Posts mit dem Label Name your price werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Name your price werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 30. Dezember 2023

Teen Mortgage - Life/Death (Bandcamptage)

Long time, no read. Tja, es ist viel passiert in diesem Jahr. Ein neuer Job, ein Umzug und jede Menge neue Möbel, die die alte Bleibe leider vernichtet hat oder, wie der Kühlschrank, einfach ihre Grundfunktion eingestellt haben. 

Genug aus dem Privaten: Durch das Vermissen des Schnees und den Rückblick auf eine Zeit vor mehr als zehn Jahren, entfachte sich in mir das Verlangen nach Musik zum Shredden. Ich suchte einfach auf Bandcamp, der Musikplattform meines Vertrauens, nach Garage Punk und fand ein paar gute Sachen, die leider Geld kosten. Und dann fand ich Life/Death von Teen Mortgage aus Washington. Die Musik bewegt sich hier stilistisch eben zwischen dem Garage Punk und ein paar Surf-Einlagen. Man kommt nicht Umhin an Bass Drum Of Death zu denken, zumindest an die ersten beiden Alben der Band.  Der Bass grummelt richtig schön zwischen den Gitarren, das Drumset hat ordentlich Wumms und der Gesang ist etwas drüber. 

Diese EP, es sind ja nur fünf Titel, könnt ihr einen freiwählbaren Preis laden. Zwischen den Jahren eigentlich Ideal, wo doch schon viel Geld für die Geschenke draufgegangen ist. Aber passt auf eure Nacken auf, die könnten beim Hören in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Anspieltipps: DOCTOR, S.W.A.S., THE CHANGE


Teen Mortgage - Life/Death
(Quelle: Bandcamp.com)

Fragt mich jetzt nicht, wie man den Bandnamen ausspricht.

Dienstag, 16. März 2021

Azgard - At The Break Of The Day (Bandcamptage)

Stellt euch vor, ihr habt eine Band, seid lokal erfolgreich und schafft es sogar ein respektable Musik aufzunehmen. Ein paar Tracks und ein Album schafft man auch. Und dann wird es ruhig, ein Mitglied verkauft sogar sein Equipment, weil das Geld knapp wurde. So geschah es bei der der Band Azgard aus Ternopil.

Die Ukrainer spielen auf ihrem Album At The Break Of The Day eine respektable Mischung aus Metalcore, Deathcore und etwas Black Metal. Eigentlich suchte ich nach Musik für ein Video, welches ich schneiden sollte. Metal passte nicht wirklich unter das Bildmaterial, aber dennoch war ich glücklich über den Fund. Ihr erhaltet 18 Titel für einen Preis, der euch gerade passt. Die letzten Titel sind eigentlich die ersten Songs nur ohne Gesangsspur. Wer also mit den Shouts nichts anfangen kann, kann zu Track 10 skippen und sich den reinen Instrumentalität hingeben. Einzig das Drumset klingt nach einem Computer, das ist bei dem Preis aber sicher zu Verschmerzen. 

 Anspieltipps: Farewell, Blind, Evil Is Coming

Azgard - At The Break Of The Day
(Quelle: Bandcamp.com)

Es ist eh alles recht brutal und laut hier.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Хмарь - Мгла (Bandcamptage)

Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Band Møl aus Dänemark? Die hatten wir hier mal mit ihrem Album Jord. Seit diesem Meisterwerk bin ich auf Blackgaze, zumindest im Stile von Møl, hängen geblieben. Somit begab ich mich auf die Suche auf Bandcamp. Zum Glück ist dieses Genre nahezu eineindeutig, sodass man eigentlich nur noch hören musste und dann geschaut hat, was der Preis des Albums ist.

So fand ich das Album Мгла der Band Хмарь aus Russland. Man findet leider nicht viel über diese Band heraus, es gibt keine Facebookseite oder einen eigenen Webauftritt, leider. Das große Oberthema ist "Dunst", zumindest ist das die Übersetzung von Google. VK übersetzt ähnlich, hat aber wohl die besseren Dolmetscher. Aber auch das Thema Wald wird durchgenommen. Gesanglich versteht man aber nicht so viel, es gibt ein Sample im Track Сон, der gleichzeitig die erste Single des Albums ist. 

Klanglich ist man jedoch nahe dem, was die Dänen von Møl auf die Beine stellen. Klanglich gibt man sehr viel weite, die Trommeln sind nicht immer am Durchrattern des Blackmetaltakt, nur der Sänger ist halt echt schwer zu verstehen. Man kann sich hier verlieren, freut sich über Details, die man entdeckt. 

Natürlich muss ich unter diesem Hauptthema über den Preis sprechen. Man verlangt hier für acht Titel auf einer Spiellänge von knapp 57 Minuten keinen müden Cent... oder Rubel. Man kann soviel geben, wie man mag. Wenn das jetzt kein Grund ist, vielleicht in die Welt des atmsophärischen Blackgaze abzusteigen, dann weiß ich es auch nicht.

