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Montag, 12. April 2021

Youtubisch Vol. 41

Fun Fact: Diazepam hieß von 1963 bis 2015 Valium. Es soll zur Behandlung von Angststörungen angewendet werden, wobei Angstzustände ungewollte Nebenwirkungen sein können. Dass das Zeug abhängig machen kann, das steht außer frage. 

Über genau dieses Zeug lässt sich der Sänger Aaron Matts der Band ten56. im Track Diazepam aus. Wenn man den Texten glauben mag, will man lieber tot sein, als nochmal eine Pille nehmen zu müssen. Wer beim Namen aufhorcht, kennt man die Band Betraying The Martyrs, denn da ist Aaron vor kurzem erst ausgestiegen. Mit den Mitgliedern von Novelists FR, Kadinja und Uneven Structure macht er wohl schon seit einem Jahr Musik. 

Wer jetzt trotz des Links, den Track noch nicht gehört hat, der sollte sich auf extrem tief gestimmte E-Gitarren gefasst machen, gepaart mit gutturalem Gesang und allem was sonst noch scheppert. Es wird gedrückt und geballert, wo es nur geht, man nimmt keine Rücksicht. Es gibt zwischen dem ganzen Metallcore auch ein paar Hardcoreanleihen. Vielleicht fühlt sich so der Zustand an, wenn man einen Trip auf Diazepam schiebt. Gegen Ende werden die Gitarren immer tiefer und langsamer. 

Das Video wurde im Winter bis morgens um 5 Uhr in einer leeren Halle gedreht und gibt somit die perfekte Untermalung und Stimmung zur Musik.  Man hat wohl noch ein paar Tracks im Petto, man kann also gespannt sein. 

ten56. - Diazepam (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Drogen sind schlecht, auch wenn sie dir dein Arzt verschreibt.

Dienstag, 6. April 2021

Youtubisch Vol. 40

Als das hier mit dem Blog anfing, hatte ich eine kleine Anekdote zur Band Red Fang zu erzählen. Nun hat mir Youtube erneut ein Video vorgeschlagen, was wieder funktionierte. Der Track Arrows enthält all das, was Red Fang ausmacht. Es ist alles leicht verzerrt, man bringt ordentlich Bums mit und man hat sein typisches Knarren und Knarzen am Start. 

Das die Männer Humor haben, bewiesen sie bereits in vielen ihrer Musikvideos. Bereits im Intro des Videos fragt einer, ob man das nicht schonmal gemacht hätte. Wer ein paar Videos kennt und nicht ein kaputtes Gedächtnis durch die Nutzung des Smartphones hat, der wird sich vielleicht an Wires erinnern. Der Rahmen der Zerstörung hält sich nun aber in Grenzen. Es ist lustig anzusehen, wie jeder das Schwert haben will und zu den unnötigsten Ereignissen mit hat und benutzt. Wie kleine Kinder, die ein Spiel- oder Werkzeug bekommen und es zu jeder Gelegenheit nutzen wollen, ob es nun Sinnvoll ist oder nicht. Die Technik zur Aufnahme der Bilder ist besser geworden, als sie es noch bei "Wires" war. 

Red Fang - Arrows (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Jungs bleiben Jungs, sie werden nur älter und die Spielzeuge teurer.

Donnerstag, 3. September 2020

Youtubisch Vol. 39

 Zum ersten Video setze ich eine Triggerwarnung. Die Band Criplled Black Phoenix hat ein recht brutales Video zusammen gestellt. Wer die Bilder von geschredderten Küken, verhungerten Kindern oder misshandelten Ferkeln nicht ertragen kann, auch wenn es die pure, harte Wahrheit ist, kann sich die Single Lost auf Bandcamp anhören.
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Zu Beginn wird man vom Klang eines alten Zahlensenders begrüßt. Das klingt unheimlich, das ist es auch. Diese Sender dien(t)en dazu, Agenten weltweit via Radio auf bestimmten Frequenzen zu erreichen, damit diese dann Befehle ausführen können. Nach ein paar Sekunden setzen Trommeln ein, der Gesang kommt mit der Gitarre um die Ecke. Akustisch wähnt man sich auf weiter Flur, umgeben von einem eisigen Wind. Die Bandmitglieder kommen aus Schweden und Großbritannien, was den Sound erklären kann. Die elektrischen Gitarren flirren hier und da durch, die Stimme der Sängerin ist leicht verzerrt und wird ab und an von einer Männerstimme unterstützt. Textlich wird die menschliche Gesellschaft behandelt. Wir sind als Menschheit verloren, wir verbrauchen mehr Planet als wir übrig haben und lassen alles und jeden hinter uns, der nicht mithalten kann. Die Folgen kann man sehen, sie werden einem täglich vor Augen gehalten und dennoch ignoriert man sie, weil man die Bilder zu oft gesehen hat oder weil man das Elend nicht wahr haben mag. Auf jeden Fall eine sehr aufrüttelnde Single. Das Album Ellengæst wird am 09.10.2020 auf Season Of Mist erscheinen. 

