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Mittwoch, 2. September 2015

4th Backstage Broadcast: mewithoutYou - Pale Horses

Dieses Fünfergespann stammt aus Philadelphia und macht seit 2001 Musik und kommt nun mit dem sechsten Album um die Ecke. Auch wenn mewithoutYou (keine Sorge, die schreibt man so) aus der Zeit des Nu-Metal stammt, so geht es auf dem Album kein Stück in diese Richtung. Eher erinnert das alles an die 90er, als es Bands aus UK zu etwas gebracht haben, mit Gitarren und allem anderem am Start, samt leicht schrägem Gesang. Genaueres fände man wohl unter der Beschreibung Post-Hardcore. Dennoch ist man mit dem Sound relativ nah am aktuellen Zeitgeist, was durchaus verrückt klingen mag. Stellenweise erinnert das ganze ein wenig an Dredg zu Zeiten von Catch Without Arms oder auch Leitmotif, man portiert Grunge, Rock und Alternativerock aus dem letzten Jahrtausend ins jetzt und wirkt keinesfalls obsolet. Es gibt Titel, die beginnen als Ballade um dann zu explodieren, wie Mexican War Streets oder Red Cow, andere laufen direkt ineinander über, ohne das man es merkt, was dann zu einem abgerundeten Musikerlebnis führt. Das Album läuft ohne große Aufreger durch, manchmal muss man gucken, wo man ist, da man durch dieses Ineinanderlaufen etwas die Orientierung verliert.

Die Produktionsqulität lässt keine wünsche offen, alles ist da, wo es hingehört. Es gibt zwar hier und da ein paar Parts, die wirken, als würde man den Sänger durch einen Telefonhörer wahrnehmen, das ist aber ein stilistisches Mittel. Auf fast 43 Minuten verteilen sich das Leid des Sängers und die Ungerechtigkeit dieser Welt, welches er mal mit voller Inbrunst und überschlagender Stimme vorträgt, mal mit ruhigem Gesang (durch dieses Telefon eben). Wie gesagt, zwischen Sturm und Flaute ist hier alles dabei. Bereits am 24.07. erschien Pale Horses auf Big Scary Monster /Alive (in UK und EU sogar mit einem Bonustitel).

Anspieltipps: Watermelon Ascot, Red Cow, Birnamwood

5/6 Punkten (die Musik passt fast zum Herbst)

mewithoutYou - Pale Horses
(Presskit von Backstage Broadcast PR)

Freitag, 25. Oktober 2013

Bandcamptage Vol. 94

Vor einiger Zeit hatte mir das irische Label Little League Records eine E-Mail geschrieben, mal doch deren Bandcamp-Angebot auszukundschaften. Leider landete diese Mail in SPAM-Ordner meines E-Mail-Anbieters und somit war meine Antwort leicht verzögert. Nichts desto trotz habe ich mich etwas durch das recht bunte Portfolio gehört und nebenbei ein Auge auf die Preiskonditionen gehabt. 

Darauf ist auch das Duo Panucci's Pizza aus Philadelphia vertreten. Die beiden Jungs haben in DIY-Manier ein Album aufgenommen, wo selbst die Band schreibt, dass man sich doch das Album doch eher mit gutem Sound-Equipment geben sollte. So schlimm, muss ich gestehen, ist die Qualität nicht. Es macht Spaß den beiden zuzuhören, wie sie am Schlagzeug und der Gitarre ihre Bestes geben und eine Mischung aus Emo- , Math- und Indierock vom Stapel lassen. Gewürzt mit ein paar Tonspuren der Serie Futurama (deswegen der Bandname), wirkt Don't Tip The Delivery Boy etwas nerdy. Die Titelnamen wie "You know when the Trojans got that horse and they were all 'Yeah this is totally a gift' Thats how sure I am" sind eigentlich typisch für Musik aus der Emoszene. Dennoch, nichts klingt traurig, es ist eher ein wenig chaotisch, leicht schräg eingesungen aber dennoch sympatisch. Wer Glory Glory mag oder auch Everyone Everywhere, wird das hier auch mögen. Und was ihr bezahlen wollt, bleibt euch überlassen. 


Panucci's Pizza -
Don't Tip  The Delivery Boy ...

Und in zwei Monaten ist Heiligabend schon wieder vorbei.