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Samstag, 25. Juli 2015

Jamendosis Vol. 23

Da ich gestern Geburtstag hatte, gibt es heute ein Geschenk. Das mag vielleicht im ersten Moment nicht ganz logisch klingen, aber das ist ja dieser Blog auch nicht immer.

Heute gibt es eine Ladung Drum'n'Bass vom feinsten. Im Gewandt des Sounds, den eigentlich nur Neuseeländer oder Australier hinbekommen, kommt  Xytum aus Russland daher. Wer sich erinnern kann, der liegt richtig, den hatten wir hier schon mal. Das Album Hidden ist nun neun Titel lang und läuft unter der Creative Common Licence, wie eigentlich alle Alben auf Jamendo. Der Bass wummert hier tief und die Pads knallen einem nur so um die Ohren. Laden darf man das Album, aufgrund eben jener Lizenz, einfach so, ohne schlechtes Gewissen. Also, zappeln!

Anspieltipps: Ichi, Synthesis, Escape, Novel

Xytum - Hidden
(Quelle: Jamendo.com)
Tja, wieder ein Jahr älter und kein Stück weiser/erwachsener geworden.

Mittwoch, 15. April 2015

Bandcamptage Vol. 142 / Backstage Broadcast PR

Das mit dem Glück ist so wie mit Licht. Entweder man hat es oder man hat es nicht... also das Glück. Heute kam aus dem Hause Backstage Broadcast eine E-Mail, das eine Band aus UK Ende Mai ein Album auf den Markt wirft. Delta Sleep sind vier Mannen, die sehr anspruchsvollen Rock und Mathrock spielen, mit ständig wechselnden Tempi und verfrickelten Gitarren hoch drei. Die neue Single heißt Lake Sprinkle Sprankle und ist der fünfte Titel des neuen Albums "Twin Galaxies", welches am 29. Mai auf Big Scary Monster erscheinen wird.

Delta Sleep - Twin Galaxy
(Quelle: Presskit von Backstage Broadcast)

Ich höre euch schon fragen, was das jetzt mit Bandcamp zu hat. Nun denn, ihre erste EP gibt es komplett kostenlos auf Bandcamp als Download. Die Länge umfasst etwas mehr als 23 Minuten, verteilt auf vier Titel. Hier zeigt sich sehr schön, wie die Band zu Beginn bereits ihren Stil gefunden hat. Mal etwas verträumt, dann wieder voller Elan und im nächsten Moment doch voll gebremst. Man merkt, dass diese vier Briten Spaß an der Musik haben. 

Delta Sleep - Delta Sleep EP
(Quelle: Bandcamp.com)
Das war ja schon fast Sommer da draußen. 

Mittwoch, 16. Juli 2014

Bandcamptage Vol. 128

Ach Österreich, ein paar Jährchen zurückgedreht und ich wäre dort hin ausgewandert, auch wenn ich dann wohl ab und ein "Piefke" gehört hätte. Das wäre mir gleich. Auch musikalisch hat dieses Land recht viel zu bieten, wie ihr sicher ab und an auch mitgelesen haben werdet.

