Posts mit dem Label Warner Music werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Warner Music werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 15. April 2021

Van Holzen - Gras (Single) (OMN Label Services / Odyssey Music)

Bei der aktuellen Wetterlage vor den Haustüren, wünscht sich gerade sicher jeder von euch ein Stück Sommer. Viele ignorieren dabei irgendwann den Punkt, wenn man den Sommer über hat. Ständig Temperaturen jenseits der 25°C und man wird träge und lethargisch. 

Lethargie, das trifft auf die Single "Gras" von Van Holzen zu. Die Stimme ist leicht verzerrt und wirkt so, als hätte man weniger Energie als sonst. Die Finger wandern den Gitarrenhals hinab, der Bass wirkt dagegen fasst lebendig. Das Gitarrensolo im C-Part wirkt wie die flirrende Hitze, die vom Boden aufsteigt und einen förmlich kocht. 

Textlich geht es um Social Media. Jeder vergleicht sich mit denen, die auf Insta, Facebook und Co ganz oben mitmischen. Dabei vergisst man sich selbst und verliert den Blick auf das Wesentliche, worum es wirklich geht. Denn viel zu oft wird entweder banales Zeug hochstilisiert (und man versucht noch nebenbei was zu verkaufen mit dem Code "HDL25" oder so) oder ein tolles Erlebnis, bei welchem man dabei ist, wird nur durch die immer größer werdenden Smartphonebildschirme erlebt. Und wenn man nicht dabei ist, bei den großen Social Media Netzwerken, ist man einfach langweilig und man hat nichts erlebt. 

Erscheinen wird die Single am 16.04.2021, einen kleinen Teaser gibt hier. 

Van Holzen - Gras (Single)
(Quelle: Presskit von Odyssey Music)

Mögen das Rennen der Schweißperlen starten.

Update:
Hier gibt es dazugehörige Video auf Youtube.

Samstag, 10. Oktober 2020

Deftones - Ohms (Reprise Records/Neues aus dem CD-Regal)

Die Deftones sind die Deftones sind die Deftones sind die Deftones. Jedes Album, was die Herren aus Sacramento aufgenommen haben, hat seine eigene Atmosphäre und einen eigenen Grundton. Dennoch hört bei jeder Scheibe heraus, dass man die Tones in den Ohren hat. 

Und nun hat man sich nach 17 Jahren wieder mit Quasi-"Haus- und Hofproduzent" Terry Date zusammen getan. Man möchte meinen, dass man das sogar heraushören kann. Wirkte Gore (hatten wir hier mal) noch recht gestückelt, jeder Titel in sich wirkte wie "Jetzt Part A, nun Part B...", wirkt Ohms wie aus einem Guss. Die Songs laufen ineinander über (ein Graus für jeden Mediaplayer, der das nicht beherrscht) und schaffen somit eine Atmosphäre, die einen einfängt. Die gesamte Platte wirkt wärmer und zugänglicher als sein Vorgänger, auch wenn man hier und da ein paar Ecken blicken lässt. Man greift sogar moderne Elemente wie Dreampop in den eigenen Stil auf und lässt es so wirken, als hätte man in all den Jahrzehnten nichts anderes gemacht. Als wäre dieser Sound schon immer da gewesen. 

Die Gitarre von Stephen Carpenter hat wieder eine Saite mehr bekommen. Wenn die Tones so weiter machen, sitzt der gute Mann in fünfzehn Jahren an einer Harfe oder macht bei den Djentgods mit. Egal welches angestrebt werden würde, man würde es ohne Probleme trotzdem in den eigenen Sound einfließen lassen, komme was wolle. Durch die neun Saiten gibt es dementsprechenden Tiefgang, aber die Axt schwingt hier weniger derbe als in Titeln wie Poltergeist oder Goon Squad vom Album Koi No Yokan (hatten wir hier mal). Dass der Bass nicht ganz so nutzlos geworden ist, zeigt der Titel Radiant City, der mit einem Basssolo beginnt, um später dann doch die anderen Bandmitglieder einzuladen um wie die Deftones anno 2003 zu klingen. 

Dem weißen Pony rennt die Band anscheinend nicht mehr hinterher (wie auch mit den tiefen Gitarren?), dennoch ist es der Maßstab, den viele Hörer und Fans ansetzen. Aber von diesem Vergleich muss man sich trennen, da jedes Album, wie anfangs erwähnt, nicht nur ein neues Kapitel öffnet, sondern ein ganzes Buch, welches ein Anfang und ein Ende hat. Die Deftones sind nicht gemacht für Singles, auch wenn es das Label und/oder das Management gern anders hätten. Man hat einmal nachgegeben, den Titel binnen 30 Minuten neu geschrieben und es zutiefst bereut.  

