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Mittwoch, 6. Februar 2019

Bandcamptage Vol. 160

Da klickt man sich nichts ahnend durch die Neuerscheinungen bei Bandcamp um was neues zu finden und landet, zumindest digital, in Wollongong. In der Sprache der Ureinwohner Australiens heißt das nichts anderes als "Mehresrauschen" oder auch "reicher Fischmahlzeit." Der Ort liegt auch direkt am Wasser. Aus dieser Stadt kommt die Band Proposal. Von sich selbst sagt die Band, dass sie fünf coole Jungs seien, die einfach coole Musik machen.

Und das haut auch direkt hin. Ihr bekommt mit Captivate, was im Englischen recht viele Bedeutungen hat, eine fast zwanzig minütige EP voller hochkarätigem, melodischem Post-Hardcore. Etwas Metalcore gibt hier und das als Würze zwischen den Zeilen. Die Produktion ist für ein kostenloses Werk (ihr könnt auch mehr als 0€ geben) mehr als amtlich, alles drückt. Ab und an gibt es ein paar Entspannungsmomente, wie am Ende von Believe. Wer also was ordentliches auf die Trommelfelle braucht und nichts im Portmonee übrig ist, darf hier gerne beherzt zugreifen.

Anspieltipp: Captivate Me, Believe

Proposal - Captivate
(Quelle: Bandcamp.com)

Samstag, 26. Mai 2018

Das 1. Mal Nettwerk: Mallrat - In The Sky EP

Mit Popmusik kann man viel erreichen, polarisieren um dann doch wieder zu verbinden. Mallrat aus Australien schafft das auf Ihrer EP "In The Sky" auf verzückende Weise. Auf den fünf Titeln, zwischen den wichtigen "Groceries" und "Make Time".

Dabei singt sie eigentlich das, was jeder in seiner Jugend oder vielleicht auch mit einem gebrochenen Herzen gerade denken würde. Wie könnte man sich die Zeile in "UFO" sonst erklären, dass ein UFO einen nach Hause bringen sollen, da man sein altes Zimmer vermisst. Wie bereits beschrieben, haben wir hier ein Stück Popmusik vor den Ohren. Das ist aber nicht so langweilig und beliebig wie das, was heute auf vielen Radiostationen läuft, obwohl es dennoch tauglich und zugänglich wäre. Es erinnert an die Zeit, als man Lorde entdeckte und in sein Herz schloss. Das passiert einem mit Mallrat ebenfalls, weil man nicht anders kann. Man greift hier auch nicht nur zu den synthetischen Instrumenten, sondern packt auch mal den Bass oder den 6-Saiter aus. Die EP misst knapp 17 Minuten und passt, durch den Mix und die Leichtigkeit, perfekt in den Sommer, das liegt vielleicht auch daran, wie das Wetter in Australien zumeist ist oder von uns hier auf der Nordhalbkugel wahrgenommen wird. Veröffentlicht wird "In The Sky" am 01.06. in Europa auf Nettwerk Music Group.

Anspieltipps: Better, Texas

6/6 Punkten (Herzschmerzpop für die nächste, sommerliche Gartenparty)

Mallrat - In The Sky EP
(Quelle: Presskit von Nettwerk.com)

Dienstag, 19. September 2017

4. Nachschlag: Anna of the North - Lovers (PIAS)

Die Anna aus dem hohen Norden ist, entgegen der Vermutung, nicht allein. Bei dieser Band hat handelt es sich um ein Duo, bestehend aus der Norwegerin Anna Lotterud und dem Australier Brady Daniel-Smith. Und die beiden machen nicht erst seit gestern Musik, man ist seit der ersten Single von vor drei Jahren bis heute so weit gekommen, dass man einen Langspieler produzieren konnte.

