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Freitag, 11. Januar 2019

Das 3. Mal Nettwerk: Guster - Look Alive

Was macht man, wenn der angeheuerte Produzent nicht schnell genug ein Visum für die USA bekommt? Man geht einfach nach Kanada und nimmt da das Album auf. Auch wenn man dann dafür mit ein paar Schwierigkeiten rechnen muss, wie extremer Kälter. So ist es der Band Guster widerfahren, als sie ihr Album Look Alive aufnehmen wollten. Der Großteil wurde nämlich in einem alten Keyboardmuseum in Calgary, Alberta aufgenommen, wo es draußen unter -30°C hatte. Aber alte Hasen, wie die Mitglieder von Guster nun mal sind, lassen sich von sowas nicht abschrecken.

Das Album kommt mit seinem Opener Look Alive recht modern daher, trotzdem man mit Samples und Keyboards aus den 80ern gearbeitet hat. Das schaffen nicht alle Tracks auf dem Langspieler. Die Musik klingt dennoch um Welten besser als das, was heutzutage als radiotauglich definiert wird. Richtig, man bekommt Pop um die Ohren geschmiert. Das Quartett hört sich dennoch interessant an. Keine Angst, Gitarren hat man auch eingebaut, man klingt dann aber, wie auf Hello Mister Sun, eher wie Hippies oder vielleicht eine andere Rock-/Pop-Größe aus den 60ern oder 70ern. Mit diesem Soundgewandt könnte man sich diese Band locker in einem Line-Up zwischen MGMT, Vök und La Roux einordnen. Man macht hier beim Kauf des Album auf jeden Fall nichts falsch. Veröffentlicht wird dieses Album am 18.01. auf Nettwerk.

Anspieltipps: Look Alive, Hard Times, Terrified

5/6 Punkten (Warmer, moderner Pop)

Guster - Look Alive
(Quelle: Presskit von Nettwerk)

Donnerstag, 30. August 2018

14. Nachschlag: Jet Black - L'Ère Du Vide (Fleet Union)

Es gibt Bands, denen hört man ihre jahrelange Erfahrung an. Jet Black gehört definitiv in die Riege, diese Gruppe existiert immerhin seit 10 Jahren. L'Ère Du Vide ist der vierte Langspieler und verbreitet von der ersten Sekunde an ein Gefühl der Wärme, man mag sich erinnern, an Bands, die in den späten 90ern und frühen 2000ern einen ähnlichen Sound zustande gebracht haben. Da wären die Deftones, das Seitenprojekt Team Sleep von Chino Moreno oder Dredg, als sie noch zu El Cielo abgingen und ihren neuen Sound eingeläutet hatten. Irgendwo progt es sich ein und nimmt den Zuhörer mit.

Es geht entspannt und dennoch unter Spannung voran, die Gitarren nicht am Anschlag überdreht, dennoch ergibt sich ein schöner Drive, der in Verbindung mit dem Schlagzeug, dem Bass und dem Gesang fast hypnotisch wirkt. Was vor allem nicht ausbleibt, ist die Bewegung des eigenen Körpers und das geistige Wandeln auf Traumpfaden, geschmückt mit allerhand großartiger Landschaft, erschaffen aus einem dichten, fast undurchdringlichem Soundgewand. Selbst die Songs in sich sind nicht stätig auf dem gleichen Weg, sie winden sich an einigen Stellen einfach in eine andere Richtung und bollern unter grollenden Bässen gen Sonnenuntergang. Acht Titel erstrecken sich auf 38 Minuten und laden, durch die interne Entspanntheit, zum Wiederhören ein. Veröffentlicht wurde das Album am 24.08. auf I.CORRUPT.RECORDS und kann vollständig auf Bandcamp gestreamt werden.

Anspieltipps: Like Gravity Wells, Dissonant Echoes, All Is Wrong, Constant Midnight

5,5/6 Punkten (Kanada kann Musik.)

Jet Black - L'Ère Du Vide
(Quelle: Bandcamp.com)

Mittwoch, 5. April 2017

Gunner Records die 10te: Mobina Galore - Feeling Disconnected

"Punk's not dead!" Dieser Gedanke kommt einem zuerst in den Sinn, wenn man die ersten paar Akkorde von Mobina Galores aktuellstem Werk Feeling Disconnected hört. Denn von Sekunde eins wird dir hier alles entgegengeschmissen was man aus Gitarre und Schlagzeug so rausholen kann und das volles Ballet in Sachen Geschwindigkeit. Der Gesang schwangt hier zwischen lauterem Geschrei mit leichter Melodie und Hymnen, die sich nach dem ersten Durchlauf komplett in den Hirnwindungen festsetzen und da auch nicht mehr weg wollen, Ohrwumrgarantie wird hier groß geschrieben. Es klingt an vielen Stellen so, als hätte man dem Pop-Punk die nötige Attitüde und den Rotz verliehen, dem es eben diesem Genre aus der Jahrtausendwende fehlte. Und dabei bleibt man nicht bei den üblichen Drei-Akkord-Schemen, das zeigt sich in Titeln wie Partner In Crime.

Eben diesem Genre entsprechend hat man auch die Titel sowie das ganze Album kurz gehalten. Mit dem letzten hidden Track, der nach ein paar Minuten Stille aufschlägt, kommt man auf 36 Minuten. Mehr braucht es auch nicht. Es ist wie beim Sex, manchmal liegt die Würze in der Kürze. Dieser Ansatz hält das Machwerk frisch und verführt zum Repeat des Albums. Die Produktion ist auf Höhe der Zeit und lässt keine Wünsche offen. Am Ende vom Tag will man sich das Ding laut im Autoradio geben und durch die kaputtesten Ecken der Stadt cruisen, mit Porno-Brille auf der Nase und Beanie auf dem Kopf. Released wird der kurze Kracher am 07.04. auf Gunner Records und kann bereits auf dem Bandcamp-Account der Band gestreamt werden.

