studieren. Sie knüpfte Kontakte in der Schweiz und Italien. Sie schrieb und produzierte selbst viel Musik, woraus sich dann Veramellious entwickelte.

Nun erschien am 04.11. ihr neuestes Album, YASДYES, welches ihr auf Bandcamp streamen könnt. Der Sound ist düster, erinnert stellenweise an LORN, den wir hier schon mal hatten; es knistert und blubbert an allen Ecken und Kanten. Wer eine E-Gitarre findet, darf diese behalten, dabei wird das Album nicht langweilig und schafft eine herrlich schaurige Stimmung.

Bei FEAR handelt es sich um die dritte Single aus YASДYES, das Video hierzu hat sie quasi in Eigenproduktion erstellt, geschnitten und was alles sonst noch dazu gehört. Die Bildsprache ist gewaltig, ihr Kostüm extravagant. Und noch nie im Leben hab ich bei einer Olive, die verspeist wird, an ein Auge eines Lebewesens gedacht. Arme hoch, wem es auch so geht. Aber seht selbst.

Ekat Bork - FEAR (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

So viel gute Musik zum Hören und nur zwei Ohren zur Verfügung.

Montag, 10. August 2015

Bandcamptage Vol. 145

Wir bleiben in dunklen oder dunkleren Gefilden der Musik, weil mir auch danach ist. Lorn war eigentlich nur eine Zufallsentdeckung, weil wir auf der Rücktour von Dresden Radio Fritz hörten, da man RadioEins noch nicht empfangen konnte. So ergab sich nach etwas Forschung, weil nach 20 Uhr wirklich gutes Zeug lief (das passiert auf Fritz so selten, oder bin ich das?).

So entdeckte ich eben Acid Rain, welches eben auf Fritz lief. Es klingt total nach Flume, so anders. Nachdem dieses Video durchgelaufen ist, klickt man sich natürlich weiter (oder bin das nur wieder ich?) und kam zu mehr Musik. Und just unter dem Video zu "Sega Sunset", was nichts mit dem Videospielehersteller zu tun hat, stand da so ein Link. Wer die Datei lädt und entpackt bekommt erstmal 25 Titel geschenkt, vom Künstler selbst. Wer sich die Musik gibt, wird merken, dass das alles recht dunkel und düster zur Sache geht. Alles ist rein elektronisch arrangiert und manchmal einfach so zu ende. Das könnte daran liegen, dass man ein hier ein paar unfertige Titel und Demos hat. Aber nicht verzagen, es gibt auch vollständige Alben und EP's, man muss nur suchen. So stieß ich auch auf Lorn's Bandcampaccount mit seinen Alben, die er für einen beliebigen Preis zur Verfügung stellt. "The Maze To Nowhere" (Part1 / Part 2 / Part 3) gibt euch die volle Packung, zwischen Schweben und Druck ist alles dabei.

Das war zwar viel Text, aber irgendwie kreiste die Musik seit dem echt häufig durch den Kopf, zumal die Webseite und die Videos auf seinem Youtubekanal echt unheimlich sind. Alles ist hier vertreten: ältere Animes, auf die ich irgendwie auch stehe und einige andere Videoprojekte, die das Gesamtbild abrunden. Da hat der junge Mann aus Wisconsin wohl einen Faible für. Wer noch mehr sucht, findet auch das Album Ask The Dust, ebenfalls auf Bandcamp, von ihm. Der Stil ist der gleiche, nur kostet das Album mal eben acht britische Pfund.

Anspieltipps: Left Side (mit infernalem Video), 555-5555 (wieder mit Video), Sega Sunset (wieder ein gutes Video), All Corrupt Everything 

Lorn - The Maze To Nowhere (Part 3)
(Quelle: Bandcamp.com)

Und nicht vergessen, alles auf einer guten Anlage oder guten Kopfhörern hören, sonst habt ihr keinen Spaß an diesem derben Bass.