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Dienstag, 24. Oktober 2017

Teil 3 des Interviews mit Behead The Broken Queen vom 15.10.2017

Wenn ihr wissen wollt, wie Behead The Broken Queen zu ihrem Namen gekommen sind, was sie von Genres halten und wo man überall ihren Merch finden kann, solltet ihr hier klicken. Wenn ihr jedoch mehr darüber erfahren wollt, was sich in der Szene gerade tut und wie es um die EP steht, dann klickt hier. Nun denn, kommen wir zum großen Finale, mit einer großartigen Band.

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Wo kommt aber der Trend her, dass die Leute lieber in den Club gehen und da feiern, anstatt zum Konzert zu gehen und Stress abzubauen?

Murat: Ich kann mir gut vorstellen, dass die Leute damals nur eine Szene dazugehören wollten, weil es was eigenes war, weil es bunte Haare gab, weil es Tunnel gab, weil es Tattoos gab und dann gemerkt haben: „OK, die Musik passt mir doch nicht so.“

Nils: Viele junge Menschen hören auch solche Musik, vor allem wenn man die Pubertät durchmacht. Da verändert man sich ziemlich oft. Das passiert auch im persönlichen Umfeld, wo die Leute dann einfach diese Musik nicht mehr hören. Ich muss auch zugeben, dass ich selbst nicht mehr soviel hartes Zeug höre.

Simon: Ich muss zugeben, dass er das sogar ziemlich oft hört.

(Alle lachen.)

Nils: Schon noch oft, ja, aber nicht mehr so oft wie früher. Früher war ich eher der Groupie, da hatte ich meine Bands, da kannte ich jeden Songtext, da kannte ich jede Band, habe mich wirklich extrem auf die Konzerte gefreut, war total aufgeregt. Mittlerweile bin ich aus der Sache herausgewachsen und guck mir nur noch ein paar Sachen an, aber die Leidenschaft dahinter fehlt.

Sind deswegen Bring Me The Horizon weicher geworden?

Murat:
Weil es mehr Leute anspricht.

Nils: Sie sind halt kommerzieller geworden. Wir wollen diese Schiene nicht gehen, wollen aber ein bisschen eingängiger werden, aber nicht so, wie es BMTH gebracht haben. Wir bleiben schon unserem Stil treu, egal ob das Konzerte und Leute zieht oder nicht. Primär geht es uns um den Spaß. Wir sind ja auch nicht Fame, wir sind eine lokale Band, die vielleicht ihren Ruf in Berlin hat, sowie auch in Cottbus und vielleicht in ein oder zwei anderen, kleinen Städten.

Murat: Ich denk, dass merkt man auch daran, dass es uns fast acht Jahre gibt, mit Nils etwas mehr als zwei Jahre, wir haben nie darüber nachgedacht uns aufzulösen. Hier und da gibt es mal einen Disput, weil der eine die Musik machen will und der andere eine andere Musik. Wir sind schon eher eine Familie.

Nils: Das beste Beispiel war mein Eintritt in die Band. Die Jungs haben mich natürlich auch vorher schon ein wenig interviewt und haben gefragt, was ich denn privat Höre. Da habe ich Beatdown gesagt und die haben mich dann mit verachtenden Blicken angesehen. Aber mittlerweile gibt es in jeder Probe mindestens einen Beatdown-Jam, da habe ich mit der Zeit auch meine Finger im Spiel. Es ist schwierig, dass was du schreibst zu trennen von dem, was du gerade privat feierst. Es ist schwer sich zu reflektieren, nur weil man ein Genre oder einen Musiker feiert. Man muss dann von einem Genre zum anderen hüpfen und es ist schwierig zu fünft auf einen Nenner zu kommen. Es ist wie eine Beziehung: man muss daran arbeiten.

Murat: So komisch es auch klingt, es ist wirklich so.

Nils: Du musst es ja irgendwie jedem Recht machen, du willst ja nicht, dass irgendwer dabei steht und eigentliche gar keinen Bock auf die Sache hat. Letztendlich kommen wir immer irgendwann auf den gleichen Nenner.