Anspieltipps: Пыль, Сон, Лепра

Хмарь - Мгла
(Quelle: Bandcamp.com)

Die Musik passt ja schon fast zu diesem wechselhaften Sommerwetter. 

Samstag, 29. Februar 2020

Héro Echo - Deux Vies (Bandcamptage)

Im vorherigen Post gab es schon Französisch, hier eben auch. Nur die Musikrichtung ist eine völlig andere und dieses Mal habe ich auch das gefunden, wonach ich gesucht hatte.

Französischer Hip-Hop und Rap hat, in meinen Ohren, einen ganz eigenen Charme und Sound. Wer die Filmreihe Taxi kennt, kann sich sicher an den Soundtrack erinnern. Millenaire von One Shot hat es sogar in meine Snowboard-Playlist geschafft und ich feiere es immer wieder, wenn der Titel im Shuffel läuft. Beim Suchen auf Bandcamp ergab der erste Treffer gleich ein kostenloses, wenn auch kurzes Album der Künstlerin Héro Echo. Leider findet man nicht viel. Wie dem auch sei, das Album Deux Vies (zwei Leben) ist gut gelungen. Für die sieben Titel hat sich sich verschiedene DJs ins Boot geholt und jeder hat seine eigene Handschrift auf dem kurzen Langspieler hinterlassen. Rappen kann die Frau auf jeden Fall. Das Album könnt ihr kostenlos erwerben, indem ihr einfach 0€ eingebt. Ihr könnt natürlich auch jeden anderen Preis eingeben.

Anspieltipps: La ville, Les absents ont toujours tort

Héro Echo - Deux Vies
(Quelle: Bandcamp)

Der Winter ist fast rum und hier lag kein einziges Mal Schnee.

Freitag, 3. Januar 2020

生 Conform 死 - Circa '94 (Bandcamptage)

Eigentlich hatte ich das Album zum Ende des letzten Jahres gefunden. Aber ohne richtiges Probehören braucht man kein Review schreiben. Es war eigentlich Zufall, dass mit das extrem gute Album Circa '94 von 生 Conform 死 (im Englischen Live Conform Die) vor die Füße gefallen ist, da das gute Stück bei Bandcamp ziemlich weit hinten liegt.

Wie dem auch sei. In Australien hat das Quintett aus Perth - laut Google, die einsamste Stadt der Welt - auf Triple J schon jede Menge Airplay bekommen und war mit Größen wie Being As An Ocean oder Chelsea Grin auf Tour. 生 Conform 死 spielen ihren eigenen Angaben nach eine Mischung aus Nu-Metal, Hardcore und alles anderem was ballert. Wenn man sich ihr Album anhört, kommt das auch so in etwa hin. Da findet man alte Bekannte, wie Korn (ist Cyanide's Intro nicht wie das von Dead Bodies Everywhere?), oder (hed) p.e. wieder. Ganz moderne Einflüsse, wie Lo-Fi-Beats, bleiben nicht aus, man höre sich nur Tracks wie Crawl, Vicious Toughts oder Eat More Death an.

Die Gitarre hat hier acht Saiten, dass fällt schon beim ersten Durchhören auf, wird aber teilweise wie bei Korn, als eine Art Sample-Instrument gespielt. Es quietscht an vielen Ecken und Kanten, so als wären Munky und Head gerade erst durch die Studiotür geschritten und hätten sich die 8-Saiter geschnappt. Der Bass ist teilweise so tief, dass man wohl versucht den braunen Ton zu erreichen. Die Produktion ist dabei außerordentlich gut, man kommt an die Großen des heutigen Metal-Business locker heran. Auch wenn das Album schon mehr als eineinhalb Jahre alt ist, könnte ihr euch das Ding getrost laden, der Preis ist dabei schnurz. Wer gerade Ebbe in der Kasse hat, darf hier ebenso zugreifen. (Stand 03.01.2020)

Anspieltipps: Six Years, Six Fears, Yellow Jacket, Gaslight Sunset

生 Conform 死 - Circa '94
(Quelle: Bandcamp.com)

It's all about the "he said, she said"

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Big Scary Monsters - Annual Sale (Bandcamptage)

Big Scary Monsters, ein kleines Label aus Oxford, macht, wie wohl jedes Jahr, einen kleinen Ausverkauf. Das heißt, ihr könnt euch alle Alben herunterladen, für einen Preis, der euch in den Kram passt.

Ohne dieses Label gäbe hier einige Reviews nicht und schon gar nicht mein aller erstes, welches ich vor fast acht Jahren für Scene 2 Act (die Seite ist mittlerweile offline) geschrieben hatte. Auf dem Label gibt es auch die Tall Ships, Delta Sleep, Totorro, Sorority Noise, Alpha Male Tea Party, mewithoutYou, Gulfer, Gnarwolves, Terrible Love und viele mehr.