Bereits die ersten Klänge von Lovers zeigen die Richtung vor, es geht hart gen Electro-Pop, mit einigen Abstechern in Richtung der 80er. Aufgrund der Konstellation beider Partner, merkt man die Einflüsse der beiden Musikbereiche, aus denen beide das Beste einbringen. Wer die Augen schließt, wähnt sich entweder irgendwo in Sommererinnerungen oder denkt gleich an Sportfilme aus einer Jahreszeit, in der die Menschen eher lieber drin sein wollen, im Warmen, anstatt auf einem Brett durch das weiße Gold (nein, nicht Salz) zu heizen. Natürlich wähnt man sich auch, einige Bekannte aus dem Genre, welches oben weiter aufgeführt ist, zu hören, das liegt vielleicht an dem Australier an Bord. Nicht umsonst hört man andere Mithörer sagen, dass man den Beat und die Synthie-Line aus dem Titel Someone irgendwo her kennen muss.

Die Tracklist ist auffällig, da bis auf Moving On und All I Want, alle Titel nur aus einem Wort bestehen. Vielleicht will man damit sagen, dass weniger mehr ist. Es geht natürlich um Liebe und andere Probleme (ist das überhaupt ein Problem?), die man so in der Jugend hat, anders kann man sich den Text des Titels Always nicht erklären. Denn hier singt die Anna, dass sie es satt hat, ständig verliebt zu sein und dennoch nur irgendwo im Hintergrund zu sein. Vielleicht sowas wie ein Mauerblümchen? Das Album erschien am 08.09. auf Different Recordings und wie ihr Mitleser vielleicht schon gemerkt habt, könnt ihr das Album aktuell vollständig auf Youtube streamen.

Anspieltipps: Moving On, Feels, Fire

5/6 Punkten (Passt auf wo ihr mit geschlossenen Augen hintanzt!)

Anna of the North - Lovers
(Quelle: Presskit von PIAS)
Anna und Brady könnt ihr auch Live sehen:

14.10. - Hamburg, Häkken
16.10. - Berlin, Auster Club
19.10. - Köln, Yuca

Montag, 25. April 2016

The 2nd Ferryhouse: Hein Cooper - The Art Of Escape

Bei diesem jungen Mann aus Australien, mit teils niederländischen Wurzeln, geht es seit der ersten EP die veröffentlicht hat, quer über den Erdball. Eigentlich hatte er vor Jahren nur zur Gitarre gegriffen, weil einer seiner Freunde damit auch begonnen hatte. Der besagte Freund hörte irgendwann wieder auf, Cooper bleib jedoch dabei und hat seit dem 15.04. ein Album auf Ferryhouse Productions am Start.

Wie das nun mal so ist bei Surfern, vielleicht ist einigen der Name Jack Johnson noch ein Begriff, die Musik der Jungs hat immer einen Hauch Sehnsucht im Nacken sitzen und dieser Hauch wird auch ziemlich gut an den Hörer herangetragen. Auf 34 Minuten gibt Hein mit "The Art Of Escape" all seinen Emotionen und Erfahrungen wieder und das ist auch sein Ansinnen mit diesem Album, welches nebenbei erwähnt, in Montreal aufgenommen wurde. Dies geschah aber auch nur, weil er in Australien bei einem seiner unzähligen Gigs von eben einem Produzenten aus Montreal entdeckt wurde. Wie es sich für ein Pop-Album aus der Jetzt-Zeit gehört, wird hier nicht nur elektrisch, sondern auch akustisch eingespielt, was dem Album zu einer Art Flow verhilft und zu verhindern weiß, langweilig zu werden. Dabei beherrscht er viele Facetten: von überglücklich, wie in Overflow (ist das eine Baseline von Pumped Up Kicks?), was mal eben so zum Mitpfeifen einlädt, bis hin zu tiefstem Trübsinn, wie in "Curse Of My life". Dabei stehen diese beiden Titel auf dem Album direkt nebeneinander. Mit "The Art Of Escape" kannst du eben genau das machen, was der Albumtitel beschreibt, abhauen, aus der doch manchmal recht grauen, tristen und auch stressigen Wirklichkeit entfliehen, auch wenn dies nur im Geiste geschieht. Jeder hat genau diesen einen Ort, wo er sein will, vielleicht auch schon war und immer wieder im Gedanken dort landet. Die Produktion hierzu ist herausragend und passen für die Zeit und die Musik, Marcus Paquin war hier für das Einfangen des Gesangs und der Instrumente zuständig, wobei Rusty angeblich mit nur zwei Mikros aufgenommen wurde.  Er hat eigentlich genau das Zeug, um der nächste Jack Johnson zu werden.