Ohms' ist erschreckend aktuell. Wegen des Viruses stellt man vieles in Frage, es geht um Einsamkeit, um die Abkapselung von der Gesellschaft und die digitale Welt. Das ist aber eher dem Umstand geschuldet, dass Chino Moreno, der Sänger der Band, eine Zeit lang relativ abgeschieden gelebt hat und sich wieder mehr Kontakt zu Menschen wünschte. Nun wohnt er mit seiner Familie wieder am Rand einer größeren Stadt, hat nun aber, wie jeder andere auch, mit der Pandemie und seinen Folgen zu kämpfen. So steht es zumindest in einem Interview mit der Visions. 

Das Album erschien bereits am 25.09. auf Reprise Records, mit den Rezensionsexemplaren scheint man ordentlich gegeizt zu haben, denn selbst Loudwire hat berichtet, dass man zum Album noch nicht viel hätte sagen können, da man kein Exemplar für eine Rezension bekommen hat. Man ist im 21. Jahrhundert, man hat schnelles Internet und jederzeit Zugriff auf Musik, auch aus illegalen Quellen. Es gibt dennoch Wege (wie das Management von Code Orange mit C-Right) es besser zu lösen. Vielleicht ist das aber auch Meckern auf hohem Niveau. 

Release: 25.09.2020
Label: Reprise Records/Warner

Anspieltipps (Das ist schwerer als ihr denkt):
Genesis, Error, Headless

6/6 Punkten (Gibt es eigentlich ein schlechtes Album dieser Band?)

Deftones - Ohms
(Quelle: Amazon.com)

Mittwoch, 11. März 2020

Code Orange - Underneath (Roadrunner Records/Warner Music)

Code Orange, früher Code Orange Kids, hatten wir hier schon mal. Damals war das für mich eine der härtesten Alben, die ich rezensiert hatte. Es war brutal, aufkratzend und es gab sehr viel wilde Energie. Als ich erfuhr, dass es wieder ein neues Album geben würde, eben Underneath, habe ich mein Glück versucht und Velvet Hammer angeschrieben. Geraume Zeit später glaubte ich meinen Augen nicht, als eine Mail von Warner Music in meinem digitalen Briefkasten landete. In dieser wurde mir bestätigt, dass ich Zugriff vor dem Release bekäme. So viel zu den kleinen Einblicken hier im Blog.

--

Das Intro des Albums zeigt genau, wo es hingehen wird. Es geht tief in den Kaninchenbau, sehr tief. Und hier warten nicht nur brachiale Gitarrenwände auf den Zuhörer, sondern auch mächtig fiese elektronische Spielereien und ein Gesang, der alles zwischen schwerem Keifen und Klarheit beherrscht. Man hat über die Jahre aber auch gelernt, dass ruhigere Töne überaus unheimlich und bedrückend wirken können und Kinderstimmen sowieso. Wie Jami Morgan vor ein paar Jahren in einem Interview mit Loudwire sagte: die Musik, die die Band macht, soll Schmerzen verursachen. Das Album schmerzt an vielen Stellen. Man merkt, das alles ständig vor dem oder am Ausrasten ist, man will den Musikern in diesem Moment, während das Album läuft, nicht im Dunkeln begegnen.

Hier trifft klassischer Hardcore, Metal und elektronisches Zeug aufeinander, man erzeugt so einen signature Sound. Egal wo man im Album ist, man weiß, dass man Code Orange auf den Ohren hat und jeder einzelne Ton einen tiefer in das dunkle Loch zieht. Diese Entwicklung, welche die Band über die Jahre hinweg durchgemacht hat, passt ihnen wie maßgeschneidert. Andere Gruppierungen versuchten bereits Ähnliches und verkauften sich damit oder scheiterten kläglich. Bei Underneath zeigt sich, wie man es schaffen kann, dass Samples und Keyboards den eigenen Sound noch unerbittlicher erscheinen lassen können.

Thematisch wird man mit den wildesten Ängsten konfrontiert. Man bekommt gesagt, dass man eigentlich gar nichts von dem Gegenüber wissen möchte, sondern Dank der sozialen Medien, eher am projizierten Abbild desjenigen interessiert ist. Ob die Person vielleicht ein paar Probleme hat, die in den sozialen Medien nicht auftauchen, will man erst gar nicht wissen.

Dass das eigene Umfeld nicht gut ist, wird genauso thematisiert wie die ewige Frage nach der eigenen Existenz. Dass sich die Band hier viele Gedanken macht, wie man das darstellt, zeigt sich in den aufwendig produzierten Videos, welche sich perfekt für das Musikfernsehen eignen würden, auch wenn diese Bilder vielleicht erst spät abends gezeigt werden dürften. Die Videos sind teilweise recht blutig, passen aber zur Musik. Und selbst die extra erstellte Internetseite zum Album ist ein geniales Gimmick und rundet das Paket ab.

