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Dienstag, 1. Mai 2018

11. Nachschlag: Spielbergs - Distant Star EP (Fleet Union)

Die Band hat nichts mit dem Regisseur zu tun oder seinen unzähligen Namensfettern. Das Trio kommt auch nicht aus den USA, dem Vereinigten Königreich oder seinen zahlreichen Ablegern. Nein, die Spielbergs kommen aus Oslo.

Die Band klingt nicht nach Skandinavien, nicht nach Black Metal mit keltischen Mythen. Man steckt mit beinen Beinen Indierock, irgendwo zwischen Dredg, The Killers und gräbt nebenbei den Dreck von Bass Drum Of Death und Japandroids um. Die EP misst an sich nur fünf Titel und kommt nicht mal auf 25 Minuten, dennoch schafft man es mit Ghost Boy einen Achtminüter zu erschaffen, der sehr kurzweilig wirkt. Auch wenn man sich vielleicht auf einem fernen Stern befinden will, so sind die besungenen Probleme doch eher irdischer Natur. Sonst würde man nicht fragen, was man denn wolle. Man wirft mit dem Opener We Are All Going To Die mal eben gleich eine harte Realität in den Ring. Aber darum geht es, sterben wird man so oder so, die Frage ist: Was macht man mit der Zeit zwischen Geburt, auch wenn man sich vielleicht am Anfang noch gar nicht so bewusst ist, wer und wo man ist, und dem Tod? Richtig. Dabei wird man direkt von der Gitarre und dem Schlagzeug angetrieben, auch wenn der Sechssaiter nicht am Anschlag steht, er wird dennoch hart gespielt. Dreckig wird es mit Daysi!, leicht angezerrte Gitarren und schräger Gesang, quasi aus der Garage. Nicht umsonst wurde die Band mit diesem Song in den norwegischen GAFFA "Song Of The Year" Charts auf Platz 27. Erhältlich ist die Distant Star EP seit dem 27.04. auf By The Time It Gets Dark.


5,5/6 Punkten (Hier gibt es viele Schichten, die es zu entdecken gilt.)

Spielbergs - Distant Star EP
(Quelle: Presskit von Fleet Union)

Donnerstag, 9. Juni 2016

8th Backstage Broadcast: Drowners - On Desire

Es gibt Alben, die fangen einen im ersten Moment sofort ein und lassen einen nicht mehr los. Dann gibt es Alben, mit denen wird man auch nach dem unzähligsten Male nicht warm, weil die Qualität der Titel oder der Konzeption gar nicht passt. Und dann gibt es richtig fiese und gemeine Alben, die sich von hinten anschleichen, einen zuerst im Ungewissen lassen und einen dann doch komplett mit sich reißen. Genau zu dieser letzten Gattung zählt "On Desire", des Quartetts, welches sich Drowners nennt. Gegründet 2011, brachten Sie erst 2013 ihre erste EP "Between Us Girls" auf den Markt, worauf 2014 der erste, richtige Langspieler, der auf den Namen der Band hörte.

Wenn man sich die ersten paar Sekunden von "On Desire" gibt, denkt man zuerst gar nicht an eine Band aus New York, sondern eher an eine andere bekannte Gruppierung, die Killers. Wäre das New Yorker Quartett ein paar Jahre eher entstanden, stünde wohl ein The davor und würde damit die Playlist auf dem heimischen Abspielgerät noch unübersichtlicher machen. Aber zurück zum Thema. Die Jungs verbinden Synthesizer gekonnt mit den anderen Instrumenten, um daraus tanzbaren Indierock zu schaffen. Daher ist die ausgezeichnete Produktion mehr als hilfreich. Diese lässt keine Wünsche offen, auch wenn das Drumset vielleicht etwas seicht ist... oder muss das bei dieser Musikrichtung so sein? Der Gesang geht hier auch mehr als in Ordnung, da dieser nicht so zwischen den Tönen liegt, wie bei anderen Bands, aus der Ära, als MTV langsam anfing Musik durch eine vorgeschriebene Realität zu ersetzen. Dabei ist die musikalische Realität, die durch diese vier Menschen geschaffen wird, um so vieles besser und echter. Tracks wie "Troublemaker" "Human Remains" oder auch "Another Go" lassen vergangene Zeiten wieder aufleben, auch wenn diese mal eben 10 Jahre her sind.

Veröffentlicht wird das 38 minütige Machwerk am 24.06. auf Frenchkiss Records / The Orchard

Anspieltipps: Troublemaker, Someone Else Is Getting It, Conversation With Myself


5/6 Punkten (Auf auf in die nächste Indiedisco)

Drowners - One Desire
(Quelle: Presskit von Backstage Broadcast)

Sonntag, 10. April 2016

The 1st Midsummer Record: This April Scenery - Liminality

Die Band This April Scenery, oder kurz TAS, kommt aus Köln. Dabei haben sich hier 2009 vier junge Männer zusammengefunden und peu à peu einen eigenen Sound kreiert, der sich irgendwo zwischen Shoegaze und tanzbarem Indierock einpendelt, wobei es hier und da ein paar Ausschläge anderer Art gibt. Aber dazu später mehr.