Crippled Black Phoenix - Lost
(Quelle: Youtube.com)

Der nächste Track hat zwar ein weniger brutales Thema, auch die Bildsprache ist weniger brutal. Es gibt viele Gäste im Clip, das Thema ist klar. Es geht um das noch laufende Jahr 2020. Das Virus und was alles noch passiert ist, gerade wegen des Viruses oder auch anderweitig, siehe Wirecard. Kafvka will zwar 2020 skippen, was man auch sonst so mit anderen ungeliebten Sachen macht, Tracks, die man nicht mag, Werbung vor Youtube-Videos, Videospielzwischensequenzen, wenn man sie schon zum zigsten Male sehen muss, weil man wieder verkackt hat. 

Aber ich persönlich denke, dass das Jahr mit all seinen Ereignissen, die Pflaster von den erkennbaren Wunden reißt, die überall zu sehen sind. Mangelnde Digitalisierung der Gesellschaft, die rechten Umtriebe (die man ja nicht wahr haben will), Schlachtbetriebe, die ihre Mitarbeiter aus dem Osten Europas ankarren lassen und zu menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten und leben lassen, Finanzunternehmen, die es so gar nicht geben dürfte und Fluggesellschaften, die um Geld betteln. Klar könnte man nun auch kritisieren, dass man keine Parties mehr feiern kann, dass man keine Konzerte mehr besuchen kann oder massenhaft Festivals abgesagt werden. Dem Virus ist es aber egal, woher du kommst, wieviel Kohle du im Monat machst oder woran du glaubst. Da muss man mal eben die Arschbacken zusammenkneifen. Die ganzen Probleme müssen m.E. angegangen werden, damit das Jahr 2020 nicht ganz verloren ist und nicht umsonst geskippt wird. Hier trifft, fast wie im Nu-Metal, Rap auf Metal und Rock, aber weniger proletenhaft. Der Rap ist böse und bei jeder Line denkt man: "Scheiße, er hat Recht." 

Kafvka - Skip 2020
(Quelle: Youtube.com)


Und dann fühlst du dich trotzdem noch machtlos.

Freitag, 21. August 2020

Youtubisch Vol. 38

Wir sind in einer düsteren Welt gelandet, die Apokalypse ist ausgebrochen und wir stehen vor den Scherben, die einst unsere Welt waren. Dennoch bietet diese zerstörte Welt eine Möglichkeit für einen Neuanfang. Genau das wollen uns die Deftones mit ihrem neuen Titel "Ohms" sagen. Das Intro zum Song ist bereits nicht so düster, wie man es von den Männern aus Sacramento gewöhnt ist. Die Gitarre hat nun wieder eine Seite mehr bekommen, also gibt es nun neun umwundene Drahtfäden (oder sind das schon Seile?) am Instrument. Sie klingt auch etwas dreckiger. Die Stimme von Chino erkennt man aus tausenden immer wieder. Gegen Ende des Songs klingt die band wieder optimistisch, als wenn man seine dunkle Vergangenheit und alles Schlechte hinter sich gelassen hat und nun nach vorne gucken kann, frei von alten Lasten. Das Album Ohms wird am 25.09.2020 in verschiedenen Versionen erscheinen. 

Deftones - Ohms
(Quelle: Youtube.com)


Lage, Lage, Lage. Das ist nicht nur im Immobilienmarkt wichtig. Auf "Gaslight" von Bitch Falcon trifft das ebenso zu. Hier liegen so viele Lagen Musik übereinander, dass man sich sofort eingelullt fühlt. Die gezeigten Bilder geben ihr Übriges dazu. Der Bass und das Schlagzeug drücken ordentlich von unten und jede neue Note fordert den Zuhörer und erzeugt immer mehr Spannung. Auch der Track Test Trip zeigt, dass der Bass hier eher das Sagen hat und viel voran treibt... achja, Lagen gibt es hier ebenso viele Das dazugehörige Album wird Staring At Clocks heißen und am 06.11.2020 veröffentlicht. 

Bitich Falcon - Gaslight
(Quelle: Youtube.com)


Und wer noch tiefer in den Kaninchenbau will, höre sich Things That Fall From The Sky von Laboratory Noise an.