Anspieltipps: Vancouver (der beste Track überhaupt), Partner In Crime, Suffer

5,5/6 Punkten (WHOA! I HERE VANCOUVER CALLING)

Mobina Galore - Feeling Disconnected
(Quelle: Bandcamp.com)

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Youtubisch Vol. 29 / Das 1. Add On Music

Hier trifft gerade meine Vorliebe für kanadische Musik auf einen neues "Familienmitglied". Add On Music ist eine Online-Promotion.Agentur aus Hamburg und hat Künstler wie Cro oder Flogging Molly. Und ihr fragt euch alle sicher: "Wie kommt der nur dazu?" Nun, Youtube wusste wohl, dass mir Austra gefällt und hat mir das Video zu Utopia empfohlen und ein paar investigative Nachforschungen später, konnte ich eine E-Mail schreiben, in der Hoffnung, dass mir jemand antwortet, denn seit dem Desaster mit Velvet Hammer nehme ich nichts mehr für selbstverständlich, zumindest was Antworten auf E-Mails betrifft. Und so kam eins zum anderen, ein paar Tage nach meiner Frage kam eine Antwort aus Deutschland und ein positives Feedback. Und da das Künstlerportfolio bunt und breit aufgestellt ist, nehme ich an, dass wir noch des Öfteren von dieser Promotionagentur hier lesen werden.

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Bei Austra handelt es sich um ein Trio aus Toronto, welches sich um 2010 um Katie Stelmanis zusammengefunden hat. Nach den Alben Feel It Break und Olympia wird am 20.01.2017 "Future Politics" veröffentlicht. Nach nun eben "Utopia", wird "Future Politics" als zweite Singleauskopplung vorgestellt. Der Track wirkt nicht ganz so verspielt wie "Utopia", welches eher in die Vergangenheit der Band guckt. "Future Politics" pumpt mehr, ist zwar immer noch verspielt, aber geradliniger.
Im Video sieht man zu Beginn Menschenmassen in Bewegung, ohne Rast und drei Protagonisten, die durch Nasenbluten anfangen zu tanzen (Dies mag zunächst schräg klingen, wirkt dennoch korrekt formuliert). Ab Mitte des Videos sieht alles aus, als hätte man das Videomaterial durch einen schönen Instagramfilter gezogen, die Protagonisten wirken frei und eilen keinen Zielen hinterher, die sie sich nicht selbst gesteckt haben und leben nach ihrem eigenen Ideal. Dies passt dann auch bestens zum Text, der am Anfang eingeblendet wird. Aber seht und hört selbst.


Austra - Future Politics (Musikivdeo)
(Quelle: Youtube.com)

Das Jahr 2016 kann irgendwie jetzt auch bald weg.

Sonntag, 20. September 2015

Die 6. Fleet Union: Federal Lights - Coeur de Lion

Vor etwas mehr als einem Jahr hatten wir dieser Band mit Ihrem Album We Were Found In The Fog schon mal hier. Auf der Scheibe zeichnete sich bereits ein Sound ab, der ein gewisses Markenzeichen sein könnte.

Auf Ihrem zweiten Longplayer "Coeur de Lion" zeichnet sich eben genau dieser Weg weiter, in die gleiche Richtung. Vielleicht kennen ja einige von euch den Radiosender CBC3, der auf diesem Blog nun auch gewiss recht häufig angepriesen wurde, aber dies geschah und wird aus gutem Grund geschehen. Hier fällt die Band im ersten Moment, so im Radioprogramm, zu erst durch Stimme des Sängers auf und dann schließlich auch durch das musikalische Gesamtkonzept. Dieser Wiedererkennungswert kann natürlich seinen Vorteil haben. Auf der anderen Seite könnte man den Kanadiern eine gewisse Form des Stillstandes vorwerfen, aber das wäre im Hinblick auf das Album zu hoch gegriffen. Denn hier Schlängeln sich verschiedenste Instrumente in angenehm, unaufgeregter Indie-Pop-Manier den Bach hinunter, um einen dann doch die Zeit zu verkürzen. Und worum geht es auf diesem Album? Um Hoffnung, Trauer, alles was einem im Alltag in den Weg gelegt wird. Das wird hier eingebunden und in eine Reise von etwas mehr als 40 Minuten verwandelt. Der Titel "Into The Ground" klingt stellenweise wie ein Mantra, man braucht halt gerade etwas Zeit, man steht aber noch im Leben. Diesen Titel würde man überall wiedererkennen und man kann ihn binnen kürzester Zeit mitsummen und das alles ohne Autotune. Das Album ist aber nicht nur zum Tanzen und Feiern da, sondern auch zum Innehalten, denn jeder hat so etwas, wie eine Liebe, die zerbrach, an die man aber immer mit einem weinenden Auge zurückdenkt und meint, dass das alles so gut war. Den Hall-Regler hat man an einigen Stellen einfach volle Elle offen gelassen, dies erzeugt in Verbindung mit dem Gesang, der ab und an mal mehrstimmig erfolgt, eine riesige Weite, keinen erdrückenden Raum, keinen Teppich, auf dem man sich ausbreiten kann. Viel mehr meint man die Natur, die in Kanada die schönste sein soll, zu hören. Man glaubt zu wissen, dass es nicht nur Wälder gibt, sondern auch schroffe Berge und weite, leere Ebenen, die kühl sein können. Der Track "Lie To Me" lief schon des Öfteren über den kanadischen Ether, man will vielleicht auch nichts anderes hören, in dem Moment, wenn mit einer bestimmten Person unterwegs ist, um nicht die Gefühle zu zerstören und den Abend oder die Nacht kaputt zu machen. Wieder ein Titel zum mitsummen, die Band weiß, was sie kann. Aber sind das auch Nerds? Wie sonst erklärt sich der Titelname "Ctrl. Alt. Delete"? Natürlich bekommt man nach diesem Befehl am Rechner vorgezeigt, was für Programme laufen, welche Dienste aktiv sind, wie arg die CPU ausgelastet ist und was gerade nicht mehr funktioniert und keine Rückmeldung mehr gibt. Man muss es beenden, damit das gesamte System wieder läuft. Eine relativ traurige Realität eigentlich. 