Nach dreizehn Titeln und einem Intro ist man durch den ganzen Kaninchenbau geschlichen um ja nicht irgendwelche Aufmerksamkeit zu erregen, wie in Horrorfilmen oder Thrillern eben. Die Reise lohnt sich aber immer wieder, da man stetig neue Facetten entdeckt oder einfach nur die brachiale Gewalt spüren möchte. Leute, denen das gewöhnliche Radio gefällt, werden sich hier nicht wohlfühlen, für die ist Underneath aber auch nicht gemacht. Es ist für Menschen, die Metal, Hardcore und andere härtere Gangarten verstehen und sich ebenso über Experimente freuen wie über einen Schlag ins Gesicht, metaphorisch gesehen.

Release: 13.03.2020
Label: Roadrunner Records

Anspieltipps (eigentlich jeder einzelne Titel): Swallowing The Rabbit Whole, In Fear, Autumn And Carbine

ganz klar 6/6 Punkten (Das Machbare ausreizen und trotzdem Kunst erschaffen.)

Code Orange . Underneath
(Quelle: Artistpage von Roardrunner Records)

Sonntag, 28. August 2016

The 4th Ferryhouse: Lewis & Leigh - Ghost

Dank diese Internets rückt die Welt zusammen, manch große Distanz, sei es über den großen Teich oder um die halbe Weltkugel, lässt sich so ganz einfach "überwinden". Skype, E-Mail und andere Gadgets sind da ganz hilfreich. Und das hier, dieses Projekt Lewis & Leigh, begann eigentlich mit einer SMS.

Was bei den ersten Momenten des Albums sofort klar ist, hier geht es nicht um Pomp, hier geht es nicht um blöde Vocoder, hier geht es ehrlich zu, handwerklich. Die Stimme der Amerikanerin und des Briten harmonieren perfekt. Sie stammt aus Gulfport (MS) und er ist Waliser, beide sammelten bereits etwas musikalische Erfahrung, wenn auch unterschiedlicher Art. In London tat man sich dann zusammen und schrieb die EP Night Drives. Von nun an mischen sich in diesem Duo die Wärme des Folks und Americanas aus dem Süden der USA mit der Popgeschichte des britischen Imperiums. Diese Melange wirkt auf "Ghost" sehr ergreifend, man verarbeitet hier auf zehn Titeln recht persönliche Themen. Sei es, dass man hier und da doch andere Entscheidungen hätte treffen sollen (Losing Time) oder dass man mit einer ganz bestimmten Person am liebsten hier und jetzt an einem anderen Ort wäre (Whiskey & Wine). Wie wir alle Wissen, ist das Leben nun mal eben nicht Ponyhof, würde auch komisch klingen, im allgemeinen Sprachgebrauch. Aufgrund der Erfahrung beider Musiker, klingen die dreißig Minuten, die die Platte mist, wie ein kleines, persönliches Konzert auf einer Veranda, spät abends, irgendwo am Rande eines Feldes, im Nirgendwo des Bundesstaates Mississippi. Wer sich an Broken Fences (hier & hier im Blog) erinnern kann, darf hier gerne zugreifen. Veröffentlicht wurde dieses Machwerk am 26.08. auf ferryhouse productions, der Vertrieb geht hier über Warner und Zebralution.

Anspieltipps: The 4:19, Keep Your Ghost, Piece Of Gold

5/6 Punkten (Ziemlich intim und wunderschön)

Lewis & Leigh - Ghost
(Quelle: Presskit von ferryhouse productions)

Sonntag, 29. Mai 2016

Teil 3 des Interviews mit Nu-Nation vom 29.04.2016

Wenn ihr wissen wollt, was Russen so über die Europäer denken und wie es um die Metalszene in Russland steht, sollter ihr hier klicken.

--

Dmitri (b), Alexei (d), Denis (g), Arthur (v), Alex (g,v)
Das ist Nu-Nation aus Russland
(Quelle: Facebook.com)

Wie seht ihr die Zukunft eurer Band? Denkt ihr, dass ihr in dieser Formation noch fünf oder zehn Jahre Musik machen werdet, so wie Korn?

Alex: Wir sollten es probieren.

Manchmal können Arbeit und Familie die Zeit für Band extrem einschränken.

