Dienstag, 16. Oktober 2012

Scene 2 Act Part 10: Alunah - White Hoarhound


Die Band Alunah existiert schon seit 2006 und ist seit dem schon mit einigen Größen, wie Paradise Lost auf Tour. Ein Album existiert bereits und hört auf den Namen Call of Avernus. Das zweite Album, White Hoarhound, ist in UK bereits auf dem Markt und wird nun auch in Deutschland veröffentlicht. Bei dem Albumnamen hab ich mir erstmal ein Wörterbuch zurande gezogen und geguckt, was das zu bedeuten hat. Andorn, so die Übersetzung, ist ein Lippenblütler, warum man aber gerade so ein Album nennen muss… gut, es bleibt ja der Band überlassen.
Auf dem Album wird guter Sludge gespielt, wobei man auch Psych-Elemente aus den 60ern entdecken kann, dass alles mit verzerrtem Bass und klassischen Gitarrensolis. Der Gesang ist der Hammer, wenn im ersten Moment vielleicht auch gewöhnungsbedürftig. Die Geschwindigkeit der ganzen Geschichte ist langsam, wobei sich mir dann eröffnet, warum einige der Titel locker die 7-Minuten-Grenze überschreiten. Aber das ist de Stil dieser Band. Man baut hier ganz langsam Klanwände auf, was alles sehr sehr dicht wirken lässt und kaum Platz für Interpretationen ist. Die Rhythmen und Accord-Folgen sind fast hypnotisch, ich kann mir fast sogar vorstellen, wie die Gitarreros auf der Bühne stehen und gaaaaanz langsam ihre Haare schwingen. Schont ja auch den Nacken. Im ersten Moment habe ich keinen Zugang zu dieser Scheibe finden können, nur langsam kam ich selbst ins Kopfnicken und fand die Rhythmen, die Gitarren und den Gesang gut. Trotz der massiven Titellängen. Die Texte handeln von Pflanzen, Riten, Fjorden und dem Mittsommer. Das kennt man ja eigentlich eher von den Kelten und von Bands, die Thor anbeten und nicht andere christliche Figuren. Die Mischung wirkt recht interessant und stimmig und man findet nichts überflüssiges, auch wenn ich mir die Platte erst öfters durch den Kopf gehen lassen musste, bevor ich zu diesem Entschluss kommen konnte. Wer Interesse an dieser nun rezensierten Scheibe hat, kann sich das alles auf dem Bandcamp-Account der Band anhören und selbst urteilen.


Alunah - White Hoarhound

Montag, 8. Oktober 2012

Jamendosis Vol. 13

Es ist unglaublich, wie diese komische Jahreszeit, die mir hier viel grauer und kälter erscheint, als letztes Jahr in München, meine Stimmung beeinflusst. Und ich überlege auch noch einen neuen BLog aufzumachen, in dem ich nur Bilder hochlade, die ich so nebenbei machen, wenn ich Pizza fahre. Mal gucken.


Die Band heute ist ein Trio aus Toulouse und hört auf den Namen Uniform Motion
und das Album was ich euch hier ans Herz lege heißt Life, so wie das Leben halt. Die Band hat 2008 begonnen, visuelle Projekte online zu stellen und diese dann mit Musik untermalt. Alternativ dazu hat man diese Titel dann nochmals in einem Studio aufgenommen. Die Videos gab es erst online und dann auf DVD. Die Band selber schreibt auf ihrer Homepage unter About, dass sie Musik 2.0 machen würden. Der Gedanke ist richtig, wie ich finde. Und das was ihr hier zu hören bekommt, liegt nicht nur auf Jamendo sondern auch auf Bandcamp. Aber nun gut. Der Stil der Band ist angenehme, unaufgeregt Pop-Musik, die man gut zum Senieren nehmen kann oder auch wahlweise in ne Folge Grey's Anatomy einspielen könnte. Oder einfach, wenn ihr gerade in so einer Situation seid, wie ich. Und da das bei Jamendo ja alles unter CC-Lizenz läuft, ist das Album natürlich kostenlos. Die anderen Alben sind natürlich auch kostenlos, ob ihr sie nun über Bandcamp oder Jamendo ladet, bleibt schlussendlich bei euch.

