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Sonntag, 19. Juli 2015

4th Carrycoal: Timecop 1983 - Reflections

Diese Musik ist für Carrycoal was neues. Anstatt Metal für's Fressbrett kramt man hier nach einer Band, die dich mit Synthies und elektrischen Trommeln einlullt. Ja, wirklich, komplett einlullt. Anders kann man das Album Reflections von Timecop 1983 nicht beschreiben. Man haut hier einem die perfekte Adaption des Sounds der 80er um die Ohren und fragt sich, ob die Musikstücke irgendwo 30 Jahre rumlagen oder ob das deren ernst ist, solche Musik vom Stapel zu lassen. In Zeiten, wo aber GTA-Vice City als bester Teil der Serie gilt, könnte man den Jungs aus Einhoven ihre Interpretation des Sounds der 80er durchgehen lassen. Man muss es aber auch mögen, sonst wird das Album nirgends hängen bleiben. Warum? Na ja, das ganze Album ist recht homogen und es ist sehr schwer auszumachen, wo man genau im Album ist oder wo der Anfang oder das Ende ist. Das mag den Freunden von Shuffle-Playlisten gefallen, jemand, der eine Linie im Album sucht oder nach dem roten Faden, der wird hier wohl nicht ganz glücklich damit. Auf vierzehn Titeln macht sich hier die Zeitkapsel in die 80er-Jahre breit und verfrachtet einen Schlagartig in die Zeit von Vokuhilas, Schnauzbärtigen Männern in roten Ferraris und der Nora-Halskette. Die Produktionsqualität ist der heutigen Zeit leicht angepasst, sonst würde der Bass wohl nicht so ins Mark gehen. Gesang gibt es an einigen Stellen, damit die Musik nicht so an einem vorbeiplätschert. Wer sich schlau machen möchte, kann sich das am 03.07.2015 erschienene Album auf Bandcamp anhören und selbst entscheiden, ob er das Album nun neben Modern Talking und Genesis platzieren möchte.

Anspieltipps: New Horizons, Lost Without You, Distant Hearts

4/6 Punkten (So viel Neon hier.)

Timcecop 1983 - Reflections
(Quelle: Bandcamp.com)

Sonntag, 16. März 2014

Ver-Flixt Nr. 5: The Static Age – Neon Nights Electric Lives (Re-Release)



Wir schreiben das Jahr 2005. Der Uhu wird Vogel des Jahres, die PDS benennt sich in die Die Linkspartei um und Hurrikan Katrina verwüstet den Großteil des Südens der USA. 

The Static Age
(Quelle: Promopackage von Flix Records)
 In diesem Jahr veröffentlichte das Trio aus Chicago bereits das Album Neon Nights Electronic Lives. Nun wird das Album wieder neu aufgelegt, auf Vinyl und CD. Es sind jedoch nicht nur die originalen neun Titel auf den Scheiben sondern auch ein paar Remixes und eine Live-Version. Die Musik der US-Amerikaner ist schwer, trübe, klingt sehr nach den 80ern, nach Synthiepop und erinnert an Liebesromanzen aus den Zeiten von Poppern und Rockern. Der Bass spielt hier eine zentrale Rolle und zwar so zentral, dass man sich direkt danach richtet, andere Instrumente sind dann weniger präsent. Trotzdem schafft man unglaublich gute Klangwände und Räume, auf dessen Boden der Sänger Andrew Paley liegt, in die Sterne guckt und seiner größten verlorenen Liebe nachsingt und ganz laut nach dem Warum fragt. Alles wirkt recht ruhig und traurig, was halt eher am Sänger liegt.


Wer sich also dieses Album zulegt was ab dem 14.03.2014 über Flix Records möglich ist, erhält eine perfekte Zeitkapsel, neben Hurts und The XX, in die Achtziger, die hier weitaus besser umgesetzt sind als bei manchen Konkurrenten aus dem gleichen Land.



5,5/6 Punkten

The Static Age - Neon Nights Electric Lives
(Quelle: Promopackage von Flix Records)

Freitag, 9. November 2012

Bandcamptage Vol. 54

Nun ist endlich ein brauchbares Netzteil für meine Arbeitsmaschine da, somit muss ich nicht immer um einen Ersatz nachfragen.


Kennt ihr noch die Band Pi? Die hatte ich hier schon mal, wenn ich das richtig sehe, vor genau 50 Bandcamptagen. Die Band hat ein ganz kleines Album, mit 3 neuen Titeln bei Bandcamp reingestellt. Das Album Till The Sun gibt es, so wie auch den Vorgänger, für einen frei wählbaren Preis. Die Musik klingt noch mehr nach 70er-Jahre-Rock, ist anständig produziert und macht ne menge Spaß.



Pi - Till The Sun


Die Band Dads macht Musik im ähnlichen Stil, nur noch viel dreckiger und noisiger. Laut eigenen Angaben wurde das Album mit einem SM57 aufgenommen, was wohl den Sound erklären soll. Man spielt sich hier mit Gitarren aber auch mit Synthies ein. DIe Mischung ließt sich irre, ist sie auch. Man kann dazu aber gut abgehen und mitwippen, wer steht darf hier auch tanzen. Meine Anspieltips sind hier Kids, Baby Blue und Expectations. Dieses selbsbetitelte Album, sowie auch Dads II, darf man laden, wie man lustig ist. Ob man hier Geld geben möchte, ist einem selbst überlassen. Dads II wurde nicht mit dem SM57 aufgenommen, was sich in einem anderen Sound wiederspiegelt. 

Dads - Dads


Und Cat-Content geht hier im Internet ja immer.