Man könnte das Album eigentlich "We Were Found In The Fog Part 2" nennen, wegen eben des Sounds und der Atmosphäre die entsteht, durch die Musik. Die Produktionsqualität ist sehr gut und die Albumlänge überzeugt. Es gibt keine Füller und keinen Schnickschnack, der das Gesamtkonzept zu strecken versucht. Veröffentlicht wurde "Coeur de Lion" am 18.09. auf Aporia Records.

Anspieltipps: Into The Ground, You & I, Coeur de Lion, Lie To Me

5/6 Punkten (Wie bereits beschrieben: kein neuer Stil, dafür aber sehr stark)

Fedeal Lights - Coeur de Lion
(Quelle: Bücher.de)

Diesen Monat hat man im Rahmen der der Canadian Showcase Tour die Möglichkeit, Federal Lights zusammen mit JP Hoe auf der Bühne zu sehen.

21.09. - Oberhausen - Druckluft
22.09. - Berlin - Auster Club
23.09. - Dresden - Bärenzwinger
25.09. - Hamburg - Reeperbahnfestival
26.09. - Saarn - Raumfahrtzentrum
27.09. - Norderstedt - Musicstar
29.09. - Köln  - Blue Shell
30.09. - Aachen - Musikbunke

Mittwoch, 25. März 2015

Gunner Records die 9te: Brutal Youth - Stay Honest

„Bleib ehrlich!“ rufen einem vier Kanadier aus Toronto entgegen und zimmern mal eben ein ziemlich derbes Albumcover zusammen, auf welchem sich der Hauptprotagonist auf einem Berg seine hölzerne, zu einem Baum angewachsene Nase absägt. Na, wer von euch kennt die Geschichte von einem Jungen aus Holz, dem die Nase wächst, wenn er lügt? Aber ein ganzer Baum? Nun ja.

Stay Honest braucht 22 Minuten und 18 Titel (auf der CD tun die sich dann irgendwie zu 15 zusammen) und schon ist die Rutsche fertig und du fragst dich, ob das denn nun alles war. Die vier Kanadier, deren Spitznamen zusammen einen Hot Dog ergeben (so steht es zumindest im Booklet), spielen eine ordentliche Portion Punk, gewürzt mit der Attitüde des Hardcore und lassen die Basssaiten ordentlich scheppern. Die Geschwindigkeit liegt jenseits von Gut und Böse, was den Repeatfaktor der CD erhöht. Drei Mal hören und die Stunde ist rum, na gut, die sechs Minuten machen den Kohl auch nicht mehr fett, ganz im Gegenteil zur Produktion. Die ist ausgewogen gut, der Bass ist recht präsent, was man vom Punk so gar nicht gewöhnt ist, es sei denn, hier prasseln jetzt ein paar gegenteilige Beispiele ein. Die Themen drehen sich um falsche Freunde, um lyrisch abgerissene Brücken und „don't forget to stay true to yourself“. Und dies tut das Quartett aus Toronto, es bleibt auf dem Boden der Tatsachen und des Moshpits, bleibt vor allem sich selbst treu und hält liebend gerne das Mikrofon für die Shoutparts in die Menge. Final gibt es nichts zu meckern, die Musik ist derbe schnell und dennoch mit Tempowechseln versehen, veröffentlicht wird das Album am 25.03. auf Gunner Records. Das Machwerk wird als normale CD und als LP (auf 400 Stück limitiert [!!!] mit Downloadcode) auf den hiesigen Markt gebracht. Auf Bandcamp gibt es das Stay Honest als Stream, Piss &Wine gibt es kostenlos... Moment, das klang gerade etwas falsch.

Anspieltipps: Hunting Wabbits, Piss & Wine, Play Dead

5/6 Punkten (die richtige Platte, um der Welt den Mittelfinger zu zeigen)

Brutal Youth - Stay Honest
(Quelle: Bandcamp.com)

Freitag, 20. März 2015

Bandcamptage Vol. 140

Man kann von Autotune im Hip-Hop halten was man will, meins ist es nicht und wird es auch nicht werden... auch nicht in anderen Musikrichtungen.

Wenn man an den Hip-Hop und Rap aus den 90ern denkt, denkt man an Cypress Hill, House Of Pain, Puff Daddy, Tupac. Alle konnten/können rappen und sind ohne viel Schnickschnack ausgekommen. So kommt auch ein Kanadier mit dem Künstlernamen Hotrox daher. Er verbaut einige lustige Samples mit gut ausbalancierten Beats und rappt drüber. Dabei klingt der Hüne wie Everlast, ob das gewollt ist? Das weiß sicher nur er. Das aktuelle Album Eyes To The Sky gibt es zu einem Preis, der euch gerade in den Kram passt.