Samstag, 6. Oktober 2012

Youtubisch Vol. 10

Es ist gerade Herbst und mein Stimmungsbild scheint sich dem leider etwas anzugleichen. Das kann mehrere Ursachen haben, aber alle will und kann ich hier nicht erklären.


Ich stolpere also so durch meinen Musikordner und finde Newton Faulkner. Nicht das ich nicht gewusst hätte, wo der liegt, aber hab den schon seit einiger Zeit wieder im Ohr. Dabei hat mich meine damalige Freundin darauf gebracht. Und irgendwie kam ich von dem nicht mehr weg. Sie zeigte mir das Cover von Massive Attacks Teardrop, was ich dann in Dauerschleife gespielt hatte. Ich kam von diesem Titel nicht mehr weg. Das Album drumherum ist auch ganz große Klasse, welches zwischen tieftrauriger und teils doch sehr fröhlicher Musik hin und herschwankt. Wie das Leben, so die Musik. Und achtet mal auf seine Haare. 


Scene 2 Act Part 9: Reptile Yout - Reptile Youth

Im ersten Moment, als ich mich mit der Biographie der Band beschäftigt habe, kam in mir die Frage auf, was kommt eigentlich noch aus Dänemark, außer jetzt Duné zu nennen? Mir fiel außer Gebäck nichts weiter ein. 

Reptile Youth machen auf ihrer selbstbetitelten Platte einen soliden Eindruck und machen Laune auf Tanzen und noch andere harte Sachen und das, obwohl man hier eigentlich Electro-/Indie-Pop auf die Ohren bekommt. Stellenweise erinnern die Barden auch an andere Bands, wie die Filthy Dukes, Hot Chip, Nine Inch Nails, The Killers, Daft Punk, Phoenix, The Black Angels oder gar an Pony Pony Run Run. Wie ihr seht, bedient man sich eines bunten Potpourris der Modernen Popmusik.

 
Das Intro des ersten Titels jedoch vermochte ich nicht einzuordnen, im ersten Moment wollte ich skippen, aber als Kritiker sollte man so was ja tunlichst vermeiden. Wer hier skipt, verpasst dann aber doch ein paar gute Momente der Platte. Dieses bunte Geflecht an Bands, die da oben weiter stehen, und an Stilen, macht diesen Silberling quasi zu einem Mixtape. In den Musikvideos kleidet man sich modern, ein wenig wie Rocker, wobei das wichtigste Accessoire, die weißen iPod-Kopfhörer, nicht fehlen dürfen. Das ist es aber, was die Skandinavier, ihr wisst, da kommt ja auch H&M her, uns voraus haben. Sie entwickeln in ihren langen Wintern Trends, die es dann bis nach Zentraleuropa schaffen. Zwar bedient sich die Reptilienjugend anderer Trends, zum Glück nicht allen, wirkt aber dennoch nicht langweilig oder gar uninteressant. Ich erwarte gar, dass die durch die Boxen der diversen Indie-Bars und Discos des Landes laufen werden, wäre schade wenn nicht. Somit kann man sich diese Platte auf einer Party getrost geben. Die Gäste werden sich beim Gastgeber /DJ bedanken. Und wer sich das Video zu „Shooting Up Sunshine“ gibt, weiß, wo die Reise wohl hinführen wird.


Reptile Yout - Reptile Youth

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Bandcamptage Vol. 50

Hier ist zwar Feiertag, meine Nase muss trotzdem arbeiten. Ohne Arbeit gibts kein Geld, zumal ich beim Kinderbespaßen noch selbst Spaß hab.

Für alle anderen, die heute entspannt in den Tag gehen können/wollen, denen lege ich das Album Old Soul von L'Orange ans Herz. Der Mann hat Billie Holiday seine Muse. L'Orange verbaut in seiner Musik Samples aus genau dieser Zeit und macht daraus angenehm ruhige Rap-Musik, die zum Verweilen einlädt oder zum Cruisen durch die nächtliche Stadt deines Vertrauens. Dem entsprechend sieht auch das Cover der Platte aus, wobei mit Photoshop hier und da ein neuer Farbton eingearbeitet wurde. Für die 10 Titel der Platte zahlt man mal eben nichts, man darf sie sogar Kostenlos herunterladen, der Künstler will das so.


L'Orange - Old Soul