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Samstag, 9. März 2019

Bandcamptag Vol. 162

Kennt jemand von euch den Blackboard Jungle, der früher immer auf Radio fRITZ lief? Jeden Freitag gab es da zwischen 20 und 22 Uhr alles zwischen Reggae und Drum and Bass. Auch wenn ich nicht immer alles mochte, was dort lief, so gefiel mir, was man alles mit dem Bass anrichten kann.

Und da mir wieder nach solcher Musik war, habe ich auf Bandcamp gesucht. Natürlich habe ich auch einiges gefunden, da man schon seit geraumer Zeit sehr dezidiert probehören kann. Und so lief mir der Account von Flexout Audio vor den Mauszeiger. Aber selbst hier musste ich etwas suchen, bevor etwas kostenfreies auftauchte. Es kostet euch eigentlich nur eure E-Mail-Adresse und ihr bekommt The Black Box vom Künstler Sinic quasi freihaus auf eure Festplatten und mobilen Endgeräte. Der junge Mann bietet euch auf 30 Minuten, verteilt auf 9 Titel, alles zwischen Drum and Bass, Jungle und Dubstep alles, was das Herz begehrt. Wenn ihr hier noch interessiert seit, rate ich euch zum Griff von guten Kopfhörern oder großen Lautsprechern, die entsprechend tiefe Frequenzen druckvoll wiedergeben können. Wer Lorn mochte, den wir hier schon mal hatten, der darf hier gerne zugreifen.

Anspieltipps: Take It Or Leave It, Con Sequence, Irrational

Sinic - The Black Box
(Quelle: Bandcamp.com)

Samstag, 25. Juli 2015

Jamendosis Vol. 23

Da ich gestern Geburtstag hatte, gibt es heute ein Geschenk. Das mag vielleicht im ersten Moment nicht ganz logisch klingen, aber das ist ja dieser Blog auch nicht immer.

Heute gibt es eine Ladung Drum'n'Bass vom feinsten. Im Gewandt des Sounds, den eigentlich nur Neuseeländer oder Australier hinbekommen, kommt  Xytum aus Russland daher. Wer sich erinnern kann, der liegt richtig, den hatten wir hier schon mal. Das Album Hidden ist nun neun Titel lang und läuft unter der Creative Common Licence, wie eigentlich alle Alben auf Jamendo. Der Bass wummert hier tief und die Pads knallen einem nur so um die Ohren. Laden darf man das Album, aufgrund eben jener Lizenz, einfach so, ohne schlechtes Gewissen. Also, zappeln!

Anspieltipps: Ichi, Synthesis, Escape, Novel

Xytum - Hidden
(Quelle: Jamendo.com)
Tja, wieder ein Jahr älter und kein Stück weiser/erwachsener geworden.

Dienstag, 20. Januar 2015

Pias 1: Enter Shikari - The Mindsweep

Was bekommt man, wenn man sich ein Album von Enter Shikari kauft? Seit Album Nummer eins ist eigentlich klar, dass es hier nicht nur um das reine Gitarrenspiel geht, sondern auch um elektronisch gestaltete Landschaften, in denen sich der Gesang und andere interessante Dinge, wie eine Spieluhr, die Klinke in die Hand geben. Ein berühmtes Indie-Magazin hat im Vierohrentest einst geschrieben, dass sich Common Dreads so anhöre, als sei alle drei Minuten die Studiotüre aufgegangen und jemand hätte einen neuen Musikstil vorgeschlagen. Sicher klingt auch Mindsweep sehr bunt, aber das Album beschreibt doch eher das zusammentreffen der Musikstile, die man im britischen Königreich vorfindet. Da mischt sich Sprechgesang mit Dubstepbeats, Dance- und Trancemusik der 90er mit scheppernden Gitarren und Shouts. Natürlich hört man stets heraus, dass die Mannen von der Insel kommen. Das die Band sich politischer Themen annimmt, ist nicht erst seit gestern bekannt. Auch dieses Album trotz vor Kritik am System UK, die besten Beispiele sind “Anaesthetist” und “Bank Of England”. Das Konzept fordert einen natürlich, einfach so plätschern, dass können ruhig die anderen machen und nicht wundern wenn man dann irgendwo meint, System Of A Down zu hören.