Übersetzt bedeutet Liminality so viel wie ein Zwischenzustand beziehungsweise kann dies auch Schwellenzustand beschrieben werden, man ist im Begriff der Veränderung. Betrunken lässt sich dieser Albumtitel sicher nicht aussprechen, mag das vielleicht jemand statistisch einmal erheben? Dieser Zwischenzustand schiebt sich hier durch das Album schwallartig voran und überschwemmt einen hin und wieder mit dicht gepackten Gitarren, die nicht volle Elle verzerrt sind, sondern gerade so, dass der Gitarrenheld noch viele kleine Details übermitteln kann. Das zeigt sich besonders auf „Modern Hustle“, wobei man davon ausgehen möchte, dass ein Teil des Riffs doch von einer kanadischen Band stammen könnte, die mit dem Talent im Namen. Man kann aber auch Parallelen zu anderen Bands ziehen, wie Dredg, wer das Album "Catcht Without Arms" kennt, wird mir auch hier zustimmen können. Denn trotz der elektrischen Gitarren, schafft man es einen Zustand des Schwebens zu erfassen, vor allem in den Skits. Da die Titel teilweise ineinanderlaufen, kommt man angenehm voran und merkt die Phasen des Aufbäumens und des Abklingens, bis man sich im Finale, am Ende das Albums, vor lauter Glückseeligkeit am liebsten Erschlagen möchte. Der Sänger kann mit seiner Stimme viele Spektren abbilden, alles zwischen fast verzweifeltem Kreischen und fröhlichem Chorgesang (wie in Shifty Eyes; hier das Musikvideo dazu) wird dargeboten. Nach 35 Minuten ist der Zwischenzustand beendet und es liegt alleine beim Zuhörer sich noch einmal in den verschiedenste Gefühlen zu suhlen und dabei abzugehen, der Produktion sei dank, fällt das hier nicht so schwer. Am 15. April wird der Langspieler auf Midsummer Records/Cargo Records veröffentlicht.

Anspieltipps: Levitation Pt.1, Modern Hustle, Windy Chill

6/6 Punkten (Sollen Dredg und Billy Talent das erstmal nachmachen)

This April Scenery - Liminality
(Quelle: Presskit von Midsummer Records)

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Die 3. 4Ma: Razz - With Your Hands We'll Conquer

Das Emsland, fast ganz Links oben in Niedersachsen, direkt an der Grenze zu den Niederlanden, das ist die Heimat von vier, doch recht jungen Männern, die sich zur Band Razz zusammengefunden haben. Dabei kennt man sich aber nicht seit gestern, sondern schon seit dem man sich mit vier oder fünf Jahren gegenseitig im Sandkasten geärgert und angefreundet hat. Da jeder von den vieren mehrer Instrumente beherrscht, ergab sich die Verteilung an den Fellen und Saiten von selbst, zumindest fast. So weit, so gut.

Nachdem die Band im Sommer zig Festivals bespielt hat und aktuell auch bei vielen Radiosendern zu besuch ist, kann es sein, dass Razz dem ein oder anderen schon mal durch die Gehörgänge gelaufen ist. Der Visions-Leser wird den Namen auch schon aufgeschnappt haben, sei es wegen der Rezension oder wegen der kurzen Geschichte zur Band. So wirklich kann sie ja auch nicht sein, sind Niklas, Christian, Lukas und Steffen doch alle um die 18 Jahre alt. Der erste Longplayer mit dem Namen "With Your Hands We'll Conquer" wird nun auf den Markt geschmissen. Was man hier findet, klingt aber nicht nach irgendeiner sorglosen Teenie-Band oder nach chaotischen Aufnahmen. Nein, man klingt wie die großen Vorbilder, die daheim in den Plattenregalen stehen. Voll erwachsen, mit beiden Beinen tanzend, auf dem lyrisch harten Boden der Tatsachen, man würde ihnen das junge Alter nicht abkaufen, würde man nur dieses Album kennen. Handfester, sehr gut produzierter Indierock trällert hier aus den Boxen, mit einer Bassdrum, die einem kräftig in den Arsch tritt. Alle zwölf Titel wissen zu tragen und zu treiben, mit energischen Gitarren, die einen antreiben, weiterzumachen, nicht aufzugeben, auch wenn dir der Sänger teilweise echt traurige Dinge in die Ohren singt. Man kann sich förmlich vorstellen, wie das auf einem Festival aussieht und abgeht. Die Titel Turning Shadows, Black Feathers  und Yout & Enjoymentsind bereits auf Youtube zu hören.. Das alles gibt den perfekten Ausblick zu diesem Album. Veröffentlichungstermin ist der 30.10. und Long Branch Records unter SPV steht als Label dahinter.

Anspieltipps: 1953 - Hillary, Turning Shadows, I'll Be Your Ghost

6/6 Punkten, versteht sich (Aber wie will man bitte dieses Album noch toppen?)