Diese Woche erhielt ich eine E-Mail aus Linz, auf Englisch. Enthalten war auch ein Link zu einem Album. Ich antwortete auf Deutsch, woraus dann eine ebenso deutschsprachige Konversation wurde, und lud mir das Album. Und da war er dann wieder, der Aha-Effekt. Die Band Cans (zu Deutsch: "Dose") hat sich, wie auch Damn Mondays aus Salzburg (die wir hier mal hatten), hat sich voll und ganz dem Pop-/Skate-Punk verschrieben. Nur sind die fünf Mannen auf ihrem kostenlosen Album Blood, Sweat & Beers eine Spur härter am Werke. Alleine die Stimme hat echte Hardcorequalitäten. Der Trommler beherrscht ebenso verdammt viele Geschwindigkeiten, von ziemlich schnell, bis hin zu einem fast schleppenden Stoner-Beat. Das Album, wenn auch nur vier Titel lang, reißt dich mit, schubst dich in den Pit und lässt dich nicht mehr heraus und das gute ist, dass man eigentlich auch nichts anderes will, als sich zwischen all den anderen Fans, die mitgrölen, zu mischen und mitzumachen. Alles andere wäre auch nicht denkbar. Selbst Filmzitate aus einem Film über Zeitreisen hat es in das Intro zu Weak End geschafft. Kurz darauf wird eine Dose Bier innerhalb von einer Minute und zwölf Sekunden geleert. Erinnert ein wenig an Deez Nuts. Und der Preis des Albums? Nun ja, wie schon erwähnt ist es kostenlos, keiner muss hier Geld geben. Für den Tarif ist dieses Album allemal zu empfehlen.



Cans - Blood, Sweat & Beers
In ein paar Wochen bin ich ja wieder im Bayerischen Ausland, direkt an der Grenze zu Österreich. 

Montag, 30. Juni 2014

Be(at)quick 6: Kill Emil - Lights & Shadows

Zum Ende des Monats gibt es ein Release aus dem Hause Beatquick. Warum ich nicht jedes Release nehme? Nicht alles ist ganz nach meinem Gusto, ich bitte darum, dass das Label das entschuldigt... oder so.

Das Album Lights & Shadows von Kill Emil besticht wieder einmal durch den Stil der Verwendung des MPC's, fragt mich aber nicht welche Version man hier nimmt, respektive Generation. Das ist hier aber auch zweitrangig. Die Musik, die sich hier auf vierzehn Titeln ins Ohr schlängelt, passt eigentlich perfekt für eine entspannte Session auf einem Board oder einfach so zum Dahingleiten. Selbst die Andrews Sisters wurden hier - pardon - verwurstet, aber nicht schlecht. Das Album gibt es in digitaler Form, wie bei diesem wunderbaren Label aus Athen, für Umme, kostenlos, für 0€, für Luft und Liebe oder andere Wortspielereien, die mir für unentgeltlich nicht einfallen wollen. 



Kill Emil - Lights & Shadows

Und dann sagt dir Kalender wieder mal, dass du im nächsten Monat verdammt alt wirst.

Freitag, 30. Mai 2014

Soundcloudisch Vol. 10

Unter diesem Thema lief ja ewig nichts mehr. Versteht mich nicht falsch, es gibt viele gute Alben und Titel in der Soundcloud, aber nicht alles darf geladen werden. Das ist natürlich das gute Recht jedes Künstlers und auch jeder Band. 

Manchmal beißt einen förmlich das Glück, so auch bei dem Massive Attack-Tributemix von Funky Jeff. Wie, Massive Attack sagen euch nichts? Man kann diese Band aus UK getrost zu den Urgesteinen des Triphop zählen, mir wurde einst Ihr Album Mezzanine nahe gelegt. In München hat es mich gar einige Zeit begleitet, auch aktuell begleitet es mich häufig. Sind doch die Klassiker vie Teardrop oder Angel vertreten. Einige werden aufschreien, dass sie vielleicht was in einer Sendung über Illuminatenverschwörungen auf einem Privatsender aus München gehört haben könnten. Sicher ist das korrekt, das tut der Qualität aber keinen Abbruch. Wer also mal genau wissen möchte, was Massive Attack so treiben oder ohne Fernseher lebt (ihr GLückspilze), dann gebt euch das. Fans dürfen auch hier zugreifen, ist doch alles kostenlos. Also nicht nur streamen, sondern auch runterladen. 


Samstag, 24. Mai 2014

Jamendosis Vol. 21

So, nach so viel Melancholie und Traurigkeit geht es jetzt in sowas wie einen Tanztempel.