Wer jetzt den Zungenbrecher “Anaesthetist” mit dem Bandnamen im Internet sucht, wird ein wunderbares Video sehen, welches eben noch einmal genau das Bildlich untermalt, was textlich wiedergegeben wird. An sich auch ein sehr gut gewählter Titel, da sich die Bandbreite des Albums zeigt, von verrückt, über stürmisch bis hin zum kurzen Innehalten.


Enter Shikari - Anaesthetist (Musikvideo)

Alle die Enter Shikari für die Vielfalt der Band mochten, dürfen auch hier ohne weiteres zugreifen. Fans des reinen Metals oder Rocks, würden angesichts der Electro-Spielereien die Nase rümpfen. Das „gegnerische Lager“ wird da sicher auch keinen Gefallen daran finden, auch wenn die Produktion keine Wünsche offen lässt und die Albumlänge anständig ist. Was einzig störte: dieses Album brauchte ein paar Anläufe, um zu gefallen. Sicher gibt es durch das Intro und das Outro ein paar Anhatspunkte, wo man sich auf dem Album befindet, der erste Fluss stellte sich aber erst nach dreimaligem Durchhören ein. Wie bereits Erwähnt, dieses Album ist keine einfache Kunst.

Anspieltipps: Anaesthetist, Never Let Go Of The Microscope, There's A Price On Your Head

5,5/6 Punkten, wegen der anfänglichen Warmlaufphase
 
Enter Shikari - The Mindsweep

Montag, 3. November 2014

2. Teil des Interviews mit den Emil Bulls vom 24.10.2014

Wer den ersten Teil des Interviews nicht kennt, sollte kurz hier klicken. Da geht es um die Bandgeschichte, falsche Wikipediaeinträge und Andy's Meinung über Nu-Metal.

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Die vielen verschiedenen Versionen von „Sacrifice To Venus“, die AFM-Records da angeboten hat, angefangen von einem simplen mp3-Album bis hin zur Super-Sonder-Edition mit Kopfhörern, wer hat das entworfen? Interessiert hat mich Sonderedition schon, nur war mir nicht bewusst, in welcher Qualität die Kopfhörer ausgeliefert werden.

Andy: Jamie benutzt die Kopfhörer regelmäßig und die halten noch. Das Ding ist, dass AFM  gemeint hat, dass die bei vielen Bands so ein Specialding machen, wie auch bei Danzig. Wir fanden die Idee gut und sind dann eben auf diese Kopfhörer gestoßen. Das diese Kopfhörer, bei einem Boxpreis von 40€, nicht die oberkrassen Teile sein können, also keine Beats oder der Gleichen, ist klar. Dennoch sind die Kopfhörer gut angekommen. Alle sind glücklich, die Dinger waren schnell vergriffen, was will man mehr? Wir brauchen jetzt keine Plastikfiguren von uns (lacht) wir sind halt keine Kinder. 



(V.l.n.r)Andy Bock, Christoph von Freydorf, James Richardson, Stephan Karl
(Quelle: Promopackage von AFM-Records)

Habt ihr so etwas wie ein Traumlineup, also Bands mit denen ihr unbedingt auf Tour gehen möchtet?

Andy: Auf jeden Fall, aber das ist bei jedem von uns unterschiedlich. Wenn es nach persönlichen Belangen geht, dann würde ich auf jeden Fall mit Mötley Crüe auf Tour gehen, ganz klar. Erstens stehe ich auf Hairspray-Metal, schon immer. Zweitens haben die Typen mehr Party in zwei Shows, als eine Band in fünf Jahren hat.
Im Grunde würde man uns sagen, dass wir mit In Flames relativ gut fahren würden, da die auch von der Herangehensweise der Mucke ähnlich sind. Relativ Fett unten rum, mit Melodien. Da haben wir das Gefühl, dass wir sehr viele In-Flames-Fans auf unsere Seite ziehen würden.

