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Samstag, 29. August 2020

Boy & Bear - Boy & Bear at Golden Retriever Studio (Nettwerk Music Group)

Vielleicht kennt das jemand von euch. Ihr bekommt Musik vorgeschlagen und merkt im ersten Moment, dass der Titel alle Sinne anspricht und eine gewisse Tiefe und Raum hat... oder auch Bauch. Wer Bad People in der akustischen Version von Boy & Bear hört, wird verstehen, was gemeint ist. 

Die australische Band gibt es seit 2009 und sie hat seit dem vier Alben aufgenommen. Das neue Album wurde, wie es der Titel schon beschreibt, in den Golden Retriever Studio in Sydney aufgenommen. Dabei ist es eigentlich nichts anderes, als eine Sammlung eigener Titel und Cover, die man durch die Erfahrungen auf Tour in den USA, einfach als Akustikversion aufgenommen hat. Wie oben schon erwähnt, werden dabei aber alle Sinne angesprochen, die Musik klingt nach Mehr, man könnte es mit klassischer Musik vergleichen, wo jeder Frequenzbereich gut ausstaffiert ist und man nichts vermisst. Man ist überrascht, wie reichhaltig das alles auf einmal sein kann, wenn man sich nur Mühe gibt und seine Erfahrungen einfließen lässt. Man denkt automatisch an Künstler wie Todd Hannigan, Jack Johnson oder Kings of Convenience und wünscht sich automatisch diese Zeit zurück. Man könnte sich vorstellen, dass die Tracks auf einen Surf-Film passen oder zu einer Dokumentation, wo es um Reisen geht. Auf das Album haben es nur neun Titel geschafft, die insgesamt auf eine Spiellänge von nicht ganz 35 Minuten kommen. Durch die angesprochenen Qualitäten geht der nächste Durchlauf oder Durchläufe voll in Ordnung. Man kann sinnieren, in die Weite schweifen und sich in Gedanken verlieren, die etwas schwermütiger sind. 

Release: 04.09.2020
Label: Nettwerk Music Group

Anspieltipps: Old Town Blues, Limit Of Love, Wicked Game

6/6 Punkten (Das hier ist vollwertige Musikkost.)


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Boy & Bear - Boy And Bear At The 
Golden Retriever Studio 
(Quelle: Presskit von Nettwerk Music Group)

Sonntag, 21. Januar 2018

Bandcamptage Vol. 159

Durch Zufall bin ich auf eine Band gestoßen, die ich vor ein paar Jahren schon für mich entdeckt hatte. Ektomorf hatte mich dazu gebracht, mal nach ein paar Metal/Groove-Metal-Alben auf Bandcamp zu schauen. Da kam leider nichts wirklich gutes bei rum. Auch unter dem Tag Melodic Death Metal, immer unter der Maßgabe, dass das Album für Name Your Price angeboten wird. Irgendwann tauchte in den vorgeschlagenen Tags Name Your Price auf. Nichtsahnend suchte ich die Alben durch und fand... keinen Metal, zumindest nichts was mich ansprach.

Deswegen gibt es heute Blues und Folk aus Quebec von Alice Wonder. Auf den vier Titeln der Distortion EP geht es, laut ihrer Beschreibung, um alles und nichts, um jeden und niemanden. Die von ihr gespielte Gitarre scheint über mehrere Spuren auf die Trommelfelle zu laufen und es wirkt, als wenn man direkt vor ihr sitzt. Für solch grauen Sonntagnachmittage gibt es eigentlich nichts besseres. Herunterladen dürft ihr euch das Album auch einfach so, ohne irgend einen Cent zu auszugeben.

Alice Wonder - Distortion EP
(Quelle: Bandcamp.com)

So dolle ist dieser Winter hier, zumindest in Brandenburg, nicht.

Sonntag, 2. April 2017

Das 4. Add On Music: Nick & June - My November My

Zwischen 2012 und dem Jetzt liegt eine Zeitspanne in der sehr viel passieren kann. Dies gilt wahrscheinlich auch für das Nürnberger Duo Nick & June. Es liegt nicht nur eine EP und das Album "Flavor & Sin" zwischen diesen beiden Zeitpunkten, man spielte bereits auf mehr als 300 Mal auf den Bühnen dieser Republik, durfte den Soundtrack für About A Girl kreieren und bekam die Chance mit Udo Rinklin (dem könnt unter anderem für die Platten von Philipp Poisel danken) das Konzeptalbum My November My aufzunehmen.

Was bekommt man nun, wenn man sich das 45-Minuten-Werk anhört? Schwere Melancholie und laute Fragen nach dem Warum. Die Stimmen der beiden Musiker geben dir die Möglichkeit sich zu verlieren, in Gedanken über das Vergangene, über die "Was-wäre-wenns", über vergangene Chancen und keiner der beiden scheint dir böse, wenn du eine Träne laufen lässt. Musikalisch bewegen sich Nick & June zwischen beschwingtem Folk und seichtem Pop, alle Instrumente, die ihr hört, wurden vom Duo selbst eingespielt. Die Produktion lässt, dank der fachmännischen Handhabe, keine Wünsche offen, auch wenn das Intro nicht auf den Gehalt des Albums schließen lässt. Manch einer würde es vielleicht als Täuschung bezeichnen, aber am Ende vom Tag ist es immer noch das Werk von zwei Musikern aus Nürnberg, denen man nicht sagen muss, was sie zu tun und zu lassen haben. An einigen Stellen hätte Nicks Stimme etwas mehr druck verdient, June wäre dann vielleicht untergegangen. Es kann gut sein, dass wir ihre Musik an einigen Stellen wiederfinden werden, sei es im Radio oder vielleicht unter irgendeinem Werbespot für Mobilfunkanbieter, der melancholischer nicht sein könnte. Es sei Ihnen gegönnt. Erschienen ist die Ode an den November am 31.03. auf AdP-Records.