Montag, 13. Juli 2020

Youtubisch Vol. 37

Das Techno gut mit Metal harmonieren kann, bewiesen einst schon We Butter The Bread With Butter mit "Ich mach was mit Medien", das Video hatten wir hier mal. Man gehe einfach zu Min. 1:49 und genieße den Atzenbeat. Und dann kommen die Dudes von Eskimo Callboy um die Ecke und setzen dem ganzen mit Hypa Hypa noch die Krone auf. 

Nicht nur das der Anfang einfach nur richtig einfach gestrickter Techno ist (hoffentlich bekomme ich hier dafür nicht den Kopf abgerissen), nein, die haben sich allen ernstes Schnauzer stehen lassen. Die Frisen sind natürlich Perücken, die Klamotten sind auch derbe daneben und zusammen mit den Neons und dem Ferrari fangen vor lauter Zucker die Augen an zu schmerzen. Nach 20 Sekunden gibt es dann aber ordentlich aufs Fressbrett geknüppelt. Da muss man dann schon den Schnauzer und die Perücke festhalten, wenn man den Kopf ordentlich zu dem Metalgekloppe bewegen will. Die ganzen Technoatzen werden dann entweder das Weite suchen oder vielleicht mitmachen, um dann mitten im Lied fast wie Scooter du "döpen". 

Mal im Ernst: die Jungs werden sich was dabei gedacht haben. Sie haben eine Hymne geschaffen und bringen zwei Dinge zusammen, die scheinbar schwer miteinander zu verbinden sind. Der Coup ist gelungen, denn mehr als 2,9 Mio. Views auf Youtube und zig Reactionvideos sprechen für sich. Vielleicht auch, weil das Szenario und der wirklich wirklich absurde Mix der Musik zum Lachen animiert. Und spätestens im zweiten Refrain ist man gefangen. Dabei geht es im Text wohl um eine angebetete Dame auf dem Dancefloor, die dann eben tanzen soll. Das zeigt auch, wie creepy manche Kollegen des männlichen Geschlechts sein können. Die Bilder des Videos unterstreichen das mitunter sehr gut. Dabei ist dies nur der Vorbote zur EP "MMXX", die am 11.09.2020 auf Century Media Records erscheinen wird.


Eskimo Callboy - Hypa Hypa (Musikvideo)
(Quelle: youtube.com)


DAS ist ein Sommerhit, wie er jeden Tag im Radio laufen sollte und nicht das billige Popgedudel. So.

Update: Selbst die Frau des Hauses, die sonst keinen Metal mag, geht auf diesen Titel ab.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Youtubisch Vol. 36

Heute reißen zwei Frauen mit ihren Bands akustisch eure Wände ein. 

Wir beginnen mit der Band No Rest For Jane aus Berlin. Die gibt es noch nicht so lange, machen aber auf ihrer ersten Single Death Angel so viel Lärm, wie die großen Bands des Metalcore-/Deathcore-Business. Die Stimme der Dame hält ordentlich gegen die 8-/7-Saiter, den Bass und das Drum Kit. Textlich geht es um einen Todesengel, laut Wiki hat dieser in den verschiedensten Religionen auch verschiedene Funktionen. Gleich am Anfang heißt es, dass "deine Zerstörung mein Schicksal ist" und dass man genauso kaputt sei, wie die anderen. Aktuell gibt es noch keine EP oder ein Album, man habe aber schon weiteres Material am Start. Das Video ist Corona geschuldet, man hat aber das Beste daraus gemacht. 

No Rest For Jane - Death Angel (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)


Die Band Sharptooth erklärt euch mal eben, dass man auch mit wortwörtlich Nichts einen Song schreiben kann. In Say Nothing (In The Absence Of Content) geht es darum, dass man eh alles wieder vergisst, dass man eh nur nach dem nächsten Beatdown heischt und darum, dass wenn man nichts kreiert hat, auch nichts zerstört werden kann. Auch das Video passt hier dazu, obwohl es eher mit den Bildern der Sternchen des Pop-Business spielt. Da gibt es eine Gaga ode auch Perry, man tanzt ein wenig, lächelt in die Kamera oder tut, wie die Gaga, eben cool a.f.. Wie bereits versprochen, reißt auch diese Band ordentlich die Wände ein und ballert los. Hier gibt es Metalcore und Hardcore vom Feinsten. Das Album dazu heißt Trasitional Forms und ist ab dem 10.07.2020 auf Pure Noise Records erhältlich.

Sharptooth - Say Nothing (in The Absence Of Content) (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)


Mal eben das Gehirn freipusten. 