Razz - With Your Hands We'll Conquer
(Quelle: jpc.de)
Und wer live das Tanzbein schwingen will:

30.10.15 Lingen, Alter Schlachthof (Release-Show)
31.10.15 Berlin, Fritznacht der Talente
28.12.15 Hamburg, Molotow
29.12.15 Hannover, Lux - Club
30.12.15 Osnabrück, Kleine Freiheit
02.01.16 Bremen, Tower Musikclub
04.01.16 München, Ampere
05.01.16 Köln, Yuca
06.01.16 Göttingen, Exil
07.01.16 Chemnitz, Atomino
08.01.16 Leipzig, Moritzbastei
09.01.16 Berlin, Musik & Frieden

Montag, 26. Oktober 2015

Die 8. Fleet Union: Maritime - Magnetic Bodies/Maps Of Bones

Aus zwei mach eins, so könnte das Motto der Band Maritime aus Milwaukee lauten. Im Jahre 2003 entstand die Gruppe aus der Auflösung der Kapellen The Promise Ring und The Dismemberment Plan. Auch wenn einer der beiden Bands aus dem Emo-Bereich stammt, so ist die Musik heutzutage nicht mehr mit diesem Stil zu vergleichen. Man hat ja nun Bärte im Gesicht und ist sichtlich gealtert, aber wer tut das nicht. Mit dem Alter kommen nun Mal auch die Erfahrungen, die man in Texte und Musik einfließen lassen kann.

So wirkt der Longplayer eher wie ein Besuch guter Freunde, die eine Runde alkoholischer Getränke für alle mitbringt, woraus natürlich auch wieder neue Geschichten und Anekdoten entstehen. Natürlich würde die Musik auch zu einem langen Trip über die Autobahn passen (Anm. d. Red.: wurde erfolgreich auf der A93 erprobt) und macht aus deiner Fahrt einen wundervollen Roadtripp, bei dem man sich um so mehr über die schöne Landschaft freut. Die Gitarren sind leicht angezerrt, nichts ist extrem übersteuert, was hier eigentlich auch nicht zum Thema passen würde. Man beherrscht sogar einiges an Gefrickel, was den geneigten Gitarrenfan vielleicht auch erfreuen wird. Nicht wie im Nu-Metal bis zum dritten Bund und wieder zurück, dass hier ist komplex, erfreut einen immer wieder. Der Gesang versöhnt einen dann noch um so mehr und man wähnt sich in der Zufriedenheit, die einem so noch gar nicht begegnet ist. Produktionsqualität und Instrumentalisierung lassen hier keine Wünsche offen, nur die Länge von knapp 38 Minuten ist nicht ganz so toll, auch wenn das wiederum den Wiederspielfaktor erhöht. Man weiß, wo man im Album in etwa ist, denkt hier und da, wie in "War Tattoos" oder "Collar Bones", dass ein Handy klingelt und findet, wie in "Inside Out", sogar Lieder zum Mitsingen. Wer sich das Stück Satellite Love auf Youtube anhört, findet schlussendlich einen kleinen Ausschnitt des Albums, der grob eine Übersicht über das Gesamtgeschehen gibt. Veröffentlicht wurde Magnetic Bodies/Maps Of Bones am 16.10. auf Grand Hotel van Cleef, die Promotion läuft hierbei über Fleet Union.

Anspieltipps: Collar Bones, Inside Out, War Tattoos

5,5/6 Punkten (Einer der Alben für lange Ausfahrten)

Maritme - Magnetic Bodies/Maps Of Bones
(Quelle: maritimesongs.com)

Samstag, 30. Mai 2015

Neues aus dem digitalen Briefkasten: Des Koenigs Goldene - Was Kommen Wird

Was macht eine Band, nachdem sie einen anständigen Longplayer auf den Markt geworfen hat? Meistens tourt sie durch das Land und es braucht minimal 2 Jahre, bis eine neue Platte auf den hiesigen Musikmarkt geworfen wird. Nicht so bei unseren Freunden aus Hamburg, die wir hier schon mal hatten. Denn sechs Monate nach dem Relealse von "Und Los", welches guten Anklang fand, begab man sich in einen umfunktionierten Proberaum in Hamburg-Wilhelmsburg. Hier wurde elf Tage lang konzentriert gearbeitet, ohne fließend Wasser, ohne Betten, ohne Heizung und ohne Glamour. Selbst die Scheiben des Gebäudes drohten zu bersten, so dass man elf Tage lang in diesem Proberaum gefangen war. So besagt es die Legende zu diesem Machwerk voller Anekdoten. Denn wie auch beim Vorgänger gibt hier wieder Geschichten am Wegesrand, alles zwischen Konsumkritik, wie in Wie Wasser bis hin zu einer Trennung im Park aus Unverständnis. Auch wenn man nur mithilfe kleiner Verstärker aufgenommen habe, so klingt doch alles recht echt. Wer große Lautsprecher hat oder Kopfhörer in einem ordentlichen Format, wird vom Volumen des Drumsets überzeugt sein. Wer sich hingibt, die Augen schließt, wird sich im Proberaum mit der Band wähnen. Der Spagat zwischen bitteren, ernsten Titeln und Fröhlichkeit bis zum Anschlag, ist gelungen. Man wollte sich ja eh nie auf eine Musikrichtung festlegen. Dank Björn Engelberg wurde alles perfekt eingefangen, der produzierte auch schon "Und Los". Und wer sich vorstellen will, wie das alles so war in dieser kleinen Location, der sollte sich den Text von Nicht mein bester Song geben, denn nur weil das vielleicht nicht der beste Song ist, hat er doch einen Hintergrund und wird mit Herzblut geschrieben.