Anspieltipps: No Idea, A Good Old Ramble, Step By Step

Hotrox - Eyes To The Sky
(Quelle: Bandcamp.com)

Freitag, 29. August 2014

Die 2. Fleet Union: Federal Lights - We Were Found In The Fog

Aus den Weiten Kanadas, auf CBC3 längst bekannt, kommt nun die Band mit ihrem Album „We Were Found In The Fog“ nun auch nach Europa. War Federal Lights im Jahre 2011 noch eine Einmannformation, bestehend aus dem Sänger Jean-Guy Roy, wurde hier dennoch schon die erste EP aufgenommen. Diese hört auf den Namen Carbon und kann immer noch auf den Internetseiten von CBC3 und Bandcamp gehört werden. Und nun? Das Album We Were Found In The Fog wurde bereits 2013 aufgenommen und auf der andere Seite des Atlantiks unter die Leute gebracht. Der Sound der Band kann als sehr bunt und divers beschrieben werden. Einige Titel wird der Fan des kanadischen Indie-Musiksenders bereits kennen, da die Titel dort zum Teil auf Heavy-Rotation liefen. Wer die Musik nicht kennt, der sollte sich auf Americana, Indie-Rock, und Indie-Pop einstellen. Alles wird entspannt arrangiert und passt so irgendwie komplett in den Trend des Entschleunigens, des Bart- und Karohemdtragens. Die Texte handeln vom Schwimmen mit Haien, vom Erkennen der ersten Liebe und ab und an meint man Dallas Green (City & Colour) gleich singen zu hören. Der kommt dann aber nicht. Das kann mitunter an der kanadischen Herkunft liegen, was den Klang der Weite und der zum Teil menschenleeren Wildnis widerspiegelt. 

Federal Lights - Sharks (Video)

Auf zehn Titeln bietet sich ein angenehm ausgeglichen produziertes Album dar, alle Instrumente sind an ihrem richtigen Platz und nichts ist schludrig „dahinproduziert“. Wer sich also fragen sollte, was in der kanadischen Musikszene so geht, außer vielleicht Nickelback oder Sum41, der sollte … nein der MUSS hier sogar zugreifen und darf sich CBC3 als Startseite seines Lieblingsbrowsers einrichten, die Federal Lights werden einem da auch noch ab und an über den Weg laufen. Aktuell gibt es Bewegtbilder zu Sharks auf Youtube (als exklusive Premiere von motor.de) und Liveauftritte in Deutschland. Und wer sich immer noch nicht zu hundert Prozent sicher sein sollte, der kann sich das ganze komplett auf Bandcamp oder auf CBC3 anhören. Der Release ist am 29.08., das Label dazu heißt Aporia Records und den Vertrieb regelt Broken Silence.

6/6 Punkten.


Federal Lights - We Were Found In The Fog
Die Tourdaten sind wie folgt:

04.09. Hamburg, Molotow Exil
06.09. Köln, Die Wohngemeinschaft
07.09. Lingen, Alter Schlachthof
08.09. Düsseldorf, Zakk Bar
10.09. Trier, Villa Wuller
11.09. Wiesbaden, Schlachthof
12.09. Dresden, Scheune
13.09. Berlin, Privat Club (Vorprogramm von Dan Sartain)
14.09. Berlin, Ramones Museum
15.09. Hannover, Mephisto

16.09. Münster, Gleis 22

Sonntag, 27. Juli 2014

Ver-Flixt Nr. 8 / Gunner Records: John Allen - Sophomore

Ihr kennt das sicher alle, man hört die ersten Klänge eines Albums, von einem Künstler den man nicht kennt. Wenn einem die Musik gefällt, wirft man den Browser seiner Wahl an und sucht im Internet nach dem Namen des Künstlers. Wenn man dann liest, wo John Allen herkommt, schlackern einem die Ohren. Der junge Mann kommt aus Hamburg, was man in Anbetracht der Klänge kaum glauben mag. Das Album klingt eher nach dem hohen Norden Kanadas, nach Irland oder gar Alaska. Eine Stimme, die schon viele Reibeisen abbekommen hat, wird begleitet von einer Akustikgitarre, die jeder erwartet. Aber, wie bereits umschrieben, klingt das hier nicht nach Jack Johnson. Denn zur Gitarre gesellen sich eine Geige, ein Bass, eine Ziehharmonika, eine elektrische Gitarre, ein Klavier und ein Schlagzeug. Wer die Augen schließt, wird förmlich auf das Klirren von Gläsern und ein das Jubeln und Grölen warten, welches von einer Horde von Gästen produziert würde, das kommt aber nicht. Denn eins ist klar, diese Musik gehört in verrauchte, irische Bars, in Holzhütten, wo es Moonshine und raue Feste gibt, wo Barhocker und Biergläser durch die Gegend fliegen und sich Männer alle paar Minuten um eine Frau prügeln um dann schlussendlich doch mit einem Bier anzustoßen und auf die Frau zu pfeifen. Die Geschichten, die John einem vorsingt, handeln von eben Frauen, in die man sich einfach verliebt, die aber keine Träne wert sind, von verflixten Silvesternächten und dem blöden Frühling. Verpackt wird das mit einigen englischen Flüchen, die hier und da eingestreut werden ...  John wirkt etwas verletzt. Die ganzen zehn Titel gehen runter wie Butter, angetrieben vom rauen Wind des Nordatlantiks, immer in den hohen Wellen, an der Grenze zum Kentern. Die Produktion weiß zu gefallen, auch wenn die Instrumentalisierung für unsere Breitengrade etwas aus dem Rahmen fällt. Aber genau das ist es, was man hier braucht, was neues, neue Gewürze im Regal lassen die Lieblingsgerichte eben in einem neuen Licht erscheinen. Erschienen ist diese Folk-Americana-Rock-Platte auf Gunner Records. Also, Whisky, Bier, Moonshine und Fäuste in die Höhe geschwungen und mitgetanzt und geschwoft. Das solltet ihr auch, denn der Barde ist mit seiner Entourage in Deutschland und Frankreich unterwegs.

27.7. D, Bremen - Breminale
30.7. D, Berlin - Schokoladen
08.8. F, Metz - La Chaouée w/ Joe Ginsberg
09.8. D, München - Free & Easy Festival w/ Joe Ginsberg, Ghost Of A Chance
10.8. D, Berchtesgarden - Kuckucksnest w/ Joe Ginsberg
11.8. D, Nürnberg - Hirsch w/ Frank Turner
12.8. D, Bad Kreuznach - The Majik Lounge w/ Joe Ginsberg
13.8. D, Meppen - Juz w/ Joe Ginsberg
14.8. D, Oberhausen - Drucluft w/ Joe Ginsberg
15.8. D, Altenburg - Finnegans w/ Joe Ginsberg
16.8. D, Berlin - Ramones Museum w/ Joe Ginsberg
30.8. D, Nalbach - Acoustic Open w/ Tim Vantol, Kreutzer
27.9. D, Hamburg - Kleiner Donner

Und was kann man Final zu diesem Album sagen? Nun, es hat die volle Punktzahl verdient, den Opener New Years Eve gibt es zum Beweis auf Soundcloud.