Sonntag, 17. Mai 2020

Youtubisch Vol. 35

Heute geht gibt es hier eine geballte Ladung Rock und Punk auf die Ohren. Den Anfang macht die Band 100 Kilo Herz mit ihrem Song "Drei Jahre ausgebrannt", in dem sie lautstark über die Zustände in ihrem Bundesland wettern. Dabei bekommen alle, die Mist bauen, ihr Fett weg. Der gewaltige Punk, der hier läuft, wird mit Bläsern unterstrichen. Das Album "Stadt Land Flucht" wird am 07.08 auf Bakraufarfita Records erscheinen. Wer Feine Sahne Fischfilet mag, wird diese Band ins Herz schließen.

100 Kilo Herz - Drei Jahre ausgebrannt (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Die Band Brainswitch aus Bosnien und Herzegowina spielt ein ganz anderes Tempo auf, beziehungsweise wechselt man hier immer wieder zwischen verschiedenen Lautstärken. Man baut relativ langwierig einen Spannungsbogen aus um ihn dann langsam im Refrain loszulassen. Dabei geht es in "Bow Down to the Sun" um unseren Energiespender Nummer Eins. Das Album Sun Worship Kingdom erschien am 13.03. auf Geenger Records.

Brainswitch - Bow Down to the Sun (Musikvideo)
(Quelle: Youtbe.com)

Und so schicke ich euch kopfnickend in die verkürzte Woche.

Dienstag, 5. Mai 2020

Youtubisch Vol. 34

Wir hatten hier ja ewig kein Youtubisch. Vielleicht ist das gar nicht so schlecht, um ein paar neue Videos, die bei mir im digitalen Briefkasten landen, zu teilen.

Heute bekommt ihr zwei Tracks, die ich beide definitiv beim Snowboarden feiern würde. Da hätten wir einmal "Ooh LA LA" von Run The Jewels, mit einem Feature von Greg Nice und DJ Premier. Der Track klingt so, als käme er aus den 90ern, kombiniert mit der Produktionsqualität von heute. Der Bass massiert angenehm das Trommelfell, während man entspannt den Kopf nicken lassen kann. Wer den Sänger von Rage Against The Machine findet, darf ihn behalten. Das Video ist auch nicht ohne, hier brennen Scheine, Kreditkarten werden vernichtet und die Menschen tanzen auf der Straße. Keine Sorge, dass Video entstand vor der Pandemie. Das Album dazu wird "RTJ4" heißen und im Frühsommer diesen Jahres auf den Markt kommen.

Run The Jewels - Oh LA LA feat. Greg Nice & Dj Premier (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Der zweite Track macht nicht weniger Spaß, kommt thematisch etwas ernster daher. Die Mischung aus Punk und Hardcore, gepaart mit ein paar feinen Spielereien und derben Drumparts machen "The Wailer" von Bikini Kevlar aus Zagreb zu einem Headbanger. Der Text befasst sich mit denen, die sich über die Kleinigkeiten beschweren, dabei aber völlig außer acht lassen, dass es auf der Welt weit größere Probleme gibt, wie zum Beispiel Hunger und Durst. Danach könnt ihr euch gleich noch das doomigere Ballerina's Toes geben. Das Album OPT-OUTism wird ab dem 22. Mai auf Geenger Records geben.

Kevlar Bikini - The Wailer (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Das sollte ich vielleicht mal wieder öfters machen, auch wenn es gerade keine kostenlose Musik ist. Vielleicht regt es euch zum Weiterhören oder Bestellen an.

Montag, 4. Februar 2019

Youtubisch Vol. 33

Anfang 2015 habe ich aufgehört Alkohol zu trinken. Mir ging zuviel Lebenszeit verloren und die Erinnerungen und das Erlebte wirkten anders als es nachher wirklich war. Selbst auf Konzerten verzichte ich komplett darauf, ich möchte einfach die Band genießen, die Performance, so wie es wirklich gespielt wird.

Genau das thematisiert die Band We Never Learned To Live, nur mit einer anderen Droge, die du lieber Leser und Zuhörer, vielleicht gerade in den Händen hältst: dein Smartphone. Und ja, man sollte vielleicht nicht an den schönsten Orten der Welt oder beim geilsten Konzert des Jahres am Smartphone hängen oder an "das perfekte Foto" denken. Die Band klingt anklagend, schafft mit den Gitarren große Räume und weite ebenen, die einen nicht stakkatohaft einengt und erdrückt. Die Produktion weiß zu überzeugen und macht Lust auf mehr, auf die Geschichten, die die Band erzählen wird und die Landschaften, die sich durch die Instrumente aufbauen wird. Das zweite Album der Band The Sleepwalk Transmission, wird am 10. Mai 2019 auf Holy Roar Records veröffentllicht veröffentlicht. Ein Review hierzu werdet ihr dank Fleet Union auch zu lesen bekommen.

