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Samstag, 9. Januar 2021

Jahresende, was kommt? (2020 Edit)

Man kann sicher davon ausgehen, dass sich so ziemlich jeder von euch das Jahr 2020 anders vorgestellt hat. Konzerte, Reisen, große Volksfeste, Festivals, das alles viel flach, dank des Viruses, der die ganze Welt in Schach hält. Die Spanische Grippe grassierte über mehrere Jahre und Wellen, also kann man das von der Mutation des Corona-Viruses auch erwarten, wenn man eben nicht die Arschbacken zusammenkneift und ein Stück Stoff für eine Freiheitsberaubung hält oder gar für tödlich. Da müssten ja alle Pfleger, Chirurgen und Ärzte in den OP's tot umfallen. 

Wie ich im März bereits erwähnte, liegt unsere gesamte Infrastruktur unter einem Brennglas und überall, da wo es brennt, sollte man ja eigentlich löschen. Aber selbst hier misst man immer noch mit zweierlei Maß und verschenkt Milliarden an Konzerne oder Wirtschaftszweige, wo bereits viel Geld geflossen ist und fleißig Dividende ausgeschüttet werden. Natürlich wäre es sinnvoller, die Schulen mit Luftreinigern auszustatten, es geht ja nur um die Gesundheit der Kinder. Vielleicht wäre es auch sinnvoller die digitale Infrastruktur auszubauen, so dass man im Vergleich zu den anderen Ländern der EU, nicht einfach das traurige Schlusslicht bildet. Aber was schreibe ich hier, passieren würde nichts.

Es hat sich auch gezeigt, wer ein "Nein" nicht verträgt. Man geht auf die Straße und wähnt sich mit anderen in einer Diktatur, nur dass die Protestierenden in einer richtigen Diktatur komplett verschwinden würden. Die Proteste sind für die Maßnahmen, die die breite Mehrheit der Bevölkerung unterstützt, kontraproduktiv. Das zeigt sich in den Infektionszahlen, aber selbst diesen Zahlen wird nicht geglaubt. Vor allem nimmt man in Kauf, dass die Polizei von wichtigeren Aufgaben abgezogen wird. Wobei selbst die sich nicht von ihrer besten Seite zeigt, weil man bestimmte Bilder nicht haben will, so stehe ich voll hinter Rezo's Video. Von den "Einzelfällen" ganz zu schweigen.

Auch privat ging es anders zu als gedacht. Seit dem 02.11.2020 bin ich Vater einer Tochter. Die Schwangerschaft verlief recht holprig, ich durfte meine Freundin zwei Monate lang, täglich im Krankenhaus besuchen... obwohl: die letzten Wochen lief das anders, weil die Fallzahlen in Cottbus gestiegen sind und im Krankenhaus ein Besuchsverbot herrschte. Zum Glück ist die Zeit auch vorbei, Kind und Frau sind wohl auf und wir haben nun wenig Schlaf, volle Windeln, ab und an Geschrei, Quaken und Quietschen, Bäuerchen und ab und an mal einen Spucki. Wir haben alle Rennereien mit Ämtern im Sommer abgearbeitet. Das Kinderzimmer wurde eingerichtet, Kleidung, Kinderwagen und Möbel wurden gekauft. Die Zeit verging schneller als gedacht, der Spagat zwischen Arbeit, Haushalt und Frau im Krankenhaus war riesig. Nun ist der Spagat ein anderer. Schlaf ist ein rares Gut, Zeit nun um so mehr. Im Oktober sowie im November hätte ich jeweils 54 Alben hören können. Mit einer einer wohlwollenden durchschnittlichen Spielzeit von 45min, hätte ich für nur einen Durchlauf, 40,5h Zeit für den Monat gebraucht. Also mehr als ein Album pro Wochentag. Dazu muss man die Langspieler mehrfach hören, um Details zu finden oder um herauszufinden, ob man mit dem Kunstwerk überhaupt zurecht kommt. Dann brauche ich ca. 60min für ein Review. Dazu gehe ich regulär arbeiten und habe einen Haushalt zu führen. Unser Kind hat natürlich unsere volle Aufmerksamkeit. Ihr merkt also, dass viel Zeit nicht mehr bleibt. 