Anspieltipps: Ships & Flags, Home Is Where The Hearts Hurts Pt. 1, Tiger

5/6 Punkten (So flanieren wir in den nächsten Sommer voller Sonnenauf- und -untergänge)

Nick & June - My November My
(Quelle: Presskit von Add On Music)

Montag, 13. April 2015

1st Backstage Broadcast: Bob English - Constant Bob

Wie ich den Kevin von Backstage Broadcast kennengelernt habe, muss ich nicht mehr erklären, oder? Notfalls, falls alle Stricke gerade gerissen sind oder ihr einfach zum ersten Mal hier seid, irgendwann ist immer das erste Mal, dann solltet ihr mal kurz hier klicken. Eigentlich passt das sogar zum heutigen Thema. Aber lest mehr. Und nicht vergessen, wenn da eine Eins davor steht, folgt noch mehr. Viel Spaß bei der ersten Übertragung.

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Es gibt so Dinge im Raumzeitkontinuum, die kommen und gehen. Manches sollte eigentlich nicht aus der Versenkung aufgehoben werden, wie Plateauschuhe und für die Zukunft die Arschgeweihe. Aber dann gibt es Dinge, die man ohne Ende feiert. Gerade sind es die Neunziger, mit all ihren modischen Errungenschaften und Fehltritten. Die Platte vom White Denim-Frontman James Petralli a.k.a Bob English ist ein Blick in ein Jahrzehnt, als Blumenmädchen hip waren und die Scherben versuchten, Tische klein zu bekommen. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man meinen, dass Constant Bob 45 Jahre auf einem Dachboden lag und gerade ausgegraben wurde. Dem ist nicht so. Hundert Tage soll er an dem Gesamtkunstwerk gefeilt haben, bis es genau nach seinem Gusto war. An allen Ecken und Kanten gibt es Pop und Rock, wie in Lynyrd Skynyrd einst spielten. Es gibt Countryeinflüsse, ein wenig Folk und die 808 soll wohl auch zum Einsatz kommen, aber das merkt man eben nicht, so perfekt wurde diese Maschine in dieses Soundkonstrukt integriert. Aber was macht man mit diesem Trip, der knapp 36 Minuten misst? Einerseits lädt er eindeutig zum Träumen ein, zum Cruisen durch die Walachei, ob nun mit dem Auto, dem mehr oder minder treuen Drahtesel oder irgendeinem anderen Gefährt. Eins darf nicht fehlen: Sonne und blauer Himmel. Die Produktion ist nicht perfekt, aber das gehört zu dieser Art Musik dazu. Andererseits könnte man diesem Album vorwerfen, dass es nicht auffiele, auch weil es eben etwas zaghafter daherkommt. Simon & Garfunkel würden aber sicher nach einem Feature fragen und die Kings Of Convernience dazu holen. Veröffentlicht wird diese feine, kleine Zeitkapsel am 17.04. auf dem Label Blood and Biscuits und kann auf Bandcamp gestreamt werden.

Anspieltipps: Struck Matches, Falling At Your Feet, Trying

5/6 Punkten (weil man sich selbst träumen sieht)

Bob English - Constant Bob
(Quelle: Bandcamp.com)

Mittwoch, 11. März 2015

Die 1. Tür des Grand Hotel Van Cleef: Torpus & The Art Directors - The Dawn Chorus

In letzter Zeit ist viel los, sei es in meinem E-Mail-Postfach oder auf diesem Blog hier. Das liegt nicht nur daran, dass meine Adresse in einige Verteiler rutscht, wie auch immer das gehen mag, sondern auch daran, dass ich mich kümmere, Anfragen an Promotionfirmen stelle. Das Grand Hotel Van Cleef, oder viel mehr eine Mitarbeiterin, hat mich angeschrieben und mir eine Band vorgestellt, was ihr dann im Folgenden lesen könnt. Da das Grand Hotel van Cleef nun mal ein Gebäude mit Türen ist, öffnen wir diese und sehen und hören natürlich hinein. Nun denn, viel Spaß beim lesen und hören.

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Heute öffnet sich hier die Hotelzimmertür von Sönke Torpus und seinen Freunden. Wie der Vorname es vielleicht erahnen lässt, kommt diese Band aus dem hohen Norden, da wo es zum Nachmittag Tee gibt und so ein Klönschnak sich auf ein paar Worte auf Platt beschränkt, die die Touristen eh nicht verstehen. 