Manchmal braucht auch jemand wie meine Wenigkeit etwas Dubstep, warum auch immer ich da manchmal drauf einsteige. Jamendo bietet da sicher einiges, so weit habe ich aber noch nicht geforscht. Xytum massiert dir mit einem Zaunpfahl etwas unsanft das Fressbrett, dazu gibt es harte Bässe, Gewummer, Geschwibbel und alles andere, was Dubstep nun mal so ausmacht. Auch wenn die EP Do Not Blink nur drei (eigentlich zwei Titel) enthält, ist sie kostenlos, dank der CC-Lizenz. Wer was zum Zappeln braucht, darf hier gerne laden.



Zum Glück macht der Regen das Wetter gerade etwas erträglicher.

Dienstag, 20. Mai 2014

Jamendosis Vol. 20

Manche Tage oder gar Wochen geht es echt nicht voran, auch nicht mir. Unser Internet macht gerade was es will, bzw. die angeklemmte Hardware. Somit kann ich am Wochenende eher weniger nach Musik suchen.

Genau diese und auch andere Tiefpunkte führen dazu, dass auch ich mal Musik brauche, die etwas trauriger, ruhiger und etwas gefasster ist. Tamara Laurel ist mir da von Jamendo empfohlen worden. Ihr wisst schon, das Musikportal, wo die Musik kostenlos ist und unter CC-Lizenz steht. Die Musik der US-Amerikanerin ist eine Mischung aus Folk, Americana und Country. Es klingt ein wenig nach Shakey Graves, nur mit mehr Raumklang und einer weiblichen (Oh Wunder ;-) ) Stimme. Das hätte auch gut zu Scrubs gepasst oder diese andere Ärzteserie. Diese Dame mit Chris Pureka auf Tour, das könnte man sich gerne geben. Lightning gibt es für 0 Cent auf die heimischen Abspielgeräte.






Tja, so entgleiten wir vom Frühling langsam in den Sommer. 

Sonntag, 6. April 2014

Bandcamptage Vol. 118

An einem sonnigen Sonntag bloggen? Ja, das geht, ich hab die Sonne auch genutzt, auch wenn sie am Vormittag kaum zu sehen war. 

Auf Facebook bekomme ich durch meine Schreibertätigkeiten bei Scene 2 Act eigentlich doch noch viel mit, also was die Bands, die hier im Blog mal erschienen sind, so posten. Die Band Waves Like Walls aus Ingolstadt hat es auf einen Sampler aus Österreich geschafft. More Than Thoughts ist ein Webzine, welches sich hauptsächlich mit Hardcore, Punk und anderen, sehr harten Gangarten des Rocks, Metals und Punks beschäftigt. So gibt es neben den bereits erwähnten Waves Like Walls auch Damn Mondays, die wir hier ja schon hatten. Es gibt hier eine volle Latte voll mit Hardcore, Metalcore und Skatepunk, an jeder Ecke findet man Gitarren, schnelle Schlagzeuge und Sänger die ihre Stimmbänder aufs extremste Schinden. Warum auch nicht. Langer Text, kurzer Sinn: Zwölf Titel für 0€. Alle in sehr guter Produktionsqualität. Meine Anspieltipps: This TIme Tomorrow, Choking On Illusions und Stand der Dinge. Die anderen beiden hab ich eh ins Herz geschlossen. ;-)

More Than Thoughts


Beschwerden über schmerzende Nacken bitte an die betreffenden Bands schicken.

Dienstag, 25. März 2014

Mal was anderes die 17te

Manche Tage schlägt CBC3 bei mir ziemlich stark zu. Das konnte es in der Vergangenheit des Häufigeren beweisen. Nun ist es wieder geschehen, mit einer Band, die zunächst garnicht nach Kanada sondern eher nach Skandinavien klingt. Egal ob im Namen oder in der Musik.