6/6 Punkten 

John Allen - Sophomore
(Quelle: Promopackage von Flix-Records)

Samstag, 12. April 2014

Bandcamptage Vol. 119

Alle Tage wieder höre ich CBC3, wie Ihr wisst, meine Radiostation Nummer eins, wenn es um neue Musik geht. Zumal viele Künstler aus Kanada ihre Musik kostenlos anbieten.


So auch die Band Cool, ja wirklich, Cool. Aus Vancouver stammend, spielt sich die Band hier mir tanzbaren Indierock, wie er auch vor ein paar Jahren noch in den Indierockdiscos und -clubs lief, in eure Ohren. Man muss förmlich mitwippen, was anderes bleibt euch gar nicht übrig, das verspreche ich euch. Die Titel des Albums Paint sind alle nach verschiedenen Farben benannt, angefangen bei Safran und endend mit Gold. Persönlich habe ich die Reihenfolge vor Augen oder gar aufgemalt. Meine Anspieltipps: Saffron, Purple und
Gold. Der Preis bleibt euch überlassen, ihr müsst nichts geben, wenn ihr nicht wollt.

Cool - Paint
Und nicht vergessen, ich verlose immer noch vier Karten für Darwin & The Dinosaur am 15.04. in Detmold.

Sonntag, 24. November 2013

Bandcamptage Vol. 100

Holla, schon einhundert. Naja, es gibt natürlich weitaus mehr Alben hier von Bandcamp, weil wir - oder eher ich - da mehr Alben gefunden habe und die unter einem anderen Thema veröffentlicht wurden. Selbst auf chip.de gibt es einen kleinen Beitrag dazu, auch wenn es hier primär um gemafreie Musik ging. 

Auf der Hundert haben wir heute eine Band aus Kanada, genauer aus Kingston, Ontario. Der Titel Tiny War lief im Stream von CBC3, somit ist die Inspirationsquelle, wenn man sie denn als solche bezeichnen möchte, klar. Die Musik der Gruppe ist das, was man hier in den Anfangstagen des Blogs gefunden hat. Es gibt Garage, Punk und Rock auf die Ohren. 


Lustiger Weise gibt es eben auch Tiny War als einen kostenlosen Track, von Bandcamp eben, auf einer Split EP mit The Reference Desk. 


Beached Out / The Reference Desk -
You're Getting Close
Und wem die Musik gefällt, der darf sich auch ohne Bedenken die EP Divided Not Diveded auf die eigene Festplatte laden, wobei der Tarif eure eigene Sache bleibt. Der Sound ist der selbe wie auf Tiny War, also kann man hier nichts falsch machen. Warum da jetzt Bredrins mit drauf steht, weiß ich nicht. Da ich auf Facebook oder sonst wo keine Biographie gefunden habe, müssen wir das bei Aktenzechen XY Ungelöst einreichen, wenn man denn darauf steht.


Beached Out - Divided Not Divided
Und jetzt frage ich mich ernsthaft, warum man kaum Künstler aus Deutschland auf Bandcamp findet, die man auch auf irgendwelchen Jugendsendern hier hören kann, die dazu noch unter dem Tarif "Name Your Price" veröffentlichen oder ihre Musik kostenlos weitergeben.Wer es besser weiß, darf mich gerne aufklären und mit Spam eindecken. 

P.S.: Das Kraftfuttermischwerk ist mir bekannt. 

Donnerstag, 23. Mai 2013

Soundcloudisch Vol. 8

Auch wenn es heute nichts von der Cloud zum Download gibt, so gibt es trotzdem doch etwas zum Downloaden. 

Kennt ihr die Band Purity Ring aus Kanada? Das Duo hat sich 2010 in Edmonton gegründet und macht seit jeher gute Musik, rein subjektiv betrachtet, obwohl ich glaube, dass es dem ein oder anderem von euch auch gefallen wird. Die Musik, die einem da durch die Boxen trällert, ist eine Mischung aus ambient angehauchtem Elektropop, total unaufgeregt und entspannt. Darüber singt dann Megan James. Die Instrumentaliesirung erfolgt durch ein quasi neu erfundenes Drumset, an welchem der Junge Corin Roddick sein bestes gibt. Dadurch, dass Rodick eigentlich ein Drummer ist, klingt die Musik auch recht beat-orientiert, denn der macht aus der Stimme von Megan und ein paar Soundschnipseln ... Musik.


Das Debutalbum Shrines wurde 2012 auf den Markt gebracht und hat sogar, man staune, den Weg in die CD-Regale der deutschen Städte gefunden. Mich begleitet die Musik eigentlich schon seit diesem Winter, sogar zum Snowboarden eignet sich das ganze hier. 
Vor kurzem habe ich auf ihrer Internetseite einen neuen Titel gehört, der ist etwas flotter, aber klingt immernoch markant nach den beiden. 



Genau diesen Track kann man, wenn man ihn denn mag, genau hier herunterladen, auf die hemische Festplatte, den mp3-Player, das iGerät, ein Smartphone oder oder oder. 

Und wie komme ich nun auf Soundcloud, werdet ihr euch fragen. Dort liegen einige Stücke vom Album Shrines, frei zum Streamen, nicht zum Downloaden. 


Und nun wünsche ich euch viel Spaß, beim Downloaden, Videogucken oder beim Streamen auf der Cloud... und ratet mal, woher ich die Band eigentlich kenne.

