Posts mit dem Label Ferryhouse Productions werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ferryhouse Productions werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 3. März 2019

The 5th Ferryhouse: Slide - Into Happiness EP

Der erste Eindruck macht neuen Bekanntschaften sehr viel aus. So auch bei den beiden Stockholmern Alvin und Simon. Sie konnten sich am Anfang nicht wirklich leiden, auch nicht, als sie in der Schule zusammenarbeiten mussten. Dennoch schaffte das Duo diese Hürde zu überwinden und Slide war geboren.

Denn beide einte die Abneigung gegen die sich in Schweden entwickelnde EDM-Szene der 00er Jahre. Sie interessierten sich eher für verzerrte Gitarren und sind sich auch der Tatsache gewiss, dass es kaum neue schwedische Rockbands gibt. Trotzdem kann ihre Musik eingängig sein, das beweist unter Anderem der Titel Floating. Man klingt sehr schläfrig, schafft mit einigen Pausen gekonnt etwas Spannung. Lo-Fi trifft auf der EP auf optimal ausbalancierte Produktion und der Zuhörer denkt sofort, dass er Rockmusik hört, auch wenn da im Hintergrund ein deutliches Augenzwinkern wahrzunehmen ist. Dank der heutigen Technik, denkt man, dass da mehr als zwei Musiker zugange sind. Auf der Bühne wird man da sicher ein paar Leute mehr brauchen um all die Lagen wiederzugeben, die einem hier in die Ohren trällern. Mit dem Bandnamen lässt sich interessanterweise auch viel anfangen, denn man kann ja in vieles hinienrutschen, nicht nur in dei Fröhlichkeit. Wer sich an einige Stücke der Eels erinnert oder vielleicht auch Beck mag, der kann sich die Into Happiness EP ab dem 08.03. kaufen oder bei allen gängigen Streamingdiensten anhören.

Anspieltipps: If You Say, Laugh Some More

5/6 Punkten (Sind hier gerad ein paar Highschool-Komödien vorbeigelaufen?)

Slide - Into Happiness
(Quelle: Presskit von Ferryhouse Productions)

Sonntag, 28. August 2016

The 4th Ferryhouse: Lewis & Leigh - Ghost

Dank diese Internets rückt die Welt zusammen, manch große Distanz, sei es über den großen Teich oder um die halbe Weltkugel, lässt sich so ganz einfach "überwinden". Skype, E-Mail und andere Gadgets sind da ganz hilfreich. Und das hier, dieses Projekt Lewis & Leigh, begann eigentlich mit einer SMS.

Was bei den ersten Momenten des Albums sofort klar ist, hier geht es nicht um Pomp, hier geht es nicht um blöde Vocoder, hier geht es ehrlich zu, handwerklich. Die Stimme der Amerikanerin und des Briten harmonieren perfekt. Sie stammt aus Gulfport (MS) und er ist Waliser, beide sammelten bereits etwas musikalische Erfahrung, wenn auch unterschiedlicher Art. In London tat man sich dann zusammen und schrieb die EP Night Drives. Von nun an mischen sich in diesem Duo die Wärme des Folks und Americanas aus dem Süden der USA mit der Popgeschichte des britischen Imperiums. Diese Melange wirkt auf "Ghost" sehr ergreifend, man verarbeitet hier auf zehn Titeln recht persönliche Themen. Sei es, dass man hier und da doch andere Entscheidungen hätte treffen sollen (Losing Time) oder dass man mit einer ganz bestimmten Person am liebsten hier und jetzt an einem anderen Ort wäre (Whiskey & Wine). Wie wir alle Wissen, ist das Leben nun mal eben nicht Ponyhof, würde auch komisch klingen, im allgemeinen Sprachgebrauch. Aufgrund der Erfahrung beider Musiker, klingen die dreißig Minuten, die die Platte mist, wie ein kleines, persönliches Konzert auf einer Veranda, spät abends, irgendwo am Rande eines Feldes, im Nirgendwo des Bundesstaates Mississippi. Wer sich an Broken Fences (hier & hier im Blog) erinnern kann, darf hier gerne zugreifen. Veröffentlicht wurde dieses Machwerk am 26.08. auf ferryhouse productions, der Vertrieb geht hier über Warner und Zebralution.