Die Band Silkken Laumann besteht aus vier jungen Männern, die alle aus Ottawa kommen. Wie komme ich gerade nun auf diese Band? Nunja, vor kurzem lief auf CBC3 Wanderlust und ich musste aus einem unerklährlichen Grund an Captain Future denken. Zumindest erinnert mich die Verwendung des Klaviers und der Gitarre direkt daran. Als der Titel lief, habe ich umgehend auf der Internetseite gestöbert und gelesen, dass die Jungs ein Album kostenlos anbieten. Also, gleich geladen und angehört und nicht mehr aufgehört. Mit dem Album Not Forever Enough spielen sich die Band irgendwo zwischen Röyksopp, den Filthy Dukes, Massive Attack oder auch The XX ein. Acht Titel gibt es hier, verteilt auf 41 Minuten, alles recht entspannt, manches auch tanzbar. 


Silkken Laumann -
Not Forever Enough
Der nächste Jetlag kommt bestimmt, wenn wir die Uhren wieder umstellen.

Sonntag, 9. März 2014

Bandcamptage Vol. 116

Es ist so einiges passiert in den letzten Tagen, deswegen ist das hier auch arg ruhig geworden. Aber es wird was auf euch zukommen. Zum einen habe ich die Band Addicted To Hate aus Cottbus interviewt und zum anderen könnt ihr hier bald etwas gewinnen. Ja, richtig gelesen, gewinnen. 

Nun kommen wir erstmal zur Musik. Heute im Programm haben wir The Musket Vine aus Nevada, genauer East Las Vegas. Diese Band hat erst mitte Januar ihre EP The Same Air auf Bandcamp geladen, auch wenn es sie schon seit 2012 gibt. Man ist zu viert und hat in bester DIY-Manier fünf Titel aufgenommen. Der Sound des Quartetts bewegt sich irgendwo zwischen Garage-Rock und dem alten Surf-Sound. Wer sich noch an Dumb Talk erinnern kann, die hatten wir hier mal, und diese Band mochte, wird das hier in sein Herz schließen. Das gute an der EP, sie ist kostenlos. Mein Anspieltip: Closed Eyes

The Musket Vine - The Same Air EP
Das war es wohl mit dem Winter hier. Letztes Jahr gab es um die Zeit noch ein paar ordentliche Lagen Schnee.

Sonntag, 23. Februar 2014

Be(at)quick 5: Billa Quase - e-chop

Und zum Wochenausklang gibt es wieder etwas aus entspanntes aus Griechenland. 

Auch wenn e-chop kein neues Werk ist, erschien das Album doch schon 2012 im April, so hört man doch den Stil des Griechen heraus. Man hört, wie er an seinem MPC werkelt.  Das klingt fast wie das Master Control Program aus Tron. Doch der MPC ist weniger schlimm.

Billa Quase mischt sich hier durch etliche Epochen des Hip-Hops, stellt um und arrangiert neu. Trotzdem hört man hier und da ein bekannte Samples, wobei ich denke, dass vom letzteren ein paar Samples in den Raw-Sessions Einzug gehalten haben. Natürlich erschien auch dieses Album eben auf Beatquick, der Preis ist unschlagbar günstigt. Man möchte keinen müden Cent sehen.Also, sechzehn feine Titel für die Kopfhörer, Festplatten und was es sonst noch so gibt. 



Billa Quase - e-chop
Dann ist der Februar bald rum und der Blog hier bald zwei Jahre alt.

Freitag, 7. Februar 2014

Be(at)quick 4: Billa Quase - Zentai Teki Ni

Da ich hier nun schon öfter etwas von Beatquick drinnen hatte, hier, hier und hier, dachte ich mir, dass es dem Plattenlabel nur gerecht gegenüber wäre, wenn es hier ein eigenes Label bekommt. 