Also wäre das keine Tour mit den Größen des Nu-Metal, wie Korn oder die Deftones, obwohl die da schon ewig kein Nu-Metal mehr sind.

Andy: Soundtechnisch haben wir mir Korn nicht mehr viel gemein.

Final laufen die ihrem Sound aber auch nur noch hinter her.

Andy: Ja, machen die aber auch gut. Ich respektiere das, was die machen, aber nach der Take A Look In The Mirror ist für mich der Laden gelaufen. Es ist halt auch nicht leicht für so eine Band, konstant auf so einem Level irgendwie ihren Stil durchzuziehen.

Aber ihr habt euch auch weiterentwickelt. Wenn man von Angel zur Venus geht, da gibt es eine große Bandbreite an Musik und Stilen dazwischen.

Andy:
Wir können das leichter als Korn.

James: Ja, da bin ich der selben Meinung. Wir haben unsere Musik von Anfang an etwas breit gefächerter aufgestellt. Korn standen halt für eine bestimmte Sache, aber das über 500 Alben durchzuziehen ist einfach mal verdammt schwierig (lacht).

Bei AC/DC muss ich aber auch immer erst raten, welche Song da gerade läuft, weil die alle gleich klingen
.

James: Findest du nicht, dass AC/DC ein anderer Ball sind?

Andy: Die Leute wären auf einmal enttäuscht, wenn AC/DC keinen 4/4-Takt mehr hätten. Motörhead machen ja auch nichts anderes.

Der Kafka bei MTV hatte damals erzählt, als die Foo's zum ersten mal ihr Akustikding durchgezogen hatten, da hat eine wohl unbekannte Band angerufen und gemeint, dass sie das nicht bringen könnten. Final waren's dann Korn, die schlussendlich ihr Akustikset bei MTV hatten.

James: Ich fand das schrecklich, du nicht? Für mich hatte das nichts mehr damit zu tun, warum ich Korn gehört habe und ich war einer der größten Kornfans.

Andy: Und dann kommt auch noch die Olle um die Ecke und singt nen Song ey...

James:  Schrecklich, das war echt nicht mehr das Ding. Wie heißt diese Musikrichtung.... dieses?

Dubstep?

James:
Genau, die Dubstepgeschichte, die fand ich gut. Das hat zu Korn gepasst, auch wenn ich die Platte nicht total abfeiere. Aber es hat total gut gepasst, besser als so ein Akustikset. Bei uns hat es besser funktioniert, finde ich.

Emil Bulls auf Dubstep, würde das gehen?


Andy und James:
Neee

James: Überhaupt nicht, das ist auch gar nicht so angelegt.

Andy: Korn waren auch die ersten, die die 7-Saiter weltweit breitgetreten haben und auch die ganzen Whamy-Sounds hatten. Auch die Experimente, die die gemacht haben, da hat es überall gequietscht und so weiter. Deswegen war es auch kein so unlogischer Schritt, hin zum Dubstep.

Ein paar Offtopic-Fragen, da ihr wohl auch irgendwann essen wollt. Katze oder Hund?

Andy: Hund.

James: Hund.

Warum?

Andy:
Zum ersten sind sie lustiger, dann sind sie personenbezogener... das ist halt mehr so ein Kumpel.

James: Katzen sind halt einfach dumm. Katzen sind dümmer als Hunde.

Andy: Sozial inkompetenter, sagen wir es mal so.

James: Ich hatte wirklich von klein auf zwei Katzen, beides Schwestern. Ich bin nun mal einfach Katzenfan, aber ein Hund ist halt viel einfacher zu handhaben.

Seid ihr Kaffee- oder Teetrinker?

Andy:
Ich? Weder noch. Wenn ich mich für ein Heißgetränk entscheiden müsste, dann wäre es Kaba mit...

James: ... Cola. (lacht)

Andy: Ja, Spezi ist mein Lieblingsgetränk und Paulaner-Spezi.

James:
Tee, ganz klar Tee. Am liebsten Paulaner-Tee oder Paulaner Hopfentee. (lacht)

Singt ihr unter der Dusche?