Auch wenn Sie hier recht ernst gucken, eigentlich sind sie ganz nett.  Behead The Broken Queen.
(Quelle: Promo-Ordner der Band auf Facebook)

Das heißt, fünf oder zehn Jahre später immer noch BBQ...

Murat: … immer noch keine EP.

(Alle lachen.)

Das müsst ihr selbst wissen, ob ihr dann einfach einzelne Stücke ins Netz stellt und die gut versteckt.

Simon: Unsere EP kommt demnächst auf jeden Fall raus, das steht fest. „Prophets“ wird sie heißen.

Murat: Da ja bald Weihnachten ist, können wir sie auch „Spekulatius“ nennen.

Nils: Wir haben für das Album danach ein Konzeptalbum vorgesehen. Sagt dir die Band Tell You What Now was? Die wollten dieses Jahr eigentlich auf dem Full Force spielen. Der Gitarrist ist ein Kumpel von uns, mit dem sind wir in Kontakt getreten und haben schon ein paar Mal mit ihm geprobt. Des Spaßes halber haben wir angefangen einen Song zu schreiben, vielleicht wird da auch was draus. Vielleicht wird es auf ein reines BBQ-Ding. Müssen wir halt abwarten, aber wir haben eine Idee für eine Konzept-EP. Wir wissen, welches Thema wir behandeln wollen, es soll selftitled sein. Dabei soll es um eine Königin gehen, die sich bestimmten Dingen entgegenstellen muss, die mit Persönlichkeitsstörungen zu kämpfen hat und letztendlich geköpft wird, wie unserer Name es sagt. Die EP soll dann den Werdegang zum Köpfen erzählen. Die Idee gefällt uns allen, bisher haben wir aber noch nicht wirklich viel dazu geschrieben. Es kann auch was komplett was anderes werden, aktuell sind wir da sehr offen. Beim Proben wollen wir auch weg von den Konzerten, weg von der alten Setlist und hin zu neuem Songwriting. Wir als Band brauchen auch einfach einen frischen Wind, weil wir seit Jahren immer das gleiche Zeug spielen und das brennt einen so langsam aber sicher aus.

Murat: Irgendwann stagnierst du.

Nils: Und das haben wir alle gemerkt. Wir wollen nun einfach unser Ding durchziehen, was das aber werden wird, kann man so genau nicht sagen.

Man muss dann auch überlegen, ob das alles auch live dann funktioniert. Meistens ist das eine reine Kopfsache für die Fans. Man versucht eine Geschichte zu erzählen und mittendrin jemand aus dem Publikum den Faden verliert und abschaltet.

Nils: Abgesehen, dass mich eh kein Schwein versteht.

(Alle lachen.)Nils: Live mit der Akustik ist immer so eine Sache.

Murat: Ich finde, dass es live egal ist, ob du eine Geschichte erzählst, solange die Leute die Musik feiern. Da geht es eher um was anderes.

Nils: Da geht es dann eher um die Stimmung, um die Bewegung, um die Leute, die Spaß haben. Und zuhause können sich die Leute mit den Lyrics zusammen und dem ganzen Konzept auseinandersetzen. Es wird auch genug Leute geben, die nicht verstehen, was auf der EP passiert. Es gibt dann aber auch die, die sich Gedanken machen und die Lyrics durchlesen, sich mit den Aussagen von Bands beschäftigen. Die erste Fraktion hört es einfach, weil es geil klingt.

Murat: Oder sie hören uns gar nicht.

Gut, kommen wir langsam zum Abschluss. Da mache ich es kurz und knapp, Sebastian hat ja schon die Runde hinter sich (Er wurde bereits am Nachmittag befragt, mit seiner anderen Band Dispray).

Hund oder Katze?

Murat: Hund. Beides... eigentlich Hund. Ich mag Tiere generell, aber wenn ich entscheiden müsste, dann definitiv für den Hund.

Nils: Hund, Hund, Hund, Hund.

Simon: Ich habe einen Hund, ich will einen Hund.

Tee oder Kaffee?

Murat:
Kaffee.

Nils: Kaffee.

Simon: Kaffe, all the way.