Alex: Ich kann dazu nichts sagen, da ich keine Kinder habe. Somit weiß ich auch nicht wie viel Zeit ein Sohn so in Anspruch nimmt, außerdem würde ich immer versuchen, irgendwie Zeit für die Band zu finden. Ich bin ja verheiratet und meine Frau unterstützt mich hierbei, jeder in unserer Band hat sein eigenes Leben. Ich werde sicher auch nicht die Band beerdigen, sobald ich Kinder habe, außer wenn es vielleicht echt schwer wird auf Tour zu gehen. Wir werden aber weiterhin alles versuchen um Musik aufzunehmen, wir sollten erst dann damit aufhören, wenn uns die Ideen ausgegangen sind, so wie eine Band, die nur fürs Geld Musik aufnimmt. Wir verdienen keinen Cent mit unserer Musik, also ist das auch nicht unser Ziel, es geht hier mehr um unsere Ausgeglichenheit. Das einzige Geld, was reinkommt, kommt von iTunes, Googleplay und natürlich auch vom Merch. Aber das meiste Geld kommt von unserer Arbeit und unseren Familien.

Würdet ihr ausflippen, wenn irgendeine große Plattenfirma wie Warner oder Roadrunner Records euch unter Vertrag nehmen würde?

Alex: Natürlich, was denkst du denn?

Auch wenn ihr Gefahr laufen würdet, in einem Hamsterrad aus Touren und Aufnehmen zu landen?

Alex: Natürlich, warum sollten wir es nicht ausprobieren?

Am Ende eines jeden Interviews frage ich immer ein paar simple Fragen. Trinkt ihr morgens Kaffee oder Tee?

Dmitri: Kaffee

Denis: Kaffee.

Alex: Ich trinke Wasser.

Bist du straight edge?

Alex: Nicht wirklich. Seit fünf Jahren rauche ich weder Zigaretten noch Joints noch trinke ich Alkohol. Aber ich greife gerne zu Milch und Wasser.

Dmitri: Der wacht doch immer erst am Abend auf, der hat keine Morgende.

Alex: Ich wache meist um drei Nachmittags auf... ich mag einfach keinen Kaffee und ich hasse Tee, das ist aber egal.

Mögt Ihr Katzen oder Hunde?

Alex: Hunde.

Denis: Natürlich Katzen.

Alexei: Hunde.

Dmitri: Katzen.

Arthur: Katzen.

Singt ihr unter der Dusche.

Alex: Ich singe nicht.

Arthur: Ich auch nicht.

Ich denke mal, dass deine Nachbarn dann auch ausflippen würden, wenn du singen oder gar shouten würdest.

Alex: Heute ist was lustiges passiert. Als wir durch Deutschland gefahren sind, hat uns der Zoll angehalten. Die haben unseren Wagen kontrolliert und danach haben wir denen unser neues Album gegeben. Eine weibliche Zollbeamtin fragte uns, wer denn der Sänger sei, sie zeigte sich sehr beeindruckt von seinem Gesang.

Habt ihr irgendwelche Regeln im Tourbus? So was wie kein Alkohol oder andere Dinge?

Alex: Nein, jeder von uns weiß, dass der für den Auftritt in Form sein muss. Nach der Show betrinken sich alle wie blöde.

… und trinken viel Milch.

Alle unisono: Monster.

Alex: Ich trinke viel Monster Energy und ich mag kein Bier.

Nebenbei, dieses Bier habe ich nie gesehen. Berliner Molle, wie schmeckt es?

Dmitri: Es ist gut.

Alex: Nach russischem Bier ist jedes deutsche Bier echt gut. Russisches Bier schmeckt wie Pisse... und das ist noch das beste Bier.

Das klinkt ekelhaft. Ich möchte euch dafür danken, dass ihr euch Zeit für das Interview genommen habt.

Alex: Wir danken dir, wart noch kurz, wie haben ein Geschenk für dich.

The 3rd part of the interview with Nu-Nation (04-29-2016)

If you would like to know how Russians see Europeans and about the metal scene in Russia, you should klick here.

--

Dmitri (b), Alexei (d), Denis (g), Arthur (v), Alex (g,v)
This is Nu-Nation from Russia.
(Source: Facebook.com)

What do you see for yourself in the future as a band? Do you think that you still will make some music in five or ten years like Korn?

Alex: We shell try it.

Because sometimes other things like family and work can take some time.

Alex: I don't know because I don't have children. So I don't know how much time it takes to be together with a son or so. I will always try to find some time for the band. I'm married and my wife supports me. Everyone in our band has his own life. I don't think that I will put a cross on the band when I have children. When it would be hard to go on tour, maybe then. But we will try everything to record music, we should only stop when we don't have any ideas anymore. Like a band which records an album just to earn money, but we don't any coin from our music so it is not our goal to earn money, it is more for our souls. We get some money from iTunes, GooglePlay and selling some merchandise. But the most money comes from our jobs and families.

So you would go crazy if any huge records label like Warner or Roadrunner Records would sign you?

Alex: Of course. We are ready to roll.

