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Dienstag, 22. Juni 2021

Red Fang - Arrows (Membran /Petting Zoo Propaganda)

Was macht ein aktuelles Album aus? Gibt es überhaupt noch richtige Alben? Wird nicht mittlerweile versucht, Tracks für die X-te Spotifyplaylist zu produzieren? Was einige Musiker darüber denken, hatten wir hier bereits mit Kid Dad diskutiert. Red Fang ließen und lassen sich von diesem wirren Konzept nicht beeindrucken und stellen mit Arrows einen Langspieler auf, der mitunter nur als Gesamtkonzept funktioniert. 

Nicht nur wird der Zuhörer mit einem langen Intro ins Album eingeladen, er wird direkt in das Universum Red Fang geschmissen. Es besteht aus alt klingenden Verstärkern, knarzenden Gitarren, donnernden Bässen und einem Schlagzeug, dass mehrere Tempi beherrscht. Dabei sind solche Spielereien an die guten alten Tage angelehnt, als Alben noch unheimliche Intros hatten um die Eltern zu erschrecken. Aber das mit den In- und Outros gab es in letzter Zeit schon bei Code Orange oder Knocked Loose. Also ist das doch kein so neuer alter Schuh mehr. 

Dabei packen die Männer aus Portland, Oregon alles an Stoner-Rock-Klischee auf die Saiten, was halt eben so geht. Es geht mal schleppend durch die Gegend, wie in Unreal Estate, als wenn das Sofa einen angeklebt hätte, wenn ihr versteht. Dann gibt es Tracks, wie der Titeltrack Arrows oder My Disaster, die gehen gut ab und laden dazu ein, wie in Film The Shred Remains, auf das nächste Brett zu steigen und den nächsten Berg oder Hang unsicher zu machen. 

Alles in Allem hat man ein Album auf den Ohren, welches, wie bereits eingangs erwähnt, nicht in das heutige Hörerschema zu passen scheint. Die Band freut sich, dass sie ohne Weiteres so ein Album aufnehmen durfte, wobei das vielleicht auch am Label liegen könnte. Denn auch hier muss man den Künstlern ein Stück weit vertrauen können. Natürlich hätte man hier und da einen Zacken schneller spielen können. Aber dazu sind Red Fang halt Red Fang und darauf können sie, die vier Männer aus Portland, stolz sein.

Release: 04.06.2021
Label: Membran

Anspieltipps: Arrows, Rabbits in Hives, Two High

5/6 Punkten (Riecht ihr auch eine Wiese, wenn ihr dieses Album hört?)

Red Fang - Arrows
(Quelle: Presskit von Petting Zoo Propaganda)

Dienstag, 6. April 2021

Youtubisch Vol. 40

Als das hier mit dem Blog anfing, hatte ich eine kleine Anekdote zur Band Red Fang zu erzählen. Nun hat mir Youtube erneut ein Video vorgeschlagen, was wieder funktionierte. Der Track Arrows enthält all das, was Red Fang ausmacht. Es ist alles leicht verzerrt, man bringt ordentlich Bums mit und man hat sein typisches Knarren und Knarzen am Start. 

Das die Männer Humor haben, bewiesen sie bereits in vielen ihrer Musikvideos. Bereits im Intro des Videos fragt einer, ob man das nicht schonmal gemacht hätte. Wer ein paar Videos kennt und nicht ein kaputtes Gedächtnis durch die Nutzung des Smartphones hat, der wird sich vielleicht an Wires erinnern. Der Rahmen der Zerstörung hält sich nun aber in Grenzen. Es ist lustig anzusehen, wie jeder das Schwert haben will und zu den unnötigsten Ereignissen mit hat und benutzt. Wie kleine Kinder, die ein Spiel- oder Werkzeug bekommen und es zu jeder Gelegenheit nutzen wollen, ob es nun Sinnvoll ist oder nicht. Die Technik zur Aufnahme der Bilder ist besser geworden, als sie es noch bei "Wires" war. 