Sonntag, 31. März 2013

Bandcamptage Vol. 70

Nun ist Ostern und alle suchen ihre Eier im Schnee. Hier liegt noch etwas davon rum. Da Ostern ist gibt es heute zwei sehr gute Alben (eigentlich drei), von ein und der selben Band. Auch haben wir heute das 70. mal etwas vom Bandcamp.

Die Band, die hier heute mal Lärm machen darf, heißt The Blue Stones und kommt aus Windsor, Ontario. Das Duo, bestehend aus Tarek Jafar (Gitarre und Gesang) und Justin Tessier (Trommeln und Hintergrundgesang) begleitet mich schon seit einigen Tagen und spielt sich auf zwei Alben perfekt in mein Ohr. Ihren Stil würde ich irgendwo zwischen den White Stripes, Japandroids, Wolfmother und The Pack A.D. einordnen wollen. Und trotzdem sind sie eigenwillig, keiner der Titel würde irgendwo untergehen.


Das aktuelle Werk How's That Sound? hat mich erst auf den Geschmack gebracht, aber was heißt gebracht. Von Anfang an war ich begeistert, von der Wucht und auch der Produktionsqualität, die man hier geboten bekommt. Der, salopp formuliert, Ritt beginnt mit einem Gitarrenintro, welches locker aus einem Film aus den 70ern entspringen könnte, um dann einen riesigen Sound umzuschwenken, und das alles nur aus einer Gitarre und einem Drumset. In Cirminals wid kräftig Gas gegeben, als gäbe es kein Morgen mehr, man will aufstehen und seine Haare wild schütteln. Dann kommt de eigentliche Geheimtipp, All I Wanted, ein so sehr gut gelungener Titel, den ich sogar singe, ohne dass er laufen muss. Das sagt ziemlich viel aus, wie ich finde. Make Your Move scheint mit einer Film-Passage zu beginnen, macht auch Spaß, bleibt dennochruhig, das ganze hier.
Eats You Up spannt einen richtig guten Bogen, alles wirkt leicht und beschwingt um dann bei Minute 2:25 mit einem "HEY" alles zu lösen. Wunderbar. Soul'S Full ist das Stück, mit dem meisten Blues, man lässt zwar kurz die Gitarre kreischen, zieht aber dann doch wieder die Handbremse. Und zu guter letzt, also im letzten Titel, höre ich auf einmal 311 heraus, mit viel Reggae. Man bleibt aber der eigenen Linie treu und schmettert dann doch los um dann alles in einem kleinen Hall enden zu lassen. Aber hört selbst:


 

Ihren Erstling, die The Blue Stone EP, werde ich hier natürlich nicht auslassen. Warum ich den Erstling hier als zweites nehme, werdet ihr euch fragen. Ich habe das zweit Album zuerst gefunden und durchgehört, deshalb. Vom Sound ist man hier noch ein wenig rockiger, härter, die Produktionsqualität ist eine andere, aber keineswegs schlecht, es wummert und hämmert genauso durch die Boxen, wie der Nachfolger. Zu ihrer ersten EP gibt es sogar Musikvideos, eines ist recht Simpel gehalten...



aber trotzdem finde ich es innovativ und anders. Und das gleich für den ersten Titel der selbstbetitelten EP. Auch zu ihrem zweiten Titel Vain Vixens, gibt es ein Video. Es erinnert an einen Film Noir und zeigt, dass Frauen, mit einem Augenzwinkern versteht sich, böse sein können. Der Titel ist voller Kraft, was man auch zu Beginn des Videos wahrnimmt. 



Das gesamte Album ist von erstaunlich guter Qualität, lädt zum Mitsingen ein, auch zum kurzen Nachdenken, man trifft auf Weisheiten, wie What She Don't Know (Won't Hurt Her)... ihr wisst schon, was jemand nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Und bei Star Killer muss ich kurz innehalten, da ich ja der Sternen Wanderer bin. Ich würde nie einen Stern töten, ist doch viel zu schön da oben, so auch dieser Titel. Man findet sich zwischen vielen, sauberen Gitarren und ruhigen Gesängen wieder. Und um das ganze noch runder zu machen, legt man in More To Life noch eine Schippe Blues mehr drauf, und ich schwelge dahin. Und auch hier ist das Album in voller pracht zu empfehlen:

Beide Alben gibt es für einen fairen Preis, den ihr selbst bestimmen dürft. Alles ist machbar, von 0Cent bis zu dem Betrag den euer Konto so hergibt. Also, was will man mehr, mich begeistert diese Band.


The Blue Stones -
How's That Sound?

The Blue Stones -
The Blue Stones EP
Wer noch nicht genug von dieser Band bekommen hat oder genug bekommen kann, kann sich für einen ebenso frei wählbaren Preis, ihr Live-Album laden. Merkt ihr was? Kanadische Band, zwei Leute, Blues-Rock...

Samstag, 30. März 2013

Geburtstag... verpennt

Seit mehr als 12 Monaten gebe ich hier nun meinen Senf über Musik ab. Das erste Lebenszeichen enthielt nicht einmal Musik sondern gab nur den Startschuss für das ganze hier. 

In 152... in Worten, einhundertzweiundfünfzig, Posts ging es um Musik und Musikvideos, die mehr neben dem Mainstream liefen als darin. Natürlich ist in der Zeit viel passiert, vieles von dem ich vor diesem Jahr nicht einmal zu träumen wagte. Als ich hiermit begann, war ich in München Praktikant bei RomeSDS. Ich habe viele nette Menschen kennenlernen dürfen, dort und dann auch hier. Auch hat sich Musiktechnisch hier viel getan, einerseits genretechnisch, andererseits aber auch, was die Portale betrifft. Und natürlich das ganz große Glück, dass ich für Scene 2 Act Rezensionen schreiben darf und auch Interviews machen darf. Ihr, liebe Leser, dürft natürlich auch nicht vergessen, dass ganze hier auch Zeit in Anspruch nimmt, egal ob es nun für Scene 2 Act ist oder nur für Nebendemstrom. Darum gibt es auch Monate, wo man meint hier schon Grasbüschel zu sehen, die von rechts nach links durch das Bild wehen. Und es gab Monate, wo hier viel los war und die Besucherzahlen exorbitant hoch waren, gefühlt zumindest. Manche Posts wuden richtig häufig besucht, wie das Interview mit den Tall Ships und dann gab es Posts, die euch herzlich wenig interessiert haben. Mein Ziel ist es auch nicht, besonders viele Leser zu generieren, sondern euch viel gute, teils kostenlose Musik zu präsentieren, die weit ab vom Mainstream ist. 