Der Billa Quase des Pad Trios hat sich nun in seinem Stuido hingesetzt und Klänge und Instrumente aus verschiedensten Kulturen gesammelt, darunter Pakistan, China und die Türkei. Diese Klangvielfalt hat er dann, im Respekt zur jeweiligen Kultur, in Einklang gebracht und damit ein Stück Urlaub auf ein Album gezaubert. Der Name Zenai Teki Ni kommt sogar aus dem Japanischen und meint sowas wie "all around". Billa schwangt hier zischen klassischen Break Beats und kommt hier und da mal in die Ambient-Gefilde. Das ist ziemlich entspannt, was ich so eigentlich garnicht erwartet hätte. Also, wer etwas entspannung für den Kopf braucht, darf sich, wie üblich bei Beatquick, das Album für Luft und Liebe herunterladen. Wem das Album richtig gut gefällt und das Label und den Künstler unterstützen möchte, darf sich die CD bestellen, die am 27.02.2014 veröffentlicht wird. 

Billa Quase - Zentai Teki Ni
Und draußen spielt das Wetter Frühling.

Sonntag, 12. Januar 2014

Bandcamptage Vol. 109

Kennt von euch noch wer den Sound, den man hier zu Anfangs noch bekommen hat? Dieses leicht schummrige, nicht ganz astrein aufgenommene Zeug? Ich fand es damals toll und kann mich immer noch dafür begeistern. Und CBC3 hat gestern dafür wieder eine Steilvorlage gegeben. 

Denn da lief vor kurzem erst Shimmering Stars mit dem Titel Shadow Visions. Das ist genau das, was ich früher auch schon mochte, vor gut und gerne zwei Jahren mittlerweile. Auf der Bandcampseite selbst steht als Musikbeschreibung "damaged pop." . Das könnte man unterschreiben, auch wenn es eher am Garage- oder auch Surfsound liegt. Den Titel Shadow Visions darf man kostenlos runterladen.  


Shimmering Stars - Shadow Visions
Und damit nicht genug, von der EP Ghosts Past gibt es  den Titel When I See You Again auch gratis. Dieser Titel liegt nich eher am Surf als Shadow Visions, das ist aber nicht schlimm, sondern unterstreicht den Stil. 

Shimmering Stars - Ghosts Past EP

Und dann ist morgen schon wieder Montag. 

Mittwoch, 8. Januar 2014

Jamendosis Vol. 19

Da gibt es hier nicht so viel im Blog, dass muss ich ja zugeben. Dieses Jahr war ich auf Jamendo und muss sagen, oder eher schreiben, dass die Startseite jetzt interessanter wirkt, aufgeräumter und mehr wie ein Blog. Da kann man den Entwicklern auf die Schulter klopfen.


Nun genug der blumigen Worte für Jamendo. Die Band, die dort bereits im Mai 2013 ihr Album mit dem Namen Across The Sky veröffentlich hat, heißt Sweet Play und kommt aus Frankreich. Die Musik die sich auf dem Longplayer findet, kann man getrost als eine sehr gelungene Mischung aus Massive Attack, Portishead, My Brightest Diamond und den ruhigen Sachen von Nine Inch Nails bezeichnen. Das alles ist wirklich genial und fesselt mit mit jedem Druchlauf mehr. Es wirkt erotisch, dennoch kühl. Der Gesang, der von einer Frau kommt, ist fast eingehaucht. Das Konzept dahinter ist, dass die sechs Mitglieder nicht in einem Raum oder Studio zusammengekommen sind, sondern alles über das Internet gemacht haben. Somit hatte jeder maximale Freiheiten.


Da auf Jamendo CC-Musik liegt, ist der Tarif eine runde Sache, so wie die Null. Meine Empfehlung habt ihr. Das solltet ihr gehört haben: Flight, In My Dreams, Come On


 Der Winter ist so warm, dass Leute schon wieder über ihren Heuschnupfen klagen.