Dazu gibt es auch ein paar Schmankerl von Minus The Bear und La Dispute. Im Grunde ist für fast jeden was dabei und so nach Weihnachten, ist das, meiner Ansicht nach, eines des besten Geschenke, die man machen kann. Aber beeilt euch, der Sale endet am 02.01.2020.


Big Scary Monsters
(Quelle: Wikipedia)

Samstag, 9. März 2019

Bandcamptag Vol. 162

Kennt jemand von euch den Blackboard Jungle, der früher immer auf Radio fRITZ lief? Jeden Freitag gab es da zwischen 20 und 22 Uhr alles zwischen Reggae und Drum and Bass. Auch wenn ich nicht immer alles mochte, was dort lief, so gefiel mir, was man alles mit dem Bass anrichten kann.

Und da mir wieder nach solcher Musik war, habe ich auf Bandcamp gesucht. Natürlich habe ich auch einiges gefunden, da man schon seit geraumer Zeit sehr dezidiert probehören kann. Und so lief mir der Account von Flexout Audio vor den Mauszeiger. Aber selbst hier musste ich etwas suchen, bevor etwas kostenfreies auftauchte. Es kostet euch eigentlich nur eure E-Mail-Adresse und ihr bekommt The Black Box vom Künstler Sinic quasi freihaus auf eure Festplatten und mobilen Endgeräte. Der junge Mann bietet euch auf 30 Minuten, verteilt auf 9 Titel, alles zwischen Drum and Bass, Jungle und Dubstep alles, was das Herz begehrt. Wenn ihr hier noch interessiert seit, rate ich euch zum Griff von guten Kopfhörern oder großen Lautsprechern, die entsprechend tiefe Frequenzen druckvoll wiedergeben können. Wer Lorn mochte, den wir hier schon mal hatten, der darf hier gerne zugreifen.

Anspieltipps: Take It Or Leave It, Con Sequence, Irrational

Sinic - The Black Box
(Quelle: Bandcamp.com)

Sonntag, 17. Februar 2019

Bandcamptage Vol. 161

Laut, schnell und hart. Das passt nun zu vielem, da mag jeder von euch Lesern und Hörern hineininterpretieren, was er mag.

Die Band Erosion aus Vancouver vertritt mir ihrer Musik genau das. Man ist schnell wie Punk, die Gitarren laut wie im Death Metal und der Gesang klingt wie aus dem Black Metal. So derb wie sich diese Mischung liest, so hört sie sich auch an. Auch wenn die Band von sich selbst behauptet, dass sie "Shitty-Music" macht, so lohnt es sich durchaus, mal ein Ohr oder auch beide an die Lautsprecher zu halten. Wer des zarteren Gemüts ist, wird hier heute nicht ganz glücklich, alle anderen dürfen sich die EP Kill Us All für einen frei wählbaren Preis laden.

Anspieltipps: The Forest Is Not What It Seems, Civilization Eclipse

Erosion - Kill Us All
(Quelle: Bandcamp.com)
Mitte Februar schon mehr als 10°C, das ist gar nicht gut.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Bandcamptage Vol. 160

Da klickt man sich nichts ahnend durch die Neuerscheinungen bei Bandcamp um was neues zu finden und landet, zumindest digital, in Wollongong. In der Sprache der Ureinwohner Australiens heißt das nichts anderes als "Mehresrauschen" oder auch "reicher Fischmahlzeit." Der Ort liegt auch direkt am Wasser. Aus dieser Stadt kommt die Band Proposal. Von sich selbst sagt die Band, dass sie fünf coole Jungs seien, die einfach coole Musik machen.

Und das haut auch direkt hin. Ihr bekommt mit Captivate, was im Englischen recht viele Bedeutungen hat, eine fast zwanzig minütige EP voller hochkarätigem, melodischem Post-Hardcore. Etwas Metalcore gibt hier und das als Würze zwischen den Zeilen. Die Produktion ist für ein kostenloses Werk (ihr könnt auch mehr als 0€ geben) mehr als amtlich, alles drückt. Ab und an gibt es ein paar Entspannungsmomente, wie am Ende von Believe. Wer also was ordentliches auf die Trommelfelle braucht und nichts im Portmonee übrig ist, darf hier gerne beherzt zugreifen.

Anspieltipp: Captivate Me, Believe

Proposal - Captivate
(Quelle: Bandcamp.com)

Samstag, 31. März 2018

Bloggeburtstag Nummer 6

Wieder ist ein Jahr neben dem Strom vorüber. Wieder ein Jahr voller Musik der verschiedensten Stilrichtungen, wenn es nun auch mehr Musik aus dem Bereich Pop und Electro gibt, seid beruhigt, der Fable für harte, derbe Musik ist immer noch vorhanden und flammt mal mehr und mal weniger stark auf.