We Never Learned To Live - Luma/Non Luma (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Sonntag, 10. Juni 2018

Youtubisch Vol. 32

Sicher kennt der ein oder andere unter euch dieses Gefühl, wenn Töne, Lieder, Gerüche oder Geschmäcker einen an Früher erinnern, auch wenn es was völlig neues ist? Chino Moreno, Sänger der Deftones und mitwirkend bei Team Sleep und anderen Seitenprojekten (man macht momentan auch in Bier), hat für den Film Dark Nights: Metal einen Song aufgenommen. Schon bei den ersten Klängen merkt man, welche Schuhe sich der Mann hier morgens angezogen hat um "Brief Exchange" zu schreiben und aufzunehmen. Wer hier nicht an Around The Fur, White Pony und vielleicht noch an Deftones (das Album) denken muss, kennt die Band noch nicht wirklich. Dennoch, der Sound, das Gefüge, der Spannungsbogen, das Spiel zwischen dem Bass und der Stimme, mit der Gitarre im Hintergrund, lässt einen Aufhören. Man wird das Gefühl nicht los, dass man einen verschollenen Track aus dem Jahre 2000 auf den Ohren hat, wo man Wes Borland mal kurz die Gitarre bedienen durfte. Es klingt, man möge mir hier meine Wortwahl entschuldigen, geil. Einfach so. Es macht spontan Spaß, den Track zu hören, nicht wie sonst bei den Alben, dass man die erst verstehen musste. Es kann daran liegen, dass man White Pony und Deftones kennt und den Sound aus dieser Ära mag und den Song deswegen anhimmelt. Oder ist der Track eben doch einfach zugänglich? Es bleibt auf jeden Fall im Kopf hängen.

Chino Moreno - Brief Exchange (Stream)
(Quelle: Youtube.com)

Zur Zeit arbeitet die Band an neuen Titeln für den Nachfolger von Gore. Die Frage stellt sich, wie bei fast jedem Album dieser Band, in welche Richtung es nun gehen wird.

Sonntag, 4. Juni 2017

Youtubisch Vol. 31

Da musste ich erstmal das Internet befragen, was "Phrenesis" genau ist. Der PONS definiert diesen aus dem Latein stammenden Begriff als Wahnsinn oder auch Geisteskrankheit. Behead The Broken Queen, kurz BBQ, schreiben diesem Thema einen ganzen Track und lassen eine junge Dame durch einen Wald rennen. Wovor sie flieht, wird hier nicht verraten.

Die Band hat ihren Sound weiter definiert, die Atmosphäre der früheren Werke wich größtenteils der Brutalität, die Gitarren und der Bass sind weiterhin tief gestimmt und jeder hat mehr Saiten zur Verfügung als Finger an einer Hand. Ist das Djent? Ist das Deathcore? Das müsste man die Jungs aus Berlin mal fragen.

Behead The Broken Queen - Phrenesis
(Quelle: Youtube.com)

Das ist ja das beste Wetter für einen Pfingstsonntag.

Dienstag, 21. Februar 2017

Youtubisch Vol. 30

Wer hat von euch noch Employed To Serve im Hinterkopf? Die liefen hier vor knapp zwei Jahren mal auf dem Blog. Nun kündigt die Band ihr nächstes Album an und schickt schon mal die Single "I Spend My Days (Wishing Them Away)" voraus.

Das Ding kommt tief und groovt dermaßen breitbeinig durch die Gegend, dass alle nur noch Seitwärts durch eure Türen kämet. Bass und Gitarre kommen tief und machen mit dem Schlagzeug den Weg für den "Gesang" frei, der hier wie gewohnt, am Anschlag ist. Zum Ende hin öffnet man sich und wirkt positiv und leichtfüßig, als wenn es vielleicht eine Lösung oder gar Erlösung gäbe.