Aktuelle Alben umfassen mittlerweile kaum mehr als 10 Titel, so bleibt auch die Band hier im Schnitt und verteilt Texte und Instrumente in harmonischer Form auf 40 Minuten. Der Wiedererkennungswert liegt hier bei 100%, allein schon wegen der Stimme des Sängers. Wer sich nicht sicher ist, ob er das am 22.05. erschienene Werk kaufen soll oder er den Tot der Tonträger herbeisehnt, kann das Album auf Deezer oder Spotify streamen und bei iTunes oder Amazon kaufen. Optisch gibt es einen kurzen Zusammenschnitt des letzten Bandjahres auf die Augen, unterlegt mit der Musik von "Was kommen wird", einfach hier klicken.

Anspieltipps: Lebst spürst zuckt Kopf, Wie Wasser, Ein bisschen lauter, Park

5/6 Punkten (hier ist wieder alles dabei, von Tanzen bis Wehmut)

Des Koenigs Goldene - Was Kommen Wird
(Quelle; Presskit von Des Koenigs Goldene)

Mittwoch, 15. April 2015

Bandcamptage Vol. 142 / Backstage Broadcast PR

Das mit dem Glück ist so wie mit Licht. Entweder man hat es oder man hat es nicht... also das Glück. Heute kam aus dem Hause Backstage Broadcast eine E-Mail, das eine Band aus UK Ende Mai ein Album auf den Markt wirft. Delta Sleep sind vier Mannen, die sehr anspruchsvollen Rock und Mathrock spielen, mit ständig wechselnden Tempi und verfrickelten Gitarren hoch drei. Die neue Single heißt Lake Sprinkle Sprankle und ist der fünfte Titel des neuen Albums "Twin Galaxies", welches am 29. Mai auf Big Scary Monster erscheinen wird.

Delta Sleep - Twin Galaxy
(Quelle: Presskit von Backstage Broadcast)

Ich höre euch schon fragen, was das jetzt mit Bandcamp zu hat. Nun denn, ihre erste EP gibt es komplett kostenlos auf Bandcamp als Download. Die Länge umfasst etwas mehr als 23 Minuten, verteilt auf vier Titel. Hier zeigt sich sehr schön, wie die Band zu Beginn bereits ihren Stil gefunden hat. Mal etwas verträumt, dann wieder voller Elan und im nächsten Moment doch voll gebremst. Man merkt, dass diese vier Briten Spaß an der Musik haben. 

Delta Sleep - Delta Sleep EP
(Quelle: Bandcamp.com)
Das war ja schon fast Sommer da draußen. 

Samstag, 21. Februar 2015

Jamendosis Vol. 22

Ja, nachdem wir hier dem Hype der Deichkinder gefolgt sind und uns geistig die brüllende Becca der Marmozets vor Augen geführt haben, kann ich, der Blog, immer noch kostenlos. 

Heute macht Great White Buffalo mit dem gleichnamigen Album das Rennen. Warum? Nun, es klingt wie eine Zeitreise in die 90er Jahre, der Intros der Serien auf Nickelodeon. Sehr entspannt legt sich der große, weiße Büffel aus Los Angeles auf dein Trommelfell und lädt zum Kramen in alten Fotoalben ein oder einer entspannten Tour auf dem Fahrrad. Mit Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang geht es hier auf der Welle des Indierock gen Sonnenuntergang. Das mit dem Reim war unabsichtlich, kann aber passieren, nach so viel Geschlacker. Sechs Titel gibt es hier für 0 Cent, die Creative Common License macht es möglich. Gut für das Portmonnaie.

Anspieltipps: Likely Story, Sleepwalk


Great White Buffalo - Great White Buffalo
(Quelle: bandcamp.com)

Freitag, 29. August 2014

Die 2. Fleet Union: Federal Lights - We Were Found In The Fog

Aus den Weiten Kanadas, auf CBC3 längst bekannt, kommt nun die Band mit ihrem Album „We Were Found In The Fog“ nun auch nach Europa. War Federal Lights im Jahre 2011 noch eine Einmannformation, bestehend aus dem Sänger Jean-Guy Roy, wurde hier dennoch schon die erste EP aufgenommen. Diese hört auf den Namen Carbon und kann immer noch auf den Internetseiten von CBC3 und Bandcamp gehört werden. Und nun? Das Album We Were Found In The Fog wurde bereits 2013 aufgenommen und auf der andere Seite des Atlantiks unter die Leute gebracht. Der Sound der Band kann als sehr bunt und divers beschrieben werden. Einige Titel wird der Fan des kanadischen Indie-Musiksenders bereits kennen, da die Titel dort zum Teil auf Heavy-Rotation liefen. Wer die Musik nicht kennt, der sollte sich auf Americana, Indie-Rock, und Indie-Pop einstellen. Alles wird entspannt arrangiert und passt so irgendwie komplett in den Trend des Entschleunigens, des Bart- und Karohemdtragens. Die Texte handeln vom Schwimmen mit Haien, vom Erkennen der ersten Liebe und ab und an meint man Dallas Green (City & Colour) gleich singen zu hören. Der kommt dann aber nicht. Das kann mitunter an der kanadischen Herkunft liegen, was den Klang der Weite und der zum Teil menschenleeren Wildnis widerspiegelt. 

