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Sonntag, 6. September 2015

Bandcamptage Vol. 146

Letztes Wochenende war ich, wie sicher einige gelesen haben werden, auf einem kleinen, feinen Konzert in Berlin. Weil mir Will Wood so gut gefiel, habe ich spontan sein Album "Broken Man" gekauft. Wer jedoch sucht, der findet auch, kann man sagen. Denn genau dieses Album gibt es eben auch auf Bandcamp.

Das die Musik mal eben gar nicht nach Neuseeland klingt, hatte ich bereits erwähnt, oder??? Wie dem auch sei, das Album kann man sich durchaus anhören, man wähnt sich hier irgendwo im mittleren Westen der US und A. Auf den zehn Titeln geht es um die Liebe, den Alkohol und was aus dem William geworden ist. Man hört ihn aber nicht alleine Singen, sondern hier und da (und einigen anderen anderen Stellen, ich muss ja nicht gleich alles verraten) auch mal eine Frauenstimme. Das er das nicht ganz alleine aufgenommen hat, liest man im Booklet. Wer der Musik von Shakey Graves mochte oder immer noch mag, kann sich Broken Man für einen Preis laden, den die Geldbörse gerade so hergibt. Null Euro sind auch erlaubt.


Will Wood - Broken Man
(Quelle: Bandcamp.com)

Im September haben wir jetzt also Aprilwetter. 

Dienstag, 23. September 2014

Verflixt Nr. 11: Dirty Mugs - Wildfire

Oklahoma, das sei der Bundesstaat in den US und A, wo angeblich die richtigen Cowboys leben sollen. Denn so wurde es dem Rezensenten zugetragen, von Texanern, also von Leuten aus dem Bundesstaat, wo man sie ja eigentlich vermuten würde, die richtigen Cowboys. Im Osten dieses beschaulichen Oklahomas hat es sich zugetragen, die Gründung der Band der dreckigen Krüge, der Dirty Mugs. Über zehn Jahre hat man einiges an Material zusammengetragen und sich seinen eigenen Sound angeeignet, der irgendwie gar nicht in das Bild von Cowboys passen möchte. Man könnte es so beschreiben: Captain Jack Sparrow ist mit seiner Pearl durch die Zeit und mit seiner Crew in das Jetzt gereist und hat dort, in Oklahoma, seinen Anker in den Dreck geschmissen. Dort trifft er auf Johnny Cash, ein paar Blues- und Punkrocker und eh man es sich versieht, werden die wildesten Partys geschmissen und Lieder geschmettert, noch und nöcher. Fünf junge Männer umfasst diese Crew, die dazu bereit ist, mit all ihren Instrumenten in See zu stechen, die Stimmen sind rau und es gibt keinen Titel, wo sich nicht ein lauter Chor mit einbringt. Was man in den zehn Jahren gelernt hat? Die Produktionsqualität ist dieses ominöse A und O, was welches den Mast und den Schot zusammenhält. Die Mischung ist wild und macht eine menge Spaß, sicher ist sie bestens dazu geeignet, dass nächste Irish Pub fein säuberlich in seine Einzelteile zu zerlegen. Man hat dazu auch ganze 47 Minuten Zeit, verteilt auf sechzehn Stücke, wobei manche eher Skits sind. Das Album segelt unter der Flagge von Eastgrand Records zu euch nach Hause. Wer sich aber unter dem ganzen Seemannsgarn nichts vorstellen kann,sollte sich mit Dance With Me, O'Death und Woodsfolk auf Bandcamp vergnügen und dann seine Zustimmung geben. Diese Titel bilden auch grob den Querschnitt ab, der sich durch den ganzen Silberling, die Vinylscheibe oder das was, was auf einer Festplatte an Einsen und Nullen drauf ist, zieht. Live muss das alles eine fantastische Sause sein, so mit Bierkrügen, schreienden und grölenden Mitmenschen und Fässer voller Spaß. Vielleicht hat man Glück und trifft den Kapitän der Black Pearl. 

 5/6 Punkten. 