Sebastian: Tee … Schwarztee mit Milch.

Duschen oder Baden?

Murat:
Duschen.

Nils: Duschen.

Simon: Duschen.

Sebastian: Duschen.

Murat: Dann sind wir uns ja alle einig.

Lieblingsgetränk?

Murat:
Wasser

Nils: Ganz langweilig: Wasser.

Simon: Ich sag auch Sprite.

Sebastian: Energy.

Egal welche Marke?

Sebastian: Rockstar.


Damit schließen wir das ganze ab, ich wünsche euch eine gute Heimfahrt und freue mich auf die kommende EP.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Bandcamptage Vol. 150 / Neues aus dem digitalen Briefkasten

Bereits vor ein paar Wochen erreichte mich eine E-Mail von der Band I Recover aus Köln. Bereits 2013 hat man sich zusammengefunden und es recht langsam angehen lassen. Vielleicht gibt es auch deswegen erst seit dem 29.01.2016 die erste EP, selbstbetitelt versteht sich.

Wie die URL es vielleicht verrät, geht es hier beim dem Quintett um alles, nur nicht um Ruhe. Man spielt Hardcorepunk, irgendwo zwischen Pears und Brutal Youth. Die EP geht eigentlich recht schnell vorüber, was mitunter daran liegen könnte, dass es man im Schnitt keinen der sechst Titel (außer Always Aware) über 2 Minuten heben kann, sowas braucht aber gute Musik auch nicht. Die Produktion ist gewaltig, sogar sehr Basslastig, was für eine Gitarrenband schon ungewöhnlich ist. Der Gesang ist, wie eben im Punk hier und da üblich, nicht ganz so gerade, aber darum soll es hier nicht gehen. Die Band ist so nett und bietet euch die digitale Kopie auf Bandcamp für einen Preis an, der euch gerade in den Kram passt, so kurz nach Weihnachten, Karneval und so kurz vor Ostern. Eine Hartkopie kostet mal eben schlappe fünf Euro, durchaus fair.

Anspieltipps: Where Am I, A Cloud Of Lies, Discomfort

I Recover - s/t 7'
(Quelle: Bandcamp.com)

Und in einem Monat ist das Ding hier vier Jahre alt.

Samstag, 5. Dezember 2015

Die 9. Fleet Union: Ära Krâ - Ära Krâ EP

Aus den Resten von "FYSFB" und "Der Weg Einer Freiheit" formte sich 2011 das Trio Ära Krâ in Berlin. Seit diesem Zeitpunkt macht man sich auf, um mit Black Metal auf, die Welt zu erobern. Wie es der Name vielleicht erahnen lässt, geben die Krähen Töne von sich, die wir hier alle zwischen Sylt und Südtirol bestens verstehen. Bereits im Jahr der Gründung wurde auch gleich das Album Ferne Tage veröffentlicht, welches überall guten Anklang gefunden hat. 2013 wurde es dann etwas volle im Krähennest, damit man live so richtig loslegen konnte. Aktuell ist man zu fünft und hat nun eine neue EP am Start, die mit drei Titeln knappe 18 Minuten umreißt. Wie das Funktioniert?

Der Titel Grauer Sand misst mal eben 8 Minuten, der Rest ist dann nur noch Mathematik. Wie man es vom Black- und auch Death-Metal erwartet, wird erstmal wild losgeballert, bis man sich nach ein paar Sekunden einkriegt. So kann man natürlich auch ein Intro gestalten, aber hört selbst. Dennoch trifft man hier und da gar versöhnliche und dennoch traurige Klänge an, die man sonst nur von irgendwelchen Klassiksendern kennt. Fast schon verstörend, aber dennoch interessant. Die Platte wurde anständig aufgenommen, bei drei Titeln jedoch drei Favoriten herauszunehmen... das könnte sich wohl hier schwer gestalten. Grauer Sand glänzt dennoch sehr, auch wenn der Track etwas Überlänge hat. Wer sich die Ladung Metal geben mag, kann dies auf Bandcamp gerne tun. Veröffentlicht wurde die EP am 04.12.15 auf Through Love Records.