Federal Lights - Sharks (Video)

Auf zehn Titeln bietet sich ein angenehm ausgeglichen produziertes Album dar, alle Instrumente sind an ihrem richtigen Platz und nichts ist schludrig „dahinproduziert“. Wer sich also fragen sollte, was in der kanadischen Musikszene so geht, außer vielleicht Nickelback oder Sum41, der sollte … nein der MUSS hier sogar zugreifen und darf sich CBC3 als Startseite seines Lieblingsbrowsers einrichten, die Federal Lights werden einem da auch noch ab und an über den Weg laufen. Aktuell gibt es Bewegtbilder zu Sharks auf Youtube (als exklusive Premiere von motor.de) und Liveauftritte in Deutschland. Und wer sich immer noch nicht zu hundert Prozent sicher sein sollte, der kann sich das ganze komplett auf Bandcamp oder auf CBC3 anhören. Der Release ist am 29.08., das Label dazu heißt Aporia Records und den Vertrieb regelt Broken Silence.

6/6 Punkten.


Federal Lights - We Were Found In The Fog
Die Tourdaten sind wie folgt:

04.09. Hamburg, Molotow Exil
06.09. Köln, Die Wohngemeinschaft
07.09. Lingen, Alter Schlachthof
08.09. Düsseldorf, Zakk Bar
10.09. Trier, Villa Wuller
11.09. Wiesbaden, Schlachthof
12.09. Dresden, Scheune
13.09. Berlin, Privat Club (Vorprogramm von Dan Sartain)
14.09. Berlin, Ramones Museum
15.09. Hannover, Mephisto

16.09. Münster, Gleis 22

Dienstag, 15. Juli 2014

Youtubisch Vol. 14 / OHA! Music / Fleet Union

Auch wenn unter diesem Format eine ganze Weile nichts lief, gibt es doch hier und da ein paar Anstöße, um sich Dinge anzusehen und anzuhören, die man entweder schon kennt oder neu kennen lernt. Und heute liegen hier zwei weit entfernte Emotionen ganz dich beieinander.

Ihr erinnert euch noch alle an Des Koenigs Goldene, die Band aus dem hohen Norden? Ihre Musik ist eine Mischung aus Melancholie und Fröhlichkeiten. Mal liegt es am Text mal an der Melodie, aber das Review zu Und Los könnt ihr ja hier nachlesen. Zu einem der kleinen Highlights des Albums, gibt es nun ein Video. Es erzählt die Geschichte zweier einzelner Menschen, die in der bevölkerungsreichsten Stadt der Republik doch einsam sind. Sie fallen durch ihr Aussehen etwas aus dem Rahmen, wirken melancholisch und etwas entrückt. Seht selbst!



Des Koenigs Goldene - Mein Dach (Musikvideo)

Und nun zum anderen Ende der Emotionsleiter, auch wenn der Autor gerade "Mein Dach" im Loop hören könnte. Eljot Quent, ebenfalls Hanseaten, spielen mit Wörtern, dass einem die Ohren schlackern. Ihr Album Batman ist Tot liegt schon seit zwei Monaten in den Plattenläden, Ihr Video zum gleichnamigen Titel ist im klassischen Schwarz-Weiß gehalten. Vom Sound her sind sie (zum Glück) ganz weit entfernt vom Pop-Rap und dem Gehabe aus Berlin, auch die Texte wissen zu gefallen, denn hier geht es nicht um irgendwelche Löcher in Golfplätzen, sondern um die Stars von Heute und was man so aus ihren Namen machen kann. Sympatisch


Eljot Quent - Batman Ist Tot (Musikvideo)

Samstag, 26. April 2014

Das erste Mal OHA! Music: Des Koenigs Goldene - Und Los


Hamburg, das ist die Stadt, wo laut der Müllhalde namens Wikipedia, mehr als 2500 Brücken stehen. Natürlich denkt aber auch jeder an Fischmärkte, an das raue Klima und an die Große Freiheit.



Genau aus dieser Umgebung, gemischt mit Einflüssen verschiedenster Stilrichtungen der Musik, kommt Des Koenigs Goldene. Vier junge Menschen, die sich einfach die Musik nehmen, wie sie ist und beim Musizieren schauen, was aus den gesammelten Erfahrungen und Geschmäckern wachsen kann. Dabei haben sie sich eine große Menge an Klangfarben angeeignet. Hier findet der geneigte Hörer alles: die Bandbreite reicht von überglücklicher Partymusik, wie in „Schnell& Schrill“, bis hin zu tiefst betrübter Musik, die voller Fragen nach dem Warum und Selbstzweifeln steckt, wie „Mein Dach“. Die Stimme des Sängers klingt jedoch stets nach Sehnsucht, immer ein wenig traurig. Das könnte mitunter an dem rauen Wetter liegen, was man Hamburg so nachsagt. Blöde urbane Legende halt. Wer hier also Tiefe sucht, der wird sie finden, aber auch der Partygänger, der alle Indieclubs der Stadt kennt, wird sich mit dem Erwerb dieser Platte freuen. Natürlich wird, je nach Stimmungslage, die Platte anders aufgenommen und verstanden. Es bleiben, dank der Sprachwahl, die jeder zwischen Flensburg und Garmisch versteht, aber keine Fragen offen. Vielmehr fühlt man die Verbundenheit zum Sänger und dankt ihm, wenn er singt, dass man bei Ihm sei, dem Zuhörer. Ein Bier, ein„... fetter Bass...“ und ein paar Gitarren nebst Schlagzeug. Kein Pomp, kein Epos, einfach nur Musik, die einem nicht zu viel abverlangt, die einem nicht irgendwelchen Effekten täuscht. Das hier ist ehrlich, unverblümt und richtig gut. Natürlich wird das alles hier auf den Jugendkanälen der Radioanstalten laufen können, schade wäre das nicht, würde das doch die Qualität der deutschsprachigen Musik weiterbringen und die Showeinlagen der Frau Fischer, auf die alle gerade abfahren, mächtig in den Hintergrund stellen. Die Produktionsqualität ist gut, alles ist ausgewogen, die Experimente mit dem Bass sind einfallsreich und wirken innovativ. Die Bandbreite an Genres findet man in allen Titeln wieder, mehr will man auch gar nicht haben. Elf Titel und eine B-Seite stehen auf der Habenseite, also genug für ein Album und man lernt die Band vernünftig kennen. Wer sich davon überzeugen möchte kann dies hier auf Spotify gerne tun, veröffentlicht wurde das ganze am 04.04.2014 auf dem Hamburger Plattenlabel OHA! Music. Die Anspieltipps sind: Sonne (B-Seite), Mein Dach, Kuchenteig und Schnell & Schrill.