Anspieltipps: Overflow, All My Desires, The Real

5/6 Punkten (Ich geh mir erstmal das Meersalz aus den Haaren spülen.)

Hein Cooper - The Art of Escape
(Quelle: Presskit von Ferry House Productions)
Surfdaten:
27.04. Hamburg, Übel & Gerfährlich
28.04. Berlin, PBHFCLUB
29.04. Köln, Die Kantine
30.04. München, Technikum

Donnerstag, 30. Juli 2015

Art As Catharsis' 4th call: We Lost The Sea - Departure Songs

Dieses Stück Musik ist kein leichtes. Eine Warnung vorweg, an all diejenigen, die glauben, dass Rock'n'Roll und Metal irgendwas mit Satan oder Sex und Drogen zu tun hat... in manchen Fällen mag das Stimmen.

Bei We Lost The Sea geht es jedoch komplett in die Gegenrichtung. Das Sextett aus Sydney hat dieses Meisterwerk mit dem Namen Departure Songs denjenigen gewidmet, die selbstloser waren, als irgendein "besorgter Bürger". Sie gaben ihr Leben, entweder um das vieler zu retten oder um einer Familie den verstorbenen Leichnam aus unsagbar dunklen und feuchten Tiefen zu holen. Man macht sich beim Hören diese Albums Gedanken um die eigene Mortalität und das Verhältnis des eigenen Seins im Bezug zum Rest der Menschheit oder kleinen Gruppen. Das mag sicherlich ziemlich ernst klingen, lässt aber bei dem Hintergedanken um das Album und um die Menschen, von denen die Band rein instrumentell erzählt, nichts anderes zu. Man beginnt, wenn man sich der Musik denn annimmt und diese nicht einfach so verstreichen lässt, zu forschen, zu lesen; Wer war das? Was hat er getan oder diese Gruppe? Was ist genau passiert? Wie waren die Abläufe?

Man sammelt Hintergrundwissen, will mehr wissen, aber auch nicht, denn mit jedem weiteren Schritt mit dieser Post-Metal-Ambient-Musik, wird man depressiver, respektvoller, nachdenklicher. Es fesselt einen der Gedanke an den Taucher, der unfreiwillig, bei laufender Kamera, sein Leben ließ - The Last Dive Of David Shaw. Man bedenkt, wie es der Gruppe ergangen ist, als der Kapitän einer arktischen Expedition die Gruppe verlassen hatte, um diese zu retten, nicht zu vergessen, die drei Männer, die Europa vor dem totalen Supergau gerettet haben (Bogatyri)und in hoch radioaktives Wasser gesprungen sind. Und die Challanger-Katastrophe, der man sogar zwei Titel gewidmet hat, wurde im TV übertragen. Jeder kennt die Bilder dieser explodierenden Rakete. Dieses Album ist nichts für zarte Gemüter. Die Produktionsqualität ist extrem gut, Gallant Gentleman wurde sogar mit einem Chor zusammen aufgenommen. Mehr als eine Stunde misst dieses Album, obwohl es nur fünft Titel umfasst. Lassen wir sie gewähren, lassen wir sie gedenken, lassen wir sie erzählen, mit Gitarren, Bass, Schlagzeug und Klavier. Veröffentlicht wurde das Album auf Art As Catharsis am 24.07. und kann auf Bandcamp komplett gestreamt und gekauft werden. Zu jedem Titel, wenn man Ihn den einzeln anwählt, erhält man ein individuelles Cover, welches die Geschichte hinter dem Titel sehr gut einfängt und ein paar Zeilen, die eben diese Historie erfasst. 