Andy: Ich höre Mucke unter Dusche, aber ich singe nicht dazu.

James:
Doch, ich singe unter der Dusche, am liebsten Pearl Jam's Ten.

Andy: Die ganze Platte?

James: Die ganze...

Andy: Beim fünften Song seift er sich ein und ist bis zum zehnten Titel fertig.

Wenn es die Emil Bulls nicht gäbe, was würdet ihr heute machen?


Andy: Mit viel Glück hätte ich mein Lehramtsstudium durchgezogen, dann hätte ich wahrscheinlich eine total geile Hobby-Band und einen Beruf, den ich nicht mag. (lacht)
James:
Ich wäre auch so ein armer Schlucker, denn ich wäre dann Sozialpädagoge geworden. Ob als Streetworker oder sonst irgend was, weiß ich nicht, aber ich hätte halt mit Kindern gearbeitet.

Na dann, mach ich das Ding hier mal aus. 


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So, nun habt ihr, liebe Leserschaft, die letzten Zeilen dieses Interviews gelesen. Für meinen Teil muss ich sagen, dass dieses Interview irgendwie anders war, dass ich gefühlt näher dran war an den Beiden, als bei manch anderem Interview. Die Unterhaltungen, die vor und nach dem Interview liefen, hätte ich liebend gerne aufgezeichnet, nur wären hier dann mehr als drei Teile herausgekommen. Und der C-Club scheint ein echt gutes Karma für mich zu haben.  


Mein kleines Blog bei den Emil Bulls (sorry for bad quality)

Samstag, 24. Mai 2014

Jamendosis Vol. 21

So, nach so viel Melancholie und Traurigkeit geht es jetzt in sowas wie einen Tanztempel.


Manchmal braucht auch jemand wie meine Wenigkeit etwas Dubstep, warum auch immer ich da manchmal drauf einsteige. Jamendo bietet da sicher einiges, so weit habe ich aber noch nicht geforscht. Xytum massiert dir mit einem Zaunpfahl etwas unsanft das Fressbrett, dazu gibt es harte Bässe, Gewummer, Geschwibbel und alles andere, was Dubstep nun mal so ausmacht. Auch wenn die EP Do Not Blink nur drei (eigentlich zwei Titel) enthält, ist sie kostenlos, dank der CC-Lizenz. Wer was zum Zappeln braucht, darf hier gerne laden.



Zum Glück macht der Regen das Wetter gerade etwas erträglicher.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Bandcamptage Vol. 103

Es ist Dezember, nur das Wetter scheint davon noch nichts gehört zu haben. Am Wochenende konnte ich doch noch Slinghsot Dakota und Koji zusammen mit Into It. Over It. live sehen und interviewen. Diese werden dann auch hier im Blog auftauchen.

Aber heut machen wir erst mal ein wenig Musik, wenn auch etwas anders als sonst. Heut gibt es Breakcore, Dubstep, Glitch und Beats auf die Ohren, in einem Ausmaß, was seinesgleichen sucht. Der DJ Mr.Bill aus Sydney hat sein Projekt, so nenne ich das hier einfach mal spontan, jede Woche einen Titel zu Mixen, über ein halbes Jahr durchgezogen. Dabei sind 26 Titel herausgekommen. Es ist so vieles vertreten, sogar meine Lieblinge, die Deftones. Es gibt hier und da Gitarren und manche Beats und "Wobbler" sind richtig dick bepackt und drücken in die Ohren oder in den Kopf, schwirren von links nach rechts und wieder zurück. Lauter solche Spielchen eben. Wer sich Plattencover anguckt, wird hier angenehm überrascht sein, da jeder Titel ein eigenes Cover bekommen hat. Das Album The Collaborative Endeavors dürft ihr für einen Preis laden, der euch gerade passt oder die Geldbörse nach den Weihnachtseinkäufen noch gerade zu lässt. 

Mr.Bill - The Collaborative Endeavors
Manchmal kann mobiles Internet nützlich sein.