Der Mailordner nach einer Woche.

Dabei hatte man sich bei mir gemeldet und gemeint, dass ich nur ausgewählte Platten beschreibe. Da fühlte ich mich direkt gebauchpinselt. Ein paar Tage später wurde ich gefragt, ob ich das neue Album von Kylie Minogue rezensieren möchte. Hätte ich zugesagt, hätte ich mir selbst widersprochen und der Aussage des Mail-Autors davor. Natürlich hätte man so Klicks generieren können, aber was bringt das, wenn man dafür seine Kredibilität aufgibt. Wobei, meinen eigenen Stand bei den Labels und PR-Agenturen, von denen ich Material bekomme (wofür ich immer wieder dankbar bin), kenne ich gar nicht. Ob ich das wissen möchte, ist mir unklar. Vielleicht bricht es einem das Herz, vielleicht kann man sich auch auf die Brust klopfen. Es gibt immer wieder Stellschrauben, an denen man drehen könnte. So ist der Releasekalender ab Januar 2021 aufgeräumter. So findet ihr vielleicht eher eure Lieblingskünstler (54 Alben inklusive Band in einem Fließtext, trotz Formatierungen, erschienen mir irgendwie unübersichtlich). 

Nachtrag: Mir ist bewusst, dass das hier erst 2021 online geht. Ihr konntet ja bereits erlesen, wieso, weshalb, warum. Bleibt negativ, also im positiven Sinne, und passt auf euch auf.

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Das wichtigste in meinem/unseren Leben.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Jahresende, was kommt? (2019 Edit)

Auch wenn ich hier mit meinem Jahresrückblick einen Tag zu spät komme, kann ich dennoch auf ein abgeschlossenes Jahr zurückblicken. Auch wenn es 2018 keinen Rückblick gab, ist es ja nicht falsch, jetzt einen niederzuschreiben.

Mit jedem Jahr, dass man altert, verfliegt die Zeit noch schneller als es einem lieb ist. Das wird vielleicht einigen von euch auch so ergangen sein. Ehe man es sich versieht, ist eine Woche vorbei, auf einmal ein Monat und dann eine ganze Jahreszeit. Und schon klopft 2020 an die Tür. Das Jahr hatte seine Hochpunkte, ohne Frage. Es gab aber auch Wochen, die 2019 echt nicht schön waren. Arbeitstechnisch trete ich auf der Stelle, auch wenn ich die Büros der leitenden Persönlichkeiten öfters besuchen durfte, als mir lieb war. Zumal mir dann noch ein Satz entgegenflog, den ich dort, zumindest nicht von dieser Person, nie erwartet hätte und meine Arbeit dort komplett in Frage stellt. Seit dem sitze ich ab und an da und frage mich, ob es das Wert ist, ob die eigene Arbeit sinnvoll ist. Immerhin scheine ich der einzige zu sein, der sich in einer Fremdsprache vernünftig und zielführend unterhalten kann. Aber das scheint heute nichts mehr Wert zu sein. Auch dort fehlt mir die Gelegenheit, die Musik, die ihr hier zu lesen und zu hören bekommt, zu hören. Das liegt zwar auch daran, dass es die Musik offiziell erstmal nur für Blogs und Magazine gibt, aber dennoch nervt mich die Radiomusik der Sender aus dem UKW und einiger Streams massiv. Das ergibt keinen Mehrwert und nervt, selbst mit klassischer Musik kann man einigen nicht beikommen. Wie dem auch sei, ich schweife ab.