6/6 Punkten (Mehr Emotion in einem Album geht nicht, beklemmend) 

We Lost The Sea - Departure Songs
(Quelle: Presskit von Art As Catharsis)

Dienstag, 23. Juni 2015

Bandcamptage Vol. 143:

Pogo wurde mir während meines Studiums von einem Freund mal gezeigt. Mir war er damals gänzlich unbekannt. Dieser junge Mann aus Perth nimmt sich Disney-Filme vor, sucht sich Soundschnipsel und verwurstet diese quasi zu einer ziemlich abgefahrenen Mischung aus Ambient und Tanzmusik. Als bestes Beispiel könnte man vom Album Wonderland den Titel Alice nehmen. Wenn man das Album hört, muss man unweigerlich natürlich an die Filme denken, aber auch an die Momente, wo man meint, dass die Zeichner/Geschichtenschreiber etwas Illegales eingeworfen haben könnten. Ich will hier nur die rosa Elefanten in Dumbo erinnern. Um so verblüffter war ich, als ich feststellen durfte, dass, bis auf Wonderpuff und Texturebox, alle Alben zu einem frei wählbaren Preis ohne Minimum zur Verfügung gestellt werden. So auch das erst im Juni veröffentlichte Kindred Shadow. Dieses Album ist natürlich wieder voller Samples, wird aber auch besungen, so wie mein Favorit No Worries, oder er hat's einfach sehr gut zusammengebastelt. Man bekommt hier ein vollwertiges Album mit dreizehn Titeln, voller Musik zum Lernen, Tanzen, Chillen oder was man auch immer zu so einer Musik anfangen könnte.

Anspieltipps: No Worries, Where Is Ethan?, Truly

Pogo - Kindred Shadow
(Quelle; Bandcamp.com)

Und die Nächte sind lang und kühl.

Montag, 9. September 2013

Art As Catharsis' 3rd call: Snakes Get Bad Press - Residues EP


Dies ist einmal mehr ein Beweis, dass einige Australier doch mehr auf die harte Tour stehen, zumindest in musikalischer Hinsicht. Die Band Snakes Get Bad Press, was schon an sich ein recht langer Name ist, besteht aus vier jungen Menschen. Alles ist vertreten, was zu so einer Band gehört: Gitarre, Bass, Schlagzeug und jemand der am Mikro sein bestes gibt (und das unter Volllast seiner Stimmbänder). Und was spielt dieses Quartet? Nun, das ist eine interessante Mischung aus Doom, Drone, Punk, Hardcore, und Post-Rock, die sich hören lässt. Zwar gibt es an einigen Ecken und Kanten ein wenig Chaos, aber das gehört bei diesem Label eigentlich schon zum guten Ton. Erstaunlich ist der Druck, der hinter der Instrumentalisierung steckt, der Bass und die Gitarre blubbern zusammen so sehr, dass die Jugend, die meint die Lautsprecher ihrer mobilen Endgeräte als Beschallungsanlage für den öffentlichen Raum zu benutzen, damit niemals froh werden würde. Aber dies ist auch nicht das Publikum, was angesprochen wird. Die Themen sind ernst und die Musik an vielen Stellen doch was für den Geist, auch wenn ich hier und da doch mitgehe, also mit der Luftgitarre oder mit dem Fuß, der mitwippt. Die fünf geschriebenen und aufgenommenen Titel gehen einem runter wie Butter, zumal man manche Übergänge gar nicht mitbekommt und meint, dass das so sein muss, ein Tempowechsel, so mitten im Stück. Einer meiner Favoriten auf dieser EP ist First World Leech, der langsam mit unverzerrten Gitarren beginnt, sich langsam, sehr langsam aufbaut. Wer diesen Titel nicht mag, wird den Rest der Band nicht verstehen, leider. Geht dabei durch einen Wald und ihr werdet euch wie in einem Endzeit-Film oder einem Horrormovie fühlen. Und wer denkt, dass danach Ruhe im Karton ist, der irrt. Man hat noch was im Petto, was wieder schnell vorwärts will und dem Bass viel Platz zum blubbern lässt. Alles im Allem ist diese Debüt-EP sehr gut gelungen. Das Cover wirkt wie ein Instagram, vielleicht ist das auch gewollt. 