Even if you would have that cycle of touring and recording?

Alex: Of course woe would try. Why not?

To come to an end I always ask some random questions. Do you drink tea or cafe in the morning.

Dmitri: Cafe

Denis: Cafe

Alex: I drink water.

Are you straight edge?

Alex: Not really, but I don't drink alcohol, I don't smoke marijuana and cigarettes for about five years. But I like to drink water or milk.

Dmitri: He wakes up in the evening. He doesn't have mornings.

Alex: A wake up at 3 pm so... but I don't like cafe and I hate tea. But it doesn't matter.

Do like cats or dogs.

Alex: Dogs.

Denis: Cats of course.

Alexel: Dogs.

Dmitri: Cats.

Arthur: Cats.

Do you sing under the shower.

Alex: I don't sing under the shower.

Arthur: Me nether.

I guess your neighbors would go mad if you would sing or shout.

Alex: Today something funny happened. When we were driving through Germany the customs stopped us. And checked our car and after that we gave them our new album. One girl from the customs asked us who is singing and she was impressed by his vocals.

Do you have any rules on the tour bus? Like no alcohol during a ride or some sort of things?

Alex: No. Everyone of us understands that he should be fit before the show. Afterwards everyone is getting drunk really bad.

… and you drink a lot of milk.

The band members: Monster.

Alex: I drink a lot of Monster Energy and I don't like beer.

I've never seen this beer? Berliner Molle, how is it?

Dmitri: It is good.

Alex: After Russian beer, every German beer is really good. Russian beer tastes like piss... the best one.

That sounds gross. So thank you for the time and the interview.

Alex: Thank you very much. But wait a minute, we will give you a present.

Montag, 25. April 2016

The 2nd Ferryhouse: Hein Cooper - The Art Of Escape

Bei diesem jungen Mann aus Australien, mit teils niederländischen Wurzeln, geht es seit der ersten EP die veröffentlicht hat, quer über den Erdball. Eigentlich hatte er vor Jahren nur zur Gitarre gegriffen, weil einer seiner Freunde damit auch begonnen hatte. Der besagte Freund hörte irgendwann wieder auf, Cooper bleib jedoch dabei und hat seit dem 15.04. ein Album auf Ferryhouse Productions am Start.

Wie das nun mal so ist bei Surfern, vielleicht ist einigen der Name Jack Johnson noch ein Begriff, die Musik der Jungs hat immer einen Hauch Sehnsucht im Nacken sitzen und dieser Hauch wird auch ziemlich gut an den Hörer herangetragen. Auf 34 Minuten gibt Hein mit "The Art Of Escape" all seinen Emotionen und Erfahrungen wieder und das ist auch sein Ansinnen mit diesem Album, welches nebenbei erwähnt, in Montreal aufgenommen wurde. Dies geschah aber auch nur, weil er in Australien bei einem seiner unzähligen Gigs von eben einem Produzenten aus Montreal entdeckt wurde. Wie es sich für ein Pop-Album aus der Jetzt-Zeit gehört, wird hier nicht nur elektrisch, sondern auch akustisch eingespielt, was dem Album zu einer Art Flow verhilft und zu verhindern weiß, langweilig zu werden. Dabei beherrscht er viele Facetten: von überglücklich, wie in Overflow (ist das eine Baseline von Pumped Up Kicks?), was mal eben so zum Mitpfeifen einlädt, bis hin zu tiefstem Trübsinn, wie in "Curse Of My life". Dabei stehen diese beiden Titel auf dem Album direkt nebeneinander. Mit "The Art Of Escape" kannst du eben genau das machen, was der Albumtitel beschreibt, abhauen, aus der doch manchmal recht grauen, tristen und auch stressigen Wirklichkeit entfliehen, auch wenn dies nur im Geiste geschieht. Jeder hat genau diesen einen Ort, wo er sein will, vielleicht auch schon war und immer wieder im Gedanken dort landet. Die Produktion hierzu ist herausragend und passen für die Zeit und die Musik, Marcus Paquin war hier für das Einfangen des Gesangs und der Instrumente zuständig, wobei Rusty angeblich mit nur zwei Mikros aufgenommen wurde.  Er hat eigentlich genau das Zeug, um der nächste Jack Johnson zu werden.

Anspieltipps: Overflow, All My Desires, The Real

5/6 Punkten (Ich geh mir erstmal das Meersalz aus den Haaren spülen.)