Anspieltipps: The 4:19, Keep Your Ghost, Piece Of Gold

5/6 Punkten (Ziemlich intim und wunderschön)

Lewis & Leigh - Ghost
(Quelle: Presskit von ferryhouse productions)

Donnerstag, 19. Mai 2016

The 3rd Ferryhouse: Femme - Debutante

Wenn man über gute Popmusik nachdenkt und forscht, kommt um die Ländereien des britischen Empires eigentlich gar nicht herum. Sei es Grimes aus Kanada (gehört das noch zum britischen Empire?), Lorde aus Neu Seeland, Flume aus Australien oder auch The XX ... eben von der Insel. Laura Bettinson, die sich lieber Femme nennt, ihres Zeichens Wahllondonerin, kann man in diese Riege direkt einordnen.

Auf ihrem ersten Langspieler "Debutante" findet man das, was man von moderner, kurzweiliger Popmusik erwartet. Einen ordentlich drückenden Bass, vertrackte, verschachtelte und fast schon flirrende Soundschnipsel und Lauras Stimme. Trotzdem es Avantgarde-Pop ist, wird einem der Zugang nicht verweigert, nichts ist anstrengend oder total verkopft. Immerhin kann sich die Künstlerin mit der Platzierung von Fever Boy in einem Adidas-Werbespot brüsten, was schon mal etwas heißen will, zumal der Track bereits vor drei Jahren das Licht der Welt erblickte. Zu eben diesem Titel gesellen sich zwölf weitere und bilden eine recht sommerlich, leichte akustische Reise, die 36 Minuten lang ist. Wer auf Icona Pops "I Love It" mochte, kann sich getrost genau dieses Album kaufen oder Streamen, erscheinen ist das Album digital bereits am 15.04. auf Ferryhouse Productions und am 20.05. dann final physisch auf den Musikmarkt gehievt. Hierbei regeln Warner und Zebralution den Vertrieb.

Anspieltipps: Fever Boy, SOS, Gold

5,5/6 Punkten (Here's your cup of tea.)

Femme -Debutante
(Quelle: Presskit von Ferryhouse Productions)

Montag, 25. April 2016

The 2nd Ferryhouse: Hein Cooper - The Art Of Escape

Bei diesem jungen Mann aus Australien, mit teils niederländischen Wurzeln, geht es seit der ersten EP die veröffentlicht hat, quer über den Erdball. Eigentlich hatte er vor Jahren nur zur Gitarre gegriffen, weil einer seiner Freunde damit auch begonnen hatte. Der besagte Freund hörte irgendwann wieder auf, Cooper bleib jedoch dabei und hat seit dem 15.04. ein Album auf Ferryhouse Productions am Start.

Wie das nun mal so ist bei Surfern, vielleicht ist einigen der Name Jack Johnson noch ein Begriff, die Musik der Jungs hat immer einen Hauch Sehnsucht im Nacken sitzen und dieser Hauch wird auch ziemlich gut an den Hörer herangetragen. Auf 34 Minuten gibt Hein mit "The Art Of Escape" all seinen Emotionen und Erfahrungen wieder und das ist auch sein Ansinnen mit diesem Album, welches nebenbei erwähnt, in Montreal aufgenommen wurde. Dies geschah aber auch nur, weil er in Australien bei einem seiner unzähligen Gigs von eben einem Produzenten aus Montreal entdeckt wurde. Wie es sich für ein Pop-Album aus der Jetzt-Zeit gehört, wird hier nicht nur elektrisch, sondern auch akustisch eingespielt, was dem Album zu einer Art Flow verhilft und zu verhindern weiß, langweilig zu werden. Dabei beherrscht er viele Facetten: von überglücklich, wie in Overflow (ist das eine Baseline von Pumped Up Kicks?), was mal eben so zum Mitpfeifen einlädt, bis hin zu tiefstem Trübsinn, wie in "Curse Of My life". Dabei stehen diese beiden Titel auf dem Album direkt nebeneinander. Mit "The Art Of Escape" kannst du eben genau das machen, was der Albumtitel beschreibt, abhauen, aus der doch manchmal recht grauen, tristen und auch stressigen Wirklichkeit entfliehen, auch wenn dies nur im Geiste geschieht. Jeder hat genau diesen einen Ort, wo er sein will, vielleicht auch schon war und immer wieder im Gedanken dort landet. Die Produktion hierzu ist herausragend und passen für die Zeit und die Musik, Marcus Paquin war hier für das Einfangen des Gesangs und der Instrumente zuständig, wobei Rusty angeblich mit nur zwei Mikros aufgenommen wurde.  Er hat eigentlich genau das Zeug, um der nächste Jack Johnson zu werden.