Employed To Serve - I Spend My Days (Wishing Them Away) - Official Audio
(Quelle: Yourube.com)

Das Dazugehörige Album "The Warmth Of The Dying Sun" wird am 19.05. auf Holy Roar Records erscheinen.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Youtubisch Vol. 29 / Das 1. Add On Music

Hier trifft gerade meine Vorliebe für kanadische Musik auf einen neues "Familienmitglied". Add On Music ist eine Online-Promotion.Agentur aus Hamburg und hat Künstler wie Cro oder Flogging Molly. Und ihr fragt euch alle sicher: "Wie kommt der nur dazu?" Nun, Youtube wusste wohl, dass mir Austra gefällt und hat mir das Video zu Utopia empfohlen und ein paar investigative Nachforschungen später, konnte ich eine E-Mail schreiben, in der Hoffnung, dass mir jemand antwortet, denn seit dem Desaster mit Velvet Hammer nehme ich nichts mehr für selbstverständlich, zumindest was Antworten auf E-Mails betrifft. Und so kam eins zum anderen, ein paar Tage nach meiner Frage kam eine Antwort aus Deutschland und ein positives Feedback. Und da das Künstlerportfolio bunt und breit aufgestellt ist, nehme ich an, dass wir noch des Öfteren von dieser Promotionagentur hier lesen werden.

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Bei Austra handelt es sich um ein Trio aus Toronto, welches sich um 2010 um Katie Stelmanis zusammengefunden hat. Nach den Alben Feel It Break und Olympia wird am 20.01.2017 "Future Politics" veröffentlicht. Nach nun eben "Utopia", wird "Future Politics" als zweite Singleauskopplung vorgestellt. Der Track wirkt nicht ganz so verspielt wie "Utopia", welches eher in die Vergangenheit der Band guckt. "Future Politics" pumpt mehr, ist zwar immer noch verspielt, aber geradliniger.
Im Video sieht man zu Beginn Menschenmassen in Bewegung, ohne Rast und drei Protagonisten, die durch Nasenbluten anfangen zu tanzen (Dies mag zunächst schräg klingen, wirkt dennoch korrekt formuliert). Ab Mitte des Videos sieht alles aus, als hätte man das Videomaterial durch einen schönen Instagramfilter gezogen, die Protagonisten wirken frei und eilen keinen Zielen hinterher, die sie sich nicht selbst gesteckt haben und leben nach ihrem eigenen Ideal. Dies passt dann auch bestens zum Text, der am Anfang eingeblendet wird. Aber seht und hört selbst.


Austra - Future Politics (Musikivdeo)
(Quelle: Youtube.com)

Das Jahr 2016 kann irgendwie jetzt auch bald weg.

Donnerstag, 17. November 2016

Youtubisch Vol. 28

43°48′N 131°58′E, gibt man diese Koordinaten in eine favorisierte Suchmaschine ein, wird man an einen Ort geführt, der ziemlich weit im Osten Russlands liegt. Der Weg nach Japan ist nicht weit, Wladiwostok um die Ecke. Von genau diesem Ort kommt die Künstlerin Ekat Bork.

Durch viele mehr oder minder gute Umstände landete sie in der Schweiz, wo sie begann Gesang, zeitgenössisches Schreiben und Musikproduktion zu studieren. Sie knüpfte Kontakte in der Schweiz und Italien. Sie schrieb und produzierte selbst viel Musik, woraus sich dann Veramellious entwickelte.

Nun erschien am 04.11. ihr neuestes Album, YASДYES, welches ihr auf Bandcamp streamen könnt. Der Sound ist düster, erinnert stellenweise an LORN, den wir hier schon mal hatten; es knistert und blubbert an allen Ecken und Kanten. Wer eine E-Gitarre findet, darf diese behalten, dabei wird das Album nicht langweilig und schafft eine herrlich schaurige Stimmung.

Bei FEAR handelt es sich um die dritte Single aus YASДYES, das Video hierzu hat sie quasi in Eigenproduktion erstellt, geschnitten und was alles sonst noch dazu gehört. Die Bildsprache ist gewaltig, ihr Kostüm extravagant. Und noch nie im Leben hab ich bei einer Olive, die verspeist wird, an ein Auge eines Lebewesens gedacht. Arme hoch, wem es auch so geht. Aber seht selbst.

Ekat Bork - FEAR (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

So viel gute Musik zum Hören und nur zwei Ohren zur Verfügung.

Montag, 22. August 2016

Youtubisch Vol. 27

Man möge vielleicht lachen, vor ein paar Jahren habe ich Korn noch extrem gefeiert. Als die ersten Töne von Follow The Leader auf die Trommelfelle trafen, war es um mich geschehen. Diese Wucht und die Unnachgiebigkeit hat mich umgehauen.

Nun, einige Jahre später, folgten einige Ernüchterungen. Sei es, weil See You On The Other Side komplett daneben schoss oder weil Korn III mehr gewollt war, als gekonnt. Mag zwar sein, dass man hier den Versuch gewagt hat, dem ganz alten Sound gerecht zu werden, aber die Brechstange hat man hier schon gemerkt. Einzig Untitled war ein Album, mit dem man sich zurechtfinden konnte, das war nicht mehr ganz so "neu" wie "See You On The Other Side", dennoch war man mit der eingefädelten Elektronik gewachsen und konnte ein sehr depressives und mitreißendes Werk schaffen. 