Es war auch ein Jahr mit Konzerten und voller Interviews, mehr als die Jahre davor. Dabei hatte ich hier Behead The Broken Queen, Kid Dad und, was ich nie erwartet hätte, Margrét Ran von Vök. Auch hier durchzieht sich ein bunter Straus an Musikrichtungen, vom Deathcore über den Grunge bis zum Dreampop aus Island. Ein Interview, welches schon etwas älter ist, hat nun die 10.000er Marke überschritten und manifestiert sich knallhart auf Platz 1 der Lesercharts, auch wenn es die Band Nu Nation in dieser Form gar nicht mehr gibt. Wie ich bereits einst gelesen habe, gehen Interviews, warum auch immer, besser als Reviews. Ob es daran liegt, dass man den Künstlern ein Stück näher sein kann und einen Blick hinter die Kulissen bekommt oder daran, dass manche Leute sich weniger für Kritiken an Musik interessieren, als an der Person, die die Musik entworfen hat, das sollte wohl irgendwann mal eruiert werden.

2017 kamen auch ein paar neue PR-Firmen und Label hinzu, unter anderem Nettwerk, Metal Blade Records und Platinum PR. Es gilt nicht nur ihnen zu danken, da man immer wieder neue Musik bekommt, sondern auch den anderen Personen, Labels und PR-Agenturen, die mir, salopp formuliert, die Stange halten. Sie fragen mich auch immer wieder, ob ich nicht jemanden hier auf den Blog hieven will oder ob ich ein Interview mit einer Band durchführen möchte. Natürlich tut es mir auch leid, dass ich nicht alle Künstler, die mir auf die Trommelfelle gerieben werden, gut finde und sie deswegen nicht hier landen. Dieser Blog ist mein Zuhause und, bis auf ein paar kleine Ausnahmen in den letzten Jahren, versuche ich hier nur die Perlen herauszupicken. Vielleicht vertrauen mir ja ein paar Leute mit meinem Musikgeschmack.

Mir ist auch aufgefallen, dass Fleet Union hier die meisten Einträge bekommt, das spricht für die Qualität, welche diese PR-Agentur bietet, ganz zu schweigen von den netten Leuten dort. Klar habe ich auch Träume und Wünsche für das nächste Blog-Jahr. Mit Wizpro habe ich dieses Jahr Kontakt aufgenommen, um vielleicht, mit ganz viel Glück und wundgedrückten Daumen, an ein Interview mit Limp Bizkit zu kommen. Leider gab es von dieser Warte noch keine positive Antwort. Natürlich möchte ich irgendwann die Deftones, Korn und Incubus vor mein Mikrofon zerren, dann wären zumindest ein paar Ziele erreicht.

Ein paar andere Dinge hatte ich mir über das Jahr überlegt, was die Übersichtlichkeit dieses kleinen Blogs angeht. Die Interviews sollten wohl bald mal in alphabetische Unterkategorien verschwinden, das vermindert Ladezeiten und man findet eher das, was man sucht. Auch habe ich über einen Glossar nachgedacht, da hier mittlerweile ein breites Spektrum an Themen, Genres, Labels und Plattformen abgedeckt wird. All das wird aber die Zeit zeigen, wie ich das arrangieren werde. Die Releases werde ich weiterhin so beibehalten, sinnvoll wäre es vielleicht, einmal pro Woche nicht nur den Katalog zu pflegen, sondern auch die kleine Übersicht, die ich sonst immer handschriftlich erfasse, in den fließenden Blog zu implementieren, damit ihr eher seht, ob eine Band eurer Wahl in einem Monat etwas veröffentlicht.

Meine kleinen Highlights aus diesem Blogjahr zusammengefasst.
Das Konzert von Jinjer, das Interview mit Margrét Ran von Vök (und das dazugehörige Konzert), das aktuelle Album von Rolo Tomassi (ist eine 7 oder gar 8 von 6 Punkten), Spotlight's Seismic, Myrkur's Mareridt, Igorrr mit seiner verrückten Platte und nicht zu vergessen, die wärme der sterbenden Sonne von Employed to Serve.

Und da jetzt Ostern ist und der Blog Geburtstag hatte, gibt es einige Geschenke.

Terrible Love ist eine Band aus London. Diese bietet auf ihrem Bandcampaccount ihre aktuelle EP Doubt Mines für einen Preis eurer Wahl an, ohne dass ihr einen Wert eingeben müsst. Musikalisch bewegen wir uns hier irgendwo zwischen der Emo-Scene und derben Metal- und Hardcore. Wem das Osterfest noch zu ruhig ist, kann sich das Album ruhigen Gewissens ziehen. Wer auf die Hartkopie steht, kann die Platte auch auf Through Love Records kaufen.

Terrible Love - Doubt Mines
(Quelle: Bandcamp.com)


Wem das etwas zu Brutal ist, dem kann ich das Erstlingswerk von Belmont aus Chicago ans Herz und auf die Trommelfelle legen. Vicissitude, was nichts anderes als Wandel bedeutet, ist mehr Punk, mehr klarer Gesang und dennoch druckvoll und emotional mit allen Wassern gewaschen. Der Preis ist auch hier wieder allein eure Sache.