Trotz alledem ist auch viel positives passiert. Ich bin mit meiner Freundin zusammengezogen, wir sind zwei Mal nach Skandinavien gereist und haben mehrere Nächte im Auto geschlafen. Das ist aber auch nur möglich gewesen, da es in Skandinavien das Jedermannsrecht gibt. Ich hatte den tollsten Geburtstag, den man sich vorstellen kann. Ich war auf Schiffen zwischen den Fjorden und habe erlebt, was es heißt, wenn die Sonne in der Nacht nicht untergehen mag. Es war verrückt und faszinierte zugleich. Zum Glück konnten wir somit (fast) der Hitze hier entgehen. Im Oktober waren wir im Auto unterwegs zum Weihnachtsmann nach Rovaniemi und haben bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Auto geschlafen. Und oh Wunder, niemand hat sich eine Erkältung zugezogen.

Mit den Fahrrädern habe ich dieses Jahr leider nicht viele Kilometer auf die Kette gebracht (sind nur um die 2500km), das hat aber andere Gründe. Natürlich spiele ich weiterhin in der Impro-Theatergruppe vor Ort mit, was in einer Spielwoche mal eben 3 Abende kostet. Es macht natürlich Spaß, keine Frage, aber auch hier gibt es aktuell einige Veränderungen, die einen traurig stimmen können.

Und dann wurde ich gefragt, warum ich überhaupt schreibe, warum ich mir die Mühe mache, Charts zu erstellen, ob das überhaupt jemanden interessiert. Vor ein paar Jahren wäre das sicher interessant für mich gewesen, zu wissen, wer hier liest, wer Interesse an dieser Materie hat. Es ging ja am Anfang auch nur um kostenlose Musik, zumindest nach der Anregung von einem alten Schulfreund. Heute mache ich mir weniger eine Platte drüber, vielleicht auch, weil ich weiß, dass ich an einigen Stellen nicht mehr weiterkommen kann. Auf der anderen Seite ist die Musik hier teilweise echt speziell und bedient nicht unbedingt einen Massenmarkt. Oder kennt ihr jemanden, der Black-Metal nicht gleich als stumpfes Geschrei abtut? NebendemStrom ist aber halt auch einfach nur ein weiterer Musikblog, ich weiß gar nicht wann die Hochzeit war, wann man hätte der erste seiner Gattung sein müssen, um nun ganz oben neben plattentest.de oder laut.de zu stehen. Die haben natürlich auch ihre Redaktionen. Ihr wollt gar nicht wissen, wie oft ich letztes Jahr gelesen habe, ob WIR Interesse an diesem oder jenem Künstler hätten. Entweder heißt das, dass ich viel Content schaffe oder die Musikauswahl ist hier zu divers. Aber so bin ich: gebt mir guten Metalcore und ich feier das ab, im nächsten Moment kann man mich aber auch mit guter Popmusik hinter dem Ofen hervorlocken. Wer sich nicht festlegt, hat mehr von der Musik.

Der Sommerurlaub von seiner schönsten Seite.
(Quelle: eigenes Bildmaterial)

Sonntag, 31. Dezember 2017

Jahresende, was kommt? (2017 Edit)

"Alle Jahre wieder." Das könnte nun der geneigte Leser, der hier öfter mal vorbeiguckt und liest, meinen. Dennoch hat sich unter diesem Thema eine kleine Tradition eingeschlichen, um das aktuell zwar noch laufende Jahr zu resümieren. Ein Leitsatz oder eher Erkenntnis, hat sich zum Ende dieses Jahres eingeschlichen.