5,5/6 Punkten

Des Koenigs Goldene - Und Los

Samstag, 12. April 2014

Bandcamptage Vol. 119

Alle Tage wieder höre ich CBC3, wie Ihr wisst, meine Radiostation Nummer eins, wenn es um neue Musik geht. Zumal viele Künstler aus Kanada ihre Musik kostenlos anbieten.


So auch die Band Cool, ja wirklich, Cool. Aus Vancouver stammend, spielt sich die Band hier mir tanzbaren Indierock, wie er auch vor ein paar Jahren noch in den Indierockdiscos und -clubs lief, in eure Ohren. Man muss förmlich mitwippen, was anderes bleibt euch gar nicht übrig, das verspreche ich euch. Die Titel des Albums Paint sind alle nach verschiedenen Farben benannt, angefangen bei Safran und endend mit Gold. Persönlich habe ich die Reihenfolge vor Augen oder gar aufgemalt. Meine Anspieltipps: Saffron, Purple und
Gold. Der Preis bleibt euch überlassen, ihr müsst nichts geben, wenn ihr nicht wollt.

Cool - Paint
Und nicht vergessen, ich verlose immer noch vier Karten für Darwin & The Dinosaur am 15.04. in Detmold.

Freitag, 24. Januar 2014

Bandcamptage Vol. 112

Eigentlich bin ich persönlich weniger Fan von Samplern, sei es, dass manche echt extrem weit an meinem Musikgeschmack vorbeigehen oder weil die Bands manche Stücke nicht umsonst in eine bestimmte Reihenfolge bringen. Auf der anderen Seite haben Sampler auch Vorteile. So habe ich einige Bands für mich entdecken können, die ich ohne die Visions zum Beispiel, nie entdeckt hätte oder erst sehr spät. Der Vorteil für Labelsampler liegt eigentlich klar auf der Hand: man kann sein Portfolio offenlegen und somit eine höhere Reichweite erzielen.

Durch Flix Records bin ich über die Datenkrake Facebook auf Uncle M Music aufmerksam geworden. Das Label aus Münster hat einiges an Bands im Karder, darunter Idle Class, die wir hier schon mal hatten. Zu Weihnachten, ich weiß, dass ist gerad etwas spät dafür, hat das Label den Label Sampler 2013 / 2014 auf Bandcamp gehievt und zeigt dort, um was es bei Uncle M geht. Man bekommt Hardcore und Punk, wie bei KMPFSPRT und Waterdown, Indie-Rock-Pop, wie bei The Static Age (was auf diesem Sampler mein heimlicher Favorit ist) und auch etwas Folk, wie bei Hello Piedpiper. Und wie das bei Geschenken so üblich ist, gibt es die Platte für 0Cent oder so viel, wie ihr geben wollt oder könnt.

Uncle M - Label Sampler 2013 / 2014

Es scheint mir, als liest Frau Holle meinen Blog, denn es gibt gerad echt viel Schnee, zumindest für diesen Winter.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Bandcamptage Vol. 107

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und hier liegt nicht mal im Ansatz Schnee, dafür hat es hier tagsüber in der Sonne echt angenehme Temperaturen. Egal, ich will Schnee.

Die Band Sport, ganz einfacher Name eigentlich, kommt aus Lyon, Frankreich. Ob es da Schnee gibt, ist mir auch nicht bekannt. Auf ihrem Album Colors gibt es dreizehn Titel zu feiern, voller Punk-, Indie- und Emo-Rock. Es macht Spaß zuzuhören und mit abzugehen. Das witzige sind die Titelnamen, hier hat man einfach die Orte genommen, an denen olympische Spiele veranstaltet wurden inklusive dem dazugehörigen Jahr. Als Beispiel Montreal, 1976. Also lernt man hier noch etwas dazu. Der Preis ist nach Belieben zu gestalten, wobei es keine Untergrenze gibt. Wem Everyone Everywhere und Glory Glory (das Album ZOMBIES!!! gibt es nun auch für "Name Your Price") gefallen haben, darf hier ohne Bedenken zugreifen.


Sport - Colors
Manchmal braucht der Tag 48 Stunden.