Und wo steht man heute? Tja, nach dem man mit Rotting In Vain (hier im Blog) schon mal vorgelegt hatte, wurde über ein paar Tage die Prämiere von "Insane" auf BBC Radio 1 angekündigt. Als (ehemaliger?) Fan wartet man geduldig und gibt sich die Rock-Show, die nebenbei erwähnt, gar nicht so schlecht war. Der große Moment war gekommen und der Moderator legte los, zwei Mal. Die ersten 15 Sekunden des Teasers kannte man ja schon, mit dem brachialen "Ende". Nachdem man komplett ausgerastet ist, kommt der Mittelpart. Schräge Gitarren treffen auf einen Dudelsack und Sprechgesang (?). Das haben wir auf "Follow The Leader" schon besser gehört. Überhaupt kommt der Gedanke auf, dass man Issues oder eben "Follow The Leader", beides Alben der Hochzeit dieser Band, mit dem Untitled-Album vermischt hat. Aber warum ist man nicht hart geblieben? Warum musste man seinem Sound, den man vor 14 Jahren unter die Meute gemischt hat, denn so hart folgen? Einerseits will man innovativ sein, andererseits kommt man einem dann mit so einem Titel an. Nun kann man hoffen, dass der Rest der Platte ein paar Zacken zulegt und man sich nicht mehr so verzettelt. Am 21.10. kann man sich dann gerne anhören, wie es auf "The Serenety Of Suffering" zugeht.

Korn - Insane (Official Audio)
(Quelle: Youtube.com)
Weder Fisch noch Fleisch. 

Dienstag, 2. August 2016

Youtubisch Vol. 26

Weil mir gerade danach ist, geht es nun im achten Monat diesen Jahres mit Youtube los. Zum einen, weil auf der CD in der aktuellen Visions ein wunderbarer Track drauf ist, den es auch eben auf Youtube gibt und zum anderen, weil sich eine Band aus meinen Jugendzeiten wieder meldet.

Über Trade Wind erfährt man selbst auf der Facebookseite nicht viel, nur das es sich hier um vier Menschen aus vier unterschiedlichen nordamerikanischen Städten handelt. Der Titel "I Hope I Don't Wake Up" sagt relativ viel aus, da es sicher den ein oder anderen Mitleser gab, der schon mal das Selbe gedacht hat. Musikalisch ist das Ding hart aber dennoch zerbrechlich aufgezogen. Die Gitarren wirken leicht dissonant, die Saiten klingen einzeln sehr lang nach, man könnte hier Post- vor Rock oder Metal schreiben. Definitiv hörenswert, besten Dank an die Visions für diesen Leckerbissen auf dem aktuellen Sampler. Das Album um diesen Titel herum heißt You Make Everything Dissapear, erschien am 15.07. auf End Hits Records und kann hier komplett auf Bandcamp gestreamt werden.

Trade Wind - I Hope I Don't Wake Up (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)


Nun zu einer Band, bei der der Andy von den Emil Bulls im Interview meinte, dass nach Take A Look In The Mirror das Ding eh gelaufen sei. Als Fan guckt man aber dennoch immer wieder nach der Band mit dem umgedrehten R, denn diese hat für mich den Weg auf die noch dunklere Seite der Macht frei gemacht. In "Rotting in Vain" geht es laut Band um das Feststecken in einer Situation, sei es in einem Lebensabschnitt, in einer Beziehung oder vielleicht auch im Job. Musikalisch muss man Korn eigentlich nicht erklären, man kann erwähnen, dass man hier die alten Zeiten von Issues heraushören kann, sei es aufgrund des mehrstimmigen Gesangs oder weil man sich mit den Gitarren und dem Bass nun nicht mehr so sehr an die Drums klammert. Ihr wisst schon, die Gitarre wird nicht bei jedem Schlag aufs Fell neu angezupft... zumindest nicht immer. Es bleibt gewiss abzuwarten, ob das neue Album "The Serenity Of Suffering" (VÖ: 21.10.), diesem Video standhält.

Korn - Rotting In Vain (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Aktuell doch ziemlich Lebensnah.

Samstag, 2. Juli 2016

Youtubisch Vol. 25

Ihr erinnert euch vielleicht noch an des Interview mit Nu-Nation aus Russland? Vielleicht seid ihr heute auch zum ersten mal hier? Nun, einfach hier, hier und hier klicken und lesen.

