Samstag, 19. Juli 2014

Bandcamptage Vol. 129

Achja, der Sommer. Zeit für Badeseen, zum Longboarden, zum Grillen mit Freunden und anderer schöner Dinge.

Er innert euch vielleicht an Damn Mondays aus Salzburg, die wir hier schon mal hatten? Wenn nicht, man kann es ja noch einmal hören. Die aktuelle EP Losing Years, mit einem schönen Dreirad auf dem Cover, schlägt in die gleiche Richtung. Sprich, es gibt pushenden Skate-/Poppunk, der dich komplett umhaut, aufhebt und mitnimmt, wohin die Reise auch immer gehen mag. Man bekommt vier Songs, voller Sommer, Sehnsucht und den Fragen nach Warum. Einfach die Titel anklicken, wer der Angelsächsischen Sprache mächtig ist, wird alles verstehen. Die EP gibt es aktuell für einen frei wählbaren Preis, egal ob Null Cent oder die Hälfte eures Millionenerbes. Meine Empfehlung habt ihr.

Damn Monday - Loosing Years

Das passt hier ja fast zu dem, was hier gerade läuft.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Bandcamptage Vol. 128

Ach Österreich, ein paar Jährchen zurückgedreht und ich wäre dort hin ausgewandert, auch wenn ich dann wohl ab und ein "Piefke" gehört hätte. Das wäre mir gleich. Auch musikalisch hat dieses Land recht viel zu bieten, wie ihr sicher ab und an auch mitgelesen haben werdet.

Diese Woche erhielt ich eine E-Mail aus Linz, auf Englisch. Enthalten war auch ein Link zu einem Album. Ich antwortete auf Deutsch, woraus dann eine ebenso deutschsprachige Konversation wurde, und lud mir das Album. Und da war er dann wieder, der Aha-Effekt. Die Band Cans (zu Deutsch: "Dose") hat sich, wie auch Damn Mondays aus Salzburg (die wir hier mal hatten), hat sich voll und ganz dem Pop-/Skate-Punk verschrieben. Nur sind die fünf Mannen auf ihrem kostenlosen Album Blood, Sweat & Beers eine Spur härter am Werke. Alleine die Stimme hat echte Hardcorequalitäten. Der Trommler beherrscht ebenso verdammt viele Geschwindigkeiten, von ziemlich schnell, bis hin zu einem fast schleppenden Stoner-Beat. Das Album, wenn auch nur vier Titel lang, reißt dich mit, schubst dich in den Pit und lässt dich nicht mehr heraus und das gute ist, dass man eigentlich auch nichts anderes will, als sich zwischen all den anderen Fans, die mitgrölen, zu mischen und mitzumachen. Alles andere wäre auch nicht denkbar. Selbst Filmzitate aus einem Film über Zeitreisen hat es in das Intro zu Weak End geschafft. Kurz darauf wird eine Dose Bier innerhalb von einer Minute und zwölf Sekunden geleert. Erinnert ein wenig an Deez Nuts. Und der Preis des Albums? Nun ja, wie schon erwähnt ist es kostenlos, keiner muss hier Geld geben. Für den Tarif ist dieses Album allemal zu empfehlen.



Cans - Blood, Sweat & Beers
In ein paar Wochen bin ich ja wieder im Bayerischen Ausland, direkt an der Grenze zu Österreich. 

Dienstag, 15. Juli 2014

Youtubisch Vol. 14 / OHA! Music / Fleet Union

Auch wenn unter diesem Format eine ganze Weile nichts lief, gibt es doch hier und da ein paar Anstöße, um sich Dinge anzusehen und anzuhören, die man entweder schon kennt oder neu kennen lernt. Und heute liegen hier zwei weit entfernte Emotionen ganz dich beieinander.

Ihr erinnert euch noch alle an Des Koenigs Goldene, die Band aus dem hohen Norden? Ihre Musik ist eine Mischung aus Melancholie und Fröhlichkeiten. Mal liegt es am Text mal an der Melodie, aber das Review zu Und Los könnt ihr ja hier nachlesen. Zu einem der kleinen Highlights des Albums, gibt es nun ein Video. Es erzählt die Geschichte zweier einzelner Menschen, die in der bevölkerungsreichsten Stadt der Republik doch einsam sind. Sie fallen durch ihr Aussehen etwas aus dem Rahmen, wirken melancholisch und etwas entrückt. Seht selbst!