Montag, 18. November 2013

Jamendosis Vol. 18

Oft genug hab ich über Jamendo geschrieben, wie schwer es ist Musik zu finden, die ansprechend geschrieben, produziert und aufgenommen ist. Deswegen lassen wir das mal außen vor.

Die Band We Are Fm sind aus den Niederladen, genauer aus Amsterdam. Was die Jungs mit den dort üblichen Drogen am Hut haben, ist mir eigentlich gleich. Darum geht es heute eh nicht. Es geht um die Musik des Quintetts. Vor einigen Wochen habe ich bereits nach genau eben dieser Stilrichtung gesucht, wurde aber nicht fündig. Was die Niederländer vom Stapel lassen ist eine Mischung aus Indierock, Electropop und Popmusik. Genau diese Mischung geht sofort in die Beine und den Körper. 


Wer also Phoenix mag, Reptile Youth gut findet und sonst gern zu rockiger und dennoch elektronischer Popmusik abgeht, darf hier zugreifen.  DIe Basslines sind fanstastisch eingespielt und kein Instrument, sei es nun die E-Gitarre oder das Schlagzeug, kommt zu kurz.


Die Band wurde auch 2013 von Jamendo ausgezeichnet, für das Album Season One, welches man sich eben kostenlos bei Jamendo laden darf. Meine Anspieltipps sind: Epsiode 4 Pt. 1 (Ob das was mit Star Wars zu tun hat?), Press Record (nur die schönen Sachen aufnehmen!) und My World! 


Nach so viel Hard- und Metalcore gibt es auch noch Popmusik, hier neben dem Strom. 

Mittwoch, 4. September 2013

Bancamp Vol. 89

Gerade ist ein wenig sehr viel los und ich komme kaum zum Vorhören, bzw. fehlt manchmal die Zeit um gehörtes hier mitzuteilen. Der Umstand ist zwar blöd, aber von diesem Blog füllt sich leider weder mein Kühlschrank noch mein Bauch. Schade eigentlich. 

Die Band Black Dirty ist aus Maunt Laurel (das ist liegt vor den Toren Philadelphias) und besteht aus vier jungen Menschen. Das Ziel dieser Band? Musik teilen und Konzerte spielen, denn alles Geld, was die Band durch die Musik einnimmt, fließt auch in die Band, Aufnahmen, Equipment, etc. Auf ihrer EP Dirty Water (vier Titel auf etwas mehr als 15 Minuten) spielen die Jungs recht interessanten Indierock, der durch durch mit Mathrockeinflüssen durchzogen ist. Auf der einen Seite hat man ein recht entspanntes Gefühl, wenn man diese EP hört, auf der anderen Seite sind die Gitarren, die virtuos gespielt werden und dem ganzen einen leicht kindlich verspielten Charme verleihen. 

Released wurde das ganze im Juni, wo diese kleine Ding auch reinpasst, irgendwie. Es klingt nach langen Sommerabenden, entspanntem Beisammensein mit Freunden oder der Freundin. Nichts aufregendes, aber dennoch grandioses. Die Produktionsqualität lässt absolut keine Wünsche offen, alles ist sehr gut abgemischt und nichts rauscht oder wird in den Vordergrund gehoben. Viele Bands würden sich für so einen Erstling ein oder auch zwei Beine ausreißen. Der Tarif bleibt hier euch überlassen, alles ist erlaubt, jeder kann über "Los" gehen. Mein Anspieltipp: Qwerty ... ich weiß, das sind die ersten sechs Buchstaben auf der englischsprachigen Tastatur. Ich finde die cool, also die Idee hinter diesem Titelnamen. 

 
Black Dirty - Dirty Water EP
Und der Tag hat erst angefangen. 

Samstag, 3. August 2013

Bandcamptage Vol. 84

Vor einiger Zeit hatte ich hier mal die Tow Cartoons aus Duniden, Neuseeland hier im Blog. Auf der Facebookseite dieser Band steht unter sowas wie Geschäftsführer Scott Muir. Der hatte mich auf Facebook in seine Freundesliste eingeladen. Seit dem verfolge ich mehr oder minder häufig seine Posts auf Facebook. Eine Band, die er geteilt hatte stach heraus.

Males kommen ebenfalls aus Duniden. Hier sind drei Jungs am Start die richtig vorwärts gehen, mit angenehm tanzbarem Indie-Surf-Rock, der hier und da zwar ein Stück härter wird, aber keineswegs zu laut. Vor allem ist hier kaum was verrauscht sondern eher klar eingespielt. Die Interpretation des Indie-Surf-Rocks ist hier auf eine andere Art und Weise gelungen. Die vier Titel, die Males Males Males lang ist, darf man sich für einen frei wählbaren Tarif herunterladen.

Males - Males Males Males
Könnte mal jemand bitte diesen Sommer ausschalten oder ne große Klimaanlage anwerfen? Ist ja unerträglich hier.

Montag, 3. Juni 2013

Scene 2 Act Part 26: Turbostaat - Stadt Der Angst

Die Flensburger Band habe ich das erste Mal 2009 bei einem kleinen Festival gegen Rechts an der BTU in Cottbus bewusst wahrgenommen. Von diesem Moment an ist Turbostaat mir immer wieder vor die Flinte gelaufen, sei es bei Festivals oder mit ihrem Album „Das Island Manöver“. Begleitet hat mich dieses Album eine geraume Zeit, auch wenn es zu Beginn nicht ganz mein Sound war.

