Donnerstag, 16. April 2015

Youtubisch Vol. 18

Unter diesem Thema läuft ja eigentlich immer nur ein Video, aber heute sind wir mal nicht so... also viel mehr ich. Es geht beide male gen Rock und Metal, aber das eine mal mehr ins Gesicht mit ein wenig mehr Ironie.

Video eins kommt heute von unserem lieben Bekannten Marco Meyer, den wir als die Eine-Person-Band One I Cinema kennen (Nicht? Hier und hier klicken!). Der junge Mann hat sich für "Insidious" von Lars Goldbach Foto ablichten lassen und zeigt sich hinter all den verschiedenen Instrumenten die er spielt. Mal maskiert, mal ganz ungeschminkt und natürlich. Dazu geben zwei Darsteller ihr Bestes. Am Ende gibt es noch ein akustisches Schmankerl für alle. Also: GUCKEN! Wer also unentschlossen ist, darf dieses Video also als Zünglein an der Waage der Kaufentscheidungen verstehen.


One I Cinema - Insidiuos (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

Aktuell befindet sich Marco auf einer kleinen Tour mit Darkhaus, genaueres findet ihr hier. Und noch eine weitere Band aus den deutschen Landen haben wir im Programm. We Butter The Bread With Butter kündigen mit ihrem neuen Video "Ich mach was mit Medien" ihr neues Album "Wieder Geil" an. Hier kann man die Texte mitlesen und in feinster Metalcore-Manier den Nacken zerstören. Wer Katzen und Youtubevideos mag, sollte hier mal eben inne halten... wenn das jetzt überhaupt noch geht. Da ich das Album dank Carrycoal bereits habe, kann ich euch versichern, dass das Ding abgeht wie Nachbars Lumpi... oder wars die Katze von Schmitt?


We Butter The Bread With Butter - Ich mach was mit Medien (Musikvideo)
(Quelle: Youtube.com)

So nun dann, ist ja nur noch ein Tag vor Wochenende, den übersteht ihr auch noch.

Mittwoch, 15. April 2015

Bandcamptage Vol. 142 / Backstage Broadcast PR

Das mit dem Glück ist so wie mit Licht. Entweder man hat es oder man hat es nicht... also das Glück. Heute kam aus dem Hause Backstage Broadcast eine E-Mail, das eine Band aus UK Ende Mai ein Album auf den Markt wirft. Delta Sleep sind vier Mannen, die sehr anspruchsvollen Rock und Mathrock spielen, mit ständig wechselnden Tempi und verfrickelten Gitarren hoch drei. Die neue Single heißt Lake Sprinkle Sprankle und ist der fünfte Titel des neuen Albums "Twin Galaxies", welches am 29. Mai auf Big Scary Monster erscheinen wird.

Delta Sleep - Twin Galaxy
(Quelle: Presskit von Backstage Broadcast)

Ich höre euch schon fragen, was das jetzt mit Bandcamp zu hat. Nun denn, ihre erste EP gibt es komplett kostenlos auf Bandcamp als Download. Die Länge umfasst etwas mehr als 23 Minuten, verteilt auf vier Titel. Hier zeigt sich sehr schön, wie die Band zu Beginn bereits ihren Stil gefunden hat. Mal etwas verträumt, dann wieder voller Elan und im nächsten Moment doch voll gebremst. Man merkt, dass diese vier Briten Spaß an der Musik haben. 

Delta Sleep - Delta Sleep EP
(Quelle: Bandcamp.com)
Das war ja schon fast Sommer da draußen. 

Montag, 13. April 2015

1st Backstage Broadcast: Bob English - Constant Bob

Wie ich den Kevin von Backstage Broadcast kennengelernt habe, muss ich nicht mehr erklären, oder? Notfalls, falls alle Stricke gerade gerissen sind oder ihr einfach zum ersten Mal hier seid, irgendwann ist immer das erste Mal, dann solltet ihr mal kurz hier klicken. Eigentlich passt das sogar zum heutigen Thema. Aber lest mehr. Und nicht vergessen, wenn da eine Eins davor steht, folgt noch mehr. Viel Spaß bei der ersten Übertragung.

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Es gibt so Dinge im Raumzeitkontinuum, die kommen und gehen. Manches sollte eigentlich nicht aus der Versenkung aufgehoben werden, wie Plateauschuhe und für die Zukunft die Arschgeweihe. Aber dann gibt es Dinge, die man ohne Ende feiert. Gerade sind es die Neunziger, mit all ihren modischen Errungenschaften und Fehltritten. Die Platte vom White Denim-Frontman James Petralli a.k.a Bob English ist ein Blick in ein Jahrzehnt, als Blumenmädchen hip waren und die Scherben versuchten, Tische klein zu bekommen. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man meinen, dass Constant Bob 45 Jahre auf einem Dachboden lag und gerade ausgegraben wurde. Dem ist nicht so. Hundert Tage soll er an dem Gesamtkunstwerk gefeilt haben, bis es genau nach seinem Gusto war. An allen Ecken und Kanten gibt es Pop und Rock, wie in Lynyrd Skynyrd einst spielten. Es gibt Countryeinflüsse, ein wenig Folk und die 808 soll wohl auch zum Einsatz kommen, aber das merkt man eben nicht, so perfekt wurde diese Maschine in dieses Soundkonstrukt integriert. Aber was macht man mit diesem Trip, der knapp 36 Minuten misst? Einerseits lädt er eindeutig zum Träumen ein, zum Cruisen durch die Walachei, ob nun mit dem Auto, dem mehr oder minder treuen Drahtesel oder irgendeinem anderen Gefährt. Eins darf nicht fehlen: Sonne und blauer Himmel. Die Produktion ist nicht perfekt, aber das gehört zu dieser Art Musik dazu. Andererseits könnte man diesem Album vorwerfen, dass es nicht auffiele, auch weil es eben etwas zaghafter daherkommt. Simon & Garfunkel würden aber sicher nach einem Feature fragen und die Kings Of Convernience dazu holen. Veröffentlicht wird diese feine, kleine Zeitkapsel am 17.04. auf dem Label Blood and Biscuits und kann auf Bandcamp gestreamt werden.

