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Donnerstag, 16. Juli 2020

Хмарь - Мгла (Bandcamptage)

Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Band Møl aus Dänemark? Die hatten wir hier mal mit ihrem Album Jord. Seit diesem Meisterwerk bin ich auf Blackgaze, zumindest im Stile von Møl, hängen geblieben. Somit begab ich mich auf die Suche auf Bandcamp. Zum Glück ist dieses Genre nahezu eineindeutig, sodass man eigentlich nur noch hören musste und dann geschaut hat, was der Preis des Albums ist.

So fand ich das Album Мгла der Band Хмарь aus Russland. Man findet leider nicht viel über diese Band heraus, es gibt keine Facebookseite oder einen eigenen Webauftritt, leider. Das große Oberthema ist "Dunst", zumindest ist das die Übersetzung von Google. VK übersetzt ähnlich, hat aber wohl die besseren Dolmetscher. Aber auch das Thema Wald wird durchgenommen. Gesanglich versteht man aber nicht so viel, es gibt ein Sample im Track Сон, der gleichzeitig die erste Single des Albums ist. 

Klanglich ist man jedoch nahe dem, was die Dänen von Møl auf die Beine stellen. Klanglich gibt man sehr viel weite, die Trommeln sind nicht immer am Durchrattern des Blackmetaltakt, nur der Sänger ist halt echt schwer zu verstehen. Man kann sich hier verlieren, freut sich über Details, die man entdeckt. 

Natürlich muss ich unter diesem Hauptthema über den Preis sprechen. Man verlangt hier für acht Titel auf einer Spiellänge von knapp 57 Minuten keinen müden Cent... oder Rubel. Man kann soviel geben, wie man mag. Wenn das jetzt kein Grund ist, vielleicht in die Welt des atmsophärischen Blackgaze abzusteigen, dann weiß ich es auch nicht.

Anspieltipps: ПыльСонЛепра

Хмарь - Мгла
(Quelle: Bandcamp.com)

Die Musik passt ja schon fast zu diesem wechselhaften Sommerwetter. 

Freitag, 9. August 2019

Møl - Jord (Neues aus dem CD-Regal)

Mit diesem Kauf habe ich lange mit mir gehadert. Das Video zu Bruma läuft bei mir schon eine ganze Weile und hat es auch in eine meiner Playlisten auf Youtube geschafft. Gehadert habe ich wohl eher damit, ob ich das Album brauche, Musik kommt hier täglich rein. Nun ist es aber vor ein paar Monaten geschehen und die CD ist seit dem in meinem Besitz.

Und was soll man sagen, das Video verspricht genau das, was es auf Jord von Møl auch zu hören gibt. Das ganze nennt sich Blackgaze und war bereits 2018 auf Platz 12 der Top 50 besten Metal-Alben des Jahres der Zeitschrift Metal-Hammer. In diesem Genre vermischt man Black-Metal mit atmosphärischen Klängen, lässt die Gitarren auch mal clean, was wohl zum Gaze gehören wird. Durch diese Mischung schafft die Band eine gänzlich interessante Melange aus Härte und weitem Raum. Es wird nicht nur die Black-Metal-Keule geschwungen, was manchmal zu einer unangenehmen Enge führen kann. Die klar klingenden Gitarren sowie eingestreuter Hall sorgen für mehr Platz und malen wundervoll zerbrechliche aber auch forsche Landschaften. Wenn man nicht wüsste, dass das Quintett aus Dänemark kommt, könnte man denken, man hat es hier mit einer Truppe aus Nordnorwegen, dem Lappland oder vielleicht Island zu tun. Denn hier kann die Natur genauso schön wie auch erbarmungslos schroff sein und einen maximal möglichen Kontrast bilden. Das einzige Stück, welches komplett zum Durchatmen dient, ist Lambda, welches nicht ganz die Hälfte des Albums definiert. Danach wird der ganze Laden kurz umgekrempelt, bis man merkt, dass man das doch wieder anders haben will. Man macht es wieder schön, lässt das Licht der Hoffnung erstrahlen (akustisch Formuliert kommt das dem schon sehr nahe).

Selbst dieses Album kann jemanden, der eine Affinität für Metal und andere harte Gangarten der Musik hat, zum Black-Metal bringen, auch wenn bei mir die Schrittfolge etwas anders war, denn Black-Metal erreichte mich, wie auch immer das geschehen konnte, bereits vor diesem Wunderwerk aus zwei recht gegensätzlichen anmutenden Musikstilen.

Die Produktionsqualität ist über alle Zweifel mehr als erhaben. Die Klangqualität stützt die Kreation und man merkt, wie sehr die Künstler, der Produzent und der Mixer daran interessiert waren, ein mehr als rundes Gesamtwerk zu erschaffen.

Anspieltipps: Bruma, Jord, Ligament

6/6 Punkten (Eins der geilsten heißkalten Bäder, die man sich vorstellen kann.)

Møl - Jord
(Quelle: Bandcamp-Account von Møl)