Mittwoch, 6. November 2013

Bandcamptage Vol. 97

Emo, was man darunter versteht oder verstehen will, ist von Person zu Person recht unterschiedlich. Manche fühlen sich gar angegriffen, wenn sie als Emo bezeichnet werden. Für mich trat das ganze Emo-Ding, so möchte ich es mal nennen, erst um 2007 auf. Aber so bewusst habe ich mich damit weniger befasst.

Warum das ganze Geschreibe um dieses Thema? Die Band Empty Handed aus Leipzig hat auf ihrem Facebook als Genre Emo stehen. Also kurz die Wiki nachgeschlagen und gesehen, dass es das Ganze schon ne Weile länger gibt. Die Musik der fünf Mannen ist recht hart, nicht zu vergleichen mit Bands wie Panic At The Disco. Auf dem Album A Memory That No One Clings Onto geht es brachial zu. Es wird geschrien und gebrüllt was das Zeug hält, als wolle man mit den Instrumenten mithalten oder sie gar übertönen. Klingt verworren, die Texte sind ab und ran recht traurig, was dann wieder zum Emo-Bezug passt. Und wer sich Summer gibt, wird mit erstaunen feststellen, dass da auf einmal wer auf Deutsch in's Mirko brüllt, über leere Herzen und Misstrauen. Sicher, das kennt jeder irgendwie. Und, lustigerweise gibt es das Album zu zwei Preisen. Denn das Label Blackheart Records möchte gern 3,33€ für das Album haben. Die Band möchte von ihrem Bandcamp-Account jedoch nur ... nichts. Das Album, ganze zehn Titel in 1a Produktionqualität, gibt es für Umme auf eure Festplatten und mp3-Abspielgeräte.

Empty Handed -
A Memory That No One Clings Onto

VIelleicht ist das Genre doch noch nicht ganz ausgestorben.

Dienstag, 5. November 2013

Bandcamptage Vol. 96

Bevor Sony Ericsson so hieß, sind Sony und Ericsson lange getrennte Wege gegangen, wie jetzt auch wieder. Ericsson stammt aus Schweden, aus dem kleinen Städtchen Söderhamn.

Dort kommt auch die Band Cedron her. 2009 sind sie Facebook beigetreten, also nehme ich an, dass man sich da bereits gefunden hat. Das Quartet hat 2012 ihre erste EP mit dem Namen Watching The Sun Turn Pitch Black im Mai veröffentlicht. Die Jungs spielen sich hier mit ihren Instrumenten zwischen Hardcore und Metalcore ein. Der Sänger, vielmehr Shouter, gibt am Micro sein bestes. Singt... äh, schreit über Kinderheitsfreunde, unerfüllte Romantik und - ganz hardcore-typisch - über die Politik. Die sechs Titel, eines davon als Intro getarnt, haben eine anständige Produktion bekommen, es ist alles wohlklingend ausstaffiert und es gibt sogar ein paar Blast-Beats. 




Auf Carrying Doubts denkt man sogar, das der Sänger von Billy Talent mal eben vorbeigekommen ist und an seine alten Zeiten anknüpfen möchte. Der Tarif für die EP bleibt eure Sache. 


Cedron -
Watching The Sun Turn Pitch Black

Und wem das noch nicht reicht, der kann sich den Titel Home ebenfalls für 0 Cent auf die heimische Festplatte laden. Hier gibt es alles das, was man auf der EP findet ebenfalls in sehr guter Produktionsqualität. 


Cedron - Home
Du stehst eher auf bewegte Bilder zu den Liedern? Dann klick einmal hier und genieße das dazugehörige Musikvideo.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Bandcamptage Vol. 95

Die Zeitumstellung und ich, wir werden niemals Freunde werden, auch wenn ich dadurch eine Stunde mehr Schlaf geschenkt bekommen hab. Aber von einem Samstag auf einen Sonntag bringt das keinem etwas, außer man muss am Sonntag arbeiten. Egal. 