Ich wurde auf Arbeit gefragt, warum ich soviel über den Weltraum und Musik weiß, jedoch in keinem beider Teilgebiete professionell tätig bin. Meine Fähigkeiten sind meinen Passionen nicht gewachsen, sprich: Auch wenn ich liebend gerne wüsste, wie es ist auf der ISS (oder eher doch durch die ISS?) zu schweben, so reicht mein Ausbildungsgrad nicht mal im Ansatz dazu, dass ich jemals dort oben "landen" könnte. Ähnlich verhält es sich mit der Musik. Ich spiele zwar etwas Gitarre, höre liebend gern Musik und habe auch eine Meinung dazu. Diese könnt ihr eben seit fünf Jahren und knapp neun Monaten auch mitlesen, nur habe ich leider keine journalistische Ausbildung genossen. Auch bleibt mir durch mein Praktikum bei ROME SDS der Gedanke, dass aus Spaß Ernst werden könnte und aus Ernst dann Stress. Und Stress mit Musik zu verbinden, nun das würde ich, aus einem rein subjektiv betrachteten Standpunkt, gern vermeiden. Dennoch träume ich davon sagen zu können, dass ich von meiner Passion leben kann. Dies bleibt nur den wenigsten vergönnt. Vielleicht gehört das auch zum Erwachsenwerden dazu, dass man sich eben mit solchen Dingen abfindet, auch wenn das traurig klingen mag. Durch die Arbeit, die Hobbies und andere Verpflichtungen fehlt eben die Energie und das Selbstvertrauen, alles in Plan A zu investieren und über Plan B gar nicht erst nachzudenken. Auch habe ich Verantwortung, nicht nur gegenüber mir, auch gegenüber anderer Personen, die mir sehr wichtig sind, auch wenn diese mir immer zusagt, dass ich mein Studium abschließen soll. Natürlich wollen wir auch die ganz wichtigen Institutionen erwähnen, denen man entweder Geld schuldet oder denen man jeden Monat etwas von seinem Geld abgeben muss.

2017 durfte ich aber auch ein paar Konzerte besuchen, wobei das von Jinjer sich am meisten eingeprägt hat. Dennoch habe ich nun nicht unbedingt mehr Zeit für die Musik als sonst auch, zumal ich beim Radeln auf der Straße seit Jahren keine Musik mehr höre. Sicherheit hat nun mal Vorrang und so wie die meisten Fahrzeugführer heutzutage unterwegs sind, muss man um so mehr auf "Ablenkung" verzichten. Einen kleinen, persönlichen Rekord kann ich dieses Jahr dennoch verbuchen: Ich bin 200km Rad gefahren, an einem Tag, beim Spreewaldmarathon. Und dabei hatte ich weniger Probleme mit den Muskeln denn mit Übelkeit und schmerzenden Knien. In den letzten Wochen war so viel los, da geriet die Fortbewegung auf dem Zweirad leider ins Hintertreffen, sogar soweit, dass einige fragten, ob ich faul geworden bin. Aber wie bereits im letzten Jahr beschrieben:  hätte man die doppelte Zeit des Tages zur Verfügung, würde man eben alles das schaffen und machen können, was man wöllte und sich vorgenommen hat. Versteht mich nicht falsch: 2017 war kein schlechtes Jahr. Wir haben zuhause ein Ritual eingeführt um uns am Ende des Jahres vor Augen zu führen, dass das Jahr nicht schlecht war... zumindest haben wir Erinnerungsstützen, die uns zu den Highlights des Jahres führen.

Natürlich möchte ich mich 2018 unbedingt mehr bewegen. 2018 möchte ich auch mehr Musik hören und rezensieren, mehr mit Freunden unternehmen. Mein Schlafrhythmus ist leider auch nicht der beste. Dennoch weiß man nie, was im neuen Jahr passieren wird, wem man über den Weg laufen wird, wo man landen wird, welch außergewöhnlichen Ereignisse sich abspielen werden oder ob man dann doch im Hamsterrad gefangen bleibt. Ob und was ich hier verändern werde, weiß ich aktuell nicht, vielleicht ein kleiner Glossar zu den Themen, die ich hier abgreife oder ein kleiner Steckbrief zu den Promofirmen und Labels, die man hier findet. Wer weiß. Und wer weiß, vielleicht kommt hier dann wieder mehr als im Vorjahr, wer auf das Archiv blickt, wird sehen was ich meine.