Nordfriesland ist die Heimat und die Geschichten der Band drehen sich um den Tot einer Großmutter, die doch alles hatte, was sie brauchte; von der Sehnsucht nach etwas neuem und natürlich darf das große englische Wort mit den vier Buchstaben nicht fehlen. Als Produzent hat man sich jemanden aus dem großen B geholt, Simon Frontzek, der alles mitnehmen sollte, was er an Technik so schleppen kann. Und das finale Ergebnis ist eine Sammlung aus dreizehn Titeln, die einen auf knapp 50 Minuten über die weiten Wiesen und Felder der nordfriesischen Landschaft tragen... bis an die aufgewühlte See, mit einer zerzausten Frisur und der Nase im Wind. Hatte man auf dem Vorgänger noch dreißig Instrumente in den Händen gehabt, ging es auf The Dawn Chorus dann doch etwas bescheidener zu. So wollte man das ganze Konzept etwas knackiger halten. Trotzdem hört sich das nach mehr an, nach gemütlichen, verregneten Abenden, wo sich Freunde mit ihren Instrumenten treffen und ohne viel Aufwand einfach eine Atmosphäre des Nachdenkens schaffen, aber auch des Schmunzelns und des „Aus-dem-Fenster-guckens“. Ein E-Gitarre, ein akustische Gitarre, ein Schlagzeug, ein Bass und diverse andere musikalische Werkzeuge lassen den Folk immer noch frisch wirken, man könnte fast ahnen, dass man sich auf eine Tour mit Mumford & Sons vorbereite oder mit William Fitzsimmons. Mit dem Video zu „Two Hearts“ kann sich jeder ein kleines Bild von dem künstlerischen Umfang machen oder man gibt sich den Albumtrailer


Torpus & The Art Directors - Two Hearts (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Alles in allem kann man sagen, dass die Platte sich gut anhört, man merkt wo der Anfang und das Ende ist und die Produktionsqualität ist auch aller erste Sahne. Veröffentlicht wird das ganze als Download, als LP mit Downloadcode und auf CD wird es dieses Album auch geben, aber erst ab dem 13.03.2015. Auch wenn es das nun schon es Öfteren passiert ist, vergebe ich … 

 6/6 Punkte (wegen der ganzen „Hach“-Momente)

Torpus &  The Art Directors - The Dawn Chorus
(Quelle:ghvc-shop.de)

Konzerttermine:
07.04.15 - Blauer Engel - Lübeck
08.04.15 - Mau Club - Rostock
09.04.15 - Café Wagner - Jena
10.04.15 - Beatpol - Dresden
11.04.15 - Privatclub - Berlin
13.04.15 - Musikbunker - Aachen
14.04.15 - Blue Shell - Köln

15.04.15 - Kleine Freiheit - Osnabrück
16.04.15 - Zeche Carl - Essen
17.04.15 - Club Schili - Ulm
18.04.15 - Milla - München
19.04.15 - Waldsee - Freiburg
20.04.15 - Club Stereo - Nürnberg
22.04.15 - Lux - Hannover
23.04.15 - Gruenspan - Hamburg
24.04.15 - Speicher - Husum
25.04.15 - Tower - Bremen

Sonntag, 14. Dezember 2014

Ver-Flixt Nr. 14: Communicaution - Unfixed

Das Sänger auch abseits Ihrer Bands recht kreativ sind, weiß man ja nicht erst seit Slipknot oder den Deftones. So ergeht es auch dem Sänger der Band Versus You, die hatten dieses Jahr mit Moving On (hier auf die Rezension klicken) einen riesigen Erfolg in Ihrer Heimat gefeiert, worauf dann natürlich auch viele Auftritte folgten. Bereits vor den Zehn Jahren mit Versus You war Eric Rosenfeld in Bands und hat einige Projekte mitgestaltet. Nebenbei hat er aber auch immer wieder Titel geschrieben, andere gecovert und dies alles auf seinen Bandcamp-Account geladen. 

Nun hat er sich die Zeit genommen und einige Titel auf einen Silberling gebracht. Was einem nun da in die Ohren läuft ist nicht einfach nur irgend ein einzelner Musiker mit seiner Gitarre, der dann einfach in sein Mikrofon trällert, während ein Tonbandgerät mitläuft. Vielmehr bekommt der Zuhörer den Eindruck, dass wirklich komplett grundlegende Ideen und Soundstrukturen gefunden wurden und so eine sehr große Bandbreite geschaffen dargeboten wird. Klingen Unhappy For You oder  Come Clean noch nach reinen Heimstudioaufnahmen, gibt es mit Stücken wie Someone By My Side sogar Ausflüge in die Zeit von Tollen auf dem Kopf, Autos mit großen Flossen und Diner, in denen man von Frauen auf Rollschuhen bedient wurde. Letzteres ist dann mit einem kompletten Bandgewandt ausgestattet. Somit hat man hier eher so was wie ein Tagebuch vor den oder eher in den Ohren. Je nach Idee und Stimmung hat man hier einfach das aufgenommen, worauf man gerade Lust hatte, zumindest vermittelt dies Unfixed. Natürlich kann es da auch mal etwas ernster zur Sache gehen, wer She Takes Those Pills hört, wird dies sicher mitbekommen. Der halbstündige Ritt durch die Musikprärie ist gelungen, auch wenn die Platte ein paar Anläufe braucht, aber dadurch erfährt sie um so mehr Charme. Das Tagebuch... pardon, die CD gibt es seit dem 12.12.2014 und läuft auf Flix-Records.