Einige von euch kenne ich persönlich, den Großteil wohl eher nicht. Es gab natürlich auch Kritik, sei es am Genre, was hier manchmal aufblitzt, oder anderen Dingen, die aber dazu führten, dass man nun Bands kennt und mag, die nirgends im Radio laufen oder zumindest nicht auf Sendern, die man in Deutschland über UKW empfangen kann. Ab und an Stand auch CBC3 Pate, vielleicht sollte ich wirklich mal nach Kanada reisen oder gar auswandern. 

Hier und da habe ich auch sowas wie einen Bildungsauftrag erfüllt, wir haben erfahren, was Adem Mahmotoglu vom 33rpm Store über Simfy und Spotify denkt und wir erfuhren auch, warum Musiker aus Deutschland sich gerade der Englischen Sprache bedienen und nicht ihrer Muttersprache. 

Natürlich war nicht immer alles kostenlos zum Herunterladen da, manchmal habe ich nur ein Video hier hingestellt, weil ich den Titel famos finde und ihn euch, der breiten und bunten Leserschafft, präsentieren wollte. Vielleicht habe ich euch auch hiermit angeregt, selbst nach neuer, unbekannter und toller Musik zu suchen, einfach weil ihr es so wolltet. Es lohnt sich alle Mal, einfach zu schauen, was es so im Netz gibt, legal und völlig frei. Sonst hätte ich vor 5 Jahren nicht angefangen selbst danach zu suchen. Und nun? Tja, ich werde hier weitermachen, in den gewohnt unregelmäßigen Abständen. Zum Einen finde ich nicht immer Musik, die ich hier so einfach hinstellen würde; zum anderen gibt es Musik, Alben, die man einfach öfters gehört haben muss, weil die Qualität extrem gut ist, sodass man genug schreiben kann und der Band auch gerecht wird. Zum Abschluss nun noch ein paar Videos. 





Purity Ring - Belispeak from BREWER on Vimeo.



Incubus - Promises, Promises from Karim Youssef on Vimeo.




 Und wie sagte eine gute Freundin zu mir einst: "Das ist die Ironie deines Lebens: kaum Geld in der Tasche, keine Freundin ABER du entdeckst immer wieder neue Musik." ...

Sonntag, 10. Februar 2013

Youtubisch Vol. 12

Erinnert ihr euch noch an Odonis Odonis? Diese Band, die ich hier in den Anfangszeiten dieses Blogs hatte?

Genau diese Band hatte vor kurzem ein Video in ihrer Timeline, auf diesem ominösen Facebook. Die Musik ist, wie bereits aus diesem Post bekannt sein könnte, recht Lo-Fi, spielt mit den musikalischen Elementen einer anderen Zeit. Der Titel "Wipeout Beat" schlägt natürlich in die selbe Kerbe, jedoch wirkt es, als hätte man einen Drum-Computer engagiert. Der passt aber auch zum Klanggerüst, da der Computer nen "schmutzigen" Sound erzeugt, der nach altem Surf-Sound klingt, dazu die Gitarren...

Das Video, welches es hierzu zusammengeschnitten wurde, scheint wohl aus einem sehr alten Horrorfilm zu bestehen. Hier zeigt sich auch das zweischneidige Schwert der Zensur in den USA vielleicht auch in Kanada. Gewalt und Kunstblut in Form von Marmelade, Ketchup und anderer Tomatensoße, fließt ins Strömen.  Dazu werden Gummipuppen, die aussehen sollen wie Menschen, zerrissen und aufgegessen, ein wahrer Klassiker. Aber dann wird ein nackter Oberkörper einer Frau zensiert. Gewalt scheint wohl weniger schlimm zu sein, als Nacktheit.




Da es mir aber doch primär um die Musik geht, lass ich das mal außen vor, könnte man vielleicht aber doch auf einer Helloweenparty bringen, also das Video. Auf Bandcamp gibt es diesen Titel für einen frei wählbaren Preis laden, ohne Minimum. Wenn das nichts ist. 

Dienstag, 5. Februar 2013

Bandcamptage Vol. 65

Nach dem der letzte Post recht laut war und vor lauter Gitarren nur so gestrotzt hat, gibts heut, weil mein Blog ja bunt wie ein Chamäleon auf LSD ist, was anz was poppiges.


Der Musiker, Borngold kommt aus Kanada, und läuft schon eine geraume Zeit auf CBC3. Wie bereits erwähnt, ist die Musik recht popig, mit ganz viel Elektro drinnen und feinem Gesang oben drauf. Die Musik wird auf Bandcamp mit "Terror" deklariert. Der Sound ist schon recht dicht gepackt, muss ich zugeben. Alles wirkt richtig lebhaft und quirlig und passt gut auf eine Party. Hätte es das Album bereits um 2008 gegeben, wäre ich sicher dazu mit dem Snowboard unterwegs gewesen. Wie es das Topic schon vorgibt, liegt das Album Bodysongs auf Bandcamp, und wie ihr es von meinem Blog kennt, kostenlos. Falls die "0cent-Downloads" aufgebraucht sein sollten, gibt es den Download von Filesharern hier oder den Stream inklusive Download von der Soundcloud.