Und da ich ich bin, gibt es noch etwas Kostenfreies auf die Ohren. Das Geld geht in diesem Monat bekanntlich für Geschenke, Kalorien und Feuerwerkskörper drauf. Der Ein oder Andere könnte sich an Violet7rip erinnern, den ich hier mal hatte. Witch House ist eine Musikrichtung, von der ich einfach nicht wegkomme, aber auch hier gibt es auf Bandcamp recht viel Mist. Der Junge sticht immer wieder positiv heraus und ballert ordentlich nach hinten raus. Der Bass drückt und flattert fast, so tief ist er und dennoch geht hier nicht alles nach Schema-F vor. Zum 29.12. hat er eine kleine Sammlung unveröffentlichter Tracks auf Bandcamp geladen, die ihr euch für einen Preis laden könnt, den euer Haushaltsbudget zulässt. Quasi ein Geschenk von ihm.

Anspieltipps: Untitled II, Untitled IV, Untitled VI

Violet7rip - Unreleased
(Quelle: Bandcamp.com)

Dienstag, 24. März 2015

Bloggeburtstag Nummer 3

Seit drei Jahren mache ich das hier schon, schreibe über Musik, die ich nun meist seltener finden muss als vorher, weil sie mir einfach zugeschickt wird, ob nun in digitaler oder analoger Form. Ich hätte mir erstens nie erträumt, dass dieser Blog so lange laufen würde und zweitens hätte ich nicht mit den vielen kleinen und auch großen Labels und Promotionfirmen gerechnet. Auch nicht, als ich im Sommer die Zusage bekam, dass ich das aktuelle Album der Emil Bulls vor der Veröffentlichung bekommen würde. Das Highlight war dann natürlich das Interview mit Andy und James, wobei ich mich immer noch darüber wundere, dass man gefühlt auf Anhieb auf einer Wellenlänge war. Natürlich muss ich mich an dieser Stelle auch bei Felix von Flix-Records bedanken, so wie auch bei Gunnar von Gunner Records, weil diese beiden mir immer noch Alben zuschicken und nach dem Stand der Dinge fragen. Das motiviert natürlich auch ungemein, auch wenn ich von den musikalischen Brennpunkten ziemlich weit weg wohne - so eine Tour nach Berlin dauert gut 90 Minuten und bis 00:45 muss die Show durch sein, denn dann fährt der letzte Zug des Abends dahin, wo meine Anlage steht - so zieht es mich doch immer wieder da hin. Sei es eben wegen der Interviews mit Bands wie den Emil Bulls, New Native oder John Allen oder weil Labelchefs oder deren Mitarbeiter fragen, ob man Zeit hat, mal eben nach Berlin zu fahren. Natürlich gebührt auch der Dank den fleißigen Bienchen, sei es bei Flix, bei Carrycoal oder auch bei Result-Promotion. Sicher könnte man sagen und meinen, dass hier mehr laufen könnte, sei es mehr kostenlose Musik oder auch mal wieder eine halbwegs wissenschaftliche Ausarbeitung über irgend ein Thema, welches die Musikwelt bewegt. Sicher wäre das auch für mich interessant, aber am Ende des Tages fehlt vor allem eines: Zeit. In unseren Breitengraden sagt man sich ja, dass Zeit gleichbedeutend mit Geld sei. Da dieser Blog aber kein Geld abwirft und ich eine Arbeit habe, die mal eben von 9 bis 18 Uhr läuft und Metalcore oder verrückter Rock nicht so gut ankämen, komme ich nur in meiner Freizeit zum Hören, Stöbern und auch Rezensieren. Durch den Umzug im Februar war dies erschwert, ohne Internet keine Musik, ohne Musik kein Blog und ... den Rest könnt ihr euch ausmalen.

Natürlich spiegelte sich auch mein Gefühlsleben ab und an hier wieder. Das lag nicht nur an Tiefschlägen, die es gab. Nachdenklichkeit spielt natürlich auch eine Rolle, aber auch mein Musikgeschmack schreibt mir vor, was ich hören will. Man kann ja nicht immer nur Metal oder Metalcore hören, das wird aber einigen Mitlesern und Mitleserinnen so gehen. Hier wird es natürlich neben dem Strom weitergehen, die Abstände zwischen den Posts werden auch immer unterschiedlich bleiben, auch wenn das vielleicht stören könnte. Blicken wir also auf eine neues Jahr, voller neuer Entdeckungen, Alben, Konzert und minimale Einblicke in mein Innerstes.