5/6 Punkten (Verwirrend anders und interessant, dass muss denen erstmal jemand nachmachen)

Ära Krâ - Ära Krâ EP
(Quelle: Presskit von Fleet Union)

Sonntag, 7. September 2014

Bandcamptage Vol. 131

Das letzte Album, welches unter der Fahne "kostenlos" segelte, ist schon eine Weile her. Aber es gab, wie einige sich er bemerkt haben werden, jede Menge Releases und da möchte man das, sowie tolle Interviews teilen.

Aber sind wir mal nicht so. Da mir gerade nach einer härteren Gangart ist, habe ich Bandcamp nach Metalcorebands und -alben durchstöbert. Heraus kam dabei Black Hand aus dem schönen Kalifornien. Wie das mit dem Metalcore nun mal ist, passt die Musik nicht zum sonnigen Hippietum, eher zu Horrorfilmen, Splattermovies und anderen verschobenen Bildern, die nicht vor Mitternacht im Fernsehen gezeigt werden dürften. Die EP der fünf Mannen hört auf den Namen Prima Spectre. Der letztere Teil des Namens klingt wie ein Bauteil der Mir, aber das wird wohl eher Zufall sein. Vier Titel und ein Interlude laufen hier in weniger als 19 Minuten durch und hinterlassen, dank einer ausgezeichneten Produktion, einen bleibenden Eindruck. Überall bollert der Bass und die Gitarren durch, einige Blastbeats fliegen einem entgegen und "Gastsänger" hat man sich hier und da auch mit an Bord geholt. Also, richtig schön unchristliche Musik auf diesen späten Sonntagabend. Der Preis bleibt Verhandlungssache, ideal für Menschen, die chronisch pleite sind. 


Black Hand - Prima Spectre

So einige Filme sollte ich gerad so oder so meiden ... und das Fernsehen überhaupt.

Sonntag, 16. März 2014

Ver-Flixt Nr. 4: Rebel Spies - Before I Die, I Shall Destroy The Rebel Spies

Was definiert eigentlich einen Quickie. Selbst die Wikipedia hat einen Eintrag hierzu. Im erweiterten Sprachgebrauch handelt es sich um den verkürzten Akt des Geschlechtsverkehrs. Die meisten von euch werden das sicher gewusst haben. Ihr werdet euch aber eher fragen, wie man denn auf diese Weise eine Rezension anfangen kann. Weil die EP Before I Die I Shall Destroy TheRebel Spies eben kaum über die Länge eines Quickies hinauskommt. Man bekommt drei Titel geboten, voller Skatepunkattitüde a la Bad Religion und anderer alter Punkhasen. Es geht schnell voran, kaum schmeißt man die EP an, geht’s gleich im Schweinsgalopp durch, bis ans Ende. Vor dem inneren Auge läuft einer der zig Teile der Tony Hawk Skateboardgames ab, denn genau dazu hätte das alles gepasst, oder zu Crazy Taxi, was sich jetzt sogar auf en mobilen Endgeräten breit macht, mit dem originalen Soundtrack. Die Produktion ist anständig, nichts wird verschluckt und der Gesang ist sogar gerade. Die Gitarren sind Tief und gefallen am besten in What Have I Done. Auf Bandcamp kostet der Spaß zwei Dollar und fünfzig Cent. Man kann alles natürlich auch ohne Ende streamen. Das Ende vom Lied ist, dass das Quintett aus Detroit ein anständiges Machwerk abgeliefert haben, welches man getrost auf einigen Rock’n’Roll-Parties spielen kann, die zukünftige Schwiegermutter wird man damit aber nicht von sich überzeugen können. Aber das will man auch nicht, man macht nur alten Punk.

5/6 Punkten. 
 
Rebel Spies - Before I Die, I Shall Destroy
The Rebel Spies
(Quelle: Promopack von Flixrecords)

Samstag, 30. November 2013

Bandcamptage Vol. 102

Der November ist nun fast rum und das Wetter macht natürlich volle Breitseite mit. 