Hein Cooper - The Art of Escape
(Quelle: Presskit von Ferry House Productions)
Surfdaten:
27.04. Hamburg, Übel & Gerfährlich
28.04. Berlin, PBHFCLUB
29.04. Köln, Die Kantine
30.04. München, Technikum

Freitag, 22. April 2016

Neues aus dem CD-Regal, Ausgabe 5: Deftones - Gore

Ein Deftones-Album ist nicht immer einfach, weder für die Band noch für den Zuhörer. Seit dem weißen Pony weiß man, dass man dieses eigentlich nicht mehr toppen kann, zwischendurch gab es auch noch ein paar persönliche Probleme, sei es mit Rauschmitteln oder auch untereinander. Für den Zuhörer erschließen sich die Alben auch nicht immer sofort, es sei denn man ist der absolute Fanboy oder ein Fangirl, aber das ist nur eine wage These.

Der mediale Hype um diese Band scheint aber auch nicht abzureißen, weil man eben weiß, was für eine Qualität die Deftones mit jedem neuen Langspieler an den Tag legen, auch wenn es die Band vielleicht nicht so wahrhaben mag. War Koi No Yokan noch recht drückend produziert, gibt es auf Gore mehr freiräume und auch einen Blick über die Schulter in die Vergangenheit der Rockmusik, in dem man, wie in Doomed User, neben den Achtsaitern mal eben einen Gitarrenpart in den Vers packt, als sei man in den Achtzigern gelandet. Das könnte auch an den Vorbildern von Chino Moreno liegen, ihr wisst schon, dem Sänger der Band. Wurde man auf dem Vorgänger gleich richtig fett überrollt, winkt einem Gore mit Prayers/Triangles erstmal lieb zu und lädt zum genauen hinhören ein. Wie bereits erwähnt, dass ist hier keine leichte kost, sondern Haute Cuisine, etwas für den Musikgenießer, der sich auch einfach mal so hinsetzt oder legt und bewusst der Musik lauscht, feine Nuancen wahrnimmt und sich vielleicht auch darüber freut. Dennoch wissen die Bandmitglieder, wo der Hammer hängt und können teilweise richtig derbe austeilen, wie in Gore, auch wenn der Titel zu Beginn recht langsam anrollt, die Wut in der Chinos Stimme, als wären die letzten sechzehn Jahre nie gewesen. Allein diese Konstanz ist es wert, sich nicht nur von einer, sondern von mehreren Seiten zu nähern, zumal der fast eigenwillige Sound, dem keine Beschreibung so recht passen will, hängen bleibt. Man kann irgendeinen Titel der Band anwerfen, außer vielleicht von Adrenalin, man wird diesen Sound immer wieder erkennen. Das Rezept für genau eben diesen einzigartigen Soundteppich werden alle Mitglieder sicher mit ins Grab nehmen, akut mag einem aber auch keine Band einfallen, die einen ähnlichen Sound hat. Ob es am Gesang liegt? An der Atmosphäre aus den Instrumenten, analog wie digital, gemischt mit dem vokalen Einsatz, der zwischen zwischen himmlischen Klängen bis hin zum infernalen Biest alles abdeckt? Aber man wird den Gedanken auch nicht los, dass man zu diesem Album, so wie auch zu all den anderen Alben, außer Adrenalin, Sex haben soll, mit verschiedenen Rhythmen und unterschiedlicher Härte. Was die Deftones wohl selbst von dieser hier aufgestellten These halten würden? Wer weiß.

Die Produktion ist, wie auch sonst, über alle Zweifel erhaben, auch wenn man wohl einen zweiten Mix bestellt hatte, weil der erste der Band überhaupt nicht gefallen hätte, deswegen soll sich das VÖ-Datum auch auf den 08.04.2016 verschoben haben. Ursprünglich war der Plan, das Ding im letzten Jahr auf den Markt zu hieven. Ob es vielleicht auch mit den Anschlägen im Bataclan zu hat, das wissen nur die fünf Mannen.

Anspieltipps: (mal davon abgesehen, dass man dieses Album am Stück hören sollte)

Doomed User: Hier geht es mit Brechstange in Form eines Achtsaiters fett voran, gepaart mit Chinos infernalem Gesang geht gen achtziger, ihr wisst schon, dieser verrückte Gitarrenpart in den Versen. Hier zeigt sich, dass die Deftones auch noch hart können.

Hearts and Wires: Das Intro wirkt zwar recht lang, man wird von Gitarren, Bass und Synthesizer getragen, bis der Bass und Stephens Gitarre um die Wetter drücken, während im Hintergrund die Stimme von Chino wirkt. Atomsphärisch ist dieser Titel sehr dicht bepackt.

Rubicon: Von einem Schlagzeug wird man hier direkt ins Meer der Unruhe geworfen und Chino brüllt dir erstmal ins Gesicht, bevor er dich zum Sitzen auffordert, während im Hintergrund Gittare und Bass wütend wettern. Die Auflösung des Knoten um Refrain weiß einen glücklich zu stimmen.

6/6 Punkten (Wo kommen denn jetzt bitte die pinken Federn her?)