Als ich vorgestern auf mein Dash-Board des Blogs geschaut hab, habe ich nicht schlecht gestaunt. 9999 Besucher haben sich hier blicken lassen, somit bin ich nun offiziell über die 10.000er Marke rübergerutscht. Ein klein wenig Begeisterung macht sich breit. 

9999 Besucher (Quelle: draft.blogger.com)


Und nicht genug, dann kam ein paar Stunden später die Nummer 555 für den Monat Oktober 2013. Da meine Ohren auch ab und an Slipknot zu hören bekommen, musste ich gleich an "The Heretic Anthem" denken. 


555 Besucher im Oktober 2013
(Quelle: draft.blogger.com)

So nun aber genug der Zahlenspielerei. Ihr wollt sicher alle Musik hören und was für eure Festplatten haben. Aber gerade wegen dieser Spielerei gibt es heute mal zwei Alben. Album Nummer eins habe ich gerade erst durch Panucci's Pizza entdeckt. Es stammt von The Ground Is Lava. Das Trio stammt aus Brunswick, Ohio. Man hatte sich beirets 2008 gefunden, aber erst 2009 damit begonnen, ernsthaft Musik zu machen. Laut ihres Facebooks nimmt man all die Einflüsse, die man so findet und versucht diese in ihre Musik einzubauen. Auf dem aktuellsten Album Bottle Rockets findet ihr jede Menge tanzbaren Indierock mit jeder Menge Math-Rock-Einflüsse. Die bekommt ihr sofort beim Opener Not Tonight Jeff um die Ohren gehauen und hört die nächsten neun Titel nicht auf. Ihr bekommt hier also ein vollwertiges Album mit zehn Titeln zu einem frei wählbaren Tarif. Ihr wisst, wer nichts hat, muss nichts geben, kann aber wenn er will. 


The Ground Is Lava -
Bottle Rockets
Das ist euch auf einen Sonntag zu hibbelig? Dann gibt es halt ein wenig gechillt jazzige Beats auf die Ohren. Hat wer von euch noch das Pad Trio, welches wir hier hatten, noch im Kopf? Nein? Egal, einfach Link anklicken und anhören! Oder man nimmt sich einfach das neue Mixtape The Corner von Kill Emil vor, der seinerseits auch ein Teil des Pad Trios ist. Der junge Mann veröffentlicht hier ebenfalls auf Beatquick und es ist durch und durch entspannt. Es gibt hier und da ein wenig Reggae, ganz viel alte Samples und noch mehr  Entspannung. Die achtzehn Titel werden hier für Luft und Liebe verkauft. Also, warauf wartet ihr noch?


Kill Emil - The Corner
Auch wenn ich meinen Laptop mag, manchmal bringt das alte Ding ein wenig auf die Palme.

Montag, 30. September 2013

Bandcamptage Vol. 91

Der Blog hier ist ja, wie sicher schon einige mitgeschnitten haben werden, recht vielfältig geworden. Das liegt unter anderem daran, dass ich unterschiedliche Stimmungen habe und diese sich dann ein auf's andere Mal auf meinen Musikgeschmack auswirken. Deswegen gibt es hier eine kleine Schippe Pop-Musik, für den entspannten Abend daheim, ob nun alleine oder zu zweit. 

Kelly Sweet, kam über Cape Cod nach Kanab, einen Ort mit zwei Ampeln irgendwo in Utah, und wuchs dort auf. Sie hatte stets Annie Lennox als vorbild im Ohr und begann 2008 damit, Musik zu schreiben und aufzunehmen. Sie verband zu dieser Zeit Ambient-Musik mit kräftigen Beats und schuf damit etwas für sie angenehm warmes. Während der Aufnahmen zu der EP Sirens, welche gleichzeitig einen kleinen, akustischen Einblick in das zukünftige Album schaffen, verstarben ihre Eltern, beide an Krebs. Dies verarbeitet sie im Titel Ashes Of My Paradise



Sie verbindet gekonnt viele moderne Popikonen, wie La Roux oder auch Robyn, mit den Synthies der Achtziger. Die Produktion ist anständig, das Gute ist, dass sie ohne Vocoder-Geblubber auskommt. Aktuell gibt es nur 3 Titel und 2 Remixe , zumindest auf dieser EP. Aber wer die Originale mag, wird sich auch mit den Remixes zurechtfinden. Der Tarif ist hier mal komplett Free To Download, also recht geldbeutelfreundlich. 