Born Gold - Bodysongs
 Und jetzt sage jemand mal, man findet hier keine Pop-Musik, sondern nur Lärm.

Montag, 30. Juli 2012

Mal was anderes die 10te

Wie ich gerade bemerke kommen mit dem heutigen Post ziemlich viel Jubiläen zusammen, auch wenn das eine nun schon fast eine Woche verstrichen ist. Das verstrichene Jubiläum ist mein Geburtstag, der am 24.07. ist, eigentlich auch einfach zu merken, wie ich finde, da der Tag 24 Stunden hat und die Woche 7 Tage. You see... easy. Dann ist das hier der achtzigste Post und gleichzeitig der zehnte Post, der nun auch "Mal was anderes" behandelt.

Für die Ruhe hier möchte ich mich entschuldigen, die Uni hat mich über die Bücher und Skripte gezwungen, gearbeitet hab ich und nun gibt sowas wie eine schöne Sternen Wanderin an meiner Seite. ABER ich habe mir gedacht, bei soviel Jubi-Spaß solltet ihr nicht zu kurz kommen.

Beginnen möchte ich heute mit einem Podcast aus Kanada, welches eigentlich das Land ist, welches ich unbedingt bereisen möchte, vor allem im Winter. Der Sender CBC3, der hier, da, dort und anderswo Erwähnung gefunden hat, hat mich immer inspiriert neue Musik zu finden und mir auch Musiker und Bands näher gebracht, die ich bis heute unglaublich gut finde.
CBC3 hat in der Zeit, in welcher ich es verfolge, so einiges geändert. Nicht nur die URL hat sich geändert, sondern auch die Aufmachung und auch andere Dinge, die nach einiger Zeit nach dem Beginn der Umstellung wieder aufgehoben wurden, wie das Nicht-Anzeigen des Titels im Online-Stream auf der Internetpräsenz. Bei Winamp hat es funktioniert.
Auch während meines Praktikums bei ROME SDS in München, bin ich dem Sender treu geblieben, was zur Folge hat, dass mich einige Titel immer an diese verrückte, aufregende und schöne Zeit erinnern werden. Somit ist dieser Sender meine kleine persönliche Zeitmaschine. CBC3 hat auch eigene Podcasts, ich habe mittlerweile den R3-30 Podcast abonniert, iTunes lädt den beim Start ja immer selber runter. Das schöne ist, dass man so immer einen kurzen Einblick hat, was in Kanada an moderner und guter Musik läuft, denn es wird nicht nur gesprochen, sondern auch Musik wiedergegeben. Somit bekommt man hier auf legalem Wege exzellente Titel frei Haus geliefert und das wöchentlich. Wer meinen Blog mag, wird den Podcast lieben. Der Moderator ist in Kanada wohl sowas wie ein Comedian, lustig ist er auch ab und an, aber das nur so nebenbei.


Quelle:  http://music.cbc.ca/#/The-R3-30
Das nächste Geschenk ist zwar kein immer wiederkehrendes, aber dafür kostenloses Album von einer Band, die ich hier in meinen "frühen" Blog-Zeiten mal hatte. Die Band Dancing With Paris schmeißt eine EP für 0€ raus, wenn ihr eure E-Mail Adresse, und zwei drei andere Angaben macht. Die Musik der Jungs ist recht hart und derb, obwohl man hier und da sogar ein paar ruhige Momente findet. Die Djent-Einflüsse kommen wohl von den 8-Saitern, die hier gezupft werden. Wer Metalcore oder sowas mag, wird das lieben und die beiden Youtube-Clips zeigen am besten, welche Bandbreite geboten wird. 





Die Band Thee Brandy Hips hatte ich hier auch mal, nur bin ich da nicht auf die Idee gekommen, mal nach den anderen Alben der Band zu gucken, ob es die nicht für einen Preis gibt, der quasi 0€ beträgt. Und siehe da, das Album We Are Love gibts für "Name-Your-Price" ohne Minimum. Die Musik der Spanier ist surf-lastig und macht meilenweit Spaß, bis zum Horizont und noch viel weiter und das alles zappelnder Weise. 

Thee Brandy Hips - We Are Love

Somit ist jetzt hier viel geschrieben, die Musikmischung ist recht bunt und alle sind, so hoffe ich, zufrieden. 

Mittwoch, 9. Mai 2012

Youtubisch Vol. 7

Kennt ihr das, wenn ihr das Radio anmacht und man hört einen Song, der einem richtig gut gefällt? So ein Glück trifft mich ab und an, wenn ich CBC3 doch mal anmache, Winamp macht es gar möglich, dass ich wenigstens die Künstler- und Titelnamen sehe. Vorhin machte ich also den Stream an und schon kam ein Titel aus meiner Zeit in München wieder zum Vorschein. 
Gold & Youth heißen die guten, kommen aus Vancouver, Kanada, sind auf dem selben Label zuhause wie Timber Timbre  und der Titel Time To Kill bewegt sich vom Stil zwischen The XX und Depeche Mode. Ich mags, auch wenn das nur ein Titel ist, der mir hier passt. 

Mittwoch, 25. April 2012

Youtubisch Vol. 4

Wie erklär ich jetzt am Besten, wie ich auf Monogrenade gestoßen bin. Es ging mal wieder über CBC3. Da ich im Moment so meinen Musikordner gerade so durchwühle, hab ich die gerade, sozusagen, wiederentedeckt. Die Leutchen kommen alle aus der französischsprachigen Region Kanadas, so ist auch ihr Gesang, bzw. die Sprache die sie dafür verwenden. Ihre Musik ist recht ruhig, mit ein paar Akustikgitarren und ruhigem Gesang gemacht und doch einem Hauch Dramatik. Und hier eines ihrer Videos zum ersten Album "Tantale". Sorry, dass diese Musik diesmal nicht Free to Dowload ist, aber das ist mein Blog. :)
Das Video zum Titel "Ce Soir" ist wahrer Augenzucker.