Belmont - Vicissitude
(Quelle: Bandcamp.com)

Und wem das alles immernoch zu laut ist oder vielleicht nicht auf Gitarren steht, der kann sich voller Vorfreude auf das Album Baroque von RunC.T stürzen. Hier geht es eher um ruhige Musik zum Lernen, Entspannen und Kopfnicken und dabei wummert es ordentlich in den Kopfhörern. Das Label Cult Classic Records bietet euch das Album ebenso für einen Preis an, der am Monatsende immer geht.

RunC.T - Baroque
(Quelle: Bandcamp.com)

Also freue ich mich auf ein neues Jahr mit und neben dem Strom. Mögen sich viele neue Gesichter und Bands auftun und mir einige Träume noch in Erfüllung gehen.

Samstag, 17. März 2018

9. Nachschlag: Parasight - At leve som hvis der var et håb (Platinum PR)

Wenn man Musik in Sprachen hört, derer einem nicht geläufig sind, ergibt das manchmal so kleine Momente des Schmunzelns. So passierte mir dies des öfteren beim Album At leve som hvis war et håb von Parasight aus Dänemark, denn wo sonst hört man "Mini-Merkel", wie im Titel Håbløst bei Sekunde 30. Oder die Band ruft ewig "Ducken", man höre sich nur den Titel Du glemt an, was nicht anderes heißt als: "Du hast es vergessen", zumindest meinst das ein Übersetzer.

Wer sich nun die Links von Bandcamp gegeben hat, wird merken, das hier ziemlich viel Kraft und Gewalt an den Tag gelegt wird. Gefühlt geht es auf den fast 24 Minuten immer nur vorwärts. Das liegt wohl auch daran, dass alle Mitglieder Fans verschiedener Musikrichtungen sind, unter anderem auch von schwedischem Punk. Das erklärt die Geschwindigkeit, Metal gibt es nebenbei auch, zum Teil sogar leichte Anleihen an Black-Metal und Hardcore sind erkennbar. Produziert ist alles nach besten Wissen und Gewissen, wobei es eins zwei Stellen gibt, wo manch Instrument etwas zu laut über die Membran scheppert und dabei verzerrt. Sonst kann man sich, trotz der Länge, nicht beschweren, denn das ganze gibt es, wie bereits erwähnt, auf Bandcamp, für Name Your Price. Die Hartkopie gibt es seit dem 09.03. auf Indisciplinarian und Modstand Records.

Anspieltipps: Bløder blod, Alt falder sammen, Sulten i seng

5/6 Punkten (Benutzt niemals mehrfach google.translate.com von Deutsch nach Dänisch und zurück.)

Parasight - At leve som hvis der var et håb
(Quelle: Presskit von Platinum PR) 

Sonntag, 21. Januar 2018

Bandcamptage Vol. 159

Durch Zufall bin ich auf eine Band gestoßen, die ich vor ein paar Jahren schon für mich entdeckt hatte. Ektomorf hatte mich dazu gebracht, mal nach ein paar Metal/Groove-Metal-Alben auf Bandcamp zu schauen. Da kam leider nichts wirklich gutes bei rum. Auch unter dem Tag Melodic Death Metal, immer unter der Maßgabe, dass das Album für Name Your Price angeboten wird. Irgendwann tauchte in den vorgeschlagenen Tags Name Your Price auf. Nichtsahnend suchte ich die Alben durch und fand... keinen Metal, zumindest nichts was mich ansprach.

Deswegen gibt es heute Blues und Folk aus Quebec von Alice Wonder. Auf den vier Titeln der Distortion EP geht es, laut ihrer Beschreibung, um alles und nichts, um jeden und niemanden. Die von ihr gespielte Gitarre scheint über mehrere Spuren auf die Trommelfelle zu laufen und es wirkt, als wenn man direkt vor ihr sitzt. Für solch grauen Sonntagnachmittage gibt es eigentlich nichts besseres. Herunterladen dürft ihr euch das Album auch einfach so, ohne irgend einen Cent zu auszugeben.

Alice Wonder - Distortion EP
(Quelle: Bandcamp.com)

So dolle ist dieser Winter hier, zumindest in Brandenburg, nicht.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Jahresende, was kommt? (2017 Edit)

"Alle Jahre wieder." Das könnte nun der geneigte Leser, der hier öfter mal vorbeiguckt und liest, meinen. Dennoch hat sich unter diesem Thema eine kleine Tradition eingeschlichen, um das aktuell zwar noch laufende Jahr zu resümieren. Ein Leitsatz oder eher Erkenntnis, hat sich zum Ende dieses Jahres eingeschlichen.