Der Norden der Republik ist ja für ziemlich derben Rock und Punk bekannt. Ich sage schreibe nur Jungbluth oder Leitkegel. Aus Kiel kommt das Quartett Chuck Bass, welches für ein wenig veganes Essen und ein paar Bier auch in eurem Keller, Balkon oder was auch immer spielt. Wenn Geld dabei rumkommt, um so besser. Die Jungs spielen auf ihrer EP, die wirklich nur EP heißt, eben eine Mischung aus Punk, Screamo und Rock, nur ist gewählte Ausdruckssprache Englisch. Die Gitarren sind sehr clean und die Stimme schwangt zwischen blankem, zerissenem Geschrei und Wortsalven, die ins Mikro gesprochen werden. Es geht unter anderem um den Norden, vollgepackte Tage und Kuchen. Ja, Kuchen. Die Produktion ist ausgeglichen und macht nach mehreren Durchläufen immer noch Spaß. Die EP mit den sechs Titeln gibt es für einen Tarif eurer Wahl auf die eigene Festplatte. 

Chuck Bass - EP
Mach hier mal einer bitte den WInter an, das Grau nervt irgendwie.

Samstag, 31. August 2013

Bandcamptage Vol. 88

Da der Monat fast rum ist, gibt es heute noch mal was auf die zwölf.  Vor kurzem hatte ich hier Waves Like Walls aus Ingolstadt, da war ja nichts mit Download, zumindest nicht für Lau.


Wer jedoch diese Musik mag, wird sich heute freuen. Die Band Dead To Rights kommt aus Cookeville, Tennesse und haut mal richtig auf die Kacke. Hier treffen zwei tief gestimmte Gitarren auf einen Trommler und einen Menschen, der seine Stimmbänder zum Screamen und Shouten benutzt. Gefunden hat man sich ende November 2011 und hat in der Zeit eine EP auf Bandcamp hochgeladen, die man sich für einen Preis laden darf, der euch schmeckt. Die Produktion ist anständig und lässt keine Wünsche offen. Wer also in den heimischen vier Wänden moschen will, kann sich das gute Stück (15min Umfang) von vorne bis hinten geben. 


 
Dead To Rights - 2013 EP

Montag, 28. Januar 2013

Scene 2 Act Part 25: Jungbluth - Jungbluth

Die drei Münsteraner haben ihre Band nach einem kommunistischen Widerstandkämpfer benannt, der durch das faschistische Regime am 12.01.1945 hingerichtet wurde. Auch auf ihrer Bandcamp-Präsenz, auf welcher man die EP für 0Cent laden darf, findet sich die Aussage, sich eindeutig gegen Faschismus, Antisemitismus und Homophobie zu stellen, wieder. All dies ist in der heutigen Gesellschaft wichtiger denn je. 

Die Musik der drei ist hart, roh und laut. Es wird nicht nur auf deutsch, sondern auch auf englisch gesprochen und geschrieen, bis die Stimme kippt und zerreist. Die Texte sind im Download beigelegt, auch wichtig, weil man ziemlich viel nicht versteht, durch das angewandte Stilmittel des ausgiebigen Screamens. Man wird aufgerufen aus dem Gewohnten, was einen anpisst, auszubrechen, sich eigene Gedanken zu machen, nicht auf die zu hören, die dir eine Meinung vorgeben wollen.



Das ganze Konzept entstand in DIY-Manier und wurde innerhalb von zwei Tagen aufgezeichnet. Die Qualität ist trotzdem recht gut, zumal es schwer ist, Hardcore sehr gut in  kurzer Zeit auf Tape/mp3 zu bannen, ohne das was zu kurz kommt. Gut, der Gesang dürfte ein Stück weiter im Vordergrund sein.






Da jedoch diese Band einen wichtigen Auftrag erfüllt, die Musik keine schlechte ist, die Barden sich gerne auf Fragen und Diskussionen einlassen, also direkt mit euch, dem Zuhörer, ist dieses Stück Musik Gold wert. Somit nehmt dieses Album, was ihr kostenlos laden dürft, verbreitet die Kunde euren Freunden/Familie und seid laut. Immer wieder hören!