Kelly Sweet - Sirens EP
Und auch genau diese Musik findet man zum Teil in aktuellen Snowboardfilmen.

Dienstag, 24. September 2013

Noisetrader Nr. 5

Wisst ihr, damals im Mittelalter, da gab es die Alchemisten. Die Leute haben tatsächlich versucht Gold herzustellen und sind kläglich gescheitert und haben zum Teil üble Vergiftungen davongetragen. Ich weiß, eine dunkle und schlimme Zeit. 

Warum diese Story? Da gibt es eine kleine feine Band aus Atlanta, bestehend aus zwei Jungs und einer Dame. Und was spielt die Band? Naja, Rock'n'Roll bester Güte. Auch wenn die Band sich erst 2012 gefunden hast, wirkt ihr Sound doch ausgewachsen und reicht neben die Queens of the Stone Age auch locker an Band Of Skulls, die wir hier mal hatten, oder auch Dredg. Auf dem Sampler (Album?), welchen man auf Noisetrade findet, gibt es eben diese Spannbreite, die mitunter, wie in Resistor, Nameless oder Call Me, mit einer ziemlich starken Wucht einschlägt. Mal klingt man wie Suzie Quatro und ein andermal wie Melissa Auf Der Maur. Bei Noisetrade gibt es ja dieses Tip-System, empfohlen werden 6$. Über dem Albumcover gibt es den "Free Download"-Button, E-Mail eingeben und ab dafür. Der Download lohn alle mal und falls ihr noch nicht überzeugt seid, gibt es hier das ganze als Stream mit Donwloadlink. 



Wie war das mit dem Huhn und dem Korn?

Samstag, 21. September 2013

Mal was anderes die 16te

Alle die hier öfter man vorbeischauen und rum lesen und hören, wissen, dass man hier sehr viele Stile findet, auch wenn es eins zwei Schwerpunkte gibt. Nun kommt heute wieder etwas aus NZ, von den Mannen von State of Mind

Die beiden Zeitgenossen wurden mir mal vor ein paar Jahren nahegelegt und ich habe es für gut befunden. Die Neuseeländer spielen seit ein paar Jahren Drum'n'Bass und sind, zumindest für mein Empfinden und Gehört, stilprägend für dieses Genre, zumindest was Drum'n'Bass aus Neuseeland angeht. Man hat immer das Gefühl, dass man durch dichte akustische Tunnel geschickt wird, die schnell abknicken und die Richtung wechseln, wo Blitze umherzucken und der Sturm einen ohne Ende ins Gesicht bläst. Es gibt hier und da viele Klangwände, die mit Synthies, Pads und Samples erzeugt werden. Wer die Band noch nicht kennt, sich aber gerne ein Bild machen möchte, der kann sich das Live-Album der Mannen, welches 2012 aufgenommen wurde, für 0Cent laden. Dieses Angebot ist mehr als Fair, gibt es doch 26 Titel verteilt auf 83 Minuten, die jedem zeigen, was Drum'n'Bass heute kann. Wer also Lust und Zeit hat, lädt sich das Album und genießt den Ritt. 

State Of Mind - Live
(Quelle:www.stateofmindnz.com)

Warum das andere Bands noch nicht gemach haben, also Live-Alben für OCent, wundert mich schon ein wenig. Vielleicht liegt es an der Philosphie der Band.