Des Koenigs Goldene - Mein Dach (Musikvideo)

Und nun zum anderen Ende der Emotionsleiter, auch wenn der Autor gerade "Mein Dach" im Loop hören könnte. Eljot Quent, ebenfalls Hanseaten, spielen mit Wörtern, dass einem die Ohren schlackern. Ihr Album Batman ist Tot liegt schon seit zwei Monaten in den Plattenläden, Ihr Video zum gleichnamigen Titel ist im klassischen Schwarz-Weiß gehalten. Vom Sound her sind sie (zum Glück) ganz weit entfernt vom Pop-Rap und dem Gehabe aus Berlin, auch die Texte wissen zu gefallen, denn hier geht es nicht um irgendwelche Löcher in Golfplätzen, sondern um die Stars von Heute und was man so aus ihren Namen machen kann. Sympatisch


Eljot Quent - Batman Ist Tot (Musikvideo)

Dienstag, 8. Juli 2014

5. Rosine der Resultpromotion: A Nice Play To Stay - Reversion

Italien, das ist ja nicht nur das Land der Bella Machina, der Pasta und anderer kulinarischer Spezialitäten. Auch musikalisch ist das Land vacettenreich Aufgestellt. 

Da kann man die Band A Nice Play To Stay nicht ausschließen. Die drei jungen Männer aus Rom nehmen sich die Gitarre, das Drumset, das Keyboard ein einen Bass in die Hand, lassen das Mikro links liegen und versuchen sich an einer Art modernen, harten Form der Oper. Mit ihrem Instrumental-Rock schaffen sie Musik für den Kopf, so dass jeder, der sich dieser Musik annimmt, sich sein eigenes Süppchen kochen kann, im metaphorischen Sinne. Und so kommt es dann auch, dass man sich zwangsläufig mehr auf die Ausgestaltung konzentrieren kann, auch wenn diese keine Wünsche offen lässt. Man könnte auch meinen, dass man Fan der Soundtracks von Yoko Kano ist, denn ein oder auch zwei Szenen aus Ghost In The Shell würden auch hier bestens passen oder doch eher umgekehrt? Die Titel haben stellenweise überlänge, das liegt wohl eher an der gewählten Ausdrucksform, aber so bekommt man mit acht Titeln auch ein ganzes Album voll. Wer die Titelnamen ließt und das Albumcover sieht, wird wissen wo es hingehen soll und das ist alles andere als irdisch. Man bekommt eine ganze Ladung Sci-Fi hinten draufgeschippt und denkt dabei an einen Italiener im All, der bei seinem Außenbordeinsatz fast ertrunken wäre. So könnte man fast meinen, dass die Band ihm nach eifert, sich auf seine Spuren begibt und Brücke schafft, zwischen der irdischen und der außerirdischen Welt. Wer jetzt mit der Beschreibung hier nicht viel anfangen kann, der darf sich 3rd Millenium Army auf Bandcamp anhören und sogar herunterladen, wobei der Preis reine Verhandlungssache bleibt.


5/6 Punkten



A Nice Play To Stay - Reversion

Bandcamptage Vol. 127

Manche Tage mag ich es auch ruhiger, das wissen sicher viele Wiederkehrer. Alle anderen dürfen jetzt so tun, als seien sie überrascht.

Nun habe ich ewig nach einem Jazz-Album gesucht, denn wenn man auf Bandcamp sowas eingibt, kommen meist irgendwelche Alben von Künstlern zum Vorschein, die sich am Plattenteller oder einer Samplemaschine betätigen. Aber manchmal küsst einen das Glück. Und nun kann ich hier vom Jason Parker Quartet aus Seattle das Album No More, No Less vorstellen, welches randvoll mit Jazz ist. Das ganze Umfasst zwar nur sieben Titel, erstreckt sich aber über mehr als 40 Minuten, da einige Nummern um die Zehn Minuten laufen. Wer also mal einfach so in den Jazz hineinschnuppern möchte, kann dies hier gerne machen. Das Album kostet soviel Geld, wir ihr Ausgeben möchtet.


Jason Parker Quartet - No More, No Less

Stille kann gut sein, manchmal aber auch unheimlich.