Die neue Scheibe hört auf den Namen „Stadt der Angst“, man hört den gewohnt lauten und leicht queren Sound von Turbostaat. Dieses ist ja das Erkennungsmerkmal dieser Band, sowie auch die Texte, die teils abstrakte Bilder darstellen. Manchmal hat man auch Texte, die einem direkt auf die Nase gebunden werden und klare Bilder zeigen. Natürlich nimmt man sich auch hier gesellschaftlicher Probleme an, wie in „Sohnemann Heinz“, wo man eine Geschichte eines Mannes gesungen bekommt, über einen Mann, der wohl im Krieg war. „Fresendelf“, was auch immer das heißen mag, kommt wie ein Herzschlag daher, angestimmt durch die Gitarre. Auch der Text legt diese Vermutung nahe, dass dieser besungene Mensch schon recht alt ist, denn „er hat sie alle gesehen, die Guten und die Schlechten“ aber „in den Wolken ist nichts zu sehen“. Ein Hauch Romantik möchte man meinen, gewürzt mit etwas Trauer und trotzdem wird einem ein Stück Optimismus mit auf den Weg gegeben, denn man weiß ja, dass alles ein Ende hat.


Wer dieser Band zuhört, was bei ihren Texten ein Muss ist, wird schöne aber auch schlimme Geschichten hören, was der Hörer daraus dann macht, bleibt natürlich ihm überlassen. Und wer tanzen kann und auch will, kann das auch zu dieser Platte tun, so vielschichtig ist das Programm, was hier an Rhythmen geliefert wird. Ich sehe mich immer wieder auf einem Festivalgelände, wenn ich diese Band spielen höre, im Sonnenuntergang, leicht schwüle Wärme… "Sohnemann Heinz" gibt es von der Band für euch kostenlos auf die Festplatte, und zwar hier.


Diese Band ist um Welten besser, als manch andere Deutsch-Sprachige Band, egal ob aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Turbostaat - Stadt der Angst
(Quelle:visions.de)

Mittwoch, 22. Mai 2013

Bandcamptage Vol. 76

Das Wochenende war grandios, es wirkt im Kopf immernoch nach, aber eher in Gedanken.

Die Band Yelephants kommt aus New Orleans. Einer ihrer Fans sagte einst: "Ihr Jungs scheint ein paar betrunkene Arschlöcher zu sein... und das im besten Sinne." So oder so ähnlich wollte der Fan wohl die Musik des Quartets beschreiben. Ob sie nun betrunken sind oder nicht, sie machen Musik. Sie klingen ein wenig wie The Strokes, The Young Obese, Forest Shakes, Cousins oder Bass Drum Of Death. Man hört, wie feinster Garage- und Surf-Rock durch die Boxen klimpert, selbst die Stimme scheint durch einen alten Verstärker geschliffen wurden zu sein, das über fünf Titel. Die EP Tart gibt es für einen Preis, der nach eurem Geschmack ist, ohne das man ein Minimum ansetzt. Wer also bei Regen hören mag, wie der Sommer klingen könnte, darf hier gerne zugreifen. Meine Anspieltipps sind Girl und Balloons.

Yelephants - Tart (EP)
Das Zitat des Wochenendes: "Endlich mal normale Leute."

Donnerstag, 25. April 2013

Bandcamptage Vol. 74

Wer von euch Nasen erinnert sich an meinen ersten Musikpost hier? Alle? Keiner? Dieser Post war der Anfang der Saga, so möchte ich das mal nennen, "Neben dem Strom". Dort zu finden ist das Album Greetings From Ghost Country der Band Corrupt Auto Pilot. Sicher war der Beginn durch die Band The Black Angels inspierert, da die ja ihrerseits das Intro des Filmes The Shred Remains aus dem Hause RomeSDS untermalen durften und zwar mit Paladin's Last Stand. 

Nun hat Corrupt Autopilot ein neues Album auf Bandcamp veröffentlicht, viel mehr schon im September 2012. Oh No! mag die Platte genannt werden, ist ein Stück wuchtiger, und wirkt alles in allem ein wenig mehr zugänglicher und auch nicht so schwer wie Greetings From Ghost Country. Der Opener Quiet House legt gleich dermaßen vor, dass man am liebste aufstehen und sein Haar schütteln will... im Takt der Musik versteht sich. Power Chord Viking ist ein wenig einfacher gestrickt, macht aber durch die Geschwindigkeit sehr viel Spaß. Bis auf Panda Blood, wird das Album recht ruhig, manchmal recht prog-lastig. Man ist hier schon mehr ab von den Angels. 


Und im Musikvideo zu Power Chord Viking beweisen sie einen eindeutig nerdigen Humor. Mir gefällt es. 



Und das Albumcover müsste es als T-Shirt oder wenigstens als Sticker geben. Verrückt, ich weiß. Und bevor ich es vergesse, auch dieses Album gibt es für einen Preis, der euch am meisten gefällt, ganz ohne untere Grenze.

Corrupt Autopilot - Oh No!
(Quelle: Bandcamp.com)

So mag sich der ein oder andere Kreis schließen. Ich hoffe, dass das hier ne Endlosschleife wird.