Jungbluth - Jungbluth (EP)

Freitag, 24. August 2012

Bandcamptage Vol. 43

Als ich nach Göteborg bei Bandcamp suchte, weil ich gerade die In Flames hörte, kam natürlich auch solche Musik, die ähnlich wie In Flames klingt. Die dort gefundenen Alben waren zum Teil auch recht gut und zum Teil sogar für Name-Your-Price zu haben oder gar for free. Da ich aber einige meiner Blogleser kenne und weiß, wie sie zu skandinavischem Metal stehen, hab ich weiter gesucht und das K-Projekt entdeckt, zumindest ihre 4 Titel lange EP K-Projekt. Die Musik ist recht poppig, es wird mit vielen Samples gearbeitet, es wird aber auch gesungen. Fans von Grimes, The Ting Tings und La Roux dürfen hier gerne zugreifen, zumal das Album für 0€ angeboten wird. Leider kann ich euch aber kaum keine Informationen über diese Band liefern, außer das ein Teil aus Edinburgh ist, da die Band keine Links zu Facebook oder sonst irgendeiner Web-Präsens angegeben hat. 


K-Projekt - K-Projekt (EP)
Mit so fröhlicher Musik hätte ich in Göterborg nicht gerechnet, könnte aber auch am Einfluss aus Edinburg liegen.

Montag, 30. Juli 2012

Mal was anderes die 10te

Wie ich gerade bemerke kommen mit dem heutigen Post ziemlich viel Jubiläen zusammen, auch wenn das eine nun schon fast eine Woche verstrichen ist. Das verstrichene Jubiläum ist mein Geburtstag, der am 24.07. ist, eigentlich auch einfach zu merken, wie ich finde, da der Tag 24 Stunden hat und die Woche 7 Tage. You see... easy. Dann ist das hier der achtzigste Post und gleichzeitig der zehnte Post, der nun auch "Mal was anderes" behandelt.

Für die Ruhe hier möchte ich mich entschuldigen, die Uni hat mich über die Bücher und Skripte gezwungen, gearbeitet hab ich und nun gibt sowas wie eine schöne Sternen Wanderin an meiner Seite. ABER ich habe mir gedacht, bei soviel Jubi-Spaß solltet ihr nicht zu kurz kommen.

Beginnen möchte ich heute mit einem Podcast aus Kanada, welches eigentlich das Land ist, welches ich unbedingt bereisen möchte, vor allem im Winter. Der Sender CBC3, der hier, da, dort und anderswo Erwähnung gefunden hat, hat mich immer inspiriert neue Musik zu finden und mir auch Musiker und Bands näher gebracht, die ich bis heute unglaublich gut finde.
CBC3 hat in der Zeit, in welcher ich es verfolge, so einiges geändert. Nicht nur die URL hat sich geändert, sondern auch die Aufmachung und auch andere Dinge, die nach einiger Zeit nach dem Beginn der Umstellung wieder aufgehoben wurden, wie das Nicht-Anzeigen des Titels im Online-Stream auf der Internetpräsenz. Bei Winamp hat es funktioniert.
Auch während meines Praktikums bei ROME SDS in München, bin ich dem Sender treu geblieben, was zur Folge hat, dass mich einige Titel immer an diese verrückte, aufregende und schöne Zeit erinnern werden. Somit ist dieser Sender meine kleine persönliche Zeitmaschine. CBC3 hat auch eigene Podcasts, ich habe mittlerweile den R3-30 Podcast abonniert, iTunes lädt den beim Start ja immer selber runter. Das schöne ist, dass man so immer einen kurzen Einblick hat, was in Kanada an moderner und guter Musik läuft, denn es wird nicht nur gesprochen, sondern auch Musik wiedergegeben. Somit bekommt man hier auf legalem Wege exzellente Titel frei Haus geliefert und das wöchentlich. Wer meinen Blog mag, wird den Podcast lieben. Der Moderator ist in Kanada wohl sowas wie ein Comedian, lustig ist er auch ab und an, aber das nur so nebenbei.