Also, verliert euch im tiefen Dschungel zwischen Gitarre, Bass und was sonst einem noch so ins Ohr bläst. Wer mag, kann die EP auf der Bandcampseite von Art As Carthasis streamen, bis ihm die Ohren abfallen.

Snakes Get Bad Press -
Residues EP

Samstag, 8. Juni 2013

Bandcamptage Vol. 79

Erinnert ihr euch noch an Darker My Love aus Australien? Nicht? Hier klicken. Die laufen auf dem Label Yes Please, welches ebenfalls aus Australien ist. Heute kam über Bandcamp, wirklich als Absender, eine E-Mail mit einem interessanten Link. 

Die Band Cosmo's Midnight kommt aus Sydney, besteht aus zwei jungen Menschen, die, wie sie selbst auf Facebook schreiben, Musik auf Computern machen. Als ich dem Link folgte wurde ich genau von dem Sound, diesem elektrisch vielschichtigem und leicht frickeligem erfasst. Das klingt alles wie eine Mischung aus The XX, Purity Ring und Grimes. Besonders der Titel Phantasm mit der Sängerin Nicole Millar hat es mir angetan. Dazu gibt es, man sehe und staune, ein Musikvideo. Das sagt zwar nicht so viel aus, wie ich finde, es passt aber zu dem, was man hört zumal es ein Stück weit das Cover des Albums wiedergibt, rein optisch.




Soviel nun dazu. Das passt hier alles so gut zu dem was gerade passiert, auch zu Sonnenuntergängen und zum Chillen, wie man auf Neudeutsch so schön sagt. Das Album Surge, oder viel mehr eine EP, gibt es auf Bandcamp zu einem Preis, der euch am meisten gefällt, und das ohne Minimum.  


Cosmo's Midnight - Surge

Und nun entlasse ich den geneigten Leser/Hörer zu dieser entspannten Musik in das Wochenende.

Freitag, 19. April 2013

Bandcamptage Vol. 72

Erinnert ihr euch noch an Hella Better Dancer? An dieses entspannt ruhige Soundgewand? Es gibt auch eine Musikerin, die sich Jac Beth nennt und aus Australien kommt, die es schafft einen ähnlichen Sound zu Produzieren. Auf ihrem Album, oder vielemehr eine EP, gibt es sehr ruhige und entspannte Musik, die hier und da auch ziemlich depressiv wirkt. Das Album lief bei mir auch schon ein paar Tage in der Schleife. 

Die Dame spielt Gitarre, Klavier und auch Trommeln. Der Sound an sich ist recht Lo-Fi, was an der Technik liegen kann, mit der man die ganze Geschichte aufgenommen hat. Hier und da klingt das ganze auch wie Katie Melua oder wie My Brightes Diamond, wer entpsannen möchte, kann dies gern zu diesem schönen Stück Musik tun. Mein Anspieltipp:


Das ganze gibt es für einen Preis eurer Wahl, auch ohne Minimum.


Jac Beth - Geist
 Für die Ruhe hier, möchte hier mal entschuldigen, wird aber noch öfter passieren. 

Montag, 6. August 2012

Bandcamptage Vol. 39

Auf den Australier P.L. Williamson bin ich durch Zufall gestoßen, wie bei so vielem hier. Der Beat und das Gitarrenspiel haben mich vom ersten Moment an überzeugt. Der Mann aus Mellbourne singt von Wirbelwinden, die seinen Hut weggeweht haben; von einarmigen Banditen; von Freunden, die leider sterben und von Begegnungen der dritten Art. Also im Endeffekt zählt er alles auf, was einem im Outback dieses Landes so passieren kann.

Die Musik ist recht einfach gestrickt aber fasziniert durch die Partystimmung auf der einen Seite und Tiefgründigkeit auf der anderen. Die Whirlwind E.P. mit 4 Titeln wird vom Künstler für "Name Your Price" ohne Minimum angeboten. Wer sich an solch blues-lastiger Musik erfreuen kann, wird hier eine kleine Perle finden. 