Montag, 24. März 2014

Bloggeburtstag Nummer 2 und Gewinnspiel



Wie die Zeit vergeht. Jetzt gibt es „Neben dem Strom“ schon zwei geschlagene Jahre. Zwei Jahre voller Musik, Anekdoten und einiger Glücksmomente. Sicher gab es auch ein, zwei Sachen, die vielleicht nicht ganz so nach eurem Geschmack waren, haben sie aber doch mir den Weg geöffnet, um weiterhin neue und interessante Musik zu finden. Ich darf nun für Art As Catharsis, Flix Records und Tumbleweed schreiben. Dazu kommt nun auch bald OHA! Music aus Hamburg. Natürlich geht die Zeit auch nicht spurlos an mir vorbei, aber das ist ein anderes Thema. Natürlich gab es auch andere, leider nicht so erfreuliche Nachrichten. Nach einem Autounfall in 2008 ist der Bassist Chi Cheng nach seinen Jahren im Koma verstorben.
Dieses Jahr habe ich zwar nicht all zu viele Konzerte besucht (das fehlende Studententicket macht sich schon bemerkbar) aber dafür waren sie einsame Klasse. Im Mai habe ich Bring Me The Horizon gesehen und ein tolles Wochenende in Berlin verbracht. Lauter Leute die Metal und Metalcore hören um mich zu haben, was kann es besseres geben? Naja, eine Band? Ich habe die Broken Fenceseinen Tag durch Berlin begleiten dürfen, wir haben eine Menge geredet und am Abend gab es mit eins der intimsten Konzerte, die ich je gesehen habe. Wirklich nett, diese Amis. Dieses Jahr haben wir auch mehr als 10000 Besucher auf dieser Seite gehabt, nicht parallel, aber das ist so wild nun auch wieder nicht. Ein paar neue Rubriken, wie die Charts oder die gesammelten Interviews haben sich aufgetan, auch wenn das an meiner alten Rechenmaschine aus dem Jahre 2006, in Verbindung mit meinen „Programmierkünsten“ und dem „unglaublich guten“ Skript von Google, zu vielen Flüchen, Kraftsausdrücken und viele Nerven gekostet hat. Natürlich dürfen wir auch nicht die Interviews mit Carly Commando und Koji vergessen, was fast nicht stattgefunden hätte, wenn es den Tiefgrund in Berlin nicht gegeben hätte.

Und dann hat sich am Ende des Blogjahres, ihr wisst schon, wie das Geschäftsjahr, nur auf den Blog bezogen, noch was in meinen Briefkästen getan. Einmal Analog mit Chris Purekas großartigem Album „How I Learned To SeeIn The Dark“ und mit der Anfrage von OHA! Music aus Hamburg. Ich darf in deren Namen etwas verlosen, und zwar zwei Freikarten zur Record-Release-Party von Des Königs Goldene, ebenfalls aus Hamburg. Um zu gewinnen, müsst ihr mir die folgende Frage beantworten, also aus eurer subjektiver Sicht: Welches war das beste kostenlose Album was ihr hier gefunden habt? Das verbunden mit einem richtig kreativ-lustigen Satz, kommt in die Lostrommel. Zu gewinnen gibt es zwei Freikarten für die Record-Release-Party im Nachtspeicher in Hamburg am 04.04.2014. Einsendeschluss für die Antworten, die Ihr mir einfach per Email schicken könnt, mit dem Betreff: „Ich will nach Hamburg zur Party“, ist der 28.03.2014. Also, in die Tasten gehauen. Auf ein weiteres Jahr voller Anekdoten, Alben und Interviews.

Und damit ihr wisst, wo ihr euch hier einlasst, wenn ihr nach Hamburg fahrt, dürft ihr einfach mal hier klicken. Wer auf bunte, laute und lustige Indie-Pop/Inide-Rockmusik steht, wird das hier mögen. Die Texte sind lustig, voller Bilder, die wir hier zwischen Flensburg und Garmisch alle verstehen sollten.