Ich wurde auf Arbeit gefragt, warum ich soviel über den Weltraum und Musik weiß, jedoch in keinem beider Teilgebiete professionell tätig bin. Meine Fähigkeiten sind meinen Passionen nicht gewachsen, sprich: Auch wenn ich liebend gerne wüsste, wie es ist auf der ISS (oder eher doch durch die ISS?) zu schweben, so reicht mein Ausbildungsgrad nicht mal im Ansatz dazu, dass ich jemals dort oben "landen" könnte. Ähnlich verhält es sich mit der Musik. Ich spiele zwar etwas Gitarre, höre liebend gern Musik und habe auch eine Meinung dazu. Diese könnt ihr eben seit fünf Jahren und knapp neun Monaten auch mitlesen, nur habe ich leider keine journalistische Ausbildung genossen. Auch bleibt mir durch mein Praktikum bei ROME SDS der Gedanke, dass aus Spaß Ernst werden könnte und aus Ernst dann Stress. Und Stress mit Musik zu verbinden, nun das würde ich, aus einem rein subjektiv betrachteten Standpunkt, gern vermeiden. Dennoch träume ich davon sagen zu können, dass ich von meiner Passion leben kann. Dies bleibt nur den wenigsten vergönnt. Vielleicht gehört das auch zum Erwachsenwerden dazu, dass man sich eben mit solchen Dingen abfindet, auch wenn das traurig klingen mag. Durch die Arbeit, die Hobbies und andere Verpflichtungen fehlt eben die Energie und das Selbstvertrauen, alles in Plan A zu investieren und über Plan B gar nicht erst nachzudenken. Auch habe ich Verantwortung, nicht nur gegenüber mir, auch gegenüber anderer Personen, die mir sehr wichtig sind, auch wenn diese mir immer zusagt, dass ich mein Studium abschließen soll. Natürlich wollen wir auch die ganz wichtigen Institutionen erwähnen, denen man entweder Geld schuldet oder denen man jeden Monat etwas von seinem Geld abgeben muss.

2017 durfte ich aber auch ein paar Konzerte besuchen, wobei das von Jinjer sich am meisten eingeprägt hat. Dennoch habe ich nun nicht unbedingt mehr Zeit für die Musik als sonst auch, zumal ich beim Radeln auf der Straße seit Jahren keine Musik mehr höre. Sicherheit hat nun mal Vorrang und so wie die meisten Fahrzeugführer heutzutage unterwegs sind, muss man um so mehr auf "Ablenkung" verzichten. Einen kleinen, persönlichen Rekord kann ich dieses Jahr dennoch verbuchen: Ich bin 200km Rad gefahren, an einem Tag, beim Spreewaldmarathon. Und dabei hatte ich weniger Probleme mit den Muskeln denn mit Übelkeit und schmerzenden Knien. In den letzten Wochen war so viel los, da geriet die Fortbewegung auf dem Zweirad leider ins Hintertreffen, sogar soweit, dass einige fragten, ob ich faul geworden bin. Aber wie bereits im letzten Jahr beschrieben:  hätte man die doppelte Zeit des Tages zur Verfügung, würde man eben alles das schaffen und machen können, was man wöllte und sich vorgenommen hat. Versteht mich nicht falsch: 2017 war kein schlechtes Jahr. Wir haben zuhause ein Ritual eingeführt um uns am Ende des Jahres vor Augen zu führen, dass das Jahr nicht schlecht war... zumindest haben wir Erinnerungsstützen, die uns zu den Highlights des Jahres führen.

Natürlich möchte ich mich 2018 unbedingt mehr bewegen. 2018 möchte ich auch mehr Musik hören und rezensieren, mehr mit Freunden unternehmen. Mein Schlafrhythmus ist leider auch nicht der beste. Dennoch weiß man nie, was im neuen Jahr passieren wird, wem man über den Weg laufen wird, wo man landen wird, welch außergewöhnlichen Ereignisse sich abspielen werden oder ob man dann doch im Hamsterrad gefangen bleibt. Ob und was ich hier verändern werde, weiß ich aktuell nicht, vielleicht ein kleiner Glossar zu den Themen, die ich hier abgreife oder ein kleiner Steckbrief zu den Promofirmen und Labels, die man hier findet. Wer weiß. Und wer weiß, vielleicht kommt hier dann wieder mehr als im Vorjahr, wer auf das Archiv blickt, wird sehen was ich meine.

Und da ich ich bin, gibt es noch etwas Kostenfreies auf die Ohren. Das Geld geht in diesem Monat bekanntlich für Geschenke, Kalorien und Feuerwerkskörper drauf. Der Ein oder Andere könnte sich an Violet7rip erinnern, den ich hier mal hatte. Witch House ist eine Musikrichtung, von der ich einfach nicht wegkomme, aber auch hier gibt es auf Bandcamp recht viel Mist. Der Junge sticht immer wieder positiv heraus und ballert ordentlich nach hinten raus. Der Bass drückt und flattert fast, so tief ist er und dennoch geht hier nicht alles nach Schema-F vor. Zum 29.12. hat er eine kleine Sammlung unveröffentlichter Tracks auf Bandcamp geladen, die ihr euch für einen Preis laden könnt, den euer Haushaltsbudget zulässt. Quasi ein Geschenk von ihm.