 
Dirty Mugs - Wildfire
(Quelle: http://eastgrand.bandcamp.com)

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Ver-Flixt Nr. 2: Continental - What A Man Can Do

Wenn der Vater mit dem Sohne. So oder so ähnlich könnte man mit der Story um diese Band beginnen. Wir schrieben das Jahr 2009, als Stephen Barton (Bass & Gesang) eine Art Soloalbum seines Vaters Rick Barton (Gitarre & Gesang) hörte und prompt meinte, dass man doch eine Band gründen könnte. Kaum war dies gesagt, waren Dave Deprest (Gitarre & Gesang) und Derek „The Kid“ Louis (Schlagzeug) mit an Bord. Wie man nun auf den Namen „Continental“ gekommen ist, lässt sich leider nicht ergründen und wird wohl, mehr oder minder, das Geheimnis des Quartetts bleiben. Nach einer frühen EP folgt nun der Longplayer „What A Man Can Do“, wo der Stil der Band richtig zur Geltung kommt. 


Continental (Quelle: continentalband.com)
Man mischt hier DIY-Produktionsqualität mit Folk-Punk-, Punk-, Rock’n’Roll- und Countryeinflüssen. Wer die Dropkick Murphys oder FloggingMolly kennt, wird sich mit Continental ziemlich schnell anfreunden können, ohne der Molly und den Murphys zu nahe treten zu wollen. Aber danach klingt die Musik nun mal, nach verruchten Irisch Pubs, wo sich Männer gegenseitig zuprosten, ernste Gespräche über Frauen und Beziehungen führen und wenn sie sich mal nicht ganz verstehen, auch mal die Fäuste fliegen lassen. Aber am Ende liegen sie sich immer in den Armen, entschuldigen sich für den Kinnhaken und sind sich einig, über bestimmte Gepflogenheiten. Rick, Stephen und Dave besingen eben auch diese Dämonen, Mythen, Kämpfe und Flüche oder schlechtes Karma, Themen die jedermann kennt. Und am Ende wird’s sich dann trotzdem versöhnt und alle im Saal sagen sich: „Das ist alles, was ein Mann tun kann.“ Sicher kann das traurig klingen, aber das ist kathartisch, wirkt reinigend und schafft einen inneren Einklang.




Die harten Fakten umfassen einen Silberling, auf dem sich elf Titel finden, die sich auf einer Spiellänge von knapp 30 Minuten breit machen. Die Produktionsqualität geht in Ordnung, man muss es mögen, denn es ist eher DIY als eine Hochglanz-Blast-Produktion, alles ist ehrlich, nichts geschönt. Darum geht es, nicht mehr und nicht weniger. In Europa wurde die Platte am 04.10. released unter Flix-Records. Wer sich live eine Meinung bilden möchte, hat dazu im Oktober, November und Dezember die Chance.



5/6 Punkten


Continental - What A Man Can Do
(Quelle: Promopackage von Flix Records)

Die Tourdaten:


Datum
Ort
Location
Datum
Ort
Location
18.10.2013
Graz (A)
Explosiv
04.11.2013
Isny (G)
Eberz
19.10.2013
Vöklabruck (A)
OKH
08.11.2013
Amstetten (A)
Rockbar
20.10.2013
München (G)
Kranhalle
21.11.2013
Düsseldorf (G)
The Tube
21.10.2013
Zürich (CH)
Dynamo
22.11.2013
Berlin (G)
White Trash
23.10.2013
Lüchingen (CH)
Bändruum-
Konzi
23.11.2013
Altenburg (G)
Finnegans
24.10.2013
Solothurn (CH)
Kofmehl
24.11.2013
Münster (G)
Baracke
30.10.2013
Regensburg (G)
Plan 9
25.11.2013
Hamburg (G)
Hafenklang
31.10.2013
Aulendorf (G)
Irreal
26.11.2013
Bremen (G)
Römer
01.11.2013
Sch. Gmünd (G)
Esperanza
27.11.2013
Kiel (G)
Schaubude
02.11.2013
St. Wendel (G)
Saarlopalooza
Festival
02.12.2013
Hannover (G)
Bei Chez Heinz
03.11.2013
Frankfurt (G)
Elfer Club
03.12.2013
Dresden (G)
Chemiefabrik