5/6 Punkten


Communicaution - Unfixed
(Quelle: communicaution.bandcamp.com)




Sonntag, 30. November 2014

Ver-Flixt Nr. 13: Andrew Paley - Songs For Dorian Grey

Andrew Paley, seines Zeichens Frontmann von The Static Age, die wie hier im Blog bereits hatten, gibt auf „Songs For Dorian Grey“ fast genau den Gegenpol zur seiner eigenen Band. Schwingt man bei The Static Age noch beherzt das Tanzbein zu den Rhythmen, gibt sich Andrew auf seiner EP doch eher als Zupfer. Anders als bei White Rooms, dass schon stolze acht Jahre alt ist. Auch wenn er da nun alleine zu sitzen scheint, mit einer Gitarre auf dem Schoß, so gibt es durch die Produktionstechnik relativ viel Raum, erzeugt durch den Hall. Sieben Titel, also fast einer pro Jahr, haben es auf die EP geschafft, die es als - jetzt bitte einmal durchlesen und wirken lassen – Kassette und digitalen Download gibt. 

Der Trend, der vornehmlich bei Surf-, Garage- und Punkbands zu finden war, hat es nun also auch in das Singer-Songwriter-Genre geschafft. 

Andrew klingt nachdenklich, tiefsinnig und ist weitaus ruhiger. Das ganze passt irgendwie auch zu lauschigen Abenden im Winter oder Spätherbst, wo es schon früh dunkel wird und alle Menschen mehr Schichten anhaben als es Tage in der Woche gibt. Vergleiche mit William Fitzsimmons und Colin Hay sind möglich, wer einen Todd Hannigan findet, hat nicht ganz Unrecht. Es ist alles echt und handgemacht, es gibt keinen Pomp, keine Maschinen, die irgendwo nachbessern und die Nähe zum Musiker scheint zum Greifen nah. Wer in einer Sinnkrise steckt, Liebeskummer schiebt oder gerade vom Unglück verfolgt ist, der darf sich diese Kassette gerne zu Gemüte führen, alle anderen natürlich auch, die Stimmung kommt ganz allein. Veröffentlicht wird das ganze via Flix (Cargo-Records), „Feeling Detroit“ hat man auf die Soundcloud und Bandcamp geladen, wobei ab Releasedatum (05.12.2014) wahrscheinlich das ganze Album zu hören sein wird. Wem der Sound zusagt, der kann den Barden in Deutschland, Österreich, Belgien oder in der Schweiz einmal besuchen, denn er tourt einmal kurz durch Zentraleuropa.

5/6 Punkten


Andrew Paley - Songs For Dorian Grey
(Quelle: Presskit von Flix-Records)

Tourdaten:
30.11.14 – D – Dresden @ Groovestation (mit Northcote)
01.12.14 – D – Berlin @ Monarch (mit Northcote)
02.12.14 – AT - Wien @ Das Bach (mit Garett Klahn & Karl Larrson)
03.12.14 – D – Stuttgart @ Keller Klub (mit Northcote)
04.12.14 – CH – Zürich @ Bar Rossi (mit Northcote)
05.12.14 – D – Bielfeld @ AJZ (mit Garett Klahn & Karl Larrson)
06.12.14 – B – Machelen @ Club Kamikaze (mit Garett Klahn & Karl Larrson) FREE SHOW
07.12.14 – D – Hamburg @ Hafenklang (mit Garett Klahn & Karl Larrson)
08.12.14 – D – Oberhausen @ Druckluft (mit Garett Klahn & Karl Larrson)
09.12.14 – D – Bochum @ Neuland FREE SHOW
10.12.14 – D – Osnabrück (Secret Show)

Donnerstag, 13. November 2014

Bandcamptage Vol. 136

Ab und an fasziniert es mich immer noch, dass ich auf total ruhige Melodien stehen kann, obwohl es vor ein paar Jahren immer nur härter ging. Wer jetzt zweideutig denkt, der hat seinen Spaß.

Aber nun gut der Gaukelei, die Band Breaking The Spell besteht aus zwei Personen, die im beschaulichen Staate Washington leben. Ob das mit der Beschaulichkeit stimmt, müssen wir mal glaube. Viel wichtiger, sonst wäre es ja nicht mein Blog, ist die Musik, die von Alexandra und Traesti da zusammengebastelt wird. Auf Breaking The Spell geht es ruhig, aber dennoch gut ausstaffiert zur Sache. Wer Melodiy Gardot & Mumford & Sons mag oder auch die 17 Hieppies, der wird auch dieses Album mögen. Die Preisfrage ist eine gute Frage. Gebt soviel ihr könnt und/oder soviel ihr wollt, das liegt ganz bei euch oder eurem Sack, der sonst immer prall mit Gold gefüllt ist... oder auch nicht.


Breaking The Spell -
Breaking The Spell

Welcher Idiot hat immer was von einem Silberstreifen am Horizont gefaselt? 