Red Fang - Arrows (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Jungs bleiben Jungs, sie werden nur älter und die Spielzeuge teurer.

Sonntag, 14. Februar 2021

Dozer - Vultures (Heavy Psych Sounds/All Noir)

Mit Re-Releases ist das immer so ne Sache. "Man verwurstet ja nur altes Material" , "Geldschneiderei","... ist ja eh nichts neues." Dem kann man natürlich ohne weiteres zustimmen. Dozer-Fans der ersten Stunde könnten sich dennoch freuen, denn hierbei handelt es sich um Demos aus dem Jahre 2004 und 2005, die den Schweden zur Vorproduktion des Albums Through The Eyes Of Heathens dienten. 

Heavy Psych Sounds bringt Vultures auf Vinyl und auf CD auf den Markt. Auf der Platte geht es recht schnell voran, wer Red Fang oder Kyuss kennt, der wird sich auch hier gut zurechtfinden. Für die Sportzigarette zwischendurch ist das ganze hier zu schnell und zu wenig verstrahlt. Die Tracks eignen sich eher dazu einen Hang herunter zu stürzen, mit viel Schnee drauf und einem Brett unter den Stiefeln. Das Konglomerat eignet sich aber auch für ne Skatesession in irgendeinem vertrocknetem Pool unter der sengenden Sonne der Wüste.

Die Titel haben ordentlich Druck auf den Bass bekommen, die Bassdrum liegt gefühlt direkt am Trommelfell und schüttelt bei jedem Kick, den Hammer und Steigbügel ordentlich durch. Nach knapp 31 Minuten ist jeder noch so kleine Staubfusel von den Membranen geblasen.

Release: 12.02.2021
Label: Heavy Psych Sounds

Anspieltipps: The Impostor, Last Prediction, Vultures

5/6 Punkten (Was können die Schweden eigentlich nicht?)

Dozer - Vultures
(Quelle: Presskit von All Noir)

Donnerstag, 21. Januar 2016

Bandcamptage Vol. 149

Manche Tage findet man ganz gute Sachen, wenn man sich die Tracks auf der Startseite von Bandcamp anhört, zumal es um so besser für den Blog ist, wenn es denn für Name Your Price oder gar ganz kostenlos angeboten wird.

So fand ich auch die Metalband Inhaler aus Vancouver. Leider ist nicht wirklich viel bekannt über das Quintett, wobei man hier zwei Männer an die Mikros gelassen hat. Wer Red Fang, Log oder auch Support The Troopz mochte, kann hier getrost zuschlagen. Das selbstbetitelte Album, was mal eben neun Titel umfasst und knapp über 25min lang ist, gibt es für einen Preis der euch eben in den Kram passt, egal in welcher Lebenslage ihr euch alle gerade befinden mag. Fun Fact: Das Album wurde bereits 2010 aufgenommen, Release ist aber erst der 26.01.2016, wie ein guter Wein, eben gereift.

Anspieltipps: Rough Justice, The Pits, Vincent's Fritters

Inhaler - Self Titled
(Quelle: Bandcamp.com)
Wieder Musik zum Snowboarden gefunden und was ist? Diese Saison NULL Tage auf dem Brett.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Bandcamptage Vol. 29

In letzter Zeit hab ich wieder leicht Lust auf Musik der härteren Gangart. Ich habe viele Schlagwörter benutzt und kam irgendwann zu Sludge. 

Nach einigen Durchklicken kam ich zu einem Label Art As Catharsis, welches sich mit Drone, Doom und anderen Metalvariationen aus Australien beschäftigt. Auf dem Mixtape, so möchte ich es mal nennen, auch wenn es kein Tape ist, sind nun diese verschiedenen Musikrichtungen vertreten. Am besten gefiel mir jedoch LOG's "The Chimp". 