P.L. Williamson - Whirlwind

Montag, 23. Juli 2012

Bandcamptage Vol. 38

Ihr erinnert euch sicher noch an Agent A & Omae oder Caterpillarmen. Nicht? Hm... dann solltet ihr mal klicken und lauschen. Die Band No-Way Sweden ist eine Schnittmenge aus beidem, aber haben mehr mit Agent A als mit Caterpillarmen gemein. Der Künstler hinter diesem Namen heißt David Stubbs, der mal wohl zu Cartwheel gehörte. Der Mann ist viel rum gekommen, war in Neuseeland und Australien unterwegs wo er den Großteil des Albums Iceland/England aufgenommen hat. Das Label Valentine Records, welches das Album veröffentlicht hat, kommt aus Manchester, welches Alben produziert, die zum Großteil auf ihrem Bandcampaccount landen, unter unterschiedlichen Lizenzen.

Dem Album Iceland/England stand ich einige Zeit zwiegespalten gegenüber, da ich die Experimentierfreudigkeit mag aber die mich an einigen Ecken gestört hat. Gestern Abend hab ich mir das Album aber mehrfach angehört und es für gut befunden, da es angenehm unaufgeregt im Hintergrund geplätschert ist. Eine andere Frage war ja auch, ob ihr, also du, du und du, ob ihr das Album überhaupt mögen würdet, aber dann kam mir Gedanke, dass das ja mein Blog ist & ich hier Herr sein darf über Buchstaben und Zeichen.



Der Mann spielt hier alles vom Moog bis hin zur Gitarre und singt natürlich auch alles selbst ein, bekommt jedoch bei einigen Stücken auf der Ukulele und auf dem Blasinstrument tatkräftige Unterstützung. Valentine Records bietet das Album für "Name Your Price" ohne Minimalpreis an. Also darf der geneigte Hörer gerne zugreifen.


No-Way Sweden - Iceland/England

Vor allem das Cover finde ich ja persönlich am coolsten, deswegen hab ich ja auch auf das Album geklickt. Das Artwork stammt von Mark Rodda.

Mittwoch, 25. April 2012

Bandcamptage Vol. 14

Die Fundamentalz habe ich während meiner Praktikumszeit in München entdeckt, aufgrund der Umstände mit CBC3, welches heute CBC Music ist. Die Leute kommen aus Brisbane, Australien, was man aber nur im Intro hört, sonst ist das alles anständig produzierter... hm, Hip-Hop bzw. Rap. Mir hats heute gefallen und ich hab mich geärgert, warum ich Caffeine nicht schon eher auf meinen mp3-Player geschmissen hatte, ihr wisst schon, zum Snowboarden und so. Achso, und bevor ich es vergesse, dieses Album darf man auch für 0Cent laden. Falls das Kontingent an freien Downloads ausgelaufen sein sollte, haben die Freunde einen Link zu limelinx zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Hören. 

Fundamentalz - Caffeine
(Quelle: Bandcamp.com)

Mittwoch, 28. März 2012

Bandcamptage Vol. 6

Die Aufmachung das Covers hat mich bei der Suche auf Bandcamp schon angesprochen, deswegen hab ich es mir mal angehört und für gut befunden. Die Frau heißt Courtney Barnett und kommt aus Australien. Das Album an sich ist ziemlich einfach gestrickt und klingt schön verträumt, lädt zum Entspannen ein. Es bewegt sich dabei sehr nah am Blues, was keinesfalls schlecht ist, denn die 6 Titel gehen runter wie Butter.

Courtney Barnett - I've Got a Friend Called Emily Ferris
(Quelle: Bandcamp.com)
Die nächste Band befindet sich soundtechnisch irgendwo zwischen den Queens of the Stone Age, Postrock, Grunge und klingt irgendwie auch ein kleinwenig nach New Metal (böses Wort). Das Album ist sehr eingängig und gefällt auch nach öfteren Hören. Die Band nennt sich Crusades und kommt aus Willmington, was in den USA liegt. Das Erstlingswerk wurde auf den Namen New Year Repeat getauft und wenn man so auf's Cover guckt, hat's wohl was mit den Jahres- bzw. auch Lebenszyklen zu tun.

Crusades - New Year Repeat
(Quelle: Bandcamp.com)