Quelle:  http://music.cbc.ca/#/The-R3-30
Das nächste Geschenk ist zwar kein immer wiederkehrendes, aber dafür kostenloses Album von einer Band, die ich hier in meinen "frühen" Blog-Zeiten mal hatte. Die Band Dancing With Paris schmeißt eine EP für 0€ raus, wenn ihr eure E-Mail Adresse, und zwei drei andere Angaben macht. Die Musik der Jungs ist recht hart und derb, obwohl man hier und da sogar ein paar ruhige Momente findet. Die Djent-Einflüsse kommen wohl von den 8-Saitern, die hier gezupft werden. Wer Metalcore oder sowas mag, wird das lieben und die beiden Youtube-Clips zeigen am besten, welche Bandbreite geboten wird. 





Die Band Thee Brandy Hips hatte ich hier auch mal, nur bin ich da nicht auf die Idee gekommen, mal nach den anderen Alben der Band zu gucken, ob es die nicht für einen Preis gibt, der quasi 0€ beträgt. Und siehe da, das Album We Are Love gibts für "Name-Your-Price" ohne Minimum. Die Musik der Spanier ist surf-lastig und macht meilenweit Spaß, bis zum Horizont und noch viel weiter und das alles zappelnder Weise. 

Thee Brandy Hips - We Are Love

Somit ist jetzt hier viel geschrieben, die Musikmischung ist recht bunt und alle sind, so hoffe ich, zufrieden. 

Freitag, 8. Juni 2012

Bandcamptage Vol. 27

Da im Moment mein iPod nicht intakt ist, eigentlich schon seit fast einem Jahr (dämliche Klinkenbuchse) und ein mp3-Player innerhalb de Garantiezeit defekt war und ich ihn aber erst in Cottbus umtauschen konnte, hab ich nun 2 mp3-Player am laufen. Auf dem einen ist Musik die ich hier so poste und auf dem anderen Kaufmusik. 

Da bin ich vor kurzem auf dem, ich nenne ihn mal "Blog-mp3-Player" auf Red Vienna gestoßen. Die hatte ich im November 2010 entdeckt und liebgewonnen. Die Band kommt nicht, wie der Name vermuten lässt, aus Wien sondern aus Vancouver, Kanada. Die Dreierbande bezeichnet ihre Musik selbst als Alternative. Sie klingt wie ein Mischung aus Angels and Airwaves, Dredg und Coldplay. Die Gitarren sind angenehm eingespielt und tragen neben Gesang durch die Stücke und es geht hier und da auch gut nach vorn und am Ende gibt es mit Reprise gibt es sogar eine Ballade. Die selbstbetitelte EP wird hier zum "Name Your Price"-Modell angeboten, wer also viel geben möchte und kann, kann dies hier tun. Alle anderen dürfen sich das Album auch für 0€ laden. 

Red Vienna EP
Und das alles ohne CBC3. 

Freitag, 4. Mai 2012

Bandcamptage Vol. 17

Oh, wo fange ich hier an? Hm... wir schrieben das Jahr 2007. Ich war Single und eigentlich für viele Schandtaten bereit. Mein bester Freund und ich sind viel um die Häuser gezogen und ich habe mit ihm viele Konzerte besucht, darunter Seeed und Korn. In dieser Zeit haben wir auch, oder eigentlich eher er, die Band LAID entdeckt. Die haben wir mehrfach besucht und so auch jede Menge andere Bands entdeckt, wie zum Beispiel Sweet and Easy to Peel oder auch Jennifer Rostock, die wir damals, dank eines Codeworts, noch für 3€ gesehen haben. Mit LAID waren meist auch die Crashcaptains an Board, die angenehm atmosphärische Gitarrenmusik spielen. Und unplugged gibt es eine reine Wucht auf die Ohren. 
Das Coole an der Band ist, dass sie einen Bandcampaccount haben, auf dem ihre erste EP mit 4 Stücken abgelegt ist, die man für 0€ laden darf. Da es sich hier um ein "Name Your Price"-Angebot handelt, darf man so viel zahlen wie man möchte. Zahlt man aber mindestens  5€, bekommt man das Album Pioneers, aus dem Jahre 2008 mit dazu, Damals noch unter dem Namen Olneyair und mit  Musik, die näher am Indie-Rock & Postrock ist & einem auch mehr auf die 12 gibt. 
Crashcaptains - EP


Mich hat die Band überzeugt & ich hoffe das hat sie euch auch. Falls sie in eurer Nähe mal auftreten sollte, empfehle ich einen Besuch. 