Und da ich den Titel so geil fand, habe ich nachgelesen und geforscht und gesehen, dass es von LOG ein Album mit dem, zugegeben nicht ganz so kreativen Namen, "LOG's Second Album" gibt. Das läuft auch über das selbe Label und wird hier For Free raus gehauen. Das Album wurde an sich 2002 Produziert und erschien schon mal 2003 auf einem anderen Label. Die Band selbst hat sich aufgelöst & die Mitglieder haben sich neue Bands gesucht und sind nun mit denen unterwegs. Die Musik erinnert mich selbst ein wenig an Red Fang. Die Gitarren haben einen A-Drop erfahren (wer das nicht kennt, höre bitte in ein paar Titel von Korn rein), der Bass bollert nur so durch die Boxen und es geht nur voran und schneller. Wer Red Fang und sonst auch dreckigen Rock mag, wird das Album lieben, so wie ich es gerade mache. 

LOG - LOG'S SECOND ALBUM

Freitag, 30. März 2012

Bandcamptage Vol. 8

Freitag, woohooo... die Musik des Freitags ist recht Stoner- bzw. Sludgelastig. Dreckig hoch 10 und das dieses Mal, ohne das man ein anzügliches Bild als Albumcover präsentiert. 

Bei Beastwars handelt es sich um eine Band aus Wellington, Neuseeland. Die Musik ist laut, dreckig und so, es hat rhythmisch sogar fast was von Manson. Das Album ist nach der Band benannt. 

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Beastwars - Beastwars
(Quelle: Bandcamp-com)

Die nächste Band ist soundtechnisch da, wo auch Red Fang zu finden sind. Kein Wunder das sie zusammen auf Tour gehen. Das Album Set The Dial ist recht einfach gestrickt, es gibt keine großen Ausflüge. Achja, hier gibts Brüste auf dem Cover, aber die sind eh nur gemalt. 

Black Tusk - Set The Dial
(Quelle: Bandcamp.com)

Die Band DxBxSx ist mal aus deutschen Landen. Die Band aus der Hauptstadt erinnert mich an das erste Mal, als ich Sweet And Easy To Peel live gesehen hab. Alles ziemlich simpel gemacht, keine Effekthascherei. Das Album Zugriff ist Berliner Schnauze auf Rock'n'Roll. Es macht Spaß und man freut sich über die einfachen Texte. Musikalisch orientiert man sich ein wenig an den großen wie Turbostaat. Und das Cover zeigt mehr, als man sehen will.


DxBxSx - Zugriff
(Quelle: Bandcamp.com)

Wer nicht genug bekommen kann, darf sich das Livealbum für Umme ziehen. 

Samstag, 24. März 2012

Bandcamptage Vol. 3

Momentan bin ich ja, wie viele von euch wissen... oder auch nicht, Praktikant bei ROME SDS . Über den Film The Shred Remains bin ich auf die Band Red Fang, da diese mit Prehistoric Dog auf dem Soundtrack zum Film vertreten sind, gestoßen. Das Album an sich ist gut gemacht, Stoner-Rock vom Feinsten. Das coole ist, dass die Leute von ROME aus Amerika, die Bandmitglieder kennen. Als die ISPO stattgefunden hat, war die Band sogar in München. Ich wurde gefragt, ob ich denn mit aufs Konzert wollte und man hatte sogar Karten über das Management besorgt. Leider hatte man meine Handynummer nicht, somit konnte man mich nicht informieren, wo man sich wann treffe. Die Leute, die auf dem Konzert waren, haben noch die letzten 4 Lieder von Mastodon gesehen, mit denen Red Fang auf Tour waren, weil der Einlass/Beginn zu einer Unzeit gewesen sein soll, ihr wisst was ich meine ;). Im Mai sind sie wieder in München. Aber ich denke, mit wird die Kohle fehlen, um mir das zu geben. 


Red Fang - Red Fang
(Quelle: Bandcamp.com)

Die Videos von denen sind eigentlich immer recht amüsant:
Ich sage nur: "Hey Gandalf, nice dress." 



P.S.: Die Bandmitglieder sind wohl auch oft auf Snowboards unterwegs, wer hätte das gedacht?