Donnerstag, 21. August 2014

Gunner Records die 3te: Zeki Min - Majestic


Zeki Min, das ist ein Musiker der aus Bremen kommt und nun in Berlin wohnt. Von sich selbst sagt er, dass er ein Late-Bloomer sei, da er erst im Alter von 20 Jahren mit dem Musizieren begonnen hat. Von sich sagt er auch, dass er bei Namensfindungen für Soloprojekte nie so ein gutes Händchen hatte, somit blieb er bei seinem echten Namen. Das haben andere große Musiker auch nicht anders gemacht. Zentral geht es um seinen Gesang und um seine Gitarre (die Kombination Querflöte und Gesang gleichzeitig wäre wohl auch blöd gewesen), daneben gesellen sich aber gerne ein Schlagzeug, Klaviere und in „Everything's Gonna Be OK“ gibt es sogar eine Frauenstimme, die mitsingt. Sonst findet man alles, was auf eine Singer-Songwriter-Platte gehört: Gefühle wie Selbstzweifel, Verlorensein, das Aufstehen nach einem Fall und die Frage nach dem Warum. Dennoch ist seine Stimme recht kraftvoll, die Instrumentalisierung und die Produktionsqualität ist ausgezeichnet und weist keinerlei Macken oder dergleichen auf. Elf Titel sind heutzutage eigentlich ein normaler Schnitt, Studiozeit ist ja heutzutage ein schwerer, finanzieller Faktor. Für ein Debüt ist "Majestic" gelungen und man kann sich den jungen Barden gut alleine auf einer Bühne vorstellen und niemand im Publikum wäre gelangweilt. Erschienen ist das ganze am 25.07.14, der Vertrieb läuft über Broken Silence Independent Distribution. Wer sich selbst ein Bild von der Schaffenskraft des Bremer Musikers machen möchte, kann sich auf Bandcamp das gesamte Album anhören und sich dann eine eigene Meinung dazu häkeln.



4,5/6 Punkten.

Zeki Min - Majestic

Sonntag, 27. Juli 2014

Ver-Flixt Nr. 8 / Gunner Records: John Allen - Sophomore

Ihr kennt das sicher alle, man hört die ersten Klänge eines Albums, von einem Künstler den man nicht kennt. Wenn einem die Musik gefällt, wirft man den Browser seiner Wahl an und sucht im Internet nach dem Namen des Künstlers. Wenn man dann liest, wo John Allen herkommt, schlackern einem die Ohren. Der junge Mann kommt aus Hamburg, was man in Anbetracht der Klänge kaum glauben mag. Das Album klingt eher nach dem hohen Norden Kanadas, nach Irland oder gar Alaska. Eine Stimme, die schon viele Reibeisen abbekommen hat, wird begleitet von einer Akustikgitarre, die jeder erwartet. Aber, wie bereits umschrieben, klingt das hier nicht nach Jack Johnson. Denn zur Gitarre gesellen sich eine Geige, ein Bass, eine Ziehharmonika, eine elektrische Gitarre, ein Klavier und ein Schlagzeug. Wer die Augen schließt, wird förmlich auf das Klirren von Gläsern und ein das Jubeln und Grölen warten, welches von einer Horde von Gästen produziert würde, das kommt aber nicht. Denn eins ist klar, diese Musik gehört in verrauchte, irische Bars, in Holzhütten, wo es Moonshine und raue Feste gibt, wo Barhocker und Biergläser durch die Gegend fliegen und sich Männer alle paar Minuten um eine Frau prügeln um dann schlussendlich doch mit einem Bier anzustoßen und auf die Frau zu pfeifen. Die Geschichten, die John einem vorsingt, handeln von eben Frauen, in die man sich einfach verliebt, die aber keine Träne wert sind, von verflixten Silvesternächten und dem blöden Frühling. Verpackt wird das mit einigen englischen Flüchen, die hier und da eingestreut werden ...  John wirkt etwas verletzt. Die ganzen zehn Titel gehen runter wie Butter, angetrieben vom rauen Wind des Nordatlantiks, immer in den hohen Wellen, an der Grenze zum Kentern. Die Produktion weiß zu gefallen, auch wenn die Instrumentalisierung für unsere Breitengrade etwas aus dem Rahmen fällt. Aber genau das ist es, was man hier braucht, was neues, neue Gewürze im Regal lassen die Lieblingsgerichte eben in einem neuen Licht erscheinen. Erschienen ist diese Folk-Americana-Rock-Platte auf Gunner Records. Also, Whisky, Bier, Moonshine und Fäuste in die Höhe geschwungen und mitgetanzt und geschwoft. Das solltet ihr auch, denn der Barde ist mit seiner Entourage in Deutschland und Frankreich unterwegs.