Freitag, 27. April 2012

Soundcloudisch Vol. 2

Ach ja, die letzten paar Tage in München. Ich versuch hier möglichst viel mitzunehmen, bildtechnisch. Mit dem Fahrrad kommt man ja an einige stellen hier. 

Die nun folgende Band wurde mir 2007 vorgestellt. Da war ich noch in der Ausbildung und auch Single, was dazu aber kaum was zu sagen hat. Ich wurde zu einem Konzert ins Gladhouse mit eingeladen. Dort spielte Ortega auf, eine mir damals völlig unbekannte Band aus Cottbus auf. Irgendwer drückte mir damals gar eine EP von denen in die Hand und schon war hier eine kleine Liebe geschaffen. Das Konzert war großartig. Es gab was auf die Augen, da die visuellen Effekte erste Sahne waren und die Musik gar hypnotisch, aber auch eingängig. Auf ihrem Soundcloud-Profil findet sich eine bunte Mischung ihrer Stücke, von denen einige zum Download zur Verfügung stehen. Leider hat die Band seit 3 Jahren nichts mehr auf ihren Account geladen, somit nehme ich an, dass die Band nicht mehr so ganz aktiv war. Eigentlich schade drum, denn ihr Sound ist groß und bewegt sich irgendwo zwischen Coldplay, Bloc Party und anderem tanzbarem Indierock.





Donnerstag, 12. April 2012

Bandcamptage Vol. 12

Wie schnell die Zeit doch verstreicht. Morgen ist schon wieder Freitag. Heute geht's noch mehr kreuz und quer durch das Gemüsebeet meines Musikgeschmackes. 


Fangen wir mit was ganz Entspantem aus Aukland an. Forest Shakes spielen viel Surf und auch Lo-Fi Stuff. Ganz interessant und sogar for free. Somit darf man hier beherzt zugreifen, auch wenn das Album nur 4 Titel enthält. Ist ja auch mehr eine EP, die aber reicht für die kurze Entspannung zwischendurch und man kann den Sommer schon ein wenig hören. 
Forest Shakes - Beach Fortress

Nun springen wir zur schreienden, blubbernden und auch schwitzenden Ecke, ihr wisst schon, Metal und so. Die Band schimpft sich Time for Energy & singen/schreien englische Texte. Das wäre so zwar nicht ungewöhnlich, stammt die Band doch aus Frankreich und einige von euch wissen ja, wie es die Franzosen mit den Fremdsprachen haben. Die EP ist 6 Titel lang und man bekommt sie für, wie sollte es auch anders sein, 0€. Die Qualität stimmt hier vorne und auch hinten. Also, schreit und blubbert mit. Das mit dem Schwitzen wird von ganz alleine kommen. 
Time For Energy - Time For Energy EP

Nachdem ihr nun euer Herz und eure Lungen aus euren Leibern geschrien habt oder es einfach bewusst nicht hören wolltet ;) , gibts nun was zur Entspannung. Mir fällt auf, vor allem beider Suche nach Musik, die kostenlos bzw. zu einem "Name-Your-Price"-Tarif angeboten wird, das man ziemlich oft auf Hip-Hop/Rap oder auch Ambient stößt. Soweit ist das zwar nichts Schlimmes, da es ja verschiedene Geschmäcker gibt und ich keinem Vorschreiben kann und auch nicht vorschreiben will, was derjenige zu hören hat. Ich habe so schon einige Mixtapes gefunden, die zum Teil wirklich gut sind. Eines davon ist von Terem. Er hat zw. 2007 und 2011 so einige Tracks aufgenommen und versteht sich als Beatproduzent. Das Album ... oder eher Mixtape, ist sehr entspannt am Jazz und hat sowas schön Oldschooliges, was ich ja auch mag. Über das Cover mag man Streiten können, aber da man das Album für Umme bekommt, sollte man da drüber hinwegsehen können. 
Terem - Here And Now