Anspieltipps: Struck Matches, Falling At Your Feet, Trying

5/6 Punkten (weil man sich selbst träumen sieht)

Bob English - Constant Bob
(Quelle: Bandcamp.com)

Mittwoch, 8. April 2015

Die 2. Tür des Grand Hotel Van Cleef: East Cameron Folkcore - Kingdom Of Fear

Heutzutage gibt es ja vieles, was durch das Wörtchen „Core“ irgendwie härter wird. Sei es der Metalcore, der dann auf einmal von vorn bis hinten rotzt und tief blubbert oder der Rapcore, der dann doch irgendwann Nu-Metal hieß und immer noch so genannt werden will. Core außerhalb der Musikwelt bezieht sich entweder auf... lassen wir das. Ein Schelm, wer hier zweideutig denkt.

Kann aber auch Core mit Folk? Wie soll man sich das vorstellen? Stimmt da einer seine Gitarre auch G# und ist so tiefer als der Bass oder missbraucht der Sänger seine Stimmbänder? Tja, in dem Falle der Band aus Austin gilt eher das letztere, auch wenn hier nicht nur ein Sänger am Werke ist. Die Mitgliederzahl schwankt zwischen neun und zwölf, je nach dem, wann wer wie wo Zeit und Muße hat. Man kann ja auch nicht immer kreativ sein. Bestimmt werden die Texte durch Themen, die die modernen vereinigten Staaten von Amerika heute bewegen. Sei es das Fracking, das Leben am unteren Ende der sozialen Kette oder der Umgang mit Menschen, die Geheimnisse preisgeben, die eigentlich kein Normalbürger kennen sollte. Instrumental ist man recht flexibel und vielseitig unterwegs, man benutzt elektrische Gitarren, Orgeln, Posaunen, Pianos, Bässe und schafft damit eine Landschaft, die von Sturm aber auch bedrückender Hitze geprägt ist. Kingdom Of Fear stellt alles bloß, beschönigt nichts und ist nicht voller Schnulzen, sowie manch anderer Folk-Musiker das heute drauf hat. Von wegen Liebe und so. Hier geht es um Öffnen der Augen, um das Hinsehen und Sich-Wundern, aber auch um das Kämpfen. Der Kopf der Gruppe, Jesse Moore, geht mit wehenden Fahnen voran und nimmt dich mit, wenn du dich traust. Eine Stunde geht der eine Song in den nächsten Über und mündet final am Meer, der Ursprung allen Lebens. Satte drei Minuten kann man sich dem Rauschen hingeben und nachdenken, was gerade passiert ist um dann noch einmal kurz von der Band wachgerüttelt zu werden.

Die Songs massieren bestens produziert die Trommelfelle, alles liegt am rechten Platz. Veröffentlicht wird dieses Musical, salopp geschrieben, am 10.04. auf Grand Hotel Van Cleef. Wer sich nicht ganz entscheiden kann, ob er sich den Trip zwischen Folk, Blues, Country und dem Rock der 70er Jahre lohnen könnte, der kann sich das alles auf Bandcamp anhören.

Anspieltipps: Kingdom Of Fear, Fracking Boomtown, Goodbey To Fear

5/6 Punkten (alles so herzzerreißend hier)

East Cameron Folkcore - Kingdom Of Fear
(Quelle: Bandcamp.com)

Konzerttermine:

26.05.2015 - Garage - Saarbrücken
27.05.2015 - Forum - Bielefeld
28.05.2015 - Hafenklang - Hamburg
29.05.2015 - Speicher - Husum
30.05.2015 - Magnet - Berlin
01.06.2015 - Rosenkeller - Jena
02.06.2015 - Groovestation - Dresden
03.06.2015 - Werk 2 - Leipzig
04.06.2015 - E-Werk - Erlangen
05.06.2015 - B-72 - Wien (AUT)
07.06.2015 - Ampere - München
08.06.2015 - Conrad Sohm - Dornbirgn (AUT) [mit Frank Turner]
09.06.2015 - Weekender - Innsbruck (AUT) [mit Frank Turner]
10.06.2015 - Rockhouse - Salzburg (AUT) [mit Frank Turner]
16.06.2015 - Underground - Köln
17.06.2015 - Ex-Haus - Trier
18.06.2015 - Schlachthof - Wiesbaden

Festivaltermine:
23.05.2015 - Orange Blossom - Beverungen
22.05. - 24.05.2015 - Maifeld Derby - Mannheim
12.06. - 14.06.2015 - Pinkpop Festival - Landgraaf (NL)
12.06. - 15.06.2015 - Greenfield - Interlaken (CH)
19.06. - 21.06.2015 - Hurricane - Scheeßel
19.06. - 21.06.2015 - Southside - Neuhausen Ob Eck
19.06. - 21.06.2015 - Traumzeit Festival - Duisburg