27.7. D, Bremen - Breminale
30.7. D, Berlin - Schokoladen
08.8. F, Metz - La Chaouée w/ Joe Ginsberg
09.8. D, München - Free & Easy Festival w/ Joe Ginsberg, Ghost Of A Chance
10.8. D, Berchtesgarden - Kuckucksnest w/ Joe Ginsberg
11.8. D, Nürnberg - Hirsch w/ Frank Turner
12.8. D, Bad Kreuznach - The Majik Lounge w/ Joe Ginsberg
13.8. D, Meppen - Juz w/ Joe Ginsberg
14.8. D, Oberhausen - Drucluft w/ Joe Ginsberg
15.8. D, Altenburg - Finnegans w/ Joe Ginsberg
16.8. D, Berlin - Ramones Museum w/ Joe Ginsberg
30.8. D, Nalbach - Acoustic Open w/ Tim Vantol, Kreutzer
27.9. D, Hamburg - Kleiner Donner

Und was kann man Final zu diesem Album sagen? Nun, es hat die volle Punktzahl verdient, den Opener New Years Eve gibt es zum Beweis auf Soundcloud.

6/6 Punkten 

John Allen - Sophomore
(Quelle: Promopackage von Flix-Records)

Mittwoch, 23. Juli 2014

Bandcamptage Vol. 130

Die Zeit vergeht, als wenn sie durch die Finger rieselt, wie Sand. So oder so ähnlich ist hier gerad das Stimmungsbild. Somit geht der Musikgeschmack auch gerade in diese Richtung.

Die Band Twin Voices aus Montréal, Québec untermalt eigentlich das alles, was hier gerade so abgeht. Die Musik der beiden ist folkig, klingt ein wenig nach Blues und Americana. Stets ist die Gitarre zur Hand und die zweite Stimme steigt hier und da ein, deswegen wohl auch "Zwillingsstimmen". Und das der Osten Kanadas nun mal zweisprachig ist, gibt es hier auf dem letzten Titel der EP, ein paar französische Wörter ins Ohr gehaucht. Der Preis ist frei nach Belieben wählbar und so nahe am Monatsende, da sind einige gewiss nicht mehr so liquide. 



Twin Voices - Twin Voices EP
Und nun schreit der Kalender ganz laut, dass ich älter werde. Mit meinem heutigen Wissen, einfach mal zehn Jahre jünger sein. Oder wie man auf Twitter zu schreiben pflegt: #ausgründen

Dienstag, 24. Juni 2014

Bandcamptage Vol. 126

Das mit dem heimischen Internet wisst ihr ja schon, das brauche ich also nicht viel zu schreiben.

Die Band Deadwood Floats kommt aus Columbus, besteht aus vier Menschen, die sich vollkommen dem Americana und Folk verschrieben haben. So klingt ihr Album Provence auch, ruhig, auch mal glücklich, aber stehts ohne viel Lärm zu machen. Die Ausgestaltung der Titel ist großartig und lässt keine Wünsche offen. Der Preis bleibt schlussendlich bei euch, aber da das Monatsende naht und in den meisten Geldbörsen Ebbe herrscht, gibt es auch dieses Album für einen Preis, der euch schmeckt oder gerade passt.


Deadwood Floats - Provence
So mache ich hier mal weiter und warte auf mein Longboard. 

Freitag, 19. April 2013

Bandcamptage Vol. 72

Erinnert ihr euch noch an Hella Better Dancer? An dieses entspannt ruhige Soundgewand? Es gibt auch eine Musikerin, die sich Jac Beth nennt und aus Australien kommt, die es schafft einen ähnlichen Sound zu Produzieren. Auf ihrem Album, oder vielemehr eine EP, gibt es sehr ruhige und entspannte Musik, die hier und da auch ziemlich depressiv wirkt. Das Album lief bei mir auch schon ein paar Tage in der Schleife. 

Die Dame spielt Gitarre, Klavier und auch Trommeln. Der Sound an sich ist recht Lo-Fi, was an der Technik liegen kann, mit der man die ganze Geschichte aufgenommen hat. Hier und da klingt das ganze auch wie Katie Melua oder wie My Brightes Diamond, wer entpsannen möchte, kann dies gern zu diesem schönen Stück Musik tun. Mein Anspieltipp:


Das ganze gibt es für einen Preis eurer Wahl, auch ohne Minimum.


Jac Beth - Geist
 Für die Ruhe hier, möchte hier mal entschuldigen, wird aber noch öfter passieren. 

Dienstag, 13. November 2012

Bandcamptage Vol. 55

Eigentlich wäre ich heut gern in Berlin gewesen. Alle Zeichen standen auf Emil Bulls, aber irgendwo gab es wohl einen Fehler in der Kommunikationskette.


Darum konnte ich heut ein wenig auf Bandcamp, das Portal mit den meisten Einträgen hier im Blog, suchen. Ich bin auch fündig geworden.

Tyler Buttler kommt aus Edmonton, Kanada. Er ist ein richtig guter Singer/Songwriter und hat seine RadioShow, die er bei CJSR gemacht hat, aufnehmen lassen. Diese kann man nun für 0Cent herrunterladen. Er spielt alleine auf seiner Gitarre und singt. Durch den Hall auf der Stimme wirkt die Show recht intim. Fantastisch, für lange Abende im November.


Tyler Butler - LIVE ON CJSR

Die nächste Band, die Outdoor Miners,kommt ebenfalls aus Edmonton, hat eine kurze EP mit drei Titeln produziert. Die legen gleich mal eine kesse Sohle aufs Parkett. Die Schmettern ein paar kurze, Indie-Punk-Songs durch die Boxen. "Das fetzt!" Würde meine Mutter in so einem Moment wohl von sich geben. Ihr bekommt Disgust für Luft und Liebe auf eure heimischen mp3-Abspielgeräte.