Anspieltipps: Untitled II, Untitled IV, Untitled VI

Violet7rip - Unreleased
(Quelle: Bandcamp.com)

Mittwoch, 8. November 2017

Bandcamptage Vol. 158

Wer von euch mal wieder etwas härteres auf die Ohren braucht und dem Sound von Knocked Loose oder den Emil Bulls etwas abgewinnen kann, der könnte vielleicht mit Nailbox und ihrer EP Nailbox zufrieden gestellt werden. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Mischung etwas verrückt klingen mag.

Die Gitarren nicht so tief gestimmt sind, wie eben bei Knocked Loose, dennoch geht es hier ordentlich zur Sache. Auf fünf Titel verteilt bekommt ihr Hardcore und/oder Posthardcore vom feinsten, mit allem was dazugehört. Breakdowns, Gebrüll und schmetternde Instrumente. Man kann sich die Show vor dem geistigen Auge schon vorstellen und möchte am liebsten mitmachen, auch wenn die eigenen Knochen vielleicht zu alt sind. Laden dürft ihr euch dieses Album für einen Preis, den eure Brieftasche gerade hergibt, auch wenn ihr nur noch Quittungen und Kassenzettel drin haben solltet.

Nailbox - Nailbox
(Quelle: Bandcamp.com)

Schön, wie das um vier Nachmittags dunkel wird.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Bandcamptage Vol. 157

Mein E-Mail-Postfach ist mittlerweile voller Musik, was zu dem lustigen Umstand führt, dass ich die E-Mails eher durchhöre denn lese. So erhielt ich vor ein paar Wochen eine Mail von der Band Skin aus Flensburg.

Die erschaffen Musik ist relativ proglastig, erinnert entfernt an Muse, Sportlights (hier im Blog), Eau Rouge (hier im Blog) und Placebo. Seit der Bandgründung 2015 wurden viert Titel geschrieben, die jetzt mit der Zeit im Jahre 2017 und 2018 veröffentlicht werden. Man spiegelt in den Songs, die man geschrieben hat, das jugendliche Leben zwischen der Kindheit und dem Erwachsensein wider. Den Anfang macht In Shadow, ein sehr atmosphärischer Titel, mit vielen Schichten. Den Track gibt es aktuell für "Name Your Price" und kann für Null Euro geladen werden. Wer noch etwas für Augen braucht oder doch der "visuelle Mensch" ist, kann sich das Video zum Titel auf Vimeo geben, was komplett unter Eigenregie entstanden ist.

Skin - In Shadow
(Quelle: Bandcamp.com)
Nur noch zwei Monate und das Jahr 2017 ist vorbei.

Samstag, 17. Juni 2017

Bandcamptage Vol. 156

Vielleicht ist einigen von euch vor einigen Wochen bereits dieser Stream auf Youtube empfohlen worden oder ihr habt ihn auf dem Kraftfuttermischwerk gesehen. Zum Glück werden dort auch Interpreten und Titel angezeigt, denn Shazam ist manchmal echt ratlos, wenn es um Musik geht, die es bei einige Videos auf Youtube gibt.

Dadurch habe ich den Künstler Jinsang entdeckt und gesucht, ob es Musik von ihm Netz gibt, am besten natürlich kostenlos. Und siehe da, das Album kona park. gibt es nicht nur als Tape, sondern auch digital von Bandcamp, für einen Preis, den eure Brieftasche gerade hergibt. Die Musik bleibt entspannt, auf alte Samples werden frische Beats gemischt, daraus entsteht die perfekte Hintergrundmusik zum Lernen, zum Cruisen auf dem Fahrrad oder Longboard oder ihr wollt vielleicht zufällig ein Café eröffnen und sucht noch die passende Musik. Also, greift zu und genießt das Wochenende... oder den Tag, oder den Urlaub oder wann auch immer ihr das hier lest.

Anspieltipps: dance in the night, Kona Park, the.falling.leaves

Jinsang - kona park.
(Quelle: Bandcamp.com)

Sonntag, 23. April 2017

Bandcamptage Vol. 155

Es gibt sicher einige Leser, die sich fragen, was mit Bring Me The Horizon los ist, warum die nicht mehr so hart sind wie auf ihren ersten Alben. Ob der Kommerz da seine Hände im Spiel hat? Wie könnte man sich sonst die ganze Merch-Reihe erklären, von Unterhosen über USB-Powerbanks bis hin zu einem Paar Socken kann man sich fast komplett einkleiden.