Deftones - Gore
(Quelle: deftones.com)


Wer auf die Flamingos steht, sollte sich diese Daten merken:
03.06.16 London (UK), The SSE Wembley Arena
04.06.16 Mendig, Rock am Ring
05.06.16 Nürnberg, Rock im Park
07.06.16 Milan (IT), Trezzo Sull'adda Live Club
08.06.16 Interlaken (CH), Greenfield Festival
10.06.16 Paris (F), Download Festival Paris
11.06.16 Derby (UK), Download Festival
12.06.16 Nickelsdorf (AT), Nova Rock 2016
14.06.16 Köln, Palladium
15.06.16 Berlin, Columbhiahalle
17.06.16 Aarhus C (DK), Northside Festival
18.06.16 Reykjavik (ISL), Secrete Solstice 2016

Mittwoch, 16. März 2016

Deftones mit Stream zu "Doomed User"

So schnell kann es gehen. Gab es vor eineinhalb Monaten mit Prayers/Triangles die erste "Single" zum neuen Album "Gore", welches am 08.04.2016 das Licht der Welt erblicken wird, gibt es ab heute auf SiriusXM heute den Titel "Doomed User" zum Streamen.

Mit "Doomed User" machen die Deftones mittels Brechstange gleich mal eben klar, wie so eine Tür zu funktionieren hat. Die Achtsaiter packt dich neben dem Gesang von Chino gleich beim Nacken und drückt dich an die Wand. Man merkt, dass es Sektionen gibt, in die das alles unterteilt ist. Wobei sich der Gesang nicht immer gleich zur Gitarre verhält. Im Refrain machen die Deftones wieder einen auf Schweben, Fliegen, Lieblich, fast harmonisch, nur um dir zu sagen, dass du doomed bist, also ruiniert. Ebenso macht sich ein Gefühl der Schizophrenie breit. Wer "Diamond Eyes" oder auch Koi No Yokan mochte, vielleicht auch wegen der tiefen Gitarren, darf hier gerne seine Ohren drauf werfen. Alle anderen, die die Deftones so oder so schon mochten natürlich auch.

Gestatten, die Deftones
(Quelle: Presskit von Velvet Hammer)

Dieses Jahr wird die Band auch auf einigen Bühnen in Deutschland zu sehen sein:

03.06. - 05.06. Vulkaneifel, Rock Am Ring
03.06. - 05.06. Nürnberg, Rock Im Park
14.06. Köln, Palladium
15.06. Berlin, Columbiahalle

Ob das mit dem Interview klappen wird, dass weiß niemand genau, aber noch ist nicht aller Tage Abend.

Samstag, 27. Februar 2016

The 1st Ferryhouse: Liedfett - Laufenlassen

Liedfett aus Hamburg reiben dir schon kurz nach dem meteorologischen Frühlingsanfang eine fette Briese Festivalluft unter die Nase, auch wenn man so nach gar keinen Gedanken daran verschwenden würde. Das Trio, bestehend aus Sprinder, Lucas und Philipp schlagen ihr Buch der Weisheiten auf und lassen euch, liebe Zuhörer, daran teilhaben. Bewaffnet mit Gitarre, Schlagzeug und Kazoo macht man sich auf vierzehn Titel breit und ... lässt irgendwie laufen. Es klinkt wie Punk, nur ohne den Strom auf den Gitarren, dennoch langt es zum großen Teil zum Abgehen und Tanzen. Und das macht diese Band auch, es geht darum, sich mit einem Lächeln im Gesicht ein paar Gedanken um das eigene, innere Wohl zu machen. Durch die Prise Ska, die in einigen Titeln als Würze beiliegt, gibt es "Laufenlassen" das nötige Etwas, was die Platte rund macht. Der Nachteil an dem Ding? Nun ja, wenn man den Titel Ishaltso vorschiebt, hegt man auch gewisse Erwartungen an die anderen 40 Minuten auf dem Silberling. Die können im Anschluss nicht ganz erfüllt werden, bedingt durch einige Bremser wie "Pleitegeier" oder "Schlaflied", das mag als Downer auf den Festivals dieser Nation funktionieren (mit entsprechendem Meer aus Feuerzeuglichtern), auf dem Album selbst wirkt das schon fast befremdlich, da man in einem Flow ist, der einem dann einfach entzogen wird. Sicher können einen die Nachfolgetitel wieder mitreißen, aber nicht jedes Album braucht Balladen. Die Produktion kann sich alle Mal hören lassen und lässt am Ende keine wünsche offen. Wer die Ohrboten mag, wird sich hier schnell wie zuhause fühlen, allein schon, weil man sich der deutschen Sprache bedient um die lyrischen Bilder an weiße Wände zu malen, um auch deine Welt etwas bunter zu machen oder deinen Montag aufzuhellen. Veröffentlicht wird die Ska-Punk-Pop-Chose am 04.03. auf Ferryhouse Productions, den Vertrieb regeln hier Warner und Zebralution. Weiter unten könnt ihr euch angucken, wann die Band wo in eurer Nähe die Menge bewegen wird.