Outdoor Miners - Disgust

Montag, 30. Juli 2012

Mal was anderes die 10te

Wie ich gerade bemerke kommen mit dem heutigen Post ziemlich viel Jubiläen zusammen, auch wenn das eine nun schon fast eine Woche verstrichen ist. Das verstrichene Jubiläum ist mein Geburtstag, der am 24.07. ist, eigentlich auch einfach zu merken, wie ich finde, da der Tag 24 Stunden hat und die Woche 7 Tage. You see... easy. Dann ist das hier der achtzigste Post und gleichzeitig der zehnte Post, der nun auch "Mal was anderes" behandelt.

Für die Ruhe hier möchte ich mich entschuldigen, die Uni hat mich über die Bücher und Skripte gezwungen, gearbeitet hab ich und nun gibt sowas wie eine schöne Sternen Wanderin an meiner Seite. ABER ich habe mir gedacht, bei soviel Jubi-Spaß solltet ihr nicht zu kurz kommen.

Beginnen möchte ich heute mit einem Podcast aus Kanada, welches eigentlich das Land ist, welches ich unbedingt bereisen möchte, vor allem im Winter. Der Sender CBC3, der hier, da, dort und anderswo Erwähnung gefunden hat, hat mich immer inspiriert neue Musik zu finden und mir auch Musiker und Bands näher gebracht, die ich bis heute unglaublich gut finde.
CBC3 hat in der Zeit, in welcher ich es verfolge, so einiges geändert. Nicht nur die URL hat sich geändert, sondern auch die Aufmachung und auch andere Dinge, die nach einiger Zeit nach dem Beginn der Umstellung wieder aufgehoben wurden, wie das Nicht-Anzeigen des Titels im Online-Stream auf der Internetpräsenz. Bei Winamp hat es funktioniert.
Auch während meines Praktikums bei ROME SDS in München, bin ich dem Sender treu geblieben, was zur Folge hat, dass mich einige Titel immer an diese verrückte, aufregende und schöne Zeit erinnern werden. Somit ist dieser Sender meine kleine persönliche Zeitmaschine. CBC3 hat auch eigene Podcasts, ich habe mittlerweile den R3-30 Podcast abonniert, iTunes lädt den beim Start ja immer selber runter. Das schöne ist, dass man so immer einen kurzen Einblick hat, was in Kanada an moderner und guter Musik läuft, denn es wird nicht nur gesprochen, sondern auch Musik wiedergegeben. Somit bekommt man hier auf legalem Wege exzellente Titel frei Haus geliefert und das wöchentlich. Wer meinen Blog mag, wird den Podcast lieben. Der Moderator ist in Kanada wohl sowas wie ein Comedian, lustig ist er auch ab und an, aber das nur so nebenbei.


Quelle:  http://music.cbc.ca/#/The-R3-30
Das nächste Geschenk ist zwar kein immer wiederkehrendes, aber dafür kostenloses Album von einer Band, die ich hier in meinen "frühen" Blog-Zeiten mal hatte. Die Band Dancing With Paris schmeißt eine EP für 0€ raus, wenn ihr eure E-Mail Adresse, und zwei drei andere Angaben macht. Die Musik der Jungs ist recht hart und derb, obwohl man hier und da sogar ein paar ruhige Momente findet. Die Djent-Einflüsse kommen wohl von den 8-Saitern, die hier gezupft werden. Wer Metalcore oder sowas mag, wird das lieben und die beiden Youtube-Clips zeigen am besten, welche Bandbreite geboten wird. 





Die Band Thee Brandy Hips hatte ich hier auch mal, nur bin ich da nicht auf die Idee gekommen, mal nach den anderen Alben der Band zu gucken, ob es die nicht für einen Preis gibt, der quasi 0€ beträgt. Und siehe da, das Album We Are Love gibts für "Name-Your-Price" ohne Minimum. Die Musik der Spanier ist surf-lastig und macht meilenweit Spaß, bis zum Horizont und noch viel weiter und das alles zappelnder Weise. 

Thee Brandy Hips - We Are Love

Somit ist jetzt hier viel geschrieben, die Musikmischung ist recht bunt und alle sind, so hoffe ich, zufrieden. 

Donnerstag, 5. Juli 2012

Jamendosis Vol. 10

Der nächste Musiker im Bunde kommt auch aus Philadelphia, veröffentlicht aber auf einem anderen Portal. Jonathan Dimmer veröffentlicht hier unter seinem eigenen Namen ein wunderbar produziertes Album mit dem Namen "The Best and Worst" unter CC-Lizenz. Seine Musik könnte sehr gut in eine Folge von Grey's Anatomy passen. Der junge Mann kombiniert akustische und elektrische Gitarren gekonnt und zaubert damit schöne Musik in bester Qualität auf das Album. Und der Titel I'll Wait For You gibt es sogar ein Duett mit einer Frau. Jonathan erzählt mit seiner Musik viel über Liebeskummer und die Gedanken die man hat, wenn gerad etwas großartiges beendet wurde.  Er spricht/singt das aus, was man fühlt und sagen möchte. Somit, wer gerade Liebeskummer hat oder vielleicht nochmals an solch schöne Zeiten zurückdenken mag, darf sich dieses Album genehmigen, dank CC-Lizenz für 0€, und auf eine kleine persönliche Zeitreise gehen. 



"Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Verpackungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker."

Montag, 11. Juni 2012

Bandcamptage Vol. 28

Was für ein Wochenende. Ein langer Arbeitstag mit einem erschreckenden Zwischenfall und noch ein Arbeitstag. ^^ Deswegen ist es hier auch gerade recht ruhig.

Heute geht es mal wieder quer durch das musikalische Gemüsebeet, von einer Band, die so klingt wie Mumford & Sons bis hin zu einer Band die so klingt, wie Turbostaat, nur auf englisch und eine Spur härter. 

Das erste Album würde man im Beet wohl da finden, wo alles ruhig ist und alles so vor sich hinwächst und man sich an seiner Schönheit erfreuen kann. Der Singer/Songwriter/Kanadier Colyn nennt sich Wild Oak und hat die Songs auf der EP Wild Country innerhalb von 7 Monaten zusammengetragen, ist damit dann ins Studio und hat dort auch von anderen Musikern tatkräftige Unterstützung bekommen. Man findet recht viele Instrumente auf dem Album, wobei mir die ersten paar Akkorde von Wild Country unter die haut gehen. Und das Cover erinnert mich stark an Instagram, ich kann mich aber auch täuschen. 

Und bevor ich es vergesse, das Album man kann für Lau laden oder ein paar Cent oder Euros springen lassen, wie man mag. Und hätte ich das Ding schon in München gefunden, liefe das mit Hella Better Dancer in Dauerschleife, aber auch im Moment passt mir diese Musik sehr gut in den Kram.
Wake Owl - Wild Country
Die nächste Band ist irgendwo auf dem Beet, wo alles wild rumwuchert und man Angst haben muss, sich beim betreten dieses Beetabschnitts nichts tut. Die Band Anchoress kommt aus Vancouver und spielen auf ihrem Album Crime & Compas so ne ziemlich harte Latte an Rock und Punk. Sie klingen stellenweise wirklich wie Turbostaat, aber in Songs wie Disaster Porn merkt man doch das sie vom Nord-Amerikanischen Kontinent sind, besonders in den letzten Zügen des Titels. Also Punk und Hardcore vom Feinsten und das For Free. 

Anchoress - Crime & Compas

Bitte greifen Sie zu und haben Sie Spaß. 

Freitag, 25. Mai 2012

Bandcamptage Vol. 23

Heute gibt es zwei kurze EP's auf die Platte: einmal von einer Studentin, die von Michigan nach Nashville gezogen ist, eben wegen des Studiums; die andere EP war heut ein Glückstreffer, der mich via CBC3 ereilte. 

Beginnen wollen wir gemäß dem Spruch: "Ladies First" mit Liz McDaniel aus Michigan, die ja nun nach Nashville ist um zu studieren. Auf ihrer EP For Memories klingt die ganze Musik, die sie Produziert nach mehr und ich bin überrascht über die Qualität, auch wenn die EP nur 3 Titel umfasst. Hier und da singt sie mit einer Zweitstimme, von der ich annehme, dass sie einfach über ihr Original gelegt wurde. Wer Hella Better Dancer mag wird auch sie mögen, denn sie fungiert hier als Singer-Songwriter. Sie lädt zum kurzen Abschalten ein, eine kleine Pause vom Stress. Hier darf der geneigte Hörer, wenn er selber knapp bei Kasse ist, das Album für Luft und Liebe laden. Wer sich solidarisch mit dieser Studentin zeigen möchte, darf natürlich auch unterstützender Weise ein paar Cent rüber rollen lassen. Jedem wie ihm beliebt.

Liz McDaniel - For Memories EP

Die nächste Band im Bunde heißt Cousins und kommt aus Halifax, Kanada. Wieder hat CBC3 hier Pate gestanden. Als der Titel Jules lief, bin ich quasi zum Rechner gerannt um noch rechtzeitig zu sehen, wie die Band denn heißt.

Nach dem ich die Band gegoogelt hatte, ergab der Zufall, dass Cousins auch einen Bandcampaccount haben. Somit stieg in mir die Hoffnung, doch was kostenfreies zu finden oder zumindest etwas, was einem die Wahl lässt, wie viel man den Zahlen wöllte. Das Album The Palm At The End Of The Mind gibt es leider nicht für Umme. Wie ihr Jules entnehmen könnt, ist der Sound recht Lo-Fi, total dreckig und auch ganz simpel gestrickt... mir gefällt es. Die Band war aber so nett, doch ein Tape zu produzieren, welches man sich für 0Cent laden muss, es gibt nur "Free Download". Die EP "DUZ/CUZ SPRING TOUR TAPE" ist von den Songstrukturen genauso wie The Palm At The End Of Mind. Es ist aber um so kürzer, was ich aber so schlimm nicht finde, da man es kostenlos bekommt. 


Cousins - DUZ/CUZ SPRING TOUR TAPE