Die BandNu-Nation hat sich für einen Titel mit der Sängerin Lena Scissorhands von Infected Rain zusammengetan. Das entstandene Stück hört auf den Namen "Le Me Go" und ergibt eine interessante Mischung aus der Härte von Nu-Nation und dem Gesang von Lena. Aber wehe, man lässt sie von der Kette, dann rastet die junge Dame mit den Dreadlocks richtig aus und lässt ihre Stimmbänder unter maximaler Last arbeiten. Mit Hilfe der Instrumentalisierung der Jungs von Nu-Nation und der Stimme von Arthur ergibt sich ein druckvoller, moderner Metalsong, der nirgends wünsche offen lässt. Den Titel könnt ihr, oh wunder bei diesem Thema, über Youtube streamen oder auch über Amazon, iTunes oder google-play erwerben.

Nu-Nation - Let Me Go (feat. Lena Scissorhands) - Audiostream
(Quelle: youtube.com)

Mittwoch, 23. März 2016

Youtubisch Vol. 24

Erinnert sich noch jemand an die Silver Snakes? Die hatten wir hier mal im Review. Aktuell wurde bereits im Februar der Nachfolger Saboteur auf den Markt gebracht. Wer den Sound vom Vorgänger kannte, wird sich wundern, wenn er das Musikvideo zu "Glass" auf die Augen und Ohren bekommt.

Nicht nur das man am Anfang denkt, dass man es eher mit einer Industrial-Band wie den Nine Inch Nails zu hätte, nein, es zeichnet sich dadurch ein relativ finsteres, akustisches Klangfeld ab. Keine Sorgen, an die Gitarren wird immer noch gegriffen. Zwar ist der Drive vom Album davor etwas raus, dafür gibt man sich vertrackter und abstrakter, nicht mehr so straight forward, eher im Zickzack. Mit dem Gesang und einigen Zwischenparts kommt man dann auch noch locker an die Bands von Keenan ran, was will der Musikfan eigentlich mehr?

Silver Snakes - Glass (Offizielles Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)
Immer dieses Rumeiern. 

Dienstag, 19. Januar 2016

Youtubisch Vol. 22

Fjørt hatten wir bereits hier, mit Ihrem Video zu "Lichterloh" und auch hier, mit dem Review zum Album "Kontakt", welches am 22.01. erscheinen wird. Nun packen die Aachener das beste Stück des Albums, den Titel "Anthrazit" in Bilder und stellen Ihn auf Youtube. Die Geschichte, über die ein lustiger Blaufilter liegt, dreht sich um drei Fischer auf einem Kahn, der durch das Wattenmeer fährt, wobei anscheinend wenig in Netzten hängen bleibt. Der Schuldige ist schnell ausgemacht, es gibt Streit... am Ende haben sich alle auf jeden Fall wieder lieb.

Der Sound ist gewohnt brutal mit einigen fragilen Zwischenstücken, die einem einen kurzen Moment Ruhe lassen. Ab Minute 3:38 brennt das Ding dann aber Lichterloh und es gibt kein zurück mehr. Für so einen Gitarrenfirr würden einige sicher töten.

Fjørt - Anthrazit (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)
Fische hat man oder nicht.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Youtubisch Vol. 21

Jetzt bekommt ihr eigentlich eine Entdeckung aus meinem Urlaub in Reit im Winkl. Da wurde mir, warum zum Geier auch immer, ein Musikvideo von Sólstafir aus Island empfohlen. Die Band existiert seit 1994, wenn man der Wiki glauben darf, aktuell gibt es jedoch nicht ganz so lustige Sachen über den Rauswurf eines Mitgliedes zu lesen. Lassen wir einfach die gewaltigen Bilder und die Musik der Titel "Fjara" und "Lágnætti" für sich sprechen, wer die Isländische Sprache beherrscht, ist hier klar im Vorteil.

Sólstafir - Fjara (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Man bekommt hier zu der extrem guten Musik auch noch die Weite Islands auf die Augen... und eine Frau mit einem Holzsarg. Fragt mich nicht. In dem anderen Video geht es eben um den Lágnætti, ein Auto welches als "Der Russe" bezeichnet wird und um ein Klavier, welches man anzündet und bis zum bitteren Ende spielt. Irgendwie irre, diese Komposition.

Sólstafir - Lágnætti (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Wie ihr seht, viel Aufwand für eine Welt, ohne MTV im normalen Kabel-TV. Nunja, "Svatir Sandar", also schwarze Sande, habe ich mir genau aber deswegen bestellt, wegen der Musik und der Bilder.