Wer musikalisch in der Kerbe der ersten Alben sucht, kann mit der EP Past Yout von Heart of Poseidon vielleicht ein wenig glücklich werden. Vier Titel werden von der Band aus Łódź für einen frei wählbaren Preis angeboten und schütteln euch richtig durch. Es gibt zwar hier und da ein paar Gesangseinlagen, das tut dem Vorwärtsdrang der Musik keinen Abbruch. Die Produktionsqualität ist super und fast alles bestens zusammen. Durch die Spielzeit von 18 Minuten kommt gar nicht daran vorbei, sich die ganze Geschichte erneut auf die Ohren zu geben. Wer also Metalcore mag, kann hier getrost zugreifen. Und wer sich das Cover des Albums genauer anguckt, kann vielleicht ein paar Parallelen zu Suicide Season ziehen.

Heart Of Poseidon - Past Of Youth
(Quelle: Bandcamp.com)

War jetzt früher doch alles besser?

Sonntag, 27. November 2016

Bandcamptage Vol. 154

Vor ein paar Tagen hatte ich auf Noisy etwas über die russische Witch-House-Szene gelesen. Da mir diese Begriff durch Künstler wie Purity Ring (hier im Blog) und Grimes (hier im Blog) geläufig war, nahm ich mich diesem Artikel an und fand gefallen. Was mich bereits bei Purtiy Ring faszinierte, waren die verstörenden Texte, die von der Sängerin sehr zart wiedergegeben werden. Somit begab ich mich bei Bandcamp auf die Suche, um vielleicht eben genau das zu finden, was Witch-House so eigenwillig macht.

In den späten 2000ern in den USA entstanden, findet man im Witch-House Elemente aus Hip-Hop, Trap, Synthpop und Industrial wieder. Man könnte also meinen, dass man hier viele verschiedene Gesichter auf Witch-House-Partys sähe. Über Violet7rip, was man wohl auch als Violettrip lesen könnte, aus Russland, erfährt man eigentlich nicht zu viel. Er hat einen Account auf Facebook, VK, Soundcloud und Bandcamp. Hatte ich erwähnt, dass er aus Russland ist? Aus seinem aktuellsten Werk The Purple Heart tropft es aus allen Ecken und Kanten, dieses Witch-House. Fast überall gibt es Sägezahn-Waveforms, der Bass drückt an einigen Stellen gut voran und macht einen fast wirr im Kopf. Das Kopfnicken kommt automatisch und man wandert gedanklich durch die Landschaft, die aus Bässen und Synthies aufgebaut werden. Was besonders putzig ist, dass hier ein Titel verwurstet wird, den ich getrost als einen meiner Lieblingssongs aufzählen könnte. Be Quiet and Drive (far Away) in der Akustikversion, welches die Deftones zusammen mit Incubus aufgenommen haben. Beim Titel Still Want You, eben wegen der Deftones, musste ich an Mr. Bill denken, den hatten wir hier im Blog. Dieser Künstler hat sich ja auch eines Werkes der Tones bedient. Wie bei den Bandcamptagen üblich, ist dieses Album für einen Preis zu haben, der euch passt, auch ohne einen Cent ausgeben zu müssen. Eure E-Mail wird nur erfragt, damit ihr den Link zum Download bekommt.

Anspieltipps: Unholy, Purple Mind, Make Me Wanna Die

Violet7rip - Purple Heart
(Quelle: Bandcamp.com)

Und dann gibt es Tage, an denen mir eher nach sowas ist.

Montag, 31. Oktober 2016

Bandcamptage Vol. 153

Da dieses Jahr recht turbulent war und es wohl auch bis zum Ende so zu bleiben scheint, gibt es hier schon seit längerem ab und an so richtig auf die Mütze ... oder aufs Fressbrett? Egal.

Durch die "Sucht" nach harter, derber Musik, bin ich auf Reach The Shore aus Belgien gestoßen. Diese Band schenkt euch quasi ein Album voller Djent, Metalcore und einem Hauch Deathcore. Ich weiß, dass Genre wirkt für einige unter euch vielleicht ausgelutscht, zumal ich auch zugeben muss, dass mittlerweile Bands und Titel gibt, die selbst mein Musikerherz zerbrechen lässt. Das Quintett lässt auf Faith & Confidence keine Langeweile aufkommen, man rollt mit einem Gewitter und Akustukgitarre an und schafft darauf mitunter schöne und große Landschaften, aus welchen einem der Sänger immer wieder anbrüllt. Die Gitarren sind teilweise chaotisch, frickeln manchmal pervers rum, wie in At Daggers Drawn. In den Skits geht es dagegen düster zu, das kann mitunter am Genre liegen. Bass und Trommeln sind fett abgestimmt und vervollständigen das runde Gesamtbild. Und ehe man es sich versieht, sind 35 Minuten rum. Der Repeat-Faktor steht hier auf Maximum. Und wem der Gesang zu derb ist, der kann sich hier die Version ohne Stimmbänder laden, auch for free.

Anspieltipps: At Daggers Drawn, Nothing To Do Here, Tigers Blood, Grieving Trees

Reacht The Shore - Faith & Confidence
(Quelle: Bandcamp.com)

Soll das Jahr echt schon vorbei sein?