Anspieltipps: Montagmorgen, Lassmichma, Ishaltso, Schmierlappenkommando

4,5/6 Punkten (Ein Montagmorgen wurde noch nie so auf den Arm genommen, ishaltso.)

Liedfett - Laufenlassen
(Quelle: Presskit von Ferryhouse Productions)

Liedfetttourdaten:
04.03.16 Hamburg, Übel & Gefährlich
05.03.16 Köln, MTC
07.03.16 Hannover, Lux
08.03.16 Göttingen, Exil
09.03.16 Leipzig, Moritzbastei
10.03.16 Berlin, Privatclub
11.03.16 Braunschweig, Eule
12.03.16 Nürnberg, MUZ
14.03.16 München, Backstage
15.03.16 Weinheim, Cafe Central
16.03.16 Stuttgart, Goldmarks
23.03.16 Dresden, Scheune
24.03.16 Bremen, Lagerhaus
25.03.16 Frankfurt, Nachtleben
26.03.16 Hamburg, Übel & Gefährlich
29.07.16 Elend, Rocken am Brocken
30.07.16 Hude, Garden Of Voices

Sonntag, 15. Februar 2015

1st Carrycoal: Marmozets - The Weird And Wonderful

Marmozets, dieses Quintett ist wie Vanilleeis mit heißen in Kirschen und einem Spritzer Batteriesäure; ihre Musik ist wie die Frau, die du willst, die vielleicht mit dir kuschelt, dir aber im nächsten Moment ins Gesicht schlägt. Und das beherrschen die fünf aus dem Herzen England innerhalb eines Songs auf The Weird And The Wonderful. Aber erst mal alles von vorn.

Bei dieser Formation handelt es sich um zwei Geschwisterbanden, die sich 2007 zusammen getan haben. Man schrieb zwei EP’s, voll Musik, die klinge wie The Dillinger Escape Plan auf Crack. Doch man stellte irgendwann fest, dass man das nicht sei, nicht zufrieden sei. Doch dann kamen Born Young And Free und Move Shake Hide zustande und man stellte just fest, dass man doch gute Refrains und Melodien entstehen lassen konnte.


Gestatten: Marmozets, zwei Geschwisterbanden vereint zu einer Familie.
v.l.n.r. Josh Macintyre, Sam Macintyre,Becca Macintyre, William Bottomley, Jack Bottomley
(Quelle: Presskit von carrycoal.de)


Genau davon zeugt das aktuelle Werk The Weird And The Wonderful, von einer Art Zwiespalt, einem bösen und einem guten Ich. Man meistert hier diesen Twist auf fast jedem Titel, andere Stücke sind wie Operretten, mit einem langen Intro und einem fulminanten Finale, voller Sturm, Drang und ein wenig Regen, in dein Gesicht, wie in Back To You. Die Musik überrent einen, umarmt einen, verschlingt einen, bringt dich zum Lachen und Weinen… gleichzeitig. Sicher können die Geschwister musikalisch auf ihre Historie zurückblicken und haben hier und da mal ihren Ausraster, wie in “Vibetech”. Genau das macht The Weird And The Wonderful aus, man badet in vielerlei Gefühle, nur die Temparatur wechselt manchmal schlagartig. 


Marmozets - Why Do You Hate Me (Musikvideo)
(Quelle: vimeo.com)
 
Dreizehn Titel misst der Ritt durch dieses Gefühlsbad, voller Kraft. Die Produktion ist hier, vorne wie hinten, fett arrangiert und lässt keine Wünsche offen. Wer kurz Paramore winken sieht, kann Recht haben, da die Stimmlage in etwa identisch ist… bis zum nächste C-Part, wo dir Becca ins Ohr brüllt, als sei ein Dämon in sie gefahren. Releasetermin für den hiesigen Markt ist der 20.02. und das alles läuft dann über Roadrunner Records, die Promotion läuft über Carrycoal.

Anspieltipps (bei diesem Album extrem schwer): Is It Horrible, Captivate You (gibt es bei Warner Music kostenlos als Download), Particle, Hit The Wave, Back To You

6/6 Punkten (vom Anfang bis zum Ende) 

Marmozets - The Weird And Wonderfull
(Quelle: Presskit von carrycoal.de)
 
P.S.: Rein subjektiv hat sich Back To You zu meinem neuen Digital Bath der Deftones entwickelt.