Anspieltipps: Overflow, All My Desires, The Real

5/6 Punkten (Ich geh mir erstmal das Meersalz aus den Haaren spülen.)

Hein Cooper - The Art of Escape
(Quelle: Presskit von Ferry House Productions)
Surfdaten:
27.04. Hamburg, Übel & Gerfährlich
28.04. Berlin, PBHFCLUB
29.04. Köln, Die Kantine
30.04. München, Technikum

Samstag, 27. Februar 2016

The 1st Ferryhouse: Liedfett - Laufenlassen

Liedfett aus Hamburg reiben dir schon kurz nach dem meteorologischen Frühlingsanfang eine fette Briese Festivalluft unter die Nase, auch wenn man so nach gar keinen Gedanken daran verschwenden würde. Das Trio, bestehend aus Sprinder, Lucas und Philipp schlagen ihr Buch der Weisheiten auf und lassen euch, liebe Zuhörer, daran teilhaben. Bewaffnet mit Gitarre, Schlagzeug und Kazoo macht man sich auf vierzehn Titel breit und ... lässt irgendwie laufen. Es klinkt wie Punk, nur ohne den Strom auf den Gitarren, dennoch langt es zum großen Teil zum Abgehen und Tanzen. Und das macht diese Band auch, es geht darum, sich mit einem Lächeln im Gesicht ein paar Gedanken um das eigene, innere Wohl zu machen. Durch die Prise Ska, die in einigen Titeln als Würze beiliegt, gibt es "Laufenlassen" das nötige Etwas, was die Platte rund macht. Der Nachteil an dem Ding? Nun ja, wenn man den Titel Ishaltso vorschiebt, hegt man auch gewisse Erwartungen an die anderen 40 Minuten auf dem Silberling. Die können im Anschluss nicht ganz erfüllt werden, bedingt durch einige Bremser wie "Pleitegeier" oder "Schlaflied", das mag als Downer auf den Festivals dieser Nation funktionieren (mit entsprechendem Meer aus Feuerzeuglichtern), auf dem Album selbst wirkt das schon fast befremdlich, da man in einem Flow ist, der einem dann einfach entzogen wird. Sicher können einen die Nachfolgetitel wieder mitreißen, aber nicht jedes Album braucht Balladen. Die Produktion kann sich alle Mal hören lassen und lässt am Ende keine wünsche offen. Wer die Ohrboten mag, wird sich hier schnell wie zuhause fühlen, allein schon, weil man sich der deutschen Sprache bedient um die lyrischen Bilder an weiße Wände zu malen, um auch deine Welt etwas bunter zu machen oder deinen Montag aufzuhellen. Veröffentlicht wird die Ska-Punk-Pop-Chose am 04.03. auf Ferryhouse Productions, den Vertrieb regeln hier Warner und Zebralution. Weiter unten könnt ihr euch angucken, wann die Band wo in eurer Nähe die Menge bewegen wird.

Anspieltipps: Montagmorgen, Lassmichma, Ishaltso, Schmierlappenkommando

4,5/6 Punkten (Ein Montagmorgen wurde noch nie so auf den Arm genommen, ishaltso.)

Liedfett - Laufenlassen
(Quelle: Presskit von Ferryhouse Productions)

Liedfetttourdaten:
04.03.16 Hamburg, Übel & Gefährlich
05.03.16 Köln, MTC
07.03.16 Hannover, Lux
08.03.16 Göttingen, Exil
09.03.16 Leipzig, Moritzbastei
10.03.16 Berlin, Privatclub
11.03.16 Braunschweig, Eule
12.03.16 Nürnberg, MUZ
14.03.16 München, Backstage
15.03.16 Weinheim, Cafe Central
16.03.16 Stuttgart, Goldmarks
23.03.16 Dresden, Scheune
24.03.16 Bremen, Lagerhaus
25.03.16 Frankfurt, Nachtleben
26.03.16 Hamburg, Übel & Gefährlich
29.07.16 Elend, Rocken am Brocken
30